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    M23 – Schäden an den inneren Strukturen des Kniegelenks


    Schäden an den inneren Strukturen des Kniegelenks werden auch als Kniebinnentrauma bezeichnet. Dieser Begriff umfasst mehrere unterschiedliche Verletzungen des Kniegelenks. Er wurde geprägt, da Kniegelenkverletzungen nicht immer einfach voneinander abzugrenzen sind. Nach den Schäden am Sprunggelenk sind sie die häufigsten Sportverletzungen. Die Verletzungen betreffen den Gelenkinnenraum.


    Im Gelenkinnenraum befinden sich beim Knie zwei besondere Strukturen:


    * Am Rand der äußeren und der inneren Gelenkfläche verlaufen zwei mondsichelartige Knorpelstücke (Innen- und Außenmeniskus). Sie bilden eine Art Randwall, um die beiden relativ flachen Gelenkflächen besser aneinander anzupassen.


    * In der Mitte des Gelenks verlaufen zwei sich überkreuzende Bänder, die den Ober- und den Unterschenkelknochen direkt verbinden (vorderes und hinteres Kreuzband).


    Kreuzbänder und Menisken stabilisieren das Knie von innen. Sie sorgen dafür, dass die Gelenkflächen auch bei Beugung unter Belastung nicht voneinander gleiten. Das wäre durch die Außenbänder, die Gelenkkapsel und die Muskulatur allein nicht möglich.


    Ein Kniebinnentrauma kann bestehen aus:


    * Riss des vorderen Kreuzbands


    * Riss des hinteren Kreuzbands


    * Riss des inneren (medialen) Seitenbands


    * Riss des äußeren (lateralen) Seitenbands


    * Verletzungen der Menisken


    * Absprengung eines Knorpel-Knochenstücks (Flake Fracture), das als freier Gelenkkörper im Gelenk verleiben kann.


    Oft treten diese Verletzungen in Kombination auf (Komplex-Verletzung) und führen unbehandelt oft zu einer chronischen Instabilität des Kniegelenks.


    Am besten guckst du bei netdoktor, da gibts extra ne seite wo du den ICD - Schlüssel eingeben kannst (beidir eben das M23.33)


    Gruß