sternenfels

    Zitat

    Sei vorsichtig mit Keimen - das ist wohl die größte Gefahr !

    Das ist wohl meine größte Angst, ich persönlich kann wohl wenig bis gar nichts verhindern, oder?


    Habe meinen Orthopäden gewechselt und nachgefragt wegen Eigenblutvorsorge.


    Vehement hat er dies abgelehnt, in meinem Alter!!!!! ;-) ist das für die bevorstehende OP zu belastend.


    Der andere Orthopäde hat es dringend befürwortet!


    Da soll sich ein Patient orientieren können?


    Also heute habe ich den *Einberufungsbefehl* für 02. November erhalten. Wartezeit war 1 Jahr!


    Freudig/ ängstlich/ aufgeregt werde ich diese Wartezeit verbringen.


    Mein Orthopäde gleich bei mir ums Eck ist auch der Operateur in einem Krankenhaus mit sehr gutem Ruf............


    Worauf sollte ich besonders achten? Was vermeiden?

    Mellimaus21

    Zitat

    und wenn die Möglichkeit besteht sollte man das auch in Anspruchnehmen

    Das war ja meine Verunsicherung, ein Orthopäde sagt ja und der andere "auf keinen Fall".


    Aber jetzt habe ich mich schon dagegen entschieden.


    Auch wenn ich eine sehr seltene Blutgruppe habe Rhesus negativ AB

    Huch, da ist der Faden ja wieder! Habe witzigerweise heute gedacht, ich könnte mal wieder schreiben.

    @ all:

    Allgemein geht's mir gut. Beugung unverändert, radeln klappt nicht immer. Kondition ist unterirdisch, nach wie vor. Es gibt immer mal wieder kleine Wehwehchen, v.a. bei Wetterumschwung. Da zieht es manchmal bis ins den Unterschenkel und Wade und Kniekehle. In punkto Streckung leichte Überstreckung (fehlendes Kreuzband?!). Aber der Alltag ist schmerzfrei und die Momente, wo mir bewusst wird, dass da eine TEP drinsitzt, werden immer weniger (das war lange sehr präsent. Nicht belastend, aber einfach da als Gedanke).

    @ Eigenblutspende:

    Das scheint gar nicht mehr so der Trend zu sein. Bei mir hat man das gar nicht erst diskutiert, sondern es war klar, dass man während der OP und danach Blut/Wundsekret auffängt, aufbereitet und transfundiert. Allein in den ersten ca. 8 Stunden nach der OP liefen bei mir ca. 2,1 Liter Wundflüssigkeit/Blut aus dem Gelenk, wurden aufbereitet und direkt transfundiert (0,7-0,8 Liter). Meine Ma hat jetzt innerhalb eines knappen Jahres zwei Hüften bekommen und auch dort: Keine Eigenblutspende, sondern ebenfalls Gabe von aufbereitetem eigenem Blut.


    Ich erinnere mich gar nicht mehr an die Erklärung im Detail, warum man es gar nicht mehr so macht...

    Sunflower_73

    Danke für deine - mich sehr beruhigende - Beschreibung.


    Ich überlass ja *fast* nichts dem Zufall, so habe ich mich schon wegen einem


    Rehaplatzerl umgesehen, das mir geeignet scheint.


    Vorerst dachte ich, ambulant geht auch, 3 Minuten von meiner Wohnung entfernt.


    Allgemein lese und höre ich, dass dies nicht unbedingt anzuraten ist?


    Jetzt habe ich eine neue Rehaklinik gefunden, nur Einzelzimmer, euphorische Patientenbewertungen Wochenende darf ich nach Hause, nur zum Schlafen muss ich wieder zurück.


    Das würde mir passen, ist mit dem Auto nur 20 Minuten entfernt.


    Aber es hat ja alles noch Zeit, wie sagte mein Liebster immer zu mir: "Du bist in Gedanken schon wieder 2 Schritte voraus!"


    Lieben Gruß aus Wien

    Dem kann ich mich nur anschließen!


    Ich werde mich aber vermutlich für eine ambulante Reha entscheiden, weil ich meine Tochter nicht so lange hier sich selbst überlassen mag. Ginge logistisch zwar, weil sie ja nicht mehr so klein ist, aber ich fände das nicht so schön, weil mein Mann auch immer lange arbeitet...Und trotz Zickereien steckt dann doch noch ein kleines Mädchen in meinem Teenie... x:)


    Mich schreckt auch etwas der Gedanke an das Altersgefüge einer stationären Reha, die auf Prothesenpatienten ausgelegt ist. Und schlafen im eigenen Bett ist auch nicht zu verachten.


    Aber ich werde das alles im September mit meinem Arzt entscheiden, das sind auch nur meine aktuellen Gedanken dazu.


    Jedenfalls klingt schmerzfreier Alltag echt schön...

