Arme schlafen nachts ein

    Hallo zusammen,


    derzeit bin ich (64 Jahre alt) etwas ratlos. Ich wache nachts viele Male auf, weil ein Arm plus der Hand eingeschlafen sind. Meistens liege ich auf der Seite, und es ist immer der oben liegende Arm betroffen, was mich doch sehr verwundert. Dazu habe ich in letzter Zeit oft mit dem Raynaud-Syndrom zu tun. Meistens betrifft es die Finger, manchmal auch die Zehen. Ich habe keine Ahnung, ob da vielleicht ein Zusammenhang besteht.


    Bisherige Erkrankungen u.a.:

    - Psoriasis-Polyarthritis (seit ungefähr 1995)

    - Herzinfarkt (2016)

    - Brustkrebs (2016/2017)

    - Lungenentzündungen (u.a. 2017 während der Chemotherapie)

    - Lungenembolie mit begleitender Pneumonie und Pleuritis (2017, während der Chemo)

    - Sepsis nach komplikativer Permcath-Implatation (2019)


    Ob meine Vor-/Nebenerkrankungen damit etwas zu tun haben weiß ich nicht. Altersbedingt ist auch meine Wirbelsäule nicht mehr so ganz in Ordnung. Bekannt ist bisher nur ein Bandscheibenvorfall im unteren Lendenwirbelbereich, der aber sicher nichts mit dem Einschlafen der Arme zu tun hat. Auch die Halswirbelsäule ist nicht wirklich in Ordnung. Schön langsam entwickle ich einen kleinen Buckel. Eine genaue Diagnose diesbezüglich habe ich aber nicht - außer Zervikalsyndrom, was immer das auch heißt.


    Ich möchte deswegen gerne zum Arzt gehen, weiß aber nicht, wer in diesem Fall zuständig ist: Neurologe? Orthopäde? Mein Hausarzt behandelt wegen covid-19 momentan nur Notfälle. Ein solcher bin ich aber nicht, mein Problem ist halt nur sehr nervig.


    Vielen Dank für einen hilfreichen Tipp!


    LG Monsti

  • 13 Antworten

    Hallo,

    spontan fällt mir nicht so viel ein. Werde aber noch mal länger nachdenken.

    Du erwähnst, dass Du einen Buckel entwickelst.

    Ich denke, da könnte ich Dir weiterhelfen und empfehle: https://www.amazon.de/Junejour…2D565EF7BD38B9B6B4CED2405


    Unter dem Stichwort Geradehalter tauchen dann ganz viele Exemplare auf.

    Ich empfehle durchaus die obige - einfachere - Version.

    Es dürfte die Entwicklung des Buckels verzögern/stoppen.

    Man kann es beliebig einstellen. Eng kann es nerven. Es wirkt sicher auch weiter eingestellt noch etwas.


    Für den Sommer gibt es ja vll. auch ein ähnliches hautfarbenes Modell.


    Wichtig wäre natürlich, mehr Infos über die HWS zu haben - RÖ und MRT.

    Wenn der Arm eingeschlafen ist: Hast Du dann am Handgelenk noch einen Puls?

    So kann man sehen, ob das Problem Nerven sind oder eher eine Arterie abgeklemmt wird.


    Buckel-Entwicklung: Osteoporose: Knochendichtemessung???

    Eine RÖ der BWS wäre auch sinnvoll. Der Buckel dürfte sich doch dort bilden.

    Dass der oben liegende Arm betroffen ist, ist ein bisschen ungewöhnlich.

    Es macht immer Sinn, die Schlafsituation zu überprüfen. Die HWS sollte gerade auf einem Kissen liegen...

    Vll. verbessern Dehnungsübungen die Situation.

    Vor einer Knochendichtemessung und Ausschluss von Osteoporose sollte man vorsichtig sein.

