Hallo,

    @ Hope0207

    OH, das kenne ich, mit dem Schwitzen, das war richtig zermürbent, die Luftlöcher reichen auch nicht. Ich hatte meine OP genau wie Du im Sommer damals und ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen. Erst habe ich einen Gips-Panzer, von der Brust, fast Schulter höhe, bis zur Leiste gehabt und am ende meines Aufenthaltes in der Klinik (insgesammt 6 Wochen, ca. 3 Wochen nach OP wurde ich entlassen, früher war alles länger) habe ich das Hatplastik Korsett bekommen, genau die gleiche höhe wie der Gips-Panzer und damit musste ich ein halbes Jahr rum laufen.


    Wie lange mußt du dein Korsett tragen? Ich weiß nicht trägst du das direkt auf der Haut, wenn ja dann guter Tipp, zieh dir ein Unterhemt oder anderes drunter, etwas aus Baumwolle, das hat mir damals sehr geholfen, man schwitzt weniger.


    Wie "bloß", ich denke das reicht auch, ob ein Segment oder mehrere, blöd ist es so oder so.


    Ich kann da nur von mir sprechen, ich habe mich recht schnell daran gewöhnt. Am Anfang habe ich gemerkt, wo meine Stange sitzt und alles andere gleich mit, aber ich denke, das wird einfach vom Körper akzeptiert und man lernt damit zu Leben. Das Brett im Kreuz verschwindet, bestimmt noch. Auch wenn es unbegreiflich ist, ich fühle auch kein Brett im Kreuz mehr.


    Lass mal noch einwenig Zeit vergehen und sei nicht zu ungeduldig, du weißt ja Bonsaibäumchen! Sei froh, das du schon nach 3 Wochen so fit bist, es wird schon alles wieder klappen. :-) :)*:)*

    @ Holger-23

    Die WWK ist sehr konservativ, da muss ich dir recht geben. Das Problem ist aber, das mich keine andere Klinik mehr Operieren wird. Es traut sich keiner daran! Ich war hier in der nähe in einer Klinik, die haben sich in den letzten Jahren sehr gemacht, OP technich gesehen, die haben mich zur WWK geschickt, der Chef persönlich war bei meinem abschluss Gespräch dabei. Das ist es nämlich, ich habe zu viele versteifte Wirbel und keiner traut sich überhaupt daran. Alle Ärzte, ob Chirurgen, Ortopäden, Schmerzterapeuten keiner weiß was und keiner will auch nur im entferntesten daran.


    Mein jetztiger Schmerzterapeut ist der zweite den ich habe und er ist der einzige der wirklich was tut, ja und mein Hausarzt. Der erste Schmerzterapeut wollte mich obwohl ich ende letzten Jahres schon in Reha war, noch mal in eine andere Reha-Klinik schicken. Jeder schiebt mich wo anders hin, jede Klinik schick mich zur WWK da da ja die Vorerkrankung behoben wurde (die 13 Wirbel versteift wurden).


    Also wie du siehst, ich hab so zu sagen keine chance von der WWK wegzukommen.


    Es ist leider aussichtslos, da habe ich mich gestern noch mit meinem Schmerzterapeuten drüber unterhalten. Er sieht die Sache genau wie ich und auch wie alle Ärzte mit denen ich gesprochen habe. Wenn die WWK nicht's tut, dann kann man nur noch mit Medikamenten was tun.


    Den Kopf lass ich trotzdem nicht hängen, ich Lebe und das ist das wichtigste was es gibt! So aussichtslos ist es also trozdem nicht man muss nur den Kopf nicht hängen lassen.


    :)*:)*:)*:)*:)*


    LG euch beiden *:)

    Moin zusammen!

    Nicht viel los hier;-). Aber ist ja auch gut, sind zumindest keine akuten Probleme die ausgetauscht werden müssen. Hoffe ich für euch zumindest!

