Knieschmerzen nach Radfahren, Pausenzeit?

    Hallo,


    nachdem meine HWS wieder weitestgehend OK ist bin ich nun die ersten größeren Radtouren gefahren. Die letzte war entweder zu viel oder es lag am neuen MTB.

    Jedenfalls habe ich seitdem Schmerzen im rechten Knie.

    1-2 Tage nach der Tour war es ein Schmerz in Höhe der Kniescheibe auf der Außenseite des Knies. Direkt spürbar, wenn man da von außen mit der Hand gedrückt hat. Das ist nun nach 4 Tagen weg, jedoch fühlt sich das ganze Knie so an als ob es etwas spannt. Ist aber weder warm noch geschwollen.

    Muss dazu sagen, dass ich mit dem rechten Knie eh zu Saisonbeginn immer mal wieder leichte Probleme habe, da ich eine leicht ausgeprägte Beinlängendifferenz habe. Nun pausiere ich schon ein paar Tage mit dem Radfahren.

    Bisher nutze ich nur eine Kniesalbe mit Latschenkiefernextrakt, die wärmend / durchblutungsfördernd wirkt.

    Fragen:

    1. Habt ihr Epfehlungen für irgendwelche "Hausmittel" um das schnell in den Griff zu bekommen?

    2. Ich pausiere jetzt bewusst mit Radfahren. Wie sieht es mit wandern aus, ist das förderlich oder eher kontraproduktiv? Beim Laufen habe ich kaum bis keine Beschwerden, eher beim Treppen steigen. Also sobald der Kniewinkel etwas spitzer wird.

    3. Die Sitzposition auf dem neuen Rad habe ich geprüft. Saß bei der langen Fahrt etwas zu tief und vor allem war das Knielot vor der Pedalachse. Also Lot Kniescheibe in etwa an der Pedalspitze bei waagerecht gestellter Kurbel. Ich saß also ca 2cm zu weit vorne, sofern man die Kniescheibe als maßgeblich annimmt. Es gibt zum Lot aber auch die Theorie das man den Tibikopf bzw. am Kniegelenk ansetzen soll. Wie seht ihr das, oder wird das Knielot bei Freizeitsportler überbewertet ?


    Vielen Dank für Eure Meinungen und einen schönen Feiertag an alle.@:):)^

  • 14 Antworten
    rechnersecure schrieb:

    , da ich eine leicht ausgeprägte Beinlängendifferenz habe

    Das hat keinen krankheitswert und ist nicht für deine Schmerzen verantwortluch.



    rechnersecure schrieb:

    Beim Laufen habe ich kaum bis keine Beschwerden, eher beim Treppen steigen. Also sobald der Kniewinkel etwas spitzer wird.

    Klingt so typisch nach Meniskusproblematik.

    Meniskusschäden sind meist beim Treppe steigen spürbar oder aber wenn man in die Hocke muss.



    Ist da etwas bekannt bei dir bzgl Meniskusschäden oder Kniearthrose?

    Nein bezüglich Miniskus oder Arthrose ist nichts bekannt. Ich war vor 1-2 Jahren beim Orthopäden mit ähnlichen Beschwerden. Nach Sonographie und Beweglichkeitstest meinte er, klassische Überlastung und hatte mir MT Therapie verordnet.

    Der Physiotherapeut meinte nach der 2ten Behandlung, das kommt bei mir vom Quadriceps. Nach Druckpunktmassage wurde es besser.

    Ich glaub nicht, dass da was Ernsthaftes am Knie ist. Ich fahre im Jahr 5-6 Tkm und hab dieses Jahr ca 1,5 Tkm abgespult. Allerdings noch keine Tour mit so vielen Höhenmeter wie vergangenes Wochenende. Außerdem vermute ich, dass ich auf dem neuen MTB nicht richtig gesessen habe.

    Ach noch etwas. Der Orthopäde hatte damals eine leichte Schiefstellung der Kniescheibe erkannt. Meinte aber, das wäre nicht weiter wild. Ich hatte mal gelesen, dass bei schiefen Kniescheiben Sehnen im Außenbereich ungünstig reiben können und sich dann entzünden. Aber keine Ahnung, ob das hier der Fall ist / eine Rolle spielt.

