Diagnose Ulna-Impaction

    Hallo Guten Morgen,


    gestern war ich beim Arzt. Seit etwa 6 Wochen habe ich Schmerzen im Handgelenk an der Kleinfingerseite linksseitig.


    Beim Drehen tritt sofort ein stechender Schmerz auf. Etwas von unten oder seitlich anheben ist ebenfalls sehr schmerzhaft.


    Auch ist ein leichte Schwellung an der Gelenkaußenseite. Momentan bin ich dadurch natürlich sehr eingeschränkt und die immer wieder auftretenden Schmerzen sind unangenehm. Nachts werde ich wach wenn die Hand blöd liegt. Dann ist da auch ein leicht stechender Schmerz da. Bei komischer Handhaltung tritt manchmal ein Gefühl auf als ob die ganze Hand gleich verkrampft. Komisch also.


    Vor ca. 4 Wochen war ich schon mal deswegen beim Orthopäden (ich hatte wegen meiner Hüfte sowieso einen Termin). Der meinte nur ja da ärgert mich eine Sehne. Das wars.


    Dann habe ich 2Wochen jeden Tag mit Voltaren eingerieben und einen Verband getragen um es etwas ruhiger zu halten.


    Keine Verbesserung.


    Also nochmal zum Hausarzt. ÜW zum Chirurg. So da war ich nun gestern. Röntgenbild wurde gemacht. Ergebnis ist wohl das meine Elle zu lang ist. Behandlungsmöglichkeiten wäre nur eine OP mit Verkürzung der Elle. Ansonsten müsste ich mit diesem Zustand leben. >:(


    Auf die Frage nach einer weiteren Diagnostik ob nicht vielleicht doch eine Entzündung einer Sehne oder ähnliches vorliegt


    wurde mir geantwortet, "Das würde gemacht werden wenn ich mich für die OP entscheide".


    Jetzt habe ich bei google gelesen, das eine Röntgenaufnahme in einem bestimmte Winkel der Hand gemacht werden müsste um wirklich eine Längenveränderung feststellen zu können. Das war aber nicht der Fall.


    Ich werde mir mit Sicherheit noch eine 2. Meinung einholen. Würdet ihr auf einer MRT Untersuchung bestehen. Sieht man da eine Entzündung?


    Hat jemand vielleicht ähnliche Beschwerden oder hat gar eine solche OP machen lassen?


    Liebe Grüße

  • 16 Antworten

    Ich habe das auch. Orthopäden lagen alle falsch, erkannt wurde es dann durch ein MRT uns noch genauer durch Röntgen in verschiedenen Handstellungen, musste dabei auch eine Ball drücken.


    Entzündung hatte ich im Mondbein. Empfehlung war Arthroskopie, da wurden dann diverse Bänderrisse festgestell und Knorpelschäden. Das wurde alles geglättet. Sollte das nichts bringen, was der Fall zu sein scheint, sollte der Knochen gekürzt werden. Nur wohin sich die Fachleute nicht einig. Da die Knorpel kaputt sind, würde eine reine Kürzung nicht mehr helfen, also sollte ich den Ulnakopf schräg abschneiden lassen oder die Schmerznerven durchtrennen. Letzteres mache ich auf keinen Fall. Ich werde erstmal gar nichts machen, habe ja nun die Erfahrung, dass ein Engriff eher verschlimmert. Ich trage häufig Bandagen mit und ohne Schiene, es ist nicht jeder Tag gleich. Voltaren hilft mir gar nicht, leider.


    Ich würde dir raten, dir gute Handchirurgen zu suchen, selbst wenn das eine weitere Fahrt bedeutet.

    Hallo,


    danke für deine Antwort. Die OP sehe ich auch sehr kritisch und ist auch die wirklich letzte Option. Ich werde mir jetzt erst mal so eine Gelenkschiene besorgen und dann mal sehen was der andere Chirurg sagt (Das ist ein Handchirurg). Mich irritiert nur das das jetzt erst auftritt. Ich mein die Elle war ja schon immer zu lang ":/ ":/ . Aber gut in 2 Wochen habe ich den nächsten Termin und dann mal sehen.


    Bekommt man diese Gelenkschiene verschrieben oder kann ich einfach in ein Sanitätshaus marschieren und die bestellen?


    Schöne Grüße


    Grit

    Gut, dann können wir uns hier mal austauschen bezüglich der Infos von den Ärzten. Ich hatte mit 3 Orthos zu tun und 2 Handchirurgen, die einen guten Ruf haben. Von einer dieser Chirurgen hörte ich, dass es Leute gibt, die nie was merken und damit ins Grab gehen und andere haben schon mit 20 oder 30 Probleme. Ich habe fast 50 Jahre problemlos damit gelebt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt mehr Belastung beruflich bedingt, das war vermutlich der Auslöser. Man merkt so lange nichts, wie die Struktur noch nicht beschädigt ist, also die Knorpel von den umliegenden kleinen Knochen, hauptsächlich Mondbein. Da drin hatte ich auch eine blutige Zyste. Der Diskus wird durchstoßen (das ist ein Band, vergleichbar mit dem Miniskus im Knie) und dann gehen die Probleme los. Ich hatte auch noch andere Läsionen und einen KOmplettriss am LT Band, das bleibt natürlich so, nur die ausgefranzten Stellen wurden beseitigt.