    Generell gibt es ja Chiropraktik. Aber die ist in der HWS gefährlich (Schlaganfall) und wird mit höherem Alter wegen arthrotischer Veränderungen (Knochenspornen) sehr gefährlich. In der BWS weniger. Aber ratsam nur beim obigem sicheren Ausschluss.

    Nur ein Gedanke monsti....

    Ich hab das schon jahrelang dass mir nachts immer wieder mal Arme oder Beine einschlafen.

    Irgendwann ist mir aufgefallen dass das nicht passiert wenn ich abends noch mal "durchbewege".

    Dafür reicht bei den Beinen ein kurzer Spaziergang oder 10 Minuten Heimtrainer auf niedriger Stufe. Bzw bei den Armen ein paar Minuten leichtes Hanteltraining - und sei es mit ner kleinen Wasserflasche....

    Kann sein dass es bei mir irgendeine körperliche Macke ist die mit deinem Problem gar nix zu tun hat.

    Aber Ausprobieren kostet in dem Fall gar nix.

    Vielleicht hast du ja durch deine Krankheit die letzten Wochen ein bisschen abgebaut und jetzt fehlt das letzte Fitzelchen? *:)

    Beginnende Karpaltunnelsymptome?


    Wie sieht das Kopfkissen aus?


    Falls alter Göpel: mal gegen ein neues Teil austauschen.


    Und ja, oft ist die HWS nicht in Ordnung. Ich werde gelegentlich von darauf spezialisierten Ärzten behandelt, die ohne chiropraktische Maßnahmen, also ohne zerren und rucken, die Sache wieder ins Lot bringen.


    Und ja, Osteoporose kann einen "Witwenbuckel " machen. Ich bin wenige Jahre älter, bei mir ist Osteoporose festgestellt worden. Ih bekomme Vitamin D verschrieben, hochdosiert und dazu Vitamin K 2.

    Vielen Dank für Eure Ideen! @:)Ja, leider habe ich ausgeprägte Osteoporose und nehme täglich Calcium/Vit. D, einmal wöchentlich Oleovit und spritze halbjährlich Prolia. Das mit dem abendlichen Spaziergang werde ich auf jeden Fall in Angriff nehmen.

    Hallo, mein Mann hatte das auch lange, was irgendwann sehr quälend wurde. Die einfache Lösung war bei ihm: ein nackenstützkissen. Damit waren tatsächlich entgegen aller Erwartung alle Probleme erledigt, nur noch sehr selten hat er die eingeschlafenen Arme und Hände.

    Spontan fallen mir die Nachwirkungen von Chemo ein. Es verursacht oft Neuropathien als spätfolge.


    Versuch einen Termin beim Neurologen zu kriegen - es ist gerade ziemlich leicht, da viele Patienten aus Angst absagen.


    Alles Gute!

    Es gibt für diese Haltungskorrekteur keinerlei Bewertungen.

    Und ganz ehrlich was soll das Teil bewirken?

    Das erinnert mich an einen Rucksack und der korrigiert auch keine Haltung.