    Hallo,

    ich würde ein MRT mit Kontrastmitteln veranlassen - um eine klare Aussage über den Knorpelstatus hinter der Kniescheibe zu bekommen..

    Ich nehme mal an, dass Du männlich bist und daher wengier wahrscheinlich eine X-Bein Stellung des Beins hast...

    Sollten sich retropatellare Probleme bestätigen, sind Beugungen im Knie - wie ua beim Radfahre - ungünstig und langfristig: fatal...

    Viel Glück!

    Ich würde behaupten das seine Probleme von dem zu niedrig eingestellten Sattel und eben der anderen Sache, die nicht richtig eingestellt war, kommen.

    Deshalb glaube ich an einer Reizung durch Überlastung.

    Du fährst MTB ohne Motor?

    Ein Mountainbike ist immer ohne Motor.

    Was du meinst ist eine Enduro.

    @ TE würde das MTB im Fachhandel gekauft und an deine Größe angepasst?

    Wenn nicht könnte an nanchens Vermutung was dran sein.

    Also mit MTB meine ich ein vollgefedertes Mountainbike...ohne Motor. Ich fahre recht viel Rad und weiß prinzipiell, wenn mir ein Rad passt. Wie gesagt, das Vollgefederte habe ich erst seit kurzer Zeit. Und nach der Tour hab ich mir die Sattelhöhe nochmal genauer angesehen. Ich saß etwas zu tief und vor allem zu weit vorne. In Verbindung mit den vielen Höhenmetern könnte das schon eine Überlastung sein.

    Inzwischen nach gut einer Woche spürt man mit der Hand deutlich, dass der Quadriceps am betroffenen Bein besonders in der Nähe vom Knie deutlich fester ist als am linken Bein.

    Ich werde mal etwas mehr dehnen, bei warmen Muskeln.

    Ich sag mal so, wenn ich Zeit habe, fahre ich wohl viel mit meinem normalen e bike.

    Bin mehrmals Knie operiert, deshalb mit Motor. Aber ich bin sehr empfindlich mit dem Knie was das Radfahren angeht.


    Mir macht das vollgefedert etwas Bauchschmerzen, geht das nicht unter Umständen etwas auf die Gelenke?

    nanchen schrieb:

    Mir macht das vollgefedert etwas Bauchschmerzen, geht das nicht unter Umständen etwas auf die Gelenke?

    In wie fern meinst du das? Der Abstand Sattelebene zu Pedalebene verändert sich doch nicht beim EInfedern, ich verstehe den Einwand nicht.

    Lediglich der etwas steilere Sattelrohrwinkel bringt mich dichter an den Lenker. Deshalb denke ich, dass eine Stütze mit 25mm Versatz die Lösung wäre, damit das Knielot wieder passt.

    Ich bin gestern das erste mal wieder eine Tour mit ein paar hundert Höhenmetern gefahren.

    Dieses mal mit einem ungefederten Rad, welches ich schon viele Jahr in unveränderter Konfiguration fahre.

    Zu beginn der Tour war mein Knie schmerzfrei. Am Berg merkte ich dann aber, dass es außen am Knie wieder anfing zu schmerzen. Zwar nicht sehr stark, aber doch deutlich spürbar. Ich habe dann aus dem betreffenden Bein Druck raus genommen. Das ging so halbwegs. Heute merke ich, dass sich das Knie irgendwie leicht "gereizt" anfühlt.

    Wahrscheinlich muss ich doch mal zum Orthopäden um auszuschließen das was ernsthaftes ist. Wobei sich das Gelenk ohne eigene Muskelkraft schmerzfrei bewegen läßt (Scharniergelenk und Drehgelenk)

    Habt ihr sonst noch eine Idee, wie ich das selbständig wieder hin bekomme? Vielleicht mit einer Black Roll den Ober und Unterschenkel bearbeiten und viel Dehnen?


    Danke

    Black Roll ist immer gut. Google einmal unter "Läuferknie" oder "Iliotibialbandsyndrom". Deine Beschwerden passen ein wenig.