@ Marie-Emily

    Hi Marie-Emily *:),


    vor kurzem hat mir auch mal jemand geraten zu einer Heilpraktikerin zu gehen. Sollte ich vielleicht mal versuchen.


    Also, die Transplantation hat schon etwas gebracht, aber halt


    nicht allzuviel. An Joggen ist bei mir überhaupt nicht mehr zu denken. Bin ja schon froh, wenn ich gehen kann.


    Der Arzt hat mir mal von einer Frau erzählt, die 6 Wochen nach der OP unbedingt wieder joggen wollte, und dann ist der Knochen neben der operierten Stelle eingebrochen, und es mußte sofort wieder operiert werden.


    Eine Heilung gibt es bei mir definitiv nicht mehr, das hat mir der Arzt schon vor 2 Jahren, nachdem OD entdeckt worden ist, gesagt.


    Ich weiß noch, daß ich total viel geheult habe und richtig depressiv wurde.


    Mein Arzt nimmt das auch irgendwie nicht ernst. Letzte Woche war ich ja auch wieder beim Orth., weil ich bloß noch kleine kurze Schritte gehen kann. Da hat er mich noch blöd angeglotzt, weil ich mit Krücken komme. Er hat mir auch mal gesagt, es spräche nichts dagegen, daß ich ohne Krücken gehe. Hab ihm aber gesagt, daß ich OHNE Krücken kaum laufen kann. Der denkt auch, er hat Wunder vollbracht.


    Mittlerweile kann ich einigermaßen gut damit leben, daß ich viel zu Hause bin. Ich hatte auch "das Glück", daß die OD erst mit 29 bei mir ausgebrochen ist, also hab ich meine "Disco-Zeiten" zum Glück schon hinter mir, aber Du bist ja noch so jung.


    Ich bin auch eigentlich jemand der fast immer gut drauf ist und viel lacht und andere zum Lachen bringt. Trotzdem nervt es mich oft, wenn ich nicht so auf Volksfeste kann oder mal doch wieder in die Disco. Das kostet alles so viel Kraft.


    Hab früher auch viel Sport gemacht, aber das geht ja jetzt auch nicht mehr.


    Was mir total viel Angst macht, ist, daß ich nicht weiß, ob ich weglaufen könnte, wenn ich auf der Straße überfallen werden würde.


    Da mir schon öfters mal was passiert ist und ich mich bisher immer gut wehren konnte, war es ja noch gut ausgegangen. Aber mit Krücken wird man doch sofort zum Opfer.


    Als ich früher mal eine Halbseitenlähmung hatte und gehinkt bin, sind mir gleich 2 Männer nachgegangen. Zum Glück stand mein Auto nur ein paar Meter weiter weg.


    Ich hab da voll Angst. Hab zwar 3 SV-Kurse gemacht, aber ob ich weglaufen könnte.... Ich weiß es nicht.


    Mein Gott, ich hab Sorgen...


    Hab jetzt in 2 Wochen einen Vorstellungstermin bezüglich eines Jobs. Bin nur zu den Auserwählten gekommen, weil ich einen GdB (Grad der Behinderung) von 30 hab und die stellen in der Firma (Uni in Freising als Verwaltungsangestellte) Behinderte bevorzugt ein. Möchte endlich wieder arbeiten, weiß aber nicht, ob ich es schaffe.


    Bye


    Janey

    @ tigerNT

    Hi,


    ich glaube, es kommt immer drauf an, in welchem Stadium OD grad ist. Ich kenne nur Anbohrung, Auffütterung (mit Knochenmark) und Knorpeltransplantation. Die Versteifung ist dann wohl schon das letzte, was man macht.


    Wenn ich starke Schmerzen hatte, hab ich schon oft daran gedacht, ob ich mir den halben Unterschenkel nicht lieber amputieren lasse und mit einer Prothese vielleicht besser leben kann. Aber wenn ich dann keine Schmerzen mehr hab, dann sage ich zu mir "Du spinnst doch! Kannst doch nicht einfach deinen Fuß wegmachen lassen!" Ich denke sooo oft darüber nach.


    Ciao,


    Janey

    @Janey

    Hallo Janey,


    über so Sachen wie Überfall und so hab ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, aber ich glaub so weit bin ich noch nicht.


    Aber das muss schlimm sein, wenn man aufgrund seiner Beine nicht wegrennen kann.