    Frage:

    Wie ist das mit dem Schmerzgedächtnis? Ich lese hier und an anderen Stellen oft, dass Betroffene nach einer Spondylodese lange Zeit noch starke Schmerzen haben, quasi fast so schlimm wie vorher. Ich hatte nun vor der OP nur zeitweise starke Schmerzen, meist war es noch auszuhalten. Jetzt knapp 4 Wochen nach der OP geht es mir schmerztechnisch so gut, dass ich austeste ohne Medikamente auszukommen. Nachts habe ich dann etwas Schmerzen in den Beinen, so dass ich abends noch etwas nehmen werde. Aber tagsüber komme ich zurzeit schon gut ohne Schmerzmittel aus. Mich würde jatzt a) interessieren, ob ich jetzt si recht wenige Schmerzen habe, weil ich evtl. vorher noch kein Schmerzgedächtnis entwickelt habe? und b) ich hab tagsüber noch leichte Schmerzen im rechten Bein und in der rechten Gesäßhälfte. Z.B. im Liegen bein Anheben des Beins oder beim Niesen.. oder überhaupt beim Gehen/Stehen in der rechten Poseite. Nicht stark, aber spürbar. Sollte ich besser doch meine Medis nehmen, um kein Schmerzgedächtnis zu entwickeln, oder ist das bei geringen Beschwerden nicht so relevant? Was würdet ihr tun?

    sunny806:

    Ich muss mein Korsett noch ca. 8 Wochen tragen, die Nachuntersuchung ist am 12.11.08, ich denke dann entscheidet sich, was weiter zu tun ist.


    Ein Unterhemd trage ich auf jeden Fall unter dem Korsett, anders würde ich das gar nicht ertragen können, glaube ich.


    Na, dann bin ich ja beruhigt und hoffe mal, dass auch ich bald dieses "Brett" im Kreuz nicht mehr so spüre. Denn das tut zwar nicht weh ist aber irgendwie fremd, beängstigend...


    Ich wünsche dir ganz fest, dass die Ärzte für dich einen Weg finden bei dem dir richtig gut geholfen werden kann!


    LG

    Hallo Hope,


    Wie ist das mit dem Schmerzgedächtnis? Ich lese hier und an anderen Stellen oft, dass Betroffene nach einer Spondylodese lange Zeit noch starke Schmerzen haben, quasi fast so schlimm wie vorher.


    Dann hat entweder die Indikation für diese OP nicht gestimmt oder die Betroffenen haben die OP solange aufgeschoben, dass sie schon sehr viele Jahre mit den Schmerzen gelebt haben. Erst gewöhnt sich der Körper ja an die Medis. Um die gleiche Wirkung zu erzielen, muss die Dosis erhöht werden. Nach der Gewöhnungsphase meldet der Körper Schmerzen, auch ohne das wirklich welche da sind, um eben diese Medis zu bekommen. Es handelt sich ja in dieser Schmerzkategorie um Medis der WHO Stufe 2-3, also um Opioide. Der Patient selbst empfindet diese Schmerzen auch. Eine Abhängigkeit kann bereits nach relativ kurzer Einnahmezeit gegeben sein.


    Andererseits erholt sich ein geschädigter Nerv nur relativ langsam. Schmerz beim Niesen, Husten, Bein anheben ist ganz typisch.


    Ich würde die Medis gerade so dosieren, dass keine Schmerzen auftreten. Und zwar deswegen, weil so die Gefahr einer Schonhaltung durch den Schmerz vermieden wird.


    :-)


    Liebe Grüße


    Holger

    Hallo ihr lieben *:)


    ich melde mich auch mal wieder. |-o Es sind ja ein paar "Neue" dazugekommen. *:) Keine Ahnung was ich groß schreiben soll. Wollte mich einfach mal wieder melden, da ich das in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt habe (keine Lust auf Internet und PC-tippsen + einiges zu Hause zu tun [leider mehr als gewollt]). Mein Rücken: naja... könnte besser sein, war auch schon mal besser. Aber was soll´s. Irgendwann zauber ich mir einen neuen. ;-)


    Ich sehe grad: es sind ja auch viele nette neue Smilies dazugekommen. Dann probier ich doch mal gleich ein neues Smilie aus und :)_ euch alle. :-)


    Bis bald *:)

    @Holger-23 ... du scheinst in dem bereich wirbelsäulenleiden und medikationen ja relativ gut informiert zu sein. da hab ich dann auch mal ne frage und vielleicht weisst du ja ne antwort/idee oder sonnstwas. meine ma ist seit jahren in der schmerztheraphie. sie bekommt Mpflaster und auch Otabletten. sobald der wirkstoff nachlässt kommen entzugserscheinungen. ist ne ganz schlimme sache. sie möchte von den dingern runter und will das mit ihrer ärztin durchsprechen. kennst du ein medi was sie als ersatz nehmen kann. also was auch hilft? sie bekommt noch novalgin als zugabe. sie muss mit dem morphium aufhören, da ihr darm nicht mehr mitspielt..halt nebenwirkungen.


    mfg

    Hallo,

    @ Hope0207 *:)

    da hast du ja glück, das es nur noch ca. 8 Wochen sind, heute dauert ja alles gott sei dank nicht mehr so lange wie früher. Früher war es kaum zum aushalten, ich bin fast wahnsinnig geworde, aber das waren ja fast 7 Monate und danach ein Mieder.


