LW-Spinalkanalstenose und Bandscheibenvorfall

    Ich schreibe hier für meine Schwester, sie ist ganz verzweifelt und niemand kann richtig weiterhelfen.


    Sie hat eine Spinalkanalstenose im fast ganzen Lendenwirbelbereich und einen doppelten Bandscheibenvorfall fast ganz unten. Sie ist 36 Jahre jung und im Sommer zum dritten Mal Mama geworden.

    Außerdem hat sie das Scheuermann-Syndrom, aber nicht sehr ausgeprägt.

    Leichte Rückenprobleme hat sie schon fast immer, hat das aber durch regelmäßige Übungen ganz gut im Griff gehabt.

    Bis sie letzten Monat zum Osteopathen gegangen ist. Da wusste sie noch nichts von ihrem Bandscheibenvorfall, und die Behandlung hat alles viel schlimmer gemacht.


    Sie hat keine Rückenschmerzen, sondern Schmerzen und Blockaden in den Beinen. Sie kann nicht sitzen, sie kann sich nicht vorbeugen und ihr Baby hochheben. Sie kann nachts nicht länger als 1,5 Stunden am Stück schlafen, weil ihr dann Blitze durch den ganzen Körper schießen.


    Sie war beim Orthopäden und hat Cortisonspritzen und Tabletten zur Muskelentspannung bekommen. Und ein Rezept für CT-gestützte Spritzen. Das konnte sie aber bisher nicht einlösen, weil der Arzt Spritzen für fast den ganzen Lendenwirbelbereich veordnet hat. Die Praxis sagt so geht das nicht, sonst bekommt sie eine Cortisonvergiftung.

    Ihr wurde Krankengymnastik verordnet. Die Übungen kann sie allerdings vor lauter Schmerzen nicht richtig machen.

    Sie nimmt Ibuprofen 600, 3 Stück am Tag mit Magenschutz.


    Heute wäre der CT-Spritzen-Termin gewesen, der nicht ging. Den nächsten Termin beim Orthopäden hat sie erst für den 29.01. bekommen.


    Hat vielleicht hier jemand Ähnliches durch und DIE Idee, was helfen könnte?

    Die richtig schlimmen Schmerzen hat sie jetzt seit vier Wochen, und es ist überhaupt nicht absehbar, dass es mal wieder besser wird.

  • 16 Antworten

    Naja, bei den Schmerzmitteln ist viiiel Luft nach oben. Sie ist da erst auf Stufe 1 und selbst die ist nicht ausgereizt. Das wäre durchaus ein Ansetzpunkt. Ich würde evtl auch den Orthopäden wechseln. Einmal, weil die Schmerzmittel ein Witz sind, und einmal, weil ich nicht das Gefühl habe, dass deine Schwester vernünftig aufgeklärt wurde und alternative Behandlungsmethoden fehlen - ich mein, wenn konservativ nicht reicht, muss halt über eine Op gesprochen werden. Andererseits ist eine Op im Lendenwirbelbereich auch echt nicht Ohne.

    Hi

    Tory80 schrieb:

    Sie nimmt Ibuprofen 600, 3 Stück am Tag mit Magenschutz.

    Ich denke, dass diese Dosierung zu wenig ist um sie erst einmal "einigermaßen" Schmerzfrei zu bekommen.

    Eine Stenose und auch ein Bandscheibenvorfall in solch einem Alter ist nichts ungewöhnliches. Ziel sollte sein, die Schmerzen um den Bandscheibenvorfall zu lindern. Die Stenose wird, so vermute ich, nur durch eine OP zu beheben sein.

    Vielleicht sollte der Orthopäde mal ein MRT/CT anordnen um den Befund besser einordnen zu können.


    Schau mal hier: https://avicenna-klinik.com/wi…nkung/spinalkanalstenose/

    Ein MRT wurde gemacht, daher weiß sie erst von der Stenose und dem Bandscheibenvorfall.


    Bezüglich einer OP hieß es gleich, die wird nur bei Lähmungserscheinungen gemacht, und sie hat keine.


    Ihr Orthopäde hat gesagt, sie könnte auch zur Schmerzeinstellung ins Krankenhaus. Das möchte sie aber wegen der Kinder nicht, und ihr Mann ist eh schon völlig überlastet mit der ganzen Situation.


    Also wohl vernünftige Schmerzmittel, was? Das müsste jetzt auch gehen, sie hat eh wegen der Muskelentspannungs-Tabletten abgestillt.

    Zitat

    Spinalkanalstenose im fast ganzen Lendenwirbelbereich

    Tory80 schrieb:

    was helfen könnte?

    Eine OP


    Eine Spinalkanalstenose bekommt man konservativ nicht behandelt, dass lässt sich nur durch eine Op bessern.

    Da kann sie noch so viele Schmerzmittel schlucken, die Einengung des Wirbelkanals schreitet ja fort und wird nicht besser, das Rückenmark wird eingeengt. Das macht Schmerzen und neurologische Ausfälle in der unteren Extremität.


    Ohne eine Dekompressions-OP ( Erweiterung Wirbelkanal), wird sie die Schmerzen nicht los.

