Chondropatellararthrose was ist das und wie behandelt?

    Hallo,


    nun habe ich heute den Befundbericht von meiner Orthopädin erhalten.

    Es wurde bei mir eine Chondropatellararthrose Grad 1 diagnostiziert und eine Großzehengrundgelenkarthrose. Dabei wurde folgender Bewegungsgrad im Knie mit festgestellt E/F 0-0-120°.

    Ein MRT wurde noch nicht gemacht, sondern die Orthopädin hat nur geröntgt und Ultraschall gemacht und dabei dieses diagnostiziert. Sie meinte das wäre alles Grad 1. Kann man im Ultraschall den Knorpelschaden beurteilen. Auch wurde durch die Hausärztin nochmals ein Knie röntgten angeordnet und der Radiologe hatte im rechten Knie noch etwas gesehen und schrieb " Leicht wellige sklerotische retropatellare Gelänkfläche" re. KG.


    Nun was bedeutet E/F 0-0-120° ? Was sind Normalwerte und krankhafte Werte?


    Was ist eine Metatarsalgie wurde als Verdachtsdiagnose gestellt.


    Nun wollte ich das als Berufskrankheit anzeigen, würde das schon ausreichen?


    Gruß Paula

  • 17 Antworten

    Retropatellararthrose bedeutet eine Abnützung des Knorpels hinter der Kniescheibe. Grad 1 ist der geringste Grad was einer leichten Erweichung des Knorpelgewebes entspricht. Ob man einen Knorpelschaden im US so genau beurteilen kann ist mir allerdings nicht bekannt.


    E=Extension=Streckung, F=Flexion=Beugung F/E 0-0-120 bedeutet in dem Fall du kannst dein Knie vollständig strecken und bis 120 Grad beugen. Das ist mehr oder weniger normal, die Beugung könnte/dürfte etwas mehr sein.


    Metatarsalgie steht für Schmerzen im Mittelfussknochen (tritt oft bei Spreizfuss auf).


    Ich muss ehrlich sagen, ich sehe nicht auf was für einen Beruf bezogen hier eine Berufskrankheit vorliegen könnte (bei uns ist allerdings auch sehr genau definiert welche Diagnosen bei welchen Berufen als Berufskrankheiten anerkannt werden).


    Greetz Greenie

    Hallo Greetz Greenie,


    nun gut. Darum muss ich sehen, das die Orthopädin mir ein MRT anordnet, ist die Frage, ob sie es macht. Die Hausärztin, macht es nicht, sie meinte, ich habe schon dieses Jahr genug bildgebende Diagnostik gehabt. Es wäre eine zu große Strahlenbelastung für mich. Aber ich denke ein MRT ist nicht Strahlenbelastend, oder.


    Nun ich bin von Beruf Schweißerin und muss da täglich verschiedene Zwangslagen einnehmen, wie hocken, kriechen usw. Und das schon über Jahrzehnte.


    Gruß Paula

    greenie07 schrieb:

    (bei uns ist allerdings auch sehr genau definiert welche Diagnosen bei welchen Berufen als Berufskrankheiten anerkannt werden).

    Hallo greenie07,


    nun wenn das bei Euch sehr definiert ist, dann sage mir doch welche Diagnosen bei welchen Berufen als BK anerkannt werden. Dann nenne mir doch diese, ich bin Schweißerin in einem Stahlbaubetrieb.


    Gruß Paula

    Zitat

    Nun wollte ich das als Berufskrankheit anzeigen, würde das schon ausreichen?

    Das wird, denke ich, sehr schwierig. Eine Retropatellararthrose kann auch eine normale altersbedingte Abnutzungserscheinung sein. Bei mir wurde schon mit Anfang 30 Grad 1 festgestellt und ich habe nie körperlich schwer gearbeitet. Bin sogar recht sportlich.

    Und wie greenie07 bereits schrieb ist eine Metatarsalgie nichts anderes als schmerzhafte Mittelfußknochen. Das hatte ich auch schon mal aufgrund eines Senk-Spreiz-Knickfußes. Das spricht im Grunde für eine schwache Muskulatur im Fuß. Ich habe das mit Yoga ziemlich gut in den Griff bekommen. Heute habe ich sogar eine leichte Tendenz zum Hohlfuß, aber sonst sehr gesunde Füße, eben durch viel sportliche Aktivität. Das ist bei Arthrose und schmerzenden Füßen so oder so sehr wichtig und würde ich dir auch empfehlen.

    _Parvati_ schrieb:

    Eine Retropatellararthrose kann auch eine normale altersbedingte Abnutzungserscheinung sein. Bei mir wurde schon mit Anfang 30 Grad 1 festgestellt und ich habe nie körperlich schwer gearbeitet.

    Hallo _Parvati,


    das kann gut möglich sein, das es

    a) altersbedingt sein kann, da ich 52 Jahre alt bin

    b) aber auch durch den Beruf her.


    _Parvati_ schrieb:

    Bin sogar recht sportlich.

    Das bin ich auch, mache 3 x die Woche Nordic Walking ca. 12 km und jogge dazu noch etwas. Auch fahre ich mit dem Rad.

    Trotzdem habe ich Schmerzen, wenn ich aufstehe aus dem Sessel oder vom Stuhl.


    Nun wie gesagt, muss doch mal sehen ob mir die Hausärztin doch noch ein MRT verschreibt oder auch die Orthopädin.