    Wie kam das bei dir eigentlich zu der OD, weil ja so keiner genau weiss, woher das kommen könnte? Wieso warst du denn früher mal halbseitig gelehmt? Als bei mir heraus kam, dass ich OD habe, hab ich mir eigentlich nicht so viele Gedanken darüber gemacht, ich dachte, dass ich das in eins, zwei Monaten weg hab und dann ganz normal weiter machen kann, aber da die Schmerzen immer schlimmer werden hab ich mich dann doch mal erkundigt.


    Naja, man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.


    Viel Glück bei dem Vorstellungsgespräch und alles Gute!


    bye Marie-Emily

    @ Marie-Emily

    Hallo Marie-Emily,


    ich war mal "halbseitig gelähmt"´(d.h. in der linken Körperhälfte war nur noch 30 Prozent Kraft und Gefühl), das war so eine Art "psychosomatischer Schlaganfall". Ich bin mit 24 zu Hause ausgezogen, hatte eine Wohnung, die ich mir mit meinem Hauptjob allein nicht leisten konnte (Miete 400 DM), einen Nebenjob, bei dem ich nichts verdient habe, der Hauptjob war total schrecklich (Mobbing, ekelhafter Chef, unfreundliche Kollegen, schmutziger Arbeitsplatz), Wohnung (Untermieter) war auch nicht besonders, unbezahlte Überstunden, nur Streß, keine Freunde, Geld reichte hinten und vorne nicht und schrecklichen Liebeskummer.


    Zum Glück hatte ich "Vorzeichen" und bin dann nach insg. 9 Monaten nach Hause gezogen.


    Nach einem weiteren Monate bin ich dann zusammengebrochen, und hab meine linke Seite bloß noch nachgezogen. Erst nach 2 Monaten haben Ärzte dann erkannt, daß ich die Lähmung nicht "vorspiele", wie sie erst dachten, sondern daß das echt so ist. Man hatte mich aber fast schon abgeschrieben und mir gesagt, daß ich wohl für immer behindert bleibe. Aber ich hab es dann mit Hilfe von Physiotherapeuten in den Griff bekommen. Ich mußte sogar wieder richtig laufen lernen, lernen, wie man den Fuß abrollt. Das war alles schon ganz schön mühsam. Ich mußte 3 Jahre im Fitness-Studio meine Kraft trainieren. Nach 3 Jahren waren dann auch die letzten Symptome verschwunden.


    Tja, und jetzt bin ich doch behindert. Zwar mit was anderem. Und ich kann nicht ins Fitness-Studio gehen und meine Kraft aufbauen, weil das meinem Knochen auch nix hilft.


    Geht mir seit gestern wieder beschissen. Kann nur noch kleine kurze Schritte gehen. Wollte gestern abend gerne mal wieder was unternehmen, aber ich war schon ganz aggressiv von den Schmerzen. Hab mich dann ins Bett gelegt und den Fuß dick eingewickelt, weil mir Wärme schon oft geholfen hat. Aber schon allein den Fuß zu bewegen tat höllisch weh.


    Bei mir war das mit der OD so:


    Mit 14 schwoll mir einfach das re. SG an, ohne daß ich umgeknickt bin. Das war dann eine Bänderdehnung. Ich bin davor noch beim Skifahren gewesen. Vielleicht hatte es damit was zu tun. Keine Ahnung.


    Die Bänderdehnung ist falsch verheilt. Ich hatte danach immer wieder mal Schwierigkeiten, Schmerzen, bzw. der Fuß schwoll an.


    Ich ging auch immer wieder mal zum Arzt, aber es wurde immer gesagt, das seien halt die Bänder. Mit 27 ging ich wieder zum Arzt wegen den Bändern. Aber der Arzt sagte, das seien nicht die Bänder, sondern es hätte sich ein Stück Knochen vom Sprunggelenkknochen abgelöst. Das wurde dann operativ entfernt. Ich hatte dann 1/2 Jahr meine Ruhe, und dann fingen die Schmerzen wieder an. Ich hielt es für "Phantomschmerzen". Erst als ich mal 12 Stunden im Stehen gearbeitet habe (Sonderauftrag in der Arbeit) und ich höllische Schmerzen hatte, ging ich zum diensthabenden Arzt ins Krankenhaus. Ich bin mir sicher, ich hatte schon OD. Es wurde auch geröngt, aber ich bekam nur einen Verband. Angeblich sei es nur verstaucht.


    Die Schmerzen wurden immer schlimmer, und erst als ich dann festgestellt habe (3/4 Jahr später), daß ich, als ich mal abends "heimjoggen" wollten, den Fuß nicht mehr abrollen konnte, bzw. stechende Schmerzen im Gelenk hatte, ging ich zum Arzt. Da hatte ich OD schon im 3. Stadium - zu spät für eine Heilung.


