Größere Probleme 3 Monate nach Arthroskopie am Knie

    Hallo zusammen,


    Bei mir wurde am 07.Oktober eine Arthroskopie durchgeführt. Der Grund dafür war ein unglückliches verdrehen des Knie in der Luft am 03.September beim Bolzen mit der Hobbytruppe ohne Fremdeinwirkung.


    Der Innenmeniskus am Hinterhorn war gerissen, ein Stück musste deswegen entfernt und der Rest geglättet werden. Laut MRT war das vordere Kreuzband noch gezerrt und etwas hatte sich etwas Ödem gebildet.


    Der Chirug sagte, das wäre nichts besonderes und machte mir Mut. Nach der OP fingen dann die Probleme an. Der Drainageschlauch musste bereits am gleichen Abend raus, weil das Blut woanders raus wollte. Naja, das hatte dann zur Folge das ich 3 Tage später punktiert werden musste und die Schwellung allgemein nur seeeeeeeeehr langsam zurückging. Nach 6 Wochen habe ich endlich die Krücken bei Seite legen können und es wurde von Woche zu Woche etwas besser. Seit 2 Wochen ist aber genau das Gegenteil der Fall. Immer stärkere Schmerzen unter der Kniescheibe beim Autofahren und Treppensteigen, das Knie wird regelmäßig, selbst wenn man den ganzen Tag mehr oder weniger auf dem Sofa liegt, heiß, ich kann weniger lange stehen und sitzen und Radeln ist auch sehr unangenehm, da das Knie stark spannt, teilweise muss es erst knacken bis es wieder frei und beweglicher ist und humpeln tu ich noch immer. Ich habe immer das Gefühl, dass unterhalb (also nicht direkt sondern in Richtung Fuß) der Kniescheibe irgendwas die freie Bewegung stört.


    Heute war ich wieder beim Chirogen, der wusste nicht wirklich weiter. Er hat geguckt und gefühlt, Bänder seien ok und auch keine Verkapselung oder ähnliches. Spritze wollte es mir nicht geben da das Knie auch nicht wirklich dick war. Hat mir dann eine Bandage und Einlagen verschrieben. Bandage hab ich schon. Regelmäßig KG mache ich auch und zusätzlich, jetzt mit 1 Woche Unterbrechung, Übungen im Fitness, neuerdings auch Vibra Fit. Da es letztes Wochenede echt scheiße war habe ich mich für diese Woche krankschreiben lassen und auch einige Tage wirklich das Knie so gut wie möglich entlastet und gekühlt, wobei ich letzteres seit 4 Monaten mache ;-)


    Ich habe schon Stunden vor dem PC verbracht und viel gelesen, aber so wirklich überzeugen konnte mich nichts. Daher richte ich mein Anliegen mal an euch und hoffe das mir jemand mehr sagen kann.


    Viele Grüße,


    Philipp

  • 17 Antworten

    Ich bin kein Experte in Orthopädie.


    Ich kann nur sagen, was ich kürzlich von einem sehr guten Arzt gehört habe.


    Er hat sich gegen eine Knie-OP bei sich entschieden, weil da sehr viel schief gehen kann. Er hat das Knie über mehr als 6 Monate radikal geschont und es ist von alleine besser geworden. Jetzt belastet er es wieder voll.


    Wenn wir mal hoffen, dass bei dir nix kaputt gemacht wurde, dann kann ich dir nur raten, dich deutlich länger zu schonen und das auch einzufordern. (Sprich, Krankenschein und Wiedereingliederungsmaßname mit Anpassung deiner Tätigkeiten. Was machst du so? Ist der Arbeitsplatz sicher? Ggf. Antrag auf Behindertenausweis prüfen, damit du nicht gekündigt werden kannst!)


    Vielleicht mal einen anderen Arzt und KG aufsuchen. Osteopathie ist auch ganz gut.

    Hi.


    Toll das du so schnell antwortest.


    Den Arzt habe ich schon gewechselt, mehrfach... Der Chirug bei dem ich zuerst war sagte mir nach dem MRT, dass ich in 6 Wochen wieder Fußball spiele. Mein Hausarzt war auch erst gegen OP. empfohl mir dann nach 2 Wochen mal einen anderen Chirug aufzusuchen und der sagte dann sofort, dass hier eine OP empfehlenswert sei. Montag war ich nochmal in einer anderen Orthopädiepraxis. Der Arzt wurde mir von Bekannten empfohlen. War leider nicht so prall. Er hat mal drüber geschaut, die Bändern kontrolliert und meinte ich bräuchte nur Zeit.


