Patellaluxation - Kniegelenksoperation einer Trochlea Dysplasie

    Hallo Zusammen,


    Ich bin Leo (23) und habe bereits seit 10 Jahren Probleme mit der Instabilität meiner Kniescheibe. Die genaue Diagnose lautet Trochlea Dysplasie (angeborene Verformung des Kniescheiben Gleitlagers in Jägerhutform). Dies führt zu rezidivierenden (wiederkehrenden) Patellaluxationen (Kniescheibenverrenkungen) nach lateral - Außenseite und hiermit verbundenen Schmerzen und Gelenksergüssen.


    Aller Voraussicht nach werde in knapp zwei Wochen eine Operation am Kniegelenk beschreiten. Begleitend möchte ich im Voraus, sowie auch anschließend über meine Sorgen, Erfahrungen usw. berichten, sodass künftig andere Betroffene die Möglichkeit haben, Entscheidungen unter Anderem auf Grundlage von diesem Erfahrungsbericht zu treffen.


    Zuerst zu meiner Krankheitsgeschichte:

    Im Kindheits- Jugend- und jungen Erwachsenenalter habe ich mich immer viel bewegt und Sport getrieben. Ich habe eigentlich nie irgendwelche körperlichen Probleme gehabt, noch habe ich mir jemals etwas gebrochen und daher kam es sehr unerwartet, als mir mit 14 Jahren zum ersten Mal die Kniescheibe im rechten Knie rausrutschte, während ich einen kleinen Berg hinaufgelaufen bin.

    Damals wusste ich noch nicht genau was dort passiert war. Es fühlte sich so an, als ob mein Unterschenkel an meinem Oberschenkel vorbeirutschen würde ohne jeden Halt. Als ich dann anschließend mit meiner Mutter einen Osteopathen aufsuchte, dem ich mein Erlebnis schilderte, schickte er mich mit den Worten "das kann ja garnicht sein" wieder nach Hause. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Schmerzen im Knie, dieses war außerdem stark angeschwollen und ich konnte nicht auftreten. Auf Empfehlung des Arztes besorgte ich mir Krücken, sowie eine Kniebandage und nach einigen Tagen war wieder alles in Ordnung.


    Nach diesem Erlebnis habe ich im Abstand von durchschnittlich 1-2 Jahren immer wieder die selbe Erfahrung mit meinem Knie gemacht. Unter Anderem habe ich exzessiv in meiner Freizeit Fußball gespielt. Im Alter Zwischen 14 und 18 Jahren ist mir die Kniescheibe insgesamt 1x beim Fußball spielen, 1x beim Squash spielen und 1x beim Tanzen rausgerutscht. Zum Arzt ging ich mit diesem Problem sowieso nicht mehr, da ich von dieser Seite aufgrund meiner Erfahrung kein Hilfe oder Diagnose erwartete und ich ansonsten auch eher negative Ansichten von Ärzten hatte.

    Nach kurzer Genesungszeit habe ich nach diesen Unfällen jeweils wieder Sport getrieben sobald ich keine Schmerzen mehr verspürt habe.


    Im Alter von 18 bis 21 Jahren habe ich mit meinem Studium der Architektur begonnen und aufgrund Zeitmangels meine körperliche Fitness vernachlässigt und keinen Sport mehr getrieben. Dies machte sich dauerhaft natürlich an meinem Stoffwechsel, Kreislauf und allgemeinem Wohlbefinden bemerkbar, sodass ich Anfang 2016 im Alter von 21 Jahren beschloss etwas daran zu ändern. Ich meldete mich bei einem Fußballverein in meiner Heimatstadt an, um von nun an wieder regelmäßig Sport zu treiben. Vorerst trug ich bei den Trainingseinheiten sowie bei den Wettkämpfen meine Kniebandage zur Stabilisierung des Knies. Nach einiger Zeit legte ich diese aber zur Seite, da ich mein Knie als weitestgehend stabil einschätzte und es auch deutlich anstrengender war gegen die Kniebandage ankämpfen zu müssen, da diese ja das Bein in eine Streckposition bringen möchte und Druck ausübt.