    Ich denke, es wäre früher erkannt worden, wenn man mal eine Kernspintomographie gemacht hätte.


    Ich hab mir auch keine Gedanken drüber gemacht. Dachte, ok, dann wirst halt operiert, gehst 5 Wochen an Krücken, und dann schmeißt die Krücken weg und alles ist wieder gut.


    Von wegen! Mir war ja auch nicht bewußt, daß nix mehr so ist wie vorher.


    Als ich nach der OP die Krücken nicht weglegen konnte, wurde mir bewußt, daß es mir sogar noch schlechter geht als vorher. Aber wir mußten 6 Wochen nach der OP warten, bis man auf den MRT-Bildern sehen konnte, ob die OP was gebracht hat. Als wir festgestellt haben, daß die OP (Anbohrung) nix gebracht hat, wurde eine neuer OP-Termin für die Auffütterung gemacht. Der Termin war aber erst in 6 Wochen, weil der Arzt jetzt erst mal Urlaub machen wollte.


    Als der Arzt vom Urlaub zurückkam, fiel ihm ein, daß das mit dem Auffüttern wohl auch schon zu spät sei und man lieber Knorpel aus dem Knie transplantieren sollte. Dazu brauchten wir noch einen Spezialisten, weil der Arzt das nicht konnte. Dazu mußte wir die OP dann wieder um 2 Wochen verschieben. Bei der OP war ich dann im 4. Stadium.


    Erst 4 Monate nach der OP stellte sich ein Erfolg ein. Aber der ist auch nur zweitweise.


    Muß am Do. zum Arzt mit den Kernspinbildern. Bin gespannt, was er sagt.


    Ciao,


    Janey

    @Janey

    Hi Janey!


    Das hört sich ja nicht grad toll an. Kaum ist das eine weg, steht das andere schon vor der Tür.Ich wünsch Dir auf jeden Fall viel Glück und Gesundheit für die nächste Untersuchung.


    Ich hab jetzt diese sogenannten Schalen bekommen, damit gehts mir einigermaßen besser, ich konnt heut sogar schon Rugby spielen. Obwohl ich das eigentlich nicht dürfte.


    An deiner Stelle würde ich das mal versuchen, mit der Heilpraktikerin. Dass die zumindest die Schmerzen halbwegs in den Griff bekommt.


    Aber darfst halt nie den Mut verlieren, auch wenn das jetzt blöd klingt, weil ich die Schmerzen in so einer Form ja nicht habe.


    Alles Gute und liebe Grüße


    ciao Marie-Emily

    @ alle

    Hi Leute,


    war heute beim Arzt. Werd am 10.05. wieder operiert. Der Außenknöchel ist jetzt total durchgebrochen. Es wird zuerst mal angebohrt.


    Vor 2 Jahren sind beide Knöchel angebohrt worden. Dann ist der Innenknöchel eingebrochen: Knochen-Knorpel-Transplantation. Dann kam es endlich zum Stillstand.


    Jetzt habe ich 4 Monate im Büro gearbeitet als Ordnerschlepper, Einkäufer und Milchpaketeschlepper (bis in den 2. Stock) und Kaffee kochen, Weißwürste und Essen kochen, Leute bedienen. Eigentlich war ich ja als Sachbearbeiterin angestellt.


    So, und was ist passiert? Jetzt hat es den Außenknöchel auch voll erwischt, und eingebrochen ist er auch schon. Seit 2 Wochen kann ich kaum mehr laufen.


    Muß nach der OP entweder 5 Wochen ganz an Krücken gehen, oder wahlweise an Krücken, bis die Schwellung weg ist und dann krieg ich ein Gipsbein.


    Hätte nächste Woche ein Vorstellungsgespräch gehabt, aber das kann ich jetzt vergessen.


    Hab meinen ALG II-Bescheid bekommen: 364 €!! Wow, was mache ich mit soviel Geld??? Das war ironisch.


    Und dann schicken die mir noch unverschämterweise massenweise Angebote für 1 €-Jobs. Am Montag sollte ich in der Stadtverwaltung im historischen Archiv anfangen, ein stehender Job. Hä? Wie soll das denn gehen?


    Haben die sonst nix besseres zu tun?


    Heilpraktiker kann ich mir natürlich mit den 364 € nie im Leben leisten. Ich bin jetzt echt erst mal total traurig über das ganze.


    Ich möchte endlich wieder arbeiten. Ich probiers mal mit "Von Zuhause aus arbeiten"-Jobs. Ist wahrscheinlich noch die einzige Möglichkeit.


