Keine neue Kreuzbandplastik bei Knorpelschaden

    Hallo,


    also ich bin grad völlig verwirrt.


    Letzte Woche nun endlich nach 14 Monaten Schmerzen meinte der Chirurg den ich aufsuchte,das wohl das vordere Kreuzband wieder gerissen wäre (höchstwahrscheinlich).Habe schon eine Kreuzbandplastik(1997).


    Ausgeprägte Schublade und instabiles Knie sprächen wohl sehr dafür.


    Im MRT ist das Kreuzband nicht beurteilbar,da die Schraube für Metallartefakte sorgt.


    Nun hatte ich die Wahl , erst Kniespiegelung und dann erneute OP falls gerissen, oder direkt alles in einem.


    Ich entschied mich für letzteres.


    Heute war ich dann nochmal zum Röntgen und Ultraschall, und da meinte er plötzlich , das ich erst nochmal im Krankenhaus zur Untersuchung soll,weil er er fände, es würde keinen Sinn machen bei einem schon bestehendem Gelenkschaden ein neues Kreuzband zu machen drückte mir die Überweisung in die Hand und verschwand.


    Nun ja, ich versteh jetzt nicht wieso das so sein soll.


    Wenn das Knie instabil bleibt, und ich immer wieder wegknicke wird der Gelenkschaden doch noch viel mehr beschleunigt,oder denk ich da jetzt falsch?

  • 8 Antworten

    Hmm, hängt vielleicht auch von der Ausprägung des Knorpelschadens ab. Vielleicht sind die Erfolgsaussichten nicht so groß, wenn Du schon eine stärkere Arthrose hast...


    Bei mir war das vordere KB durch die Arthrose auch so fast weg.


    Vielleicht ist er auch der Meinung, dass die Beschwerden weniger von dem möglicherweise gerissenen KB kommen als von dem bestehenden Knorpelschaden.


    Warum hast Du nicht direkt nachgefragt?

    Der Mrt Befund sagt das :

    Der Knorpelschaden wurde mit Grad 2-3 angegeben.

    Zitat

    Bei mir war das vordere KB durch die Arthrose auch so fast weg.

    Also wie darf man sich das denn vorstellen, hat das Kreuzband durch den Schaden keinen Halt mehr?


    Weil ich kann mir das nicht vorstellen, verankert ist es ja mit einer Schraube im Unterschankelknochen.

    Bei meiner letzten KB-Op (2012) hatte ich nen Knorpelschaden III-IV°, IV° von ner Größe 2x2 cm.


    Für mich war's klar, daß ich mir ein neues KB einsetzen lass, um eben den Schaden nicht noch mehr zu verschlimmern.


    Im Gegensatz zu dir bin ich nie weggeknickt und war total überrascht, als der Arzt sagte, daß mein KB ab ist.


    Hol dir evt. noch mehrere Meinungen von Kniespezies.

    Kann ich ebenfalls nicht unterschreiben. Mir hat nach dem zweiten vKb Riss das Gewackele und Rumgeeiere fast den kompletten Innenmeniskus gekostet (ausgeprägte O-Beine). Zuerst wartete ich ca. 4 Wochen auf eine OP zur Bohrkanalrevision und dann ca 3 Monate auf Ausheilung des Knochens zum neu Bohren. Leider erfuhr ich erst dann von der Möglichkeit, auch ohne Bohren über die Quadrizepssehne eine vKb Replastik zu bekommen.


    Hätte ich das früher gewusst, hätte ich höchstwahrscheinlich deutlich mehr Meniskus übrig und nicht einen schon so ausgeprägten Knorpelschaden. Aktuell bin ich daheim in der Reha nach der Replasik OP und ärgere mich dumm und dusselig, das KB nicht viel früher gemacht bekommen zu haben.


    Der Ärger, den ich jetzt mit Knorpel und Meniskus habe, überwiegt die Probleme des eigentlichen KB Schadens um ein vielfaches.


    Ergo: Bei entsprechendem Alter das KB machen lassen, egal wie der Knorpel aussieht. Es geht ja schließlich auch um die Bänder und Menisken, die ohne KB sicher deutlich schneller verschleißen. Und bei der derzeitigen TEP Technik ist Zeit ein nicht unterschätzender Faktor.

    also ,Arthrose laut Röntgen schon gut vorhanden,zumindest auf der innenliegenden Seite.


    Auch dieser Orthopäde meint bei Arthrose wird kein neues Kreuzband gemacht.


    Begründung: ein Kreuzband wäre da um Arthrose zu verhindern, da ich aber schon Arthrose hab, bräuchte ich kein neues.


    Trotzdem wird in 3 Wochen ne Arthroskopie gemacht um zu gucken was noch so da drin los ist.