    Im Rahmen eines Zweikampfes um den Ball hatte ich dann etwa im August 2016 das erneute Erlebnis der Patellaluxation mit meinem Knie. Anschließend wieder kurze Pausierung, nach der ich weiter spielte, vorerst wieder mit Bandage. Allerdings schlichen sich nun dauerhafte Schmerzen im Knie beim Training und starker Belastung ein, sodass ich Ende 2016 nach langer Zeit einen Sportmedizinier aufsuchte.

    Dieser schickte mich zum MRT und teilte mir anschließend mit, dass ich eine Verformung im Kniegelenk habe, was dazu führt, dass meine Kniescheibe nicht genug halt hat und immer wieder aus dem Gelenk rutscht. Das Kniegelenk besitzt normalerweise eine vertiefte Gleitrinne (Trochlea), in der die Kniescheibe geführt wird. Diese ist bei mir von Geburt ein einfach zu flach. Dies war der erste Arzt, der mir sagte was mein Knie für ein Problem hat und was bei diesen Unfällen genau passiert.

    Er schlug mir vor regelmäßige Stärkungsübungen für meine Bein-/ Kniemuskeln mit einem Theraband zu machen und ansonsten eine OP anzugehen wenn sich die Schmerzen innerhalb von 3 Monaten nicht reduzieren würden.

    Tatsächlich reduzierten sich die Schmerzen anschließend, jedoch glaubte ich nicht daran, dass die Übungen dies ausmachten, sondern eher mein Vereinswechsel Ende 2016.

    Im Fußballtraining des neuen Vereins dehnten wir uns nach dem warm laufen, was im alten Verein völlig vernachlässigt wurde.

    Die folgenden Monate, so schien es war mein Knie stabil und ich hatte keinerlei Probleme. Ich legte die Kniebandage also wieder ab. 1 1/2 Jahre ging alles gut. Bis mir die Kniescheibe im August 2018 erneut bei einem Zweikampf um den Ball herausrutschte. Das ist jetzt genau 3 Monate her. Dieses mal waren wirklich ordentliche Kräfte am Werk. Ich verharkte mich mit dem Bein in meiner Mitspielerin, drehte mich gleichzeitig und sie fiel auf mein gedrehtes Bein drauf. "AUTSCH".

    Nun wieder das übliche: geschwollenes Knie und Bewegungseinschränkung für mehrere Tage. Meine Enttäuschung war dementsprechend wirklich groß weil ich dachte diese Verletzung endgültig überwunden zu haben. Das war natürlich nur Einbildung, Verdrängung und Wunschdenken.

    Nun bin ich mittlerweile 23 Jahre alt, vernünftiger geworden und möchte die Zeichen dieses Mal nicht ignorieren, sondern versuchte einen guten Sportmediziner/ Orthopäden in Düsseldorfer Umgebung aufzufinden und setzte erstmal komplett mit dem Sport aus - sehr zum Leidwesen meiner Mitspieler.

    Dr. Ulf Blecker auf der Schumannstraße war meine Anlaufstation. Dieser schickte mich erneut zum MRT, wo sich heraus stellte dass zum Glück nichts in meinem Knie direkt kaputt gegangen ist. Allerdings ist die Knorpelschicht an der Außenseite meines Kniegelenks spröde (Knorpelschaden Grad I bis II), natürlich verursacht durch die mittlerweile 6. Patellaluxationen. Er legte mir eine Operation meines Knies nahe und verwies mich an das Marienkrankenhaus Kaiserswerth und an den dortigen Chefarzt Dr. Nebelung zur Beratung.

    Ich war natürlich sehr geschockt und überzeugt davon, dass dies doch sicher nur Geldmacherei wäre, wie man es ja oft hört. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch noch keine genauen Infos welche Operationsmöglichkeiten/ Techniken überhaupt in Frage kommen würden. Dr. Blecker zumindest sagte mir, dass er mir eine Op vor dem Hintergrund empfehlen würde, dass ich eine sehr sportliche Person bin und noch viel zu jung um nie mehr richtig Sport machen zu können. Würde ich allerdings sowieso eher eine Couchpotato sein, würde er mir eine Op nicht empfehlen. Für mich hieß das also: Entweder kein Sport mehr oder Op.