    @ Sunflower:

    was macht denn dein anderes Knie? Meins zickt ja auch immer mehr, beruhigt sich aber auch immer (noch) wieder, sieht wohl aber vom Röntgenbild auch nicht doll aus. Allerdings ist das auch wirklich noch "jungfräulich", hat bislang nicht mal ne Spritze gesehen.

    @ Messaggio:

    es ist doch aber beruhigend, wenn alles so geplant ist, dass man ein gutes Gefühl hat. Und wenns erst mal nur die Rahmenbedingungen sind...Und ich bin auch so ein Typ, der lieber vorher alles generalstabsmäßig plant... 8-)

    Schmidti70

    Zitat

    Und ich bin auch so ein Typ, der lieber vorher alles generalstabsmäßig plant... 8-)

    Solange ich nur für mich plane, ist ja alles gut :-o


    Aber wenn ich bei meinen Söhnen meine Eigenheit anwende dann ist das:


    1.) gar nicht gerne gehört


    2.) und oft habe ich mich schon im Voraus gefürchtet, was dann ganz anders gekommen ist.....


    3.) verkneife ich mir den Satz: " ich hab es dir doch gesagt!"


    In diesem Sinne alles Gute!

    Wie alt sind denn die Jungs?


    Im Zweifelsfall ist es bei meiner Tochter so, dass sie sagt "Ach, habe ich vergessen"..."Nein, hast Du gar nicht gesagt"... %-|


    Im Zweifelsfall sitzen Mann und Kind dann ohne Klopapier hier, wenn ich nicht alles vorher organisiere... ;-D Insofern muss ich leider nicht nur für mich planen...Im Grunde könnte mir das dann zwar auch egal sein, aber da kann ich dann oft nicht raus aus meiner Haut... ;-)

    Also ich plane auch alles immer ziemlich durch. Meine Macke. Da ist für die Zeit nach OP schon der Kühlschrank voll, Basics eingekauft,... Ich denke mich ja auch eher dumm und dämlich, als es dem Zufall zu überlassen. Inkl. Erarbeitung Plan B und C. ]:D


    Reha:


    Ich war da ja auch total hin- und hergerissen. Wollte in "meine" Klinik (hatte da mal gearbeitet, tolle Leute, super Essen). Abgelehnt. Die andere Klinik: Miese Bewertungen und auch die Sozialarbeiterin der Klinik warnte. Also ambulant. War ja auch nur 3 km die Straße runter. Keine gute Entscheidung. Mir ging's zu dem Zeitpunkt nicht so toll. Knie dick, miese Beugung, Vorwürfe direkt bei der Aufnahmeuntersuchung. Fahrtservice von/zur Klinik (Taxisdienst/Minibus) wurde mir verwehrt. Ich wohne zu dicht dran und es würde die Kosten nicht rechtfertigen. Könnte ja Bus fahren. Fand ich mehr als unlustig. Und in der Reha selber: Ein Ruheraum, Programm nonstop oder z.T. 8 Stunden dort, lange Pausen. Kein Rückzuck, immer seinen Kram rumschleppen. Ruheraum oft voll, also saß man im Flur auf einem normalen Stuhl. Das war für mich NICHTS. Knie reagierte massiv, es wurde von Tag zu Tag schlechter statt esser. Wohl auch wg. des überehrgeizigen Programms (ab Tag 1: Täglich 90 Min. Kraftraum und 30 Min. Ergometer zusätzlich, plus Gruppensachen und und und. Aber EINZLEPHYSIO nur 2x pro Woche, immer wechselnde Therapeuten, null Konstanz!). Mein Operateur war nach einer Woche Reha entsetzt - und ich brach ab. Machte dann "nur" meine ambulante Physio, was mich viel weiterbrachte (aber bzgl. Muskulatur sicherlich auch Mängel nach sich zog). Würde es nicht wieder so machen.


    Meine Ma hat ja 2 Hüften bekommen. Bei der 1. kleine Komplikationen, nächstgelegene Rehaklinik. Rolli-Transportdienst, weil sie nicht allein zu den Anwendungen kam. Nur Vorwürfe ("sie wollen nicht"). Hatte wenig von der Reha. Bei der 2. OP (andere Klinik) superschnell fit. Bei Klinikentlassung fitter als bei der 1. OP nach der Reha. Andere Reha-Klinik, viel besseres und individuelleres Programm. Richtig viel machen und mitnehmen können. Die haben da noch Defizite von der 1. OP an der anderen Seite in den Griff bekommen.


    Man muss sich überlegen, was wichtig ist - und eine gute Einrichtung erwischen. Ambulant ist nicht per se schlecht, stationär nicht immer gut. Mir war bei ambulant die fehlende Ruhe-Möglichkeit ein Dorn im Auge. Ich war einfach ziemlich platt, auch von den Medikamenten.

    @ schmidti:

    Frag' nicht. Das andere Knie ist ja 1x voroperierte (offenes lat. Release, kurze Spiegelung zwecks Knorpelbeurteilung. Vor dem Hintergrund, dass beim anderen MRT und Realität ja auch arg voneinander abwichen bzw. der vorhandene Knorpel sehr weich und lose war).