    Ob es bei dir angezeigt ist mit einer Op zu warten, kann ich nicht beurteilen, das kapiere ich auch nicht ganz. Einerseits sagte der Chirurg, eine Kürzung bringt nichts mehr, wenn die Knorpel kaputt sind, was bei mir der Fall ist. Das spräche ja dafür, dass man frühzeitig reagieren muss. Aber andererseits merkt man ja nichts, solange sie nicht kaputt sind. Den Zustand der Knorpel sieht man aber nur bei einer Arthroskopie. Die andere Chirurgin sprach durchaus von einer Kürzung ellenseitig. Ich werde noch eine weitere Meinung in einer anderen Stadt einholen. Die Ellenkopfkürzung, also der schräge Schnitt, könnte schon Sinn machen, aber das möchte ich noch genauer nachfragen. Ich habe es übrigens beidseitig, aber nur auf einer Seite große Beschwerden , die andere geht noch (bis jetzt, erste Anzeichen sind da auch schon.. :-| ). Die rechte, ich vermute das liegt daran, dass ich als Rechtshänderin dort ausgeprägtere Muskelkraft habe.


    Muskelkraft ist das Stichwort. Ganz wichtig mit Terrabandübungen die zu stärken. Es gibt auch so Fingertrainer oder Knete. (ich mache Handtherapie). Das ist die einzige Chance, halbwegs damit klar zu kommen, denn Schienen und Binden sind nur ein Hilfsmittel für schlechte Tage. Schiene bringt dir was, wenn du vor allem beim Abknicken Probleme hast, beim Drehen weniger, da musst du lernen, diese Bewegungen zu meiden. Manchmal drücken die Schienen auch, je nachdem, dann ist eine elastische Binde besser. Da musst du experimentieren, was dir in welcher Situation gut tut.


    Verschreiben lassen kannst du dir eine vom HA oder Ortho, dann musst du nur einen Teil zuzahlen. Wenn du kein Rezept hast, dann musst du alles zahlen, hast aber auch die freie Auswahl, denn manches passt dann nicht zum Rezept oder die Sanitätshäuser haben wenig Auswahl.

    Hallo,


    ja wir bauen seit 6 Jahren ein altes Haus um und aus. Also da war schon über einen langen Zeitraum immer eine starke Belastung da. Das kann natürlich sein.


    Am meisten beeinträchtigt mich die Tatsache das ich mit der Hand nichts wirklich heben bzw. tragen kann. Aufstützen geht auch nicht. Selbst der Teller ist zu schwer. Dadurch mache ich natürlich nun viel mit rechts und habe etwas Angst das ich dann mit rechts auch Probleme bekomme. Das Abknicken bereitet weniger Probleme


    So einen Hand/Fingertrainer hat mein Sohn. Da kann ich auf jeden Fall mit trainieren.


    Mal sehen was der Chirurg bei dem anderen Termin sagt. Das dauert aber noch 2 Wochen. Ich kratze schon an der 50 bin aber noch U50 :-)


    Schöne Grüße

    Dann ist das bei dir ähnlich gelaufen wie bei mir. Bin gespannt, was der andere Arzt sagen wird, würde mich freuen, wenn du mich informierst. Im Moment habe ich den Eindruck, dass jeder eine andere Meinung hat. Aufstützen geht bei mir auch nur unter Schmerzen, da drückt dann eben das Ellenköpfchen aufs Mondbein. Wenn du jetzt solche Symptome hast, wird es vermutlich bei dir mit den Knorpeln und Bändern ähnlich aussehen wie bei mir.

    Hallo,


    so heute war ich nochmal bei einem anderen Arzt.


    Seine Diagnose lautet nun "Läsion des Diskus triangularis (TFCC)". Jetzt habe ich erstmal eine Gelenkschiene bekommen, Tabletten und was zum Einreiben. 6-8 Wochen warten wir jetzt ab. Falls es sich nicht bessert sehen wir weiter.


    Allerdings ist er eher optimistisch dass es konservativ zu behandeln ist.


    Der nächste Schritt wäre dann wohl die Arthroskopie.


    Schöne Grüße


    Grlit

    Danke für deinen Bericht! Das habe ich auch, und noch weitere Bänder, die man erst bei der Arthroskopie gesehen hat, von der ich wiederum glaube, dass sie nicht viel gebracht hat. Ist jetzt 2 Monate her, mal sehen. Da wurden ja die Bänder geglättet, aber man kann nicht davon ausgehen, dass sie wieder zusammenwachsen, so wie ich das verstanden habe. :-/

    Hallo, also ich habe das gleiche Problem wie du auch. Das du das erst jetzt bemerkst, kann daran liegen, dass vorher deine Knochen also mondbein oder kahnbein etc oder Knorpel vorher noch nicht geschädigt worden sind.


