Hilfe: Seit Ewigkeiten Schmerzen Nacken und Missempfindungen in den Hände, keine Idee was ich noch tun kann

    Hallo


    Ich versuche alles so kurz wie möglich zu halten und entschuldige mich gleich sollte es doch langer werden oder ich was vergesse (das reiche ich gerne nach).


    Ich habe seit Monaten immer wieder wenn ich sitze, nachts wenn ich aufwache, aber auch bei diversen Bewegungen der Arme über Schulterhöhe Kribbeln in den Fingern oder der Hand. Mal sind es der kleine Finger und der Ringfinger, mal nur die außen Kanten und mal der Daumen. Oft dauert es lange bis das weg geht, dann schütteln ich gerne den Arm. Manchmal reicht es schon aus ein Buch zu halten und es geht in einer Hand los. Das Kribbeln wechselt teils täglich mehrmals die Körperseite, teils hält es sich einige Tage in einer Hand.


    Oft ist sich der Hals gereizt, ich muss viel räuspern und die Nase ist zu ohne Schleim.


    Weitere Verspannungen habe ich noch am Ende der LWS - merke das dann immer am Po und den Beine (Po backen schlafen auch mal ein).
    ausserdem habe ich oft sich das Gefühl das die Zunge brennt oder der Mund Raum irgendwie sich anders anfühlt (nicht taub, aber eben anders). Oft brennt auch das Gesicht oder die Kopfhaut tut weh und vor allem die Schläfen und hinter den Augen. Die Kiefermuskulatur verspannt dann auch was ich beim offnen des Mundes merke (es spannt dann gut).


    Seit Jahren habe ich zusätzlich Verspannungen im Nacken (dicke Flatschen auf dem Trapezmuskel links und rechts) und dort immer wieder Tages abhängig starke Schmerzen. Teils tun auch die Schultern weh wenn ich die Arme bewege (dann meiste vorne in der Nähe der Brustmuskeln).


    Es wurde schon die HWS, BWS und zum Komplettierung die LWS im MRT angeschaut. Die HWS sogar dreimal. Alles ohne großartigen Befund. An der HWS gibt es an zwei Stellen leichte Prolapse ohne das irgendwas berührt wird und das würde auch nicht erklären wieso es mal links und mal rechts, ist, dann tageweise nur Schmerzen, dann wieder mehr der Mund und Hals, sagt der Orthopäde. Auch hat sich zu den drei Aufnahmen (Abstand jeweils 12 Monate) nichts an den Prolapsen verändert.


    Orthopädisch habe ich die letzten 13 Monate Physiotherapie verschrieben bekommen, inklusive selbst genommener Stunden und selbst bezahlter Massage habe ich in den 13 Monaten über 1000 Euro verprasst - ohne Erfolg. Es ist eher in den letzten Monaten mit dem Kribbeln mehr geworden.

    Außerdem besitze ich für die Nacht eine CMD Aufbissschiene. Ich beiße höchstens, kein knirschen oder reiben.


    meine Hausärztin hat mich in Therapie geschickt. Der Therapeut sagt aber es gibt wenig Gründe die aus seiner Sicht für die Symptome sprechen. Er geht eher davon aus das wir prophylaktisch arbeiten sollten, da die langwierigen Symptome irgendwann Depressionen auslösen können (weil man einfach auf dem Zahnfleisch geht und keiner hilft).

    Physiotherapeutische Übungen kann ich nur bedingt machen, da ich immer sofort Schmerzen bekommen.


    Ich muss dazu sagen das ich bis Mitte 20 semi Leistungssportler war und bis Anfang 30 sehr viel Kraftsport für den Rücken gemacht habe. Ich kenne also meinen Körper und weiß was Schmerzen und was Muskelkater ist und ich kann mit Bestimmtheit sagen das ich weit von Muskelkater entfernt bin, auch wenn ich versuche Übungen täglich zu machen (dann kann ich nach 3-4 Tagen aufhören, weil der Schulterbereich so weh tut das ich ohne dicke Schmerzmittel nicht mehr über den Tag komme). Leider glaubt mir das kein Orthopäde und auch meine Hausärztin nicht - als ob ich als Sportler meine Körper nicht kennen würde.


