Instabile Schulter wirklich operieren

    Hallo zusammen,


    ich habe schon immer eine instabile Schulter (bin nun 22 Jahre alt) und habe mir die linke vor ca. 10 Monaten und nun die rechte vor ca. 1 Monat bei einfachen Liegestützen beschädigt, sodass ich nur unter Schmerzen Kraft aufwenden kann. Die Instabilität rührt aus einer allgemeinen Hypermobilität, die mir verschiedene Orthopäden nun unabhängig diagnostiziert haben. Der erste Ansatz vor ca. 9 Monaten war Krankengymnastik und danach KG an Geräten, jedoch funktioniert dieser Ansatz nicht, da die Beschwerden durch die Belastung schlechter werden als besser. Muskulatur baue ich durch das Training auch nicht auf, die dazu gehörige Ernährung mit Eiweiß- und Kalorienüberschuss hat lediglich meinen Bauch stabilisiert. Nun meint mein Orthopäde, dass eine Stabilisierungs-OP der Schultern sinnnvoll wäre, um weiteren Verschleiß zu vermeiden.


    Hat hier schon jemand Erfahrungen mit einer solchen OP oder eine ähnliche Geschichte?

  • 8 Antworten

    Beschädigt heißt, dass die Gelenkpfanne ca. 1 cm zu tief sitzt durch die Überdehnung der Bänder. Das führt dazu, dass die Schulter bei verschiedenen Bewegungen reibt und knackt und sich die Supraspinatussehne bei Belastung entzündet.

    Schließe mich Hyperions Frage an. Was genau ist beschädigt?

    Habe selbst hypermobile Schultern und war deswegen in einer Spezialklinik vorstellig. Man hat mir dort eher von der OP abgeraten. Heute bin ich fast Beschwerdefrei. Aber wahrscheinlich liegt der Fall bei mir ganz anders und da wären mehr Details interessant.

    Helikopter117 schrieb:

    dass die Gelenkpfanne ca. 1 cm zu tief sitzt durch die Überdehnung der Bänder

    Hm

    Das ist ja anatomisch nicht möglich.

    Eine Bänderüberdehnung kann niemals eine Gelenkpfanne "verschieben" so dass sie zu tief sitzt. Das ist nicht möglich.


    Hast du dich da vielleicht verhört?

    Helikopter117 schrieb:

    Das führt dazu, dass die Schulter bei verschiedenen Bewegungen reibt und knackt und sich die Supraspinatussehne bei Belastung entzündet.

    Das klingt aber m.E. eher nach einem Engpass zw Schulterdach und dem Oberarmkopf, sprich Impingement.


    Zitat


    dass eine Stabilisierungs-OP der Schultern sinnnvoll wäre, um weiteren Verschleiß zu vermeiden.

    Mir erschließt sich im Moment noch nicht der Sinn einer OP?


    Weil du hast keine Luxationen. Ich frage mich was man stabilisieren möchte?


    Oder soll eine Erweiterungsplastik gemacht werden um den Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf zu vergrößern?

    Vielen Dank für die weiteren Antworten!

    Ich versuche es mal zu beschreiben. Auf dem Röntgenbild sitzt der Knochen des Oberarmes weiter unten, als er eigentlich sein sollte.Außerdem kann ich meinen Arm in alle Richtungen unkompliziert drehen, sodass ich mit der Hand die Wirbelsäule ganz nachfahren kann.

    Im Befund steht:


    Röntgen li. Schulter 2 Eb auswärts: knöchern ob.

    deutl. prominenter Schultergürtel

    Allgemein hyperlax. 3° positives Sulcuszeichen

    MRT geringe Tendinose SSP, marginale Bursitis subdeltoidea

    Risiko zur Luxation vorhanden

    Helikopter117 schrieb:

    Röntgen li. Schulter 2 Eb auswärts: knöchern ob.

    deutl. prominenter Schultergürtel

    Allgemein hyperlax. 3° positives Sulcuszeichen

    MRT geringe Tendinose SSP, marginale Bursitis subdeltoidea

    Risiko zur Luxation vorhanden

    Ahhhh ok

    Das bringt ja dann mehr Licht ins dunkel.:)z

    Allgemeine Überbeweglichkeit

    Deine Schulter ist ( so wie es der Befund sagt) doch recht hypermobil. Das zeigt sich auch in dem Sulcustest der positiv ausgefallen ist.

    Sehnenerkrankung/Abnutzung der Supraspinatussehne und Schleimbeutelentzündung.


    Luxationsrisiko.

    Helikopter117 schrieb:

    Der erste Ansatz vor ca. 9 Monaten war Krankengymnastik und danach KG an Geräten, jedoch funktioniert dieser Ansatz nicht, da die Beschwerden durch die Belastung schlechter werden als besser

    Was wurde denn da so gemacht, für Übungen?




    Helikopter117 schrieb:

    bei einfachen Liegestützen beschädigt,

    Das erklärt auch mit die Schleimbeutelentzündung und die Abnutzungserscheinung der Supraspinatussehne.

    Durch die Liegestütze wurde der Oberarmkopf richtig in die Pfanne gedrückt und alles was da so sitzt eingeklemmt und gereizt.

    Das macht Schmerzen und Wochenlange Schmerzen

    Ich wurde an der Schulter operiert da ich auch eine instabile Schulter hatte und mir diese ganz leicht im Schlaf luxiert ist. Mir haben sie die Gelenkkapsel gerafft und das Labrum wieder fixiert. Ich bekomm meinen Arm aber leider kaum angehoben, da ich eine sogenannte sekundäre Schultersteife entwickelt hab. Ich bin auch hypermobil in allen Gelenken und der Schulterspezialist gibt mir 4 bis 5 Jahre und dann ist meine Schulter wieder betroffen und die Gelenkkapsel wieder ausgeleiert.