    Habt Ihr eigentlich auch alle so Probleme mit der Partnersuche?


    Sobald ich erwähne, daß ich etwas humple, will mit mir keiner mehr was zu tun haben. Manche reagieren schon komisch, weil ich keinen Sport mache oder nicht Inline-Skaten darf.


    Ciao,


    macht´s gut.


    Nee, macht´s besser.


    Janey

    @janey

    Mensch, Mensch, Mensch. Das hört sich alles ziemlich beschissen an. Da kann ich ja noch von "Glück" reden, dass "nur" 30 % von meinem Gelenk zerstört sind.


    Ich hatte auch lange auf einen Partner gehofft, und vor gut 1 1/2 Jahren hat ein sehr, sehr guter Freund mein Herz erobert. Denke aber, dass es in Deinem Fall nicht leicht ist, neue Leute kennen zu lernen. Da heutzutage ja zumindest beim ersten Kennenlernen hauptsächlich die Optik ausschlaggebend ist. Wenn ein Mann Dich nicht so liebt wie Du bist, hat er Dich auch nicht verdient. Lass den Kopf nicht hängen. Irgendwann kommt der richtige.


    Für Deine OP drücke ich Dir jetzt schon mal die Daumen. Vor allem wünsche ich Dir, dass die Ärzte es endlich in den Griff kriegen. OD hat leider große "Nebenwirkungen". Selbst wenn sie beseitigt wird (bei mir ist die OD weg, dafür habe ich jetzt Arthrose). Aber man sollte annehmen, dass die Ärzte einem zumindest Linderung verschaffen können. Ich habe zwar oft "gute Tage", ich weiß aber auch, wie es ist, wenn die ganzen Schmerzmittel nicht mehr anpacken, da ich mittlerweile bei Opiaten angelangt bin. :-(


    So, muss jetzt erst einmal Schluß machen.


    Ganz, ganz liebe Grüße an alle und eine schmerzfreie Zeit.

    @ Bianca

    Hallo Bianca,


    hab die OP am Dienstag gut überstanden. So gut hab ich eigentlich noch nie eine OP überstanden. Ich hab mich den ganzen Tag abgelenkt, bloß essen durfte ich halt nix. Das war das schlimmste. Um 15.15 Uhr lag ich auf dem OP, hab noch ein paar Witze gerissen und den Narkose-Arzt und die OP-Schwestern zum Lachen gebracht. Um 17 Uhr wurde ich wieder wach, hatte kaum Schmerzen (Die Schmerzattacken waren oft viel schlimmer gewesen als das.) Mir wurde dieses Mal nicht mal übel von der Narkose. Um 19.30 Uhr durfte ich heim. Konnte auch nachts gut schlafen. Der Fuß ist halt ziemlich dick, aber es geht mir sehr gut.


    Das re. Sprunggelenk ist 4x angebohrt worden. Der Knochen war total eingebrochen. Mein Arzt hat gesagt, daß das mein Leben lang so weitergeht, immer wieder operieren. Das sind ja schöne Aussichten.


    Bin jetzt erst mal bis 24.06. krankgeschrieben. Meine Krankenkasse ist gleich ausgeflippt und hat mir einen Fragebogen zugeschickt. Weshalb ich denn (schon wieder!) krankgeschrieben bin? Ob die OP was gebracht hat? Und wann ich denn wieder arbeiten kann? Ob ich heute schon beim Arbeitsamt war und mich "gesund" gemeldet hab?


    Meine Krankenkasse zickt immer rum. Aber das war der Hammer. Zum Glück hab ich zum 31.05. gekündigt. Ich sollte mich nämlich erst erkundigen, ob sie mir die OP erlauben und auch die Arbeitsunfähigkeit.


    Schön, wenn einem die Krankenkasse auch noch in den Rücken fällt. Mir reicht schon der Ärger mit dem Arbeitsamt. Die rufen mir auch schon hinterher und drohen mit Geldsperre (dabei krieg ich nur 364 €).


    Jedenfalls geht es mir ganz gut, und das ist das wichtigste.


    Wünsche dir schöne schmerzfreie Feiertage!

    @ alle

    Wünsche Euch allen schmerzfreie Feiertage und daß es hoffentlich endlich mal warm wird!


    Liebe Grüße


    Janey

    Hallo Ihr Lieben,

    sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich hatte viel um die Ohren.

