Erfahrungen gesucht, Schulter Operation und die Schmerzen/Einschränkungen danach

    Hallo ihr Lieben, ich wurde Ende April arthroskopisch an der Schulter operiert. Die Beschwerden hatte ich allerdings schon ca ein ganzes Jahr.

    Die Diagnose war Impingement Syndrom auf Grund eines Knochenüberstandes, eine starke Schleimbeutelentzündung und schlußendlich auch eine Versteifung. Da aber alle konservativen Mittel wie Physio, Ultraschall, Strom, Kortison Spritzen und auch Tabletten, Stoßwellentherapie ect. keinen gewünschten Erfolg brachten, wurde schlußendlich operiert.

    2 MRT´s vorher waren nicht aussagekräftig genug. Bei der OP sah man erst das ganze Ausmaß.

    Es wurde ein Teil vom Schulterdach abgefräst, eine Sehne verlegt, 2 Anker gesetzt zwecks Loch in der Sehne, der Schleimbeutel entfernt, viel entzündliches Gewebe entfernt. Das ist so der grobe Befund.

    Nach der Operation hatte ich so gut wie keine Schmerzen. Ich hatte für 4 Wochen diese Armschlinge und auch den Stuhl für 3 mal am Tag zum üben. Nach ca 2 Wochen begann die Physio. Auch mache ich seither regelmäßig meine Dehnübungen und Kräftigung.

    Im Oktober war ich für 4 Wochen in einer teilstationären Reha, da es keinen merklichen Fortschritt gab.

    Die Beweglichkeit hat sich schon gebessert, aber ich hab immer noch Schmerzen bei Bewegung und auch hauptsächlich früh nach dem Aufstehen. Die Außenrotationen sind so das größte Problem.

    Ich weiß, dass sicher jeder ein anderes Krankheitsbild hat und es auch unterschiedlich heilt. Meine Frage ist trotzdem, wie lange hattet ihr Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nach einer Schulter OP, was hat Euch geholfen?

    Für ein paar Meinungen wäre ich sehr dankbar.

  • 14 Antworten

    Iwie ist dein Thread untergegangen, obwohl ich ihn abboniert hatte.


    Ich wurde 3x an der re Schulter operiert. Vorher erhielt ich nicht eine einzige Behandlung und konnte den Arm nach ca. 3 Jahren überhaupt nicht mehr bewegen. Bei mir war es eine Arthrose und nach der ersten Op erfolgte die zweite durch eine Sepsis.


    Die Armschlinge trug ich jeweils 6 Wochen, wobei ich in dieser Zeit und darüber hinaus intensiv über die Ergo behandelt wurde.


    anetti36 schrieb:

    Nach ca 2 Wochen begann die Physio. Auch mache ich seither regelmäßig meine Dehnübungen und Kräftigung.


    Im Oktober war ich für 4 Wochen in einer teilstationären Reha, da es keinen merklichen Fortschritt gab.

    Die erste intensive Behandlung durch Bewegung meines Armes wurde noch am gleichen Tag im KH vorgenommen. Ich war voller Panik und fragte wieso man jetzt den Arm so intensiv bewegt. Die Antwort: "Damit er nicht versteift".


    Ich habe den Eindruck das Du kaum Physio/Ergo Therapie erhalten hast und auch jetzt mit deiner Problematik allein gelassen wirst. Kann das so sein?


    Gerade bei der Aussenrotation ist eine Unterstützung durch Fachkräfte unbedingt erforderlich. Hier die volle Funktion zu erreichen durch eigene Übungen ist mMn nicht möglich. Könnte es sein, dass bei dir schon eine Versteifung eingesetzt hat?


    Du solltest in deinem Interesse dafür sorgen jetzt intensiv über Physio/Ergo behandelt zu werden. Notfalls bei der KK vorsprechen und das Problem schildern, wenn dir die nötigen Verordnungen nicht erstellt werden.


    Es hat bei mir auch mit intensiver Behandlung 1 Jahr gedauert, bis mein Arm wieder normal funktionierte.