    Damals (ist ein paar Jährchen her...) Schäden 2./3. Grades. Ich habe z.T. deutliche Schmerzen beim Treppensteigen und (abgesehen von Zickereien beim Wetterumschwung und der fehlenden Beugung) ist das Nicht-TEP-Knie gerade mein Schmerz-Problemknie... :(v

    @ Sunflower

    Das befürchte ich auch irgendwie, dass das andere Knie auch nicht so lange auf sich warten lässt wie bei "normalen" Menschen...Meine Schultern entsprechen ja auch nicht meinem Alter...


    Ich muss ja mit meinem Doc auch noch sprechen, auch hinsichtlich der Reha...Ich habe das ja auch in Deinem Faden verfolgt. ich weiß halt nicht, ob ich so Ruhe hätte, wenn ich meine Tochter sich doch sehr selbst überlassen hier zu Hause wüsste.


    Die OP-Klinik, wo auch die Reha wäre, liegt 2 km von uns weg. Mein Mann könnte mich teilweise fahren, mein Papa sicher auch mal abholen. Und selbst 3 Wochen Taxi wären für uns finanziell drin. Eine Chefärztin sagte bei einem Vortrag auf die entsprechende Nachfrage, sie würde eine ambulante Reha nur empfehlen, wenn man nicht auf den Fahrdienst angewiesen sei...


    Ich weiß, dass sich mein Arzt wohl auch da in der Reha bei seinen Patienten sehen lässt und denke/hoffe, dass er da auch einen Draht hin hat und ich ihn jederzeit ansprechen könnte, wenn es nicht so läuft. Ich hoffe mal, er ist da halbwegs objektiv, was die Qualität der Reha dort angeht. Ist ja vor allem auch keine ganz unwichtige Entscheidung...


    Ansonsten bin ich auch so: vor der Kniespiegelung, die ich im November hatte, habe ich hier Vorräte gehortet, als könnten wir demnächst einschneien... ]:D Und nachdem ich hier einmal richtig ausgetickt bin, haben auch Mann und Kind gespurt... :=o


    Naja, das Wichtigste ist unterm Strich eh, dass ich jetzt keine Entscheidung treffe, die ich doch dann bereue...Das treibt mich gedanklich auch mehr um als die ganzen Details im Ablauf. Aber das werde ich dann auch erst hinterher wissen... :-/


    Aber schön, dass es auch solche Fäden mit doch auch positiven Erfahrungen gibt. Wenn man so im Netz stöbert, findet man ja doch eher negative Berichte...

    @ Schmidti:

    Das mit der Entscheidung ist wirklich schwierig... Ich habe ja jahrelang überlegt; ein Aspekt war dann auch, dass der Knochen zusehends schlechter wurde (nekrotisch) und DAS ein Alarmsignal war. Plus das Timing...


    Ansonsten muss man auch sagen:


    Es ist nicht wie das eigene Knie. Ich kann bspw. praktisch nicht knien (gerade mal auf der Matratze). Ich hatte und habe oft im Kopf "oh, Kunstgelenk". Das ist so eine komische Selbstbeobachtungs-Kopfsache. Aber... ich habe es zur Kenntnis genommen und nicht weiter bewertet. Ich weiß, dass andere Betroffene daran SEHR knabbern, es nicht quasi wertfrei zur Kenntnis nehmen.


    Unabhängig vom OP-Erfolg sind das für mich Faktoren, die auch nicht unwichtig sind. Weil eben viele wegen DIESEN Punkten jammern, dass die OP blöd war.


    Mir war wichtig: Ich bin schmerzfrei (Ausnahme Wetterumschwünge, aber das wird zunehmend besser). Ich bin im Job belastbarer bzw. schmerzfrei. Mein Chirurg hat mir gleichzeitig erfolgreich eingetrichtert, dass er die OP in meinem Alter nicht macht, damit ich hinterher joggen gehe und die Lebensdauer der TEP selber reduziere. Er war da sehr deutlich, dass es auch hinterher Grenzen geben wird. Meine vorsichtige Anfrage bzgl. Inlineskating wurde liebevoll-entsetzt und augenrollend abgewehrt: "An sich gut, aber stürzen sie nicht". Ähem... Garantie gibt's nicht, also lasse ich es wohl.


    Aber es war mir klar, dass es hinterher nicht um "wie früher mit heilem Knie" geht, sondern um Schmerzreduktion (im Idealfall) mit Einschränkungen, wenn auch anderen. Für mich hat sich der Tausch gelohnt.


    Und ich freue mich über kleine Fortschritte. Letztes Jahr um die Zeit, halbes Jahr nach OP, konnte ich längere Strecken nur mit Turnschuhen (gut gepolsterte Sohle) laufen. Diesen Sommer laufe ich in Flat und Ballerinas, und dem Knie macht es nix. Daran merke ich, dass es ein längerer Weg war, aber sich immer noch was tut.