MRT LWS: Was bedeutet der Befund?

    Guten Tag,


    ich hatte eine MRT der Lendenwirbelsäule, da ich schon seit geraumer Zeit an Rückenschmerzen leide und habe nun den Befund erhalten:


    "Zuweisungsdiagnose: V.a. Bandscheibenprolaps


    Ergebnis:


    Geringe Streckhaltung. Keine Wirbelkörperkompression. Winzige Schmorl’sche Knorpelimpression an der Grundplatte von BWK 12. Die dorsalen Wirbelkörperkanten sind intakt. Keine wesentlichen degenerativen Veränderungen an den Intervertebralgelenken, keine knöcherne Spinalkanalstenose.


    Allenfalls minimale, jedoch nicht signifikant raumfordernde Protrusion der Bandscheibe L3/L4. Keine signifikanten Foramenstenosen.


    Kein Nachweis eines umschrieben Prolaps. Normale Lage und Konfiguration des Conus medullaris."


    Was bedeutet der Befund? Den Termin zur Besprechung mit dem Orthopäden habe ich leider erst in einer Woche...


    Danke!


    MfG Andi

  • 8 Antworten
    Zitat

    Das bedeutet, deine Wirbelsäule ist in Ordnung.

    Aber,

    Zitat

    Winzige Schmorl’sche Knorpelimpression an der Grundplatte von BWK 12.

    sowie

    Zitat

    Allenfalls minimale, jedoch nicht signifikant raumfordernde Protrusion der Bandscheibe L3/L4.

    dass etwas an der Grundplatte von BWK 12 eingedrückt ist und ich an einer Bandscheibenvorwölbung, also sozusagen an einer Vorstufe des Bandscheibenvorfalls leide, oder?


    Danke und MfG


    Andi

    Zitat

    Winzige Schmorl’sche Knorpelimpression an der Grundplatte von BWK 12.

    Heißt, du hast (bzw. hattest) einen seeehr leichten Morbus Scheuermann. Das und die "geringe Streckhaltung" scheinen mir auch darauf hinzudeuten, dass deine Beschwerden am ehesten auf statische Probleme der Wirbelsäule, also auf muskuläre Probleme zurückzuführen sind. Zeigt sich bei dir ein leichter Rundrücken?

    Zitat

    Allenfalls minimale, jedoch nicht signifikant raumfordernde Protrusion der Bandscheibe L3/L4

    Diese kleinen knopfförmigen Protrusionen (Bulging) hat ab einem gewissen Alter fast jeder, ohne dass es überhaupt zu Beschwerden kommen und ohne dass daraus ein Prolaps werden muss. Ist oft ein reiner Zufallsbefund ohne Krankheitswert.


    Also, insgesamt wirklich nichts Schlimmes. Manuelle Therapie könnte bei deinen Beschwerden helfen und, das gilt eigentlich für jeden, gezielter Aufbau der kleinen wirbelsäulennahen Muskulatur durch Stabilisierungsübungen. Physiotherapeuten können das gut anleiten.

    Ja.... Nehmen wir mal an es handelt sich dabei um deine Bilder (Verwechslungen schon zig mal erlebt) Und nehmen wir weiterhin an, der Radiologe kann die Bilder wirklich deuten.... Dann gehörst du zu den 90 % die unspezifische Schmerzen haben, also nicht erklärbar. Und das liegt einfach daran, dass die Forschung in Sachen Muskulatur, Bänder, Sehnen und Bindegewebe in den Kinderschuhen stecken. In dem Fall kann man dir nur viel Glück wünschen weil auch dein Orthopäde wird am Ende seines Latein sein.