    Hat jemand von euch Erfahrungen oder Tipps und Ideen?

    Ich bin nicht mehr bereit noch mehr Geld in Physio zu investieren bzw bin auch mit meinem Latein am Ende.


    Danke euch für jede Idee!

  • 14 Antworten
    Zitat

    Es wurde schon die HWS, BWS und zum Komplettierung die LWS im MRT angeschaut. Die HWS sogar dreimal. Alles ohne großartigen Befund.

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, wurde das beim Orthopäden abgeklärt, richtig?

    Vielleicht macht es Sinn die Bilder mal einem Neurologen oder Neurochirurgen zu zeigen.

    Die Bilder werden ja auch von einem Radiologen gesichtet und bewertet, also nicht nur von dem Orthopäden.


    Prolapse die keine Nervenwurzeln berühren machen auch keine Beschwerden

    Hyperion schrieb:

    Die Bilder werden ja auch von einem Radiologen gesichtet und bewertet, also nicht nur von dem Orthopäden.


    Prolapse die keine Nervenwurzeln berühren machen auch keine Beschwerden

    Richtig.
    Nach all den Jahren kann ich die Bilder sogar erstaunlich gut soeben beurteilen (man lernt halt immer weiter) und Ich kann dem Radiologen nur zustimmen das da definitiv nichts ein engt.

    Hyperion schrieb:

    Was machst du beruflich?


    Schlafstörungen?


    Stress?

    Naja Schlafstörungen nur in dem Sinn das ich halt Angst hab wenn ich mit Kribbeln aufwache und dann ist meistens die Nacht gelaufen. (Ich muss dazu sagen das ich vor Jahren mal mit Verdacht auf Herzinfarkt bzw TIA I’m KH war und deswegen da vorbelastet bin).


    Ich bin momentan Student (wieder) und gehe das locker an (also ohne Arbeit, da ich mir das leisten kann). Dank Corona, das einzige was mir etwas Sorge gemacht hat, aber das ist ja erst zwei Monate, ist es sogar noch lockerer, da ich momentan keine Uni habe.


    Stress wie gesagt nur bedingt, deswegen meinte der Psychologe ja es wäre dahingehend keine Therapie nötig, wenn dann eher proaktiv damit ich durch die Schmerzen / Beschwerden nicht irgendwann in Probleme / Depression verfalle. Abseits der Probleme, also die wenigen schmerzfreien / kribbelfreien Momente, bin ich super gut gelaunt. Kommt dann was, falle ich in Angst und Verzweiflung das der langwierige shit nicht weg geht.

    Schläfst du mit verschränkten Armen hinter dem Kopf ein?

    ( Kein Scherz, ich hatte schon Patienten wo das der Fall war und die sich wunderten warum die Arme denn taub werden würden)

    Hyperion

    Du hattest Patienten?

    Was bist denn denn von Beruf?


    Hallo marc


    Bei mir sind es Prolapse, die in der LWS die Nervenwurzeln reizen.

    Klingt alles so ähnlich bei mir.

    Nein das würde ja in den Bildern zu sehen sein. Es gibt keinerlei Einschränkungen.

    Hyperion schrieb:

    Schläfst du mit verschränkten Armen hinter dem Kopf ein?

    ( Kein Scherz, ich hatte schon Patienten wo das der Fall war und die sich wunderten warum die Arme denn taub werden würden)

    Ich bin mittlerweile reiner Rückenschläfer geworden, weil ich es unangenehm finde auf der Seite zu liegen. (Nachts kann man natürlich sich mal auf die Seite drehen, dann wache ich öfters mit leichtem Kribbeln auf oder einfach mit einem verspannten Nacken)


    Ich habe ein halbes Dutzend Kissen mittlerweile, die ich teilweise mehrmals in der Nacht wechsele. Von Kaltschaum, über Ein großes Daunenkissen, sehr flache dünne oder auch etwa so dick wie meine Schulter. Es kommt auf den Tag an welches ich brauche (meist ist es so das halt die Haut am Hinterkopf weh tut bzw drückt wenn ich mich hinlege).