    Ich ließ eine Arthroskopie machen. Danach sollte eigentlich eine Besserung kommen. Ich habe mittlerweile innerhalb von 6 Jahren 5 mrt und unzählige röntgenaufnahmen machen lassen. Einige sagen ich habe eine ulna minusvariante, andere sagen ich habe eine ulna plusvariante und dass ein ganglion von 8 mm zwischen kahnbein und mondbein. Ich war mit der letzten op sehr unzufrieden. Die haben eine Menge Mist gebaut. Mein Diskus war gerissen und die Ärzte haben diesen komplett entfernt und im OP Bericht steht nicht drin, wie der beschädigt war oder warum der komplett entfernt wurde. Die schnitte wurden falsch gesetzt und das ganglion wurde auch nicht entfernt. Im Bericht wurde vieles nicht beschrieben und jetzt ist mein komplettes Handgelenk instabil. Der behandelnde Arzt sagte nur, wenn ich noch mal operiert werde, muss mein Handgelenk steif gelegt werden und dafür wäre ich zu jung. Also suchte ich mir andere Meinungen. Operiert werden muss ich auch jedenfall noch mal, da das instabile wieder in Ordnung gebracht werden muss. Durch den ganzen scheiß kann ich immer noch nicht arbeiten gehen und bin schon seit 6 Monaten krank geschrieben. Nächste Woche habe ich noch mal einen Termin beim Spezialisten für Handgelenke. Er sagte, man kann es retten, damit ich wieder arbeiten kann. Aber pfuscht noch einmal jemand mein Handgelenk, dann muss es steif gelegt werden. Dieser Arzt konnte mir als einziger alles ganz genau erklären und ich werde noch mal diese Arthroskopie machen lassen. Diesmal wird diese komplett ausgeführt und nicht nur zur Hälfte. Und dann wird entschieden, ob noch eine weitere OP zur ulna Verkürzung vorgenommen werden muss. Naja mal abwarten. Ich drück euch allen die Daumen, dass bei euch die Schmerzen auch bald weg sind.

    Hallo,


    ich habe deinen Beitrag heute erst gelesen.


    Zum Glück bin ich nach dem Tragen der Schiene bis heute beschwerdefrei und ich hoffe mal das es auch so bleibt.


    Schöne Grüße

    Hallo. Also ich kann auch etwas berichten. Ich hab auch das Ulnar Impactions syndrom aufgrund zu langer Elle. Kompletter Auslöser das 2016 mit 25 erst Beschwerden kamen, das ungewohnte belasten bei der Putzstelle. Das war höchstwahrscheinlich der Auslöser. Obwohl die lange Elle angeboren ist.


    11/2016 hatte ich dann eine Arthroskopie wo Mondbein ect geglättet worden sind. Und Risse behoben. Und Splitter entfernt und Zyste entfernt. Hatte jetzt 1 1/2 Jahre Ruhe.


    Nun hab ich seit 3 Monate wieder Schmerzen in meinem Handgelenk, OHNE Belastung. Stehe morgens sogar mit Schmerzen auf. Ohne Schiene geht nix mehr. Hab eine längere Schiene für Unterarm


    Abstürzen nur noch in Faustform, öfters keine Kraft in der Hand und nachts Schmerzen. Ja sogar im Ruhezustand.


    Fakt ist. Ich bin bei einem Top Hand chirug in Behandlung. Der auch 11/2016 die Arthroskopie gemacht hat. Er wollte lieber erst konservativ Behandeln was auch erst mal geglückt hat


    Er sagte aber auch, dass wenn iwann wieder Probleme auftreten due Elle tatsächlich gekürzt werden muss. Sprich es wird ein Stück heraus geschnitten und dann mit Platten und schrauben wieder zusammen gemacht. Bedeutet lange Gips und eine komplette Belastung erst nach 3 Monate. Der "Bruch" heilz zwar nach 8 Wochen aus aber komplette Belastung erst später. Tja was soll ich sagen ...einfach nur Mist. Zumal ich jetzt in Mai einen Job anfange nachdem ich 5 Jahre gesucht hab. Bin Mama und dann ist das nicht so leicht...Und es handelt sich hierbei auch noch schön um das rechte Handgelenk :-( ja mal sehen wie ich es vorgeht. Den Job möcht ich nicht in Sand setzen...

    Bei mir ist es inzwischen so, dass die Arthroskopie sehr viel gebracht hat. War nochmal bei einem anderen Handchirurgen, der mich dahingehend aufgeklärt hat, dass man den Erfolg der Behandlung frühestens nach 9 Monaten erwarten kann! Hätte mir ja mal jemand sagen können.. hat aber total gestimmt.


    Jetzt habe ich zwar immer noch gelegentlich schlechte Tage, wenn ich eine falsche Drehbewegung mit Belastung mache. Aber es ist kein Vergleich zu vorher. Allerdings aufpassen muss ich immer ein bisschen und mein früherer Altenpflegejob war fast nicht machbar, auch nicht als Minijob.


    Schienen helfen mir übrigens gar nicht, im Gegenteil, sie verstärken den Druck und damit den Schmerz.