    Mit den Medikamenten, würde ich es so halten wie Holger-23 es beschreibt, da eine Schonhaltung genauso weh tut bzw. mehr Schmerzen hervor rufen kann.


    Viele Ärzte sagen "Schmerzen jeglicher Art, braucht man heutzutage nicht mehr zu haben es gibt Medikamente dafür".


    Mein Arzt sagte mir am Anfang, wenn ich nicht immer so die Zähne zusammen beißen würde, würde er mir etwas anders helfen können und mein Schmerzgedächtnis würde sich nicht so viel merken können. Ich weiß nicht ob es wirklich so ist.


    Naja heute nach so langer Zeit hab ich's begriffen, ich nehme meine Medikamente brav ein.

    @ Holger-23

    Hast du in der hinsicht etwas gelernt, Arbeits mäßig, oder einfach so viel wissen?


    LG

    @ AltesLeder

    sorry, das ich mich da so einklinke, aber hab da eine Idee...


    mein Hausarzt hat mir, ich glaube es hieß so, Oxicodon mal verschrieben ist wohl auch ein vergleichbares Medikament, aber halt kein Morphi. So hatte er mir das erklärt. Er mußte es auch umrechnen auf meine Morphium stärke, aber ich habe leider nicht darauf reagiert, andere reagieren wohl besser darauf.


    LG

    Schmerzmittel

    Das Oxycodon ist auch ein opioides Analgetikum, ein Schmerzmittel auf Opiatbasis also. Ich selbst habe mit Tramal Tropfen gute Erfahrungen gemacht, auch mehrere Monate eingenommen und keine großartigen Nebenwirkungen verspürt. Aber das ist ganz unterschiedlich, was der eine oder andere gut verträgt. Denke mal, bei der hier vorherrschenden Schmerzintensität müssten es schon Medis sein, die mittelstarke bis starke Schmerzen in den Griff bekommen. Und das ist halt die Gruppe der opiathaltigen Medis. Da ist sicherlich auch eines darunter, was individuell vertragen wird.


    Sunny, ich hab 20 Jahre als Rettungsassistent gearbeitet, bis meine Karriere als Rückenkranker gestartet wurde, da konnte ich auch noch einiges dazulernen. Bei manchen Sachen kann ich mir auch Rat von meiner Frau holen, sie ist Intensivschwester. Schlau auf die Welt gekommen bin ich aber nicht ]:D]:D.

    @ :):)*

    Liebe Grüße Euch allen


    Holger

    Moin.

    Also... das mit dem "ichnehmekeine/kaumschmerzmittelmehr" habe ich mir nach 2-3 Tagen doch wieder überlegt. Es ist schon so, dass ich dann nämlich so einige Unannehmlichkeiten mehr spüre. Also wieder her mit den Tropfen!|-o

    @ jess87:

    Ich drück dir alle Daumen, dass es dir in der Klinik "gut" geht. Alles Gute für dich und meld dich ruhig, wenn du es wieder kannst.:)*

    @ sunny806:

    Wie du siehst, nehme ich auch wieder brav meine Medis. Es ist doch tatsächlich besser so. Man verkrampft sich nicht so.. und es ist weniger anstrengend.

    @ Holger-23:

    Vielen Dank für deine Infos.