    Kann mir nicht vorstellen, das man nur durch ein Ultraschall ein Knorpelschaden genau beurteilen kann.


    Gruß Paula

    Grad I ist noch sehr harmlos und für Dein Alter auch berufsunabhängig ziemlich normal. Ein MRT wäre sinnvoll; aus eigener Erfahrung kann die Ist-Situation im Knie aber auch vom MRT abweichen. Letztlich würde nur eine Kniespiegelung genaueren Einblick liefern; bei dem Grad und und ohne MRT würde ich aber niemals operieren lassen.


    Bzgl. Anerkennung als Berufskrankheit wäre ich mehr als skeptisch... dafür ist Grad I allein schon zu wenig.

    Zitat

    Trotzdem habe ich Schmerzen, wenn ich aufstehe aus dem Sessel oder vom Stuhl.

    Es ist möglich, dass noch was anderes hinter den Beschwerden steckt, z.B. ein Meniskusschaden. Ultraschall allein reicht da tatsächlich nicht aus. Da sollte schon noch ein MRT gemacht werden.


    Zitat

    das kann gut möglich sein, das es

    a) altersbedingt sein kann, da ich 52 Jahre alt bin

    b) aber auch durch den Beruf her.

    Das mag ja durchaus sein, ändert aber leider nichts an der Tatsache, dass es sehr schwierig werden wird, dass dies als Berufskrankheit anerkannt wird. Nicht umsonst müssen sich Gerichte immer wieder mit solchen Geschichten beschäftigen.

    Sunflower_73 schrieb:

    Bzgl. Anerkennung als Berufskrankheit wäre ich mehr als skeptisch... dafür ist Grad I allein schon zu wenig.

    Hallo Sunflower_73,


    ja gut, aber das wurde von der Orthopädin nur mittels Ultraschall und Röntgen diagnostiziert, mehr nicht. Kann man mit Ultraschall, das beurteilen? Ein MRT wurde nie veranlasst, von ihr.

    Wie kann sie ohne MRT genau feststellen das es Grad 1 ist? Das könnte ja auch höher sein, sprich Grad 2. Soweit ich gelesen habe, kann man das im MRT am Besten beurteilen. Auch der Radiologe der nochmals das Knie geröntgt hat, stelle eine leicht wellige sklerotische retropatellare Gelenkfläche fest. Das müsste doch eigentlich ein Anlass sein, mal mit einem MRT genauer zu schauen, was da los ist.

    Mein bekannter Orthopäde den ich durch die Reha kenne, hat mir gesagt durch deine angeborene bds. Hüftdysplasie rechts mehr betont, wirst du langläufig mal Knieprobleme bekommen, dann rechts mehr als links. Nun wird es wohl so sein, das jetzt das rechte Knie auch anfängt.


    Gruß Paula

    Also, ich habe einen Kollegen, der früher Fliesenleger war und Berufsunfähig ist. Der hat massive o-Beine. Arthrose in beiden Knien. Mehrere OPs an den Knien. Aber er hatte Probleme die Krankheit anerkannt zu bekommen.

    Klar - weil Fehlstellungen immer erstmal als Ursache gesehen werden. Und Arthrose und div. OP's eben auch bei Menschen mit anderen Jobs vorkommen und der wirklich eindeutige Zusammenhang fehlt/schwierig nachzuweisen ist.


    Ich hatte jahrelang Arthrose Grad IV und mit 41 ein Kunstgelenk bekommen. Ich bin Akademikerin mit Sitzjob, die auch nie Leistungssport betrieben hat. Nun ist das 2. Knie ebenfalls viertgradig geschädigt...

    nanchen schrieb:

    Aber er hatte Probleme die Krankheit anerkannt zu bekommen.

    Hallo nanchen,


    ja das weiß ich das es schwer ist eine Berufskrankheit über die BG Anerkannt zu bekommen. Aber wer es nicht versucht, der hat keine Chance. Ich bin voll in dieser Sache drin, mit noch anderen Anerkennungen, insgesamt laufen 3 Anzeigen bei der BG zu meiner Person. Darum überlege ich, ob die Kniearthrose nicht die vierte wird. Da mein Beruf die Voraussetzungen erfüllt.

    Halt ich brauche jetzt ein sicheren Beweis, das ich Chancen habe, sprich ein MRT.

    Da kann man genau sehen, wie weit der Knorpel hinter der Kniescheibe schon geschädigt ist. Die Orthopädin spricht immer nur von Grad 1. Hat aber zur Diagnostik nur Röntgen und Ultraschall gemacht. Und daran das Festgemacht. Es kann aber auch schon höhergradig sein und das sieht man im MRT am besten. Halt sie und die Hausärztin verordnen kein MRT, das ist das Problem was ich habe.


    Gruß Paula

    Hast du die Ärztin direkt darauf angesprochen das du eben eine richtige Abklärung vom Knie brauchst für die BG Sache?

    Hallo nanchen,


    ja habe ich. Die meinte das ich dieses Jahr schon genug Strahlenbelastende bildgebende Diagnostiken hatte. Auch ein MRT hat Strahlung und darum wird sie mir kein MRT verordnen.


    Gruß Paula

    Paula53 schrieb:

    Hallo nanchen,


    ja habe ich. Die meinte das ich dieses Jahr schon genug Strahlenbelastende bildgebende Diagnostiken hatte. Auch ein MRT hat Strahlung und darum wird sie mir kein MRT verordnen.


    Gruß Paula

    Dann warte eben noch ein Jahr.