    @ Janey:

    Das mit der OP hört sich doch gut an. Drücke Dir die Daumen, dass Du endlich mal länger "Deine Ruhe" hast. Was ich nicht verstehe ist, warum Du laut Deinem Arzt immer wieder unters Messer musst. Irgendwann muss doch mal gut sein. Wie sehen bei Dir die Chancen zu einem künstlichen Gelenk denn aus? Wäre doch mit Sicherheit das Beste. Damit hättest Du dann wenigstens etwas länger als nur einige Monate Ruhe.


    Das mit der Kündigung ist so eine Sache. Bei meiner letzten OP hatte ich mit meinem damaligen Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag gemacht. Die OP war allerdings noch in der Beschäftigungszeit (2 Tage vor der Aufhebung), deshalb hat meine Krankenkasse anstandslos ab dem ersten Tag "Arbeitslosigkeit" gezahlt. Ich kann nur sagen: Bürokratenkacke. Die sind doch nicht froh, wenn sie keinen haben, den sie ärgern können.


    Wünsche Dir weiterhin gute Besserung und natürlich wenig Schmerzen. Ich habe im Moment mal wieder eine schlechte Phase. :-(


    Liebe Grüße


    Bianca

    @ Bianca

    Hallo Bianca, *:)


    gehe jetzt schon 6 Wochen an Krücken. Ungefähr eine Woche hab ich noch. Hatte letzte Woche voll den "Koller" :°( , weil mir diese scheiß Krücken und alles was dazugehört, so auf die Nerven ging. Die ersten 5 Wochen Krankengymnastik hat nichts gebracht. Seit ein paar Tagen geht es mir besser. Ich kann den Fuß nun auch besser bewegen als vor der 1. OP vor 2 Jahren. Demnach dürfte ich eigentlich auch nicht mehr humpeln, wenn ich wieder gehen darf. Dann bringt diese ewige Operieren wohl am Ende doch was!


    Ich bin gerade 7 Wochen krankgeschrieben und das Arbeitsamt hat mich während der Zeit zweimal an 1-Euro-Jobs vermittelt, bei denen ich stehen muß. Ich hab mehrmals hingerufen, daß ich krankgeschrieben bin, aber die denken, ich könnte ja trotzdem was arbeiten.


    Hab ziemlich Ärger mit Behörden: Arbeitsamt, LVA. Das wird sich alles noch hinziehen.


    Freu mich schon auf die ersten Schritte. :-)


    Über ein künstliches Gelenk hab ich mit dem Arzt noch nicht gesprochen, aber soviel ich weiß, ist die Medizin beim Sprunggelenk noch nicht beim künstlichen Gelenk. Beim Knie geht das und bei der Hüfte auch. Aber nicht beim SG.


    Wünsch dir gute Besserung, damit du bald wieder eine bessere Phase hast.


    Liebe Grüße


    Janey aus Bayern %-|

    @Janey

    Sorry, dass ich erst jetzt antwort. War im Urlaub gewesen. In England. Und habe meine Schwester das erste Mal nach über 11 Jahren wieder gesehen.


    Bis gestern hatte ich eigentlich eine ganz gute Phase. Aber seit gestern habe ich wieder Schmerzen. Es hält sich im Moment allerdings noch in Grenzen, so dass ich noch keine "Drogen" nehmen muss.


    Hört sich bei Dir ja bis jetzt gut an. Hoffe für Dich, dass es endlich besser wird. Klappt es soweit denn schon wieder?


    Hatte mich vor ein paar Monaten wegen eines künstlichen OSG's mal erkundigt. Hoch lebe das Internet. Die sind eigentlich schon relativ weit damit. Bis jetzt gibt es zum Großteil positive Erfahrungen. Allerdings fehlen die Langzeiterfahrungen, da das künstliche OSG noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen steckt. Momentan ist es bei mir so, dass ein künstliches Gelenk nicht halten würde, da ich neben der OD halt noch eine Nekrose hatte. Aber wer weiß, wie es in 10 Jahren aussieht? Vielleicht gibt es dann ja auch für meiner einer Hilfe.


    Im Moment bin ich ziemlich fertig. Hat aber nicht nur mit dem Fuß zu tun. Wobei ich sagen muss, dass die Lebensqualität dadurch schon ziemlich im A.... ist. Und ich bin ziemlich depressiv durch die ganze Geschichte geworden. Normalerweise versuche ich, es mir nicht anmerken zu lassen, aber von Zeit zu Zeit ....


    Naja. Egal. Das Leben geht weiter.


    Drücke Dir ganz, ganz doll die Daumen und wünsche Dir alles, alles Gute für Deine weitere Genesung.


    Liebe Grüße


    Bianca

    @ all:

    eine schmerzfreie und bewegungsUNeingeschränkte Zeit.