    Hyperion schrieb:

    Eine OP

    Da sind wir eher skeptisch, die Ärzte haben ja auch gesagt, nur bei Lähmungserscheinungen.

    Unser Vater hat ein ähnliches Krankheitsbild, das hat meine Schwester wohl geerbt. Er hatte auch Spritzen unter CT, eine Erweiterung des Wirbelkanals, eine Versteifung einiger Wirbel, und sagt, im Endeffekt hätte er es auch lassen können.

    Auf jeden Fall eine Spinalkanalstenose. Weiteres weiß ich nicht ganz genau. Aber er hatte auch schwer zu kämpfen, hatte teilweise die Füße taub, hatte Spritzen unter CT und war auch auf Kur. Nur das genaue Krankheitsbild weiß ich nicht, da war ich noch zu jung und habe es nicht so recht mitbekommen.

    Er hat teilweise Morphine genommen und hat auch heute noch (mit 74) teilweise schlimme Nervenschmerzen. Dafür bzw. dagegen hat er jetzt CBD-Öl entdeckt, hat auch schon medizinisches Marihuana genommen.

    Tory80 schrieb:

    Dafür bzw. dagegen hat er jetzt CBD-Öl entdeckt,

    Reicht ihm das ?

    Mir hat es leider in keinster Weise geholfen. Grass hilft, ist aber zu gefährlich für mich.

    Tory80 schrieb:

    Er hat teilweise Morphine genommen und hat auch heute noch (mit 74) teilweise schlimme Nervenschmerzen

    Ah ok, ja. Mit Morphium kann man das aushalten, was aber auch krasse Nebenwirkungen haben kann.

    SKS macht höllische Schmerzen und die bekommst du nur mit starken Schmerzmittel gelindert.


    Wenn man durch die starken Schmerzen im Alltag schon sehr beinträchtigt ist und auch die Lebensqualität nachläßt, würde ich das mit einer OP noch einmal mit dem Arzt besprechen.

    StiegLarsson schrieb:

    Reicht ihm das ?

    Damit kam er zumindest klar, als er nur noch auf dem Sofa schlafen konnte, mit einem Bein über der Lehne.

    Hyperion schrieb:

    Ah ok, ja. Mit Morphium kann man das aushalten, was aber auch krasse Nebenwirkungen haben kann.

    SKS macht höllische Schmerzen und die bekommst du nur mit starken Schmerzmittel gelindert.


    Wenn man durch die starken Schmerzen im Alltag schon sehr beinträchtigt ist und auch die Lebensqualität nachläßt, würde ich das mit einer OP noch einmal mit dem Arzt besprechen.

    Himmel, welch ein Käse! %:|

    Dann muss jetzt meine Schwester wohl erstmal gucken, dass sie die derzeit akuten Schmerzen irgendwie in den Griff kriegt.

    Jetzt ein Update:

    Bis gestern ging es meiner Schwester noch schrecklich schlecht.

    Dann war sie wieder zur Krankengymnastik, bei der Physiotherapeutin, die auch Ahnung von Osteopathie hat. Die meinte beim vorigen Termin schonmal, dass die Schmerzen meiner Schwester nicht so recht zu den MRT-Bildern passen.

    Weil sie z.B. auf dem Rücken liegend noch ihre Beine hochheben kann, und wenn es ein so krasser Bandscheibenvorfall wäre, wie es hieß, könnte sie das nicht mehr.

    Sie hat auf den Muskel Psoas Major getippt. Hab ich tatsächlich noch nie gehört. Sie meinte, um einen wirklich schlimmen Bandscheibenvorfall zu verhindern, könnte es sein, dass sich dieser Muskel total verhärtet hat und jetzt die Beschwerden macht.

    Und ihre Behandlung, in Verbindung mit dem Muskelentspanner in Tablettenform, scheint derzeit tatsächlich zu helfen. Meine Schwester kann sich zumindest wieder ein bisschen nach vorne beugen und zur Seite gucken.

    Was es nicht alles gibt!

    Jetzt ein Update:

    Bis gestern ging es meiner Schwester noch schrecklich schlecht.

    Dann war sie wieder zur Krankengymnastik, bei der Physiotherapeutin, die auch Ahnung von Osteopathie hat. Die meinte beim vorigen Termin schonmal, dass die Schmerzen meiner Schwester nicht so recht zu den MRT-Bildern passen.

    Weil sie z.B. auf dem Rücken liegend noch ihre Beine hochheben kann, und wenn es ein so krasser Bandscheibenvorfall wäre, wie es hieß, könnte sie das nicht mehr.

    Sie hat auf den Muskel Psoas Major getippt. Hab ich tatsächlich noch nie gehört. Sie meinte, um einen wirklich schlimmen Bandscheibenvorfall zu verhindern, könnte es sein, dass sich dieser Muskel total verhärtet hat und jetzt die Beschwerden macht.

    Und ihre Behandlung, in Verbindung mit dem Muskelentspanner in Tablettenform, scheint derzeit tatsächlich zu helfen. Meine Schwester kann sich zumindest wieder ein bisschen nach vorne beugen und zur Seite gucken.

    Was es nicht alles gibt!