    Hallo Fizzlypuzzly. Ganz lieben Dank für Deine ausführliche Antwort. Bei mir handelte es sich um eine ambulante Operation. Der operierende Arzt hatte mir für die Physiotherapie direkt ein Schreiben mitgegeben, was gemacht werden soll und ab welchem Zeitpunkt.

    Damit die Schulter nicht einsteift, dafür sollte ja der Stuhl sein, der den Arm dreimal am Tag bewegt hat.

    Zur Zeit der OP hatte ja bereits die Schultersteife eingestzt bzw. wurde es auch nach Monaten mit allen konservativen Therapien nicht besser.

    Nach der Operation hatte ich bis jetzt durchweg Physio. Wo so richtig der Fehler liegt oder lag kann ich auch nicht sagen. Durch die 4 wöchige Reha ist die Beweglichkeit ja besser geworden, nur die Außenrotationen nicht so wirklich. Ich sprech es nochmal beim nächsten Arzttermin an und evtl. bei der KK. Wie lange hattest du denn Schmerzen nach der Op?

    Ich hatte eine änliche OP, allerdings ohne das Setzen der Anker. Ging gerade noch ohne. Auch nach über 9 Monaten konservativer Behandlungsversuche. Mein OP war ambulant und 2 Tage später ging die Physio los. 3x pro Woche, mehrere Wochen. Anfangs natürlich eingeschränkt, aber doch intensiv.

    Nach 4 Wochen waren die Probleme dann auch behoben.


    Was sagen denn die Ärzte zu den Einschränkungen? Wie sehr verkrampfst Du mittlerweile auch bei entsprechenden Bewegungen aus Angst vor Schmerzen? Sind die Einschränkungen schmerzlos oder schmerzhaft?

    Hallo Sunflower. Also in Ruhe oder so habe ich keine Schmerzen. Nur nach dem Schlafen, wenn ich drauf gelegen habe. Schmerzen habe ich bei den meisten Übungen. Sie sind aber aushaltbar. In der Reha wurde mir schon gesagt, dass ich aus Angst vor Schmerzen verkrampfe. Das hat sich schon gebessert. Der Arzt meint, es kann bis zu 1 Jahr nach op dauern, ich soll nur regelmäßig meine Übungen machen. Er ist der Meinung, dass es wieder etwas versteift ist bach der Op, die Physiotherapeutin und auch die in der Rwha sagen Nein. Probleme sind auch mittlerweile die Ellenbogen zusätzlich

    Ich bin auch 3x an den Schultern operiert worden, es wurde jeweils die Supraspinatussehne genäht, an einer Schulter leider 2x, weil ich eine Reruptur nach der OP hatte.


    Ich hatte auch den Bewegungsstuhl, jeweils eine 6wöchige Ruhigstellung und Physiotherapie.


    Es war alles schon langwierig, wobei ich relativ schnell wieder eine gute Beweglichkeit hatte. Wie lange ich Schmerzen hatte, weiß ich gar nicht so genau.


    Ist es denn schon besser geworden? Ich hatte vorher "nur" Schmerzen, aber wenig Bewegungseinschränkungen, insofern halte ich ein gutes halbes Jahr noch nicht ganz für bedenklich. Ich wurde alle 3 Male stationär operiert, glaube aber nicht, dass das einen Unterschied macht.


    Schultern brauchen schon lange zum Heilen, ich war auch jedes Mal 3 Monate krank geschrieben.

    anetti36 schrieb:

    Wie lange hattest du denn Schmerzen nach der Op?

    So genau kann ich das gar nicht mehr sagen, aber die ersten 6 Mon. waren nicht ganz ohne. Ausserdem wurde ich von Tramal abhängig, worauf mich eine Orthopädin aufmerksam machte. Da fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren ;-)und habe Tramal dann kalt abgesetzt. Bei mir spielte aber auch meine Grunderkrankung Rheuma mit rein.

    anetti36 schrieb:

    Nur nach dem Schlafen, wenn ich drauf gelegen habe. Schmerzen habe ich bei den meisten Übungen.