    Was übrigens seit langer Zeit sich nicht mehr geht ist auf dem Rücken zu liegen und den Kopf zur Seite zu drehen (also auf Ohr oder Wange). Je nach Kissen lege ich mir etwas gegen die Seite des Kopfes, damit dieser nicht zur Seite fallen kann.


    Also alles irgendwie ein irrsinniger Zustand.

    Mit hinter dem Kopf verschränkten Armen schlafe ich nicht. Das geht nicht gut weil ich ja die Arme nur bedingt über Schulterhöhe heben kann. Dann bekomme ich in den Schultern oder am Nacken Schmerzen. Ach alles blöde mittlerweile und vor 15 Jahren war ich noch semi-professionell sportlich unterwegs.

    Nur mal als Hinweis und Anregung: Hat einer deiner Ärzte/Therapeuten schon mal an einen verschobenen oder blockierten Atlaswirbel gedacht?

    Wobei ich jetzt das Kribbeln und Einschlafen der Hände und anderen Körperteile als Symptom nicht finden konnte. Aber das wäre eine mechanische Ursache.

    Dass es die Nerven an sich sein könnten, also irgend ein Mangel an Vitaminen, in dem Fall an B-Vitaminen, könnte auch noch in Frage kommen. Aber irgendwie klingt es mir das alles eher nach Mechanik.

    Hattest du mal irgendetwas wie einen Unfall oder so? Also wo der Kopf irgendwie ruckartig bewegt wurde?

    Mann042 schrieb:

    Nur mal als Hinweis und Anregung: Hat einer deiner Ärzte/Therapeuten schon mal an einen verschobenen oder blockierten Atlaswirbel gedacht?

    Wobei ich jetzt das Kribbeln und Einschlafen der Hände und anderen Körperteile als Symptom nicht finden konnte. Aber das wäre eine mechanische Ursache.

    Dass es die Nerven an sich sein könnten, also irgend ein Mangel an Vitaminen, in dem Fall an B-Vitaminen, könnte auch noch in Frage kommen. Aber irgendwie klingt es mir das alles eher nach Mechanik.

    Hattest du mal irgendetwas wie einen Unfall oder so? Also wo der Kopf irgendwie ruckartig bewegt wurde?

    Ich hatte mich mal vor Jahren bei meiner ehemaligen Orthopädin am Atlas einrenken lassen, da sie nicht mehr die alten Hauruck Techniken nutzt. Leider praktiziert sie nicht mehr. Der Erfolg war aber auch minimal.


    Meinem Gefühl nach stimmt etwas am Trapez Muskel nicht bzw. diese ganze Schulter und Nackenmuskulaturkomplex ist irgendwie zu eng oder verschoben oder einfach gereizt. Anders kann ich es nicht sagen. Heute nach Arbeit im Büro habe ich starke Nackenschmerzen und leichtes Kopfweh, aber der Kiefer ist auch leicht verspannt und an den Fingern fühlt es sich anders an (so als würde man alles durch Papier anfassen). Das ist doch Irrsinn, vor allem da scheinbar kein Arzt bereit ist zu helfen und ich nicht weiß was ich tun soll um Entspannung und Lockerung in den Nacken zu kriegen (einfache Physiotherapie Übungen sind da nicht passend).

    Hi,


    das klingt nach Muskelverkürzungen bezüglich der Arme, Finger etc.
    Gibt n sau gutes bUch auf amazzon heißt hws-syndrom & atlasblockade, die autorin hatte auch probleme mit den armen und den fingern nd beschreibt ihre geschichte, vllt hilft der das ja weiter?
    LG