    Wahrscheinlich habe ich auch etwas zu früh angefangen zu arbeiten, zwar nur im Innendienst, aber ich wollte meinen Kollegen nicht ewig allein lassen, da wir nur 3 Leute in der Werkstatt sind (wir Reparieren Kopierer, Drucker etc. im Innen und Außendienst) und der 3. noch Monate wegen einer gepl. Ader im Kopf ausfällt. Heute war ich kurz da und habe ihm gesagt, dass es sein kann das ich erst Mittwoch oder übernächste Woche komme und evtl. auch wie im Oktober nur Innendienst mache. Kündigen wird mich mein Chef deswegen wohl nicht.


    Kann es vielleicht auch eine Infektion sein? Nehme jetzt wieder IBU 600, Ende/Anfang des Jahres Diclo.

    Ich hatte im November eine Arthroskopie, mein Innenmeniskus war zu 2/3 horizontal gerissen. Es musste auch ein Teil entfernt werden. Sonst hatte ich keine Schädigung und nach der 1. Woche durfte ich die Krücken teilweise weglegen. Also es kann auch gut ausgehen, so eine op. Was ich mich bei deinem Fall frafe: wurde da kein neues Mrt angeordnet? Das wäre doch das naheliegendste??

    Was ich eben vergessen habe. Meine Physiotherapeutin gibt sich echt Mühe. Sie ist zwar auch etwas ratlos, aber sie gibt sich definitv Mühe mit meinem Knie. Über Osteopathie habe ich auch schon nachgedacht. Wenn sich in 2 Wochen nichts ändert werd ich das mal ganz scharf ins Auge fassen.

    Hallo Chi,


    tja so ne A. verläuft wohl immer unterschiedlich. Ich habe nichtmal davon geträumt nach 1 Woche die Krücken wegzulegen. Ja, ein MRT wäre eine Idee, aber da hat kein Arzt was von erzählt. Wenn es aber nach 4 Monaten nicht besser ist, dann werd ich mal drauf drängen.


    Grüße,


    Philipp

    Solltest Du so lange an Gehstützen gehen oder ging es nicht anders? Was hat denn der nachbehandelnde Arzt damals dazu gesagt?


    Eine Infektion würde sich anders äußern, das hättest Du schneller gemerkt...


    Und es kann schon sein, dass es bei Dir einfach nur dauert, da ist ja jedes Gelenk anders. Und jeder Eingriff ja auch etwas anders...

    Ehrlich gesagt halte ich 3 Monate nach einer Knie-OP für sehr wenig Zeit. Dein Knie hat ein Trauma erlitten und wurde daraufhin operiert. Sowas dauert halt eine Zeit. Beim Knie ist EINES angesagt, und zwar Geduld. UND ein Knie das einmal operiert wurde, wird nie mehr beschwerdefrei sein.


    Das wichtigste am Knie ist die Beweglichkeit, hast du die am Anfang nicht passend erreicht, dann hast du verloren. Der Rest kommt nach und nach und lässt sich leicht auftrainieren. Wenn Schmerzen da sind, lass sie zu, aber lerne damit zu leben.


    Mein Knie ist übelst Schrott gewesen. Das Trauma war Ende 2007 und mit den Folgeproblemen kämpfe ich schon eine ganze Weile.

    Zitat

    Ggf. Antrag auf Behindertenausweis prüfen

    :|N


    wegen einer so geringen (ich weiß für dich sehr ärgerlich und nervig) Beeinträchtigung bekommst du keine Prozente zugesprochen. Da gibt es Listen für.. da muss man schon viel viel mehr haben.

    Hallo.


    Wollte mal den aktuellen Stand durchgeben.

    @ Schmidti:

    Ich sollte eigentlich nicht so lange, aber vom Gefühl her erging es mir damit deutlich besser und lange stehen und gehen ging eh nur mit Gehhilfen. Meine Physiot. hat mir dann auch bestätigt, dass das eher Vor- als Nachteile hat. Ich sollte nur zu Hause die Übungen machen.


    Allgemein geht es mir jetzt wieder deutlich besser und ich kann mittlerweile 10min ohne Probleme auf recht niedriger Stufe Fahrrad fahren. Die viele Ruhe und etwas Training scheinen erstmal geholfen zu haben. Auch alle anderen Kräftigungsübungen die ich im Fitness mache, laufen, wenn auch auf niedrigem Niveau, gut. Nur die Beinpresse geht nur mit Minimalgewicht da sonst das Knie zumacht.


    Die Beweglichkeit ist gut, leider wird das Knie abends noch öfter warm. Was noch immer nicht geht ist dauerhaftes sitzen. Dann schwillt das Knie an und wird warm. Morgen fange ich wieder an zu arbeiten, erstmal wieder etwas halblang und dann langsam mehr.


    Halte euch auf dem Laufen und vielleicht ist das Thread für andere dann irgendwann auch mal hilfreich :-)


    Grüße,


    Philipp

    Hallo.