    Legst Du den Arm nachts auf eine Erhöhung, evtl. auf ein Kissen? Wenn nicht, probiere es mal aus. Für mich war es erholsam und schmerzfreier und könnte bei dir auch dafür sorgen, dass Du dich nicht mehr auf den Arm legst, legen kannst.


    Nach so langer Zeit dürftest/solltest Du mMn kaum noch Schmerzen bei den Übungen verspüren. Das könnte an deiner Verkrampfung liegen. Versuche doch mal über Atemtechnik iVm mit den Bewegungen diese Verkrampfung auf Dauer abzugeben. Deine Physio sollte dir dazu etwas sagen - können - bzw mit dir üben.


    Jedenfalls sollte man vor Beginn einer Übung einatmen und bei der darauf folgenden Bewegung ausatmen. Deine Aufmerksamkeit sollte auf Dauer bei der Atmung liegen. Ist zu Beginn echt ungewohnt, aber - Übung macht die Meisterin ;-)

    Ich danke Euch für die Tips. Kissen hatte ich die ersten Wochen nach der OP mit im Bett zum drauf legen. Sicher könnte ich das jetzt auch noch mal versuchen. Ich schlafe eh generell schlecht und bin eigentlich immer froh, wenn ich endlich mal ne Stellung gefunden habe.

    Mit der Atmung muss ich mal drauf achten. Physio hatte ich jetzt das letzte mal. Es gab kein Rezept mehr nach der Reha. Beim nächsten Termin frage ich aber wieder nach.

    Die Schmerzen sind nicht soo stark, dass ich jetzt Medkiamente bräuchte. Aber eben immer auf dem gleichen Level seit langer Zeit. Durch den vielen Sport bei der Reha zwischendurch sogar mehr. Es nervt nur allmählich. Ich bin eben schon so lange krank geschrieben und in 2 Wochen fängt meine Wiedereingliederung an. Ich möchte es wenigstens versuchen.

    Schmidti70, wie hat sich die erneute Ruptur nach der OP bemerkbar gemacht? Mein Arzt veranlasst leider kein neues MRT oder einen Ultraschall. Könnte er in der Praxis selbst machen, sieht aber dazu keine Veranlassung. Ich bin mir halt mittlerweile so unsicher, ob das alles wirklich normal ist ( da vorher viel zu lange gewartet wurde mit der OP) oder ob vielleicht ein neuer "Schaden" vorliegt.

    Ich hatte wieder stärkere Schmerzen, nachdem es schon besser war. Mein Orthopäde hat sich das dann noch mal 4 Wochen angeguckt und dann ein neues MRT veranlasst.

    So genau weiß ich das nicht. Ich musste allerdings einmal irre Niesen als ich gerade auf dem Schulterstuhl saß. Darin ist der Arm ja nicht fixiert. Das kam so plötzlich unschwer so ein Nieser, bei dem sich der ganze Körper zusammenkrampft. Danach tat es übel weh in der Schulter.


    Andererseits kann eine operierte Sehne auch wieder spontan reißen. Wie mein Arzt so schön sagte „ Alles, was man repariert, kann auch wieder kaputt gehen“.


    Ich war sonst wirklich brav: bis zum letzten Tag der 6 Wochen die Abduktionsschiene Tag und Nacht getragen, keine aktiven Bewegungen gemacht...

    Hallo anetti36, ich wünsche dir gute Besserung.

    Zu deinen Beschwerden kann ich nichts sagen, ich habe am nächste Woche eine Schulter OP

    Das ist natürlich ärgerlich Schmidti70. Man hält sich an alles und dann sowas. Aber es kann eben doch passieren, dass ist das Leben. Aber jetzt ist ja alles gut.

    Bei mir ist es eben auch so wechselhaft. Mal denke ich, es wird schon und dann wieder....hört das denn nie auf ;-(. Aber ich will nicht klagen. Bei meiner Hand OP (Karpaltunnel) hab ich auch wesentlich länger als andere gebraucht mit der Heilung.

    Es ist halt jeder anders.

    Danke Mandysu und für Dich auch alles Gute.