Beckenschiefstand / Verspannung / Kiefer

    Kann ein (echter) Beckenschiefstand von 9mm bis 12mm starke einseitige Verspannungen (chronisch) bis in den Kiefer auslösen?


    Bin seit 2 Jahren chronischer Schmerzpatient mit Rücken und Kiefer. Bisher versuchen alle es über den Kiefer (CMD Behandlung / Kompression der Gelenke) zu lösen - nun wurde aber via Röntgen der Beckenschiefstand ermittelt (der müsste dann ja anatonisch sein, da im Rönrgen Muskeln keine Rolle spielen?)


    Danke im Voraus

  • 5 Antworten

    Meiner Meinung nach ja.

    Z.B. auf einem Bein stehend beeinflusst die Art und Weise des Zusammenbeißens der Zähne.

    ruhrpotterjung1 schrieb:

    Kann ein (echter) Beckenschiefstand von 9mm bis 12mm starke einseitige Verspannungen (chronisch) bis in den Kiefer auslösen?

    Nein, m.M.n. nicht

    Das ist so gering, dass hat keine Auswirkung.



    ruhrpotterjung1 schrieb:

    Bin seit 2 Jahren chronischer Schmerzpatient

    Bist du auch in psychologischer Behandlung?

    Risse im Haus weisen immer auf eine Absenkung des Fundaments hin. Lässt sich das mit Ausfüllungen nicht beheben, muss/sollte man sich um das Fundament kümmern.

    Du verstehst wie ich es meine?


    In deinem Fall ist nach so langer Zeit eine Behandlung der Kiefer erst mal überflüssig.

    Selbstverständlich führt ein Beckenschiefstand zur Veränderung der gesamten Statik der Wirblsäule, Sehnen, Muskulatur.

    Wobei erst mal die Ursache für den Beckenschiefstand ermittelt werden sollte. Das Fundament bilden die Füsse. Evtl. hast Du ein verkürztes Bein und/oder das Fussgewölbe ist eingebrochen. Hier solltest Du mit den ersten Massnahmen beginnen.


    Sanitätshäuser mit eigener Werkstatt sind gute Ansprechpartner für die Überprüfung der Füsse.


    Die nächsten großen Gelenke sind die Knie. Hast Du da evtl. auch schon mal Probleme?

    Dann kommt das Becken incl. Kreuzbein und die Wirbelsäule.


    Überlege dir mal bzw. fühle mal nach, wo dein Körper evtl. Schonhaltungen angenommen hat, um die aus dem Lot geratenen Probleme zu unterstützen und/oder falsch zu belasten, um die Fehlstellungen auszugleichen.


    Wenn Du einen Beckenschiefstand hast ist es normal, über die Fehlstellung der Wirbelsäule Rückenprobleme zu bekommen.


    Wenn Du das alles mal überprüfen lässt und entsprechende Massnahmen ergreifst, kann es ebenfalls zu Beginn Schmerzen verursachen. Schließlich muss das gesamte Gerüst (Sehnen, Muskulatur usw.) wieder in den Normalzustand gebracht werden.


    Physio und auf die Probleme abgestimmten Ünungen können dir helfen, so früh wie möglich schmerzfreier zu werden.

    Auftritt vermute ich schon länger. 9 bis 12mm sind wohl echte Beinlängendifferenz. Wenn das stimmt habe ich dies seit mindestens 30 Jahren. Laut Literatur meinen einige muss man erst ab 2cm behandeln andere ab 0.5cm.


    Meine Meinung:


    Da alle Schmerzen nur einseitig sind wöre es sinnvoll soviel Entlastung reinzubringen wie es geht und sinnvoll ist. Die schmerzhafte ist die längere Seite.


    Verspannungen gehen vom Fuß bis zum Kopf.



    - Physio und Chiro bringen nur kurfristig was.


    - Osteo hat mit 6 Behandlungen für 6 Monate das Becken beruhigen können


    - HWS / LWS Mrt unauffällig.


    - Schmerzmittel helfen nur bedingt.


    -KieferMRT zeigt Kompression beider Kiefergelenke. Dies ist zu laut Literstur zu 80 bis 90% von den Zähne - CMD Schien öe sind hier die 1. Wahl. Leider nach 3 Schienen und 10.000€ mehr keine Besserung.


    - Laut Orthopäde Beckenkippung, da die Beine nur im Stand unterschiedlich lang sind - im Liegen nicht - er rät von Einlagen ab. 2. Orthopäden siehr klsr Einlagen aber idealerweise mit Fuß&Ganganalyse


    Hab jetzt neben Schienentherapie noch Gang/Laufanalyse ggf. dann sensomotirsche Einlagen.


    Wichtig ist das nur die echte Differenz angepasst wird - sonst bekommt man im Kiefer noch mehr Probleme?

    Gang-, Laufanalyse macht Sinn. Habe ich bei mir auch vornehmen lassen. Wenn die Füsse soweit i. O. sind, kann man den Ausgleich auch durch Erhöhung der Sohle vornehmen, wobei hier nur die tatsächliche Unterschied ausgeglichen werden sollte. Sonst kriegst Du das Problem u. U. auf der anderen Seite.


    Physio und die entsprechenden Übungen bringen dann mit Sicherheit Entlastung, wenn die Fehlstellung beseitigt wird. Ansonsten ist es mMn immer nur eine kurzfristige Lösung. Osteo - ich weiss was die Behandlungen bewirken können - tragen nach der Korrektur sicherlich auch noch mal zur Verbesserung bei.


    Über die Osteo sollte auch der Kiefer erneut behandelt werden. Lass dir auch hier ein paar Übungen zeigen.


    Schienen sollten später auch überprüft werden. Falls Du durch den Stress, die Schmerzen mit den Zähnen geknirscht haben solltest, sind mentale Übungen für die Kiefergelenke ebenfalls hilfreich. Je eher Du ein evtl. knirschen, pressen, saugen mit den Zähnen und der Zunge durch Aufmerksamkeit einstellen kannst, umso schneller könnten sich auch in den Kiefergelenken Verbesserungen zeigen.


    Ich hoffe, dass die Beschwerden nicht auch durch evtl. impaktierte WZ hervorgerufen werden bzw. wurden. Auch der Aufbiss muss/sollte stimmen.