    Ich muss leider nochmal um Rat fragen. Nachdem die Heilung des Knie stagniert hat, war ich letzten Montag nochmal beim Arzt. Der hat gesagt das es jetzt eigentlich beschwerdefrei sein sollte und meinte dann muss er es doch mit einer Spritze versuchen und war etwas ratlos. Geholfen hat die Spritze insofern, dass die Blockade etwas gelöst worden ist und das Knie auch nach anstregenderen Tagen abends nur noch leicht warm geworden ist. Vorher wurde es zwar auch nicht mehr heiß aber warm eben. Abends muss ich es nicht mehr zwingend kühlen. Donnerstag soll ich nochmal kommen bei Bedarf. Trotzdem blockiert das gesamte Knie bei bestimmten Übungen und wird dann erst frei nachdem es einmal unangenehm geknackt hat.


    Auch habe ich noch immer z.T. äußerst unangenehme Stiche unter der Kniescheibe wenn ich es stärker belaste oder wie heute passiert mal 1m über ein kleines Rinnsaal springen muss.


    Wenn ich Donnerstag da bin lasse ich mir nochmal eine Spritze geben, aber auch gleichzeitig ein Termin für ein MRT, weil ich habe jetzt echt die Schnauze voll.


    Was meint ihr? Mein Tipp ist nach Internetrecherche und Nachfrage bei Verwand- und Bekanntschaft zu viel Narbengewebe was evtl. sogar nochmal wegoperiert werden muss.


    VIELEN Dank,


    Philipp

    Eine ASK verursacht immer einen Muskelverlust. Au h bei nur 3 Tage entlastung.


    Und es dauert Monate bis die Muskel wieder da sind.


    Blockaden und knacken hängen oft mit der fehlenden Muskulatur zusammen.

    Hallo.


    Ja, Cortison. Da ich Samstag recht aktiv auf den Beinen war, ging es Sonntag nicht so gut, aber glücklicherweise sind die letzten beiden Tage und heute doch endlich mal durchweg positiv verlaufen. Das Knie abends kaum dick und ich muss nicht zwingend kühlen. Das man Cortison nicht so schnell hintereinander spritzen soll, wusste ich nicht. Nur das man es maximal 3x machen sollte, da es sonst die Sehnen etc. angreift.


    Positiv sind auch meine Übungen, wo ich kurzzeitig das Knie recht stark belaste, verlaufen. Soll heißen immer noch Schmerzen oder eine Blockade die sich durch Knacken löst, aber es wird besser.


    Danke für eure Antworten nochmal.


    Gruß


    Philipp

    Hallo zusammen,


    ich wollte mal den aktuellen Stand durchgeben. Mitte März war ich in Olsberg - Bigge im dortigen Krankenhaus und habe mich vorstellt. Arzt wollte mir keine große Diagnose stellen, da er ein aktuelles MRT bräuchte, alles andere wäre Spekulation. Er meinte aber, dass es auf einen Kreuzbandriss hinauslaufen könnte, nicht müsste. 2 Wochen später dann mit MRT auch nicht viel neues. Vorderes Kreuzband noch immer gezerrt, kleines Ödem und Bluterguss. Altes Meniskusruptur in Ordnung.


    Nachdem der Arzt nochmal etwas mein Knie per Hand untersucht hat, frug er mich ob ich es weiter so probieren wollte oder eine OP. Da würden sie erstmal eine Arthroskopie machen und dann weitersehen. Er tippte jetzt aber verstärkt auf einen Riss der VKB. Da ich jetzt so lange damit rumgemacht habe, hat er der OP zugestimmt.


    Vor genau 1 Monat dann die OP (eigentlich sollte sie erst in einer Woche sein aber ich habe nochmals nachgefragt weil es mir schlechter ging und dann zum Glück auch kurzfristig etwas frei wurde) wobei dann leider mein VKB ersetzt werden musste, es war zum großen Teil gerissen. Am Außenmeniskus wurde ebenfalls ein kleines Stück entfernt.


    Insgesamt darf ich die Klinik loben.


    Nächste Woche Montag wollte ich eigentlich wieder arbeiten, aber ich schaffe noch keinen Arbeitstag. Mein Knie wird bei längerer Belastung ohne Hochlegen (kann halbwegs ohne Krücken gehen) noch warm und schwillt an. Muss noch eine Woche dranhängen und dann sowieso erstmal nur Werkstatt- und Büroarbeiten.


    Meinen Arzt, der mich so lange hingehalten hat, werde ich nochmal besuchen. Das hat mir jetzt ein 3/4 Jahr gekostet und hätte jetzt schon fast verheilt sein können.


    Grüße in die Runde,


    Philipp