    Ich kannte mal einen Jungen (jetzt mittlerweile jungen Mann, er war der Klassenkamerad und Freund einer meiner Söhne), der musste während der Zeit, als wir mit ihm Kontakt hatten - und das waren einige Jahre - auch so ein Hartplastik-Korsett tragen. Ich weiß nicht genau warum, habe ihn nie genau danach gefragt, er sagte was von krummer Wirbelsäule (wahrscheinlich Skoliose?). Wir haben ihn vor ca. 2 Jahren mal wieder getroffen, mittlerweile hat er sich operieren lassen, ich habe seinen Mut dazu bewundert, und er wirkte auf mich ohne Korsett wie ein ganz anderer glücklicher selbstbewusster Mensch. David, vielleicht treibst du dich ja hier auch irgendwo rum?*:)


    LG

    Hallo zusammen


    Wie versprochen wollte ich euch ja von meiner OP berichten. Ich bin am 09.09.08 im Brüderkrankenhaus in Koblenz operiert worden. Die OP sollte 1,5 Stunden dauern hat aber doppelt solange gedauert. Als ich wach wurde haben sie mir erst mal ne volle Dröhnung verpasst weil ich höllische Schmerzen hatte. Konnte mich auch nicht groß bewegen, hatte das Gefühl an der Matraze fest zukleben.


    Am nächsten Tag gabs leider keine große Besserung, konnte allerdings mit Hilfe der Schwestern wenigstens schonmal auf Toilette. Hatte aber immer das Gefühl nach hinten zu kippen. Meine Beine waren auch noch nicht besonders Standfest.


    Ich hatte nach der OP noch einige Tage Probleme mit der Wasser lassen und mit Stuhlgang.


    Heute sind es genau 2 Wochen nach der OP. Leider muss ich ja sagen das ich jetzt mehr Schmerzen habe als vorher. Nur das die Ausstrahlung in die Beine weg ist.


    Vor der OP hab ich 2mal am Tag 40 Tropfen Novalgin und 1 Tilidin genommen und damit waren die Schmerzen erträglich.


    Jetzt nehme ich 2 mal Voltaren, 4mal Novalgin, 2 mal Lyrica 75, 2mal Targin 20 und noch Amitriptylin. Mit all den Tabletten bin ich aber leider noch weit entfernt von Schmerzfreiheit. Kann nicht lange sitzen oder stehen oder gehen. Muss mich sehr oft am Tag hinlegen.


    Seit gestern bin ich jetzt in Reha in Bernkastel Kues, wird noch nicht viel gemacht. Hab ein paar Hilfsmittel bekommen, damit ich mir alleine Socken und Schuhe anzihen kann.


    Ich hoffe echt das die Schmerzen in der Reha besser werden. Wenn das jetzt so bleibt dann weis ich echt nicht mehr weiter.


    Gruß an alle und ein paar :)*:)*:)*


    LG Patrick

    Hallo,

    @ padi76 :)*

    ich wünsch dir alles Gute für die Reha! Die ersten Tage sind immer die langweiligsten, bis die Therapien anlaufen. Vielleicht geht's dir danach ja etwas besser, zumindest das alles erträglicher wird.

    @ Holger-23

    Das hab ich mir schon so ähnlich gedacht. So viel Erfahrungen im Einzelnen über die Medikamente und auch die Erklärung zum Schmerzgedächtnis, das kann eigentlich nur Fachwissen sein. Ich find's gut, ich meine informieren sollte man sich immer, über die Krankheiten die einen betreffen, aber falls mal wieder was neues bei mir hinzukommt, an Medikamenten würde ich mich freuen dich fragen zu dürfen?


    Wie nicht schlau auf die Welt gekommen? :-) ]:D


    (Ich hoffe Du verstehst den kleinen Scherz)

    @ Hope0207 auch für dich ein :)*

    Ein Kraft Sternchen für Dich, damit Du noch was durchhältst!


    Ja weise Worte, da hast du recht, lieber nehmen und weniger Schmerzen/Verkrampfungen haben.


    Ich hätte grad meine fast vergessen, ist halt so wenn man sich schon einen Wecker stellen muss damit man die Medikamente nicht vergisst. Ich bin halt manchmal ein dösbaddel :=o !


    Das kann schon sein, das er eine Skoliose hat, je nach Schweregrad wird erstmal mit einem Korsett und Krankengymnastik gearbeitet (bis 60 Grad meist, ist die 3. Art).


    Wenn er eine Skoliose hat, war es auch besser so, das er sich die hat Operieren lassen, je nach dem wachsen diese auch weiter. Ich wäre, wenn ich nicht damals operiert worden wäre, heute bei weitem schlimmer dran, ab einem gewissen Grad drückt die Skoliose die Organe ein und es kommt zu einem Organ versagen, ich hatte eine Lebenserwartung von höchstens 30 Jahren. Aber das ist ja behoben worden.


    *:) :)*


    LG