    @ Bianca

    Hallo Bianca,


    ich werde auch in 4 Wochen in Urlaub fahren. 5 Tage nach Berlin mit dem Flieger (Mein erster Flug!!). Hab aber schon etwas Schiß, ob ich die 5 Tage körperlich durchhalte, da ich ja ohne Krücken das Hotel nicht verlassen kann. Zum Glück habe ich jemanden dabei, der mir hilft, auch mit dem Gepäck. Alleine würde ich es bestimmt nicht schaffen. Der bezahlt mir auch den Urlaub, damit ich mal rauskomme. Kriege ja außer dem OP-Tisch nichts mehr zu sehen.


    Geht mir ansonsten auch nicht gut. Hatte Erwerbsminderungsrente bei der LVA beantragt. Abgelehnt. Wiederspruch. Zurückgewiesen. Jetzt habe ich Klage beim Sozialgericht eingereicht.


    Das Arbeitsamt zeigt sich endlich kooperativ und stellt erst mal ein Gutachten auf um meine Erwerbsfähigkeit zu prüfen.


    In 3 Wochen muß ich zur Kernspintomografie. Dann weiß ich, ob die OP was gebracht hat oder nicht.


    Schmerzen hab ich nach wie vor. Gehen ist schlecht. Ich hab mir mal wieder zuviel davon versprochen, und wurde mal wieder enttäuscht.


    Die Lebensqualität ist echt besch....eiden. Ich versuch auch es mir nicht anmerken zu lassen, daß ich total fertig bin, aber manchmal geht es nicht.


    Ich habe auch eine Nekrose am Gelenk, dazu viele Zysten, abgestorbenes Knochenmark. Wird wohl mit dem künstlichen Gelenk auch nix werden.


    Lebt deine Schwester in England?


    Jobmäßig tut sich nix bei mir. Sobald ein Arbeitgeber weiß, daß ich nur sitzen kann, weil ich teilweise auf Krücken angewiesen bin, bin ich uninteressant. Die meisten Jobs sind eh nur stehende Jobs.


    Zur Zeit schlafe ich viel. Wenn ich schlafe, hab ich keine Schmerzen und muß nicht über meine Zukunft nachdenken.


    Mein Auto hab ich vor fast 2 Monaten auch abgemeldet. Ich kann es mir nicht mehr leisten. Ich hab ALG II, aber nur noch bis Ende August. Dann muß ich von nichts leben.


    Ist total blöd ohne Auto. Andererseits fahre ich total ungern. Fahre jetzt halt mit dem Auto vom Vater.


    Hab gerade mein erstes Buch auf den Markt gebracht. Ich bin Schriftstellerin. Habe ja genügend Zeit zu schreiben.


    Es heißt "Ein mörderischer Sommer", erschienen im Juni 2005 beim Arrival Verlag, Autorin: Waltraud Renate Gröger.


    Hab heute einen Termin bei der Zeitung. Muß ja ein wenig Werbung machen.


    Das baut mich momentan allerdings auch nicht auf...


    Arbeitest du schon wieder oder hast du noch Urlaub?


    Wünsch dir, daß es dir bald wieder besser geht trotz allem. Irgendwie müssen wir ja weitermachen.


    Alles Gute.


    Liebe Grüße


    Janey

    Hallo Janey,

    Hört sich ja echt besch.... an. Mann, Mann, Mann.


    Das die Lebensqualität im A..... ist, finde ich auch. Das habe ich noch vor ein paar Tagen an TigerNT geschrieben. Ihr geht es im Moment auch ziemlich bescheiden.


    Das mit der Nekrose ist so eine Sache. Bei meiner letzten OP wurde das gesamte tote Knochengewebe entfernt. Seit dem habe ich endlich "Ruhe". Mal abgesehen davon, dass ich jetzt die Arthrose im Gelenk habe. Aber immerhin ist die OD weg.


    Gestern war ich beim Doc, weil ich Schmerzen im Fußballen des anderen Fusses habe. Verdacht auf Gicht. Na toll. Und das mit 31. Mir bleibt auch - fast - nichts erspart. Aber irgendwie rappel ich mich immer wieder hoch. Gott sei Dank unterstützt mich mein Freund so weit er kann. Aber er hat leider kein Verständnis dafür, dass ich keinem Arzt mehr richtig vertraue. Das kann wohl auch nur jemand haben, der in der gleichen Situation ist. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich wirklich sehr froh bin, damals dieses Forum gefunden zu haben. Denn es tut wirklich gut, sich mit jemandem auszutauschen, der mehr oder weniger das gleiche Problem hat. Da stößt man dann endlich auf Verständnis.