    Hallo,


    ich habe das schon seit 7 Jahren, dass mir hauptsächlich nachts öfter die Arme einschlafen. Bei mir ist es allerdings so, dass das oft von den Händen/Fingern über die Schultern bis in den linken Hinterkopf reingeht. Einige Zeit stand MS im Raum, weil ich eine Zeit lang einseitige Missempfindungen hatte. Es wurden zwar Läsionen im Gehirn gefunden, aber nicht MS-typisch und da alle anderen Untersuchungen soweit in Ordnung waren, wurde das dann ausgeschlossen. KTS habe ich in beiden Händen - links operiert (und trotzdem noch gedrückte NLG), dieses Einschlafen bis hoch in die Arme/Schultern und Kopf kann aber lt. Neurologen nicht daher kommen. Öfter schläft mir auch eine Hälfte der Lippe ein, auch meistens die linke. So Missempfindungen/Einschlafen habe ich tagsüber zwar auch immer wieder mal, aber nachts ist es öfter und meist stärker ausgeprägt. Der Orthopäde meinte erst, es kommt von der HWS, da ich da bei HW4/5 meine ich, bin aber gerade nicht so sicher, Arthrose habe mit leichter Neuroforameneinengung. Allerdings ist diese rechts und Lippe und Kopf schlafen meist links ein, Arme aber immer mal beide gleichzeitig, oft zusammen mit dem linken Hinterkopf. Tlwse. schläft auch nur ein Arm ein, mal mit, mal ohne Kopfbeteiligung. Orthopäde war dann kürzlich doch wieder anderer Meinung und meinte, das könnte nicht von der HWS kommen. (MRT der HWS ist aber auch schon gleich 8 Jahre her) Zum Neuro meinte ich mal, dass es doch einen Zusammenhang zwischen einschlafenden Armen und Hinterkopf geben müsste, da mir oft, wenn nur die Hände eingeschlafen sind, der Hinterkopf dann auch einschläft, wenn ich die Hände schüttle. Neurologe meinte aber, da gäbe es keine Verbindung. Also, lange Rede, kurzer Sinn: Ich weiß immer noch nicht, woher diese Einschlaferei kommt.


    Vit. B wurde zwei Mal getestet in den ganzen Jahren, da war es immer im Rahmen. Daran hatte ich auch schon gedacht, da ich seit vielen Jahren PPI einnehme in recht hoher Dosierung.

    Drachenblut schrieb:

    und da alle anderen Untersuchungen soweit in Ordnung waren

    ...außer LP, die wurde nicht gemacht.

    Bei mir ist es so, dass immer der obenliegende Arm einschläft. Je nachdem, auf welcher Seite ich liege, ist es der rechte oder der linke Arm. Die Beine sind mir noch nie eingeschlafen. Auch tagsüber habe ich dieses Problem nicht. Wache ich in der Nacht wegen eines tauben Arms auf, muss ich mich nur kurz auf den Rücken legen, und das Problem verschwindet wieder relativ schnell.


    Ein Karpaltunnelsymptom schließe ich aus, denn es fehlt dessen typische Taubheit in den ersten drei Fingern.


    An meinem Kissen (70 cm x 40 cm, Daunen-Dinkelmischung) kann es eigentlich auch nicht liegen. Ich verwende seit über 20 Jahren immer die gleichen Kissen, die ungefähr alle 12 Monate gegen neue ausgetauscht werden. Das Teil knautsche ich mir immer so in den Nacken, wie es mir angenehm ist. Nackenstützkissen habe ich auch schon versucht, aber damit kann ich leider überhaupt nicht schlafen und am nächsten Tag den Kopf nicht mehr drehen.


    Da das mit dem Einschlafen der Arme plötzlich und zeitgleich mit dem vermehrten Raynaud-Syndrom (vor allem links) auftauchte, vermute ich einen Zusammenhang. Kann natürlich auch ein blöder Zufall sein.


    In 1,5 Wochen habe ich Kontrolltermin beim Rheuma-Doc. Ich werde ihn natürlich darauf ansprechen. Ich werde berichten.


    Habt vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten, sie helfen mir wirklich weiter. Zudem beruhigt es mich, dass auch andere dieses doofe Problem(chen) haben.

    Hallo Monsti,

    Zitat

    Ich möchte deswegen gerne zum Arzt gehen, weiß aber nicht, wer in diesem Fall zuständig ist:

    Zusätzlich zu Neurologe und Orthopäde macht vielleicht auch ein Neurochirurg Sinn. Sehr vereinfacht ausgedrückt, ist der das Bindeglied zwischen Orthopäde und Neurologe. Zusätzlich eben noch Chirurgie - also quasi ganz nah dran am Geschehen. Erzeugt zumindest bei mir die Überzeugung, dass die sich noch besser auskennen.