Ist Dir der Verlauf bewusst? Die Zunahme der Symptomatik? Erst nur ein wenig Zwicken und Zwacken, ein wenig Steifheit nach langer Ruhestellung. Dann oft unbewuste Schonhaltung mit Folgen (wie Rückenschmerzen). Dann zunehmende und offensichtliche Schonhaltung mit mehr Beschwerden drumherum. Zunehmende Schmerzen im betroffenen Gelenk, Entstehung von Nekrosen, Osteophyten, Einbrüchen der obren Knochenschicht. Geröllzysten. All das erschwert die OP - und führt zu immer mehr Scmerzen und Folgeschäden.


    Ich hatte nur "Knie", aber am Ende konstant Rückenschmerzen, Hüftprobleme, Blockaden im ISG und bis hin zur BWS. Mehrfach chiropraktisch eingerenkt und und und. Seit der TEP vor 2 Jahren genau 1x Rückenprobleme. Nach intensivem Küchenaufbau beim Umzug und zu viel Schlepperei (trotz TEP, jaja).

    Okay.


    "Vom ersten Symptom bis zu "Krücken und Medikamente" dauerte es keine 6 Monate. "


    Bei mir schon 12 jahre. Von arthrose 3 zu 4. Das ist schon fast die durchschnittliche Lebensdauer eines implantats. Da wäre also schon fast das zweite fällig.

    Tja, bei mir waren es 7 Jahre von erster ernster TEP-Empfehlung bis hin zur OP. Und ausschlaggebend war dann nicht mehr mein WUNSCH, sondern trotz meines Alters die medizinische Notwendigkeit. Ausgeprägte Knochenschäden halt. Maximale Wartezeit ausgereizt.


    Da man aber in guten Kliniken auch etliche Wochen auf ein Erstgespräch wartet und auf die OP z.T. Monate, sollte man sich zumindest ganz grundsätzlich frühzeitig informieren.

    Arthrose Grad 3 ist im Übrigen eine TEP-Indikation. Die fängt an bei Grad 4 großflächiger. Ab da zählt man im Prinzip. Bei mir waren es ca. 10 Jahre mit Grad 3-4; erst dann Grad 4 großflächig, TEP-Indikation und doch noch 7 Jahre rausgeschlagen.

    Zitat

    Ich hatte immer noch zeit mit der op, jetzt plötzlich wird es eng mit der zeit. Daran muss ich mich erst gewöhnen. Ist das so schwer zu verstehen?

    Ne endlich, hier gibst du mal einen kleinen Funken preis von dem was dich wirklich beschäftigt: du hast also Angst. Die Krankengymnastik hilft dir kurzfristig über die Angst hinweg (musst selber nicht so ganz viel machen ausser die Termine wahrnehmen und es gibt das Gefühl dass du ja was gemacht hast).


    Jetzt stehst du eben vor der Tatsache dass eben nicht mehr so viel Zeit bleibt. Spricht ja auch aus der Diagnose die nicht einfach so von Grad III auf Grad IV verschlimmert ist.


    Ja, es ist kacke, konfrontierend und auch entmutigend - für den Moment. Ich wünsche dir dass du aufstehst, den Staub von deiner Hose abklopfst und weitergehst. Sich suhlen in der (auch noch falschen) "Tatsache" dass der Arzt nicht behandeld, raubt dir nur deine Kräfte die du zum Aufstehen brauchst. Ja, du darfst ruhig Angst haben - Angst vor einer OP, Angst vor der Zukunft. Alles soweit normal. Wann entscheidest du dich um die Angst nicht dein Leben leben zu lassen sonder selber zu entscheiden?

    Peeklee: ich werd mich doch mal zwei tage suhlen dürfen, das muss doch alles durchdacht sein. Und so brutale ärzte mag ich halt nicht, das muss auch freundlicher gehen. Ist schließlich ein dienstleistungsberuf.

    Zitat

    Peeklee: ich werd mich doch mal zwei tage suhlen dürfen, das muss doch alles durchdacht sein.

    natürlich darst du dich suhlen. Dabei suchst du dir allerdings eine Kampfarena aus wo du nur verlieren kannst. Entweder nörgeln über den Arzt oder deine Energie hier verschleudern. Beides hat einen Nutzen der gegen Null geht. Solange du für dich selber weisst dass du mal kurz Wunden lecken musst, dann ist doch alles ok. Solange dich das nicht abhält vom Aufstehen und Staub aus den Sachen klopfen und weiterlaufen. Wenn das für dich bedeutet dass du auf keinen Fall diesem Arzt vertraust, dann gehst du halt zu einem anderen. Aber das ist deine Aufgabe, das ist das was du zu tun hast wenn du nicht im Griff deiner Angst leben willst.


    Ehrlich gesagt, kann ich mir vorstellen dass der Arzt so kurz angebunden war eben

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    weil

    du eine grandiose Opferhaltung einnimmst bei diesem Thema. Und das zehrt an de Nerven eines jeden gesunden Menschen, macht keinen Spass und endet im Streit wenn man nicht selber rechtzeitig die Kampfarena verlässt. Der Arzt war wahrscheinlich so klug, dies zu tun: dir deine Behandlung mitgeben, deutliche Worte finden und der Rest liegt bei dir. Richtig so.

    Der arzt ist immer so, auch zu anderen (siehe bewertungen). Hab mich schon öfter über ihn geärgert. Das war keine strategie. Er war der erste, bei dem ein termin frei war. Warum wohl? Sein kollege vom letzten jahr wär mir auch lieber gewesen. Vielleicht geh ich nochmal zu dem. Muss ich halt warten.


    Opferrolle? Da hast du was falsch verstanden.

    Ich geh ja selten hin, aber halt schon sehr lange, und manchmal erwisch ich halt den. Der sagt mir seit zehn jahren: außer op und schmerzmitteln fällt mir nichts ein. Anderen fiel schon was ein: reha, irena, sporttherapie, kg. Nur ihm nicht. Diesmal war er halt besonders doof. Mal sehen, was meine hausärztin morgen sagt.


    Ich mach auch aquafitness - musste diesmal wegen der rückenschmerzen ausfallen.