    England war wirklich klasse. Ich habe meine Schwester nach über 11 Jahren das erste Mal wieder gesehen. Sie ist aus der ersten Ehe von meinem Dad und wir hatten uns zwischenzeitlich aus den Augen verloren. Mittlerweile haben wir wieder seit gut 4 Jahren Kontakt (per Mail und Telefon). Und in diesem Jahr habe ich es endlich geschafft, zu ihrem Geburtstag hinzufliegen.


    Fliegen ist übrigens überhaupt nicht schlimm. Michael ist jetzt auch zum ersten Mal geflogen und er war angenehm überrascht. Das unangenehmste ist, wenn Du den Druck auf die Ohren bekommst. Aber ein paar Mal kräftig schlucken und dann geht es auch wieder.


    Das mit dem Buch hört sich gut an. Bei welchem Verlag ist es denn erschienen? Ich als Leseratte bin immer froh, wenn ich gute Bücher finde.


    So, muss für's erste erst einmal Schluß machen. Sitze hier im Büro und habe mir ein paar Minuten Zeit genommen, um mal wieder ins Forum zu schaun.


    Liebe Grüße & Gute Besserung.


    Und viel Spaß in Berlin.

    @ Bianca

    Hi Bianca,*:)


    kannst Dir mein Buch gerne unter http://www.amazon.de ansehen, gehst auf Bücher, Neuheiten und gibst dann "Ein mörderischer Sommer ein".


    Bin auch froh, daß man sich hier mit Betroffenen austauschen kann.


    Wie kommst du in der Arbeit so klar mit OD? Du arbeitest im Büro?


    Bei mir wurde auch im Innenknöchel vieles vom kaputten Knochen mit Knorpel vom Knie ersetzt, aber so richtig gut ist es auch nicht.


    Arthrose habe ich auch.


    Das mit der Gicht ist total doof. Warum kriegt man eigentlich immer alles gleichzeitig????


    Wollte heute endlich mal wieder was für die Figur tun und Radfahren. Aber leider hab ich es nicht geschafft. Es tut noch zu sehr weh. Der Wille war da, aber es ging nicht. Mann, ich hab 13 kg zugenommen, seit ich OD habe.


    Wünsch dir ein schönes Wochenende und gute Besserung.


    Liebe Grüße


    Janey

    OD in beiden Knien

    Obwohl ich immer mal wieder im Internet nach OD suche, bin ich jetzt erst auf diese Diskussion gestoßen!


    Ich habe mir mal die ersten und letzen paar Seiten durchgelesen. Ich muss sagen, dass mir da so einiges nicht ganz unbekannt ist *g*! Ich kann mir gut vorstellen, dass das Sprunggelenk noch etwas schwieriger ist, wie das Knie.


    Ich möchte hier jetzt auch mal meine Erfahrungen angeben, um vielleicht anderen etwas weiter zu helfen und neue Einblicke zu geben, die auch OD haben.


    Erst mal meine Krankengeschichte:


    Habe bis 15 ziemlich aktiv Leichtathletik gemacht, bis ich plötzlich im rechten Knie ab und zu einen stechenden Schmerz verspürte. Den habe ich aber so lange ignoriert, bis ich beim gehen permanent Schmerzen im Knie hatte. Nach einem 1-wöchigen Trainingslager bin ich dann zum Orthopäden gegangen. Das Knie wurde geröngt. Eine Woche später empfing mich der Orthopäde mit den Worten: "Das hat sich gelohnt. Das Knie muss operiert werden!". Die Diagnose war klar: Ostochondrosis dissecans. Der Arzt sagte mir aber, dass ich nach der OP in ca. 0,5 - 1,5 Jahren wieder Leistungssport machen könnte, wenn alles glatt laufen würde. Also bin ich in die Klinik gefahren, die er mir vorgeschlagen hatte und wurde operiert. Der Defekt wurde angebohrt. Ich bin dann ca. 7 Wochen mit Krücken gelaufen. Dabei habe ich gemerkt, dass plötzlich die gleichen Schmerzen im linken Knie auftraten, wie im rechten vor der OP und ich war mir 100% sicher, dass ich da auch OD hatte. Dies wurde dann auch durch eine Röntgenaufnahme bestätigt. 1 Jahr nach der OP rechts wurde auch das linke Knie operiert, da es rechts wieder so einigermaßen ging und die OP auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung gebracht hatte, wenn gleich ich noch nicht komplett schmerzfrei war. Nach der 2. OP bin ich 10 Wochen mit Krücken gelaufen. Seit der 1. OP habe ich ununterbrochen 4 Jahre lang intensiv Krankengymnastik gemacht. Schmerzfrei wurde ich nie, vor allem beim normalen gehen habe ich eigentlich fast immer Schmerzen. Jedoch sind die nicht so stark, dass ich Schmerzmittel nehmen müsste.


    Jetzt mache ich schon seit 5 Jahren keine KG mehr. Habe aber immer wieder die unterschiedlichsten Dinge versucht, um meine Situation zu verbessern. Leider kann ich von wirklich gar nichts sagen, dass es etwas geholfen hätte. Ich kann natürlich auch nicht sagen, ob es ohne diese ganzen Versuche nicht schon deutlich schlechter wäre!


    Hier mal all das, was zumindest bei mir keinen Erfolg hatte: PST, Durchblutungsfördernde Infusionen, Heilpraktiker und somit verschiedenste Medikamente (2 Jahre lang), spezielle Einlagen in den Schuhen, Pulsierende Magnetfeld Therapie (seit 4 Monaten, nicht verwechseln mit PST), Nahrungsergänzungsmittel wie Gelastin und CH-Alpha, Akkupunktur. Ich denke ich habe nichts besonderes vergessen.


    Da ich schon immer körperlich aktiv war, bin ich froh, dass ich die ganze Zeit ohne jede Einschränkung Mountainbike fahren konnte. Das hat mir sehr geholfen!


    Nun meine Tipps soweit:


    1. Vertraut niemals bei einer solchen Diagnose nur auf die Meinung von einen Arzt! Auch wenn 10 Ärzte 10 verschiedene Meinungen haben, öffnet euch das doch eure Sichtweise und ihr könnt genauer abwägen. Ich bereue etwas, dass ich bei meinen beiden OPs nur auf einen Arzt gehört habe. Ich nachhinein bekam ich dann doch gesagt, dass es noch andere Möglichkeiten gegeben hätte.


    2. Auch wenn ich hier jetzt geschrieben habe, dass bei mir bisher nichts zur Besserung beigetragen hat, so empfehle ich doch, dass man nichts unversucht lassen sollte. Vielleicht hilft ja bei euch irgendetwas. Und außerdem hat mir jeder Versuch wieder neue Hoffnung gegeben und meine Gefühlswelt wurde dadurch auch wieder aufgehellt! An die Enttäsuchungen gewöhnt man sich mit der Zeit aber man ist halt nicht im Dauer-Tief.


    Jetzt zu meinem aktuellen Stand: Vor 2 Monaten hatte ich dann plötzlich nach dem Rad fahren ein bisher unbekanntes Gefühl im linken Knie. Drei Tage später war das Knie leicht angeschwollen. Das hatte ich bisher noch nie. Also habe ich mir mal wieder eine Überweisung für Kernspin abgeholt um zu überprüfen, was denn da jetzt nicht mehr so ist, wie es sein sollte. Die Diagnose: Knorpeldefekt Grad IV an einem Teil der Stelle, wo die OD war. Mein Orthopäde hat mich jetzt daraufhin an die Uniklinik in Heidelberg-Schlierbach überwiesen, damit die sich das mal anschauen und entscheiden, was man jetzt machen kann. Ich setzte ja meine Hoffnung in eine Mosaikplastik, also eine Knorpel-Knochentransplantation bei der wenig beanspruchter Knorpel ausgestanzt wird und dann in den Defekt eingesetzt wird. Aber ich habe noch nicht mal einen Termin. Mein Orthopäde meinte, dass ich mich jetzt auch nicht sehr beeilen muss. Also mal abwarten, was die Kniespezialisten sagen. Wäre jedoch gut, wenn hier nochmal jemand berichten könnte, was er für Erfahrungen mit einer Mosaikplastik hat und vielleicht auch, ob man Schlierbach empfehlen kann.


    Nun ein weiterer Tipp:


    Wenn ihr noch Schmerzen habt, dann hat das einen Grund! Es ist dann wirklich fahrlässig, wenn man meint, man könnte gelenkbelastende Sportarten wie z.B. Joggen machen. Ich habe hierfür jetzt wohl meine Quittung erhalten, da ich letzten Sommer einmal wöchentlich gejoggt bin. Ich hatte mir halt eingeredet, dass sich dadurch die Muskulatur aufbaut und ich somit vielleicht weniger Schmerzen beim Gehen habe. Schont eure Gelenke in einem solchen Fall und akzeptiert, dass weniger manchmal mehr ist! Denkt auch mal an eine Zeit in 5-10 Jahren.


    Ich wünsche euch alles Gute!


    Gruß


    Michi