    Ich entschloss mich einen Termin mit dem Chirurgen zur Beratung zu machen. Anhören kann ja nicht schaden, dachte ich mir, und außerdem hoffte ich immer noch insgeheim darauf, dass alles nur ein Irrtum sei und das Problem sicher durch Konservative Behandlungsmethoden zu behandeln sei.


    Unten geht es weiter, die Nachricht war zu lang zum absenden :D

  • 16 Antworten

    Falsch gedacht: Herr Dr. Godry öffnete mir in unserem Gespräch die Augen (Dr. Nebelung, der Chefarzt im Marienhospital berät nur Privat Versicherte, ich bin aber bei der TK versichert und daher Beratung bei seinem Team). Zumindest schaute sich Dr. Godry mein Knie erst einmal genau an. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass er der erste Arzt war, der mein Knie mal in Augenschein nahm, anfasste und bewegte. Alle anderen hatten bisher nur auf Grundlage der MRT Bilder geurteilt, ohne sich auch nur selber ein Bild der Situation zu machen. An dieser Stelle war ich natürlich um einiges zuversichtlicher, da ich dass Gefühl hatte, dass sich wirklich mal jemand richtig für mein Knie interessiert.

    Dr. Godry schickte mich zu weiteren Röntgenuntersuchungen, hausintern, bei denen er eine Fehlstellung meiner Knie (X-/O- Beine) ausschließen konnte: Diese Fehlstellungen sind unter Anderem auch oft eine Ursache von Patellaluxationen und müssen mit anderen Operationstechniken behandelt werden. Des weiteren Untersuchte Dr. Godry auch die Lage meiner Patella auf den MRT Bildern und direkt an der Untersuchungsliege auf Bauch- und Rückenlage und kam anschließend zum Schluss, dass meine Trochlea Dysplasie der Grund meiner Patella Luxation sei. Ebenso stellte er fest, dass ich bereits einen sehr ausgeprägten Muskelapparat durch meinen Fußballsport besaß und somit eine konservative Behandlungsmöglichkeit durch Muskelaufbautraining und eine somit verbundene Stabilisierung des Knies keine Besondere Besserung mehr zeigen würde und somit auszuschließen war. Er empfahl mir die operative Korrektur meiner Trochleadysplasie, anschließende Krankschreibung, zwischen 4-6 Wochen auf Krücken, Sportpause ca. 6 Monate. (6 Monate empfinde ich eigentlich als sehr wenig, wenn man bedenkt wie lange man wegen einem Kreuzbandriss flach liegt).

    Er drängte mich zu nichts und sagte ich solle selber für mich entscheiden, wie wichtig mir der Sport ist. Wenn ich weiterhin mein Knie belasten würde, würde ich dauerhaft Arthrose im Knie (Knorpelschaden Grad IV) davontragen. Wenn ich mich also für eine Op entscheiden würde, soll ich telefonisch einen Termin vereinbaren, Wartezeit ca. 1 Monat.

    Ich ging mit meiner Mutter nach Hause, die mich zur Unterstützung netterweise begleitet hatte. Anschließend ließ ich mir die OP mehrere Tage durch den Kopf gehen und entschied mich nach sehr ausgiebiger Internetrecherche für die Operation meines rechten Kniegelenkes.

    Nun ist es so, dass ich im September meinen Job als Architektin im Büro angetreten war und nach Absprache mit meinem Chef die Möglichkeit habe mich über Weihnachten und Neujahr krank schreiben zu lassen und durch die Feiertage meinen Ausfall minimieren kann. Hinzu kommt, dass mein Arbeitgeber mich schon seit längerer Zeit kennt, da ich bereits als Studentin als Hilfskraft hier tätig war. Ich weiß wirklich nicht was ein neuer Arbeitgeber denken würde, wenn man direkt nach den ersten drei Monaten wochenlang ausfällt.. In dem Fall Glück für mich.

    Nun habe ich einen Operationstermin für den 10.12. im Marienhospital Kaiserswerth ausgemacht. am 07.12. findet meine Voruntersuchung statt. Hier werde ich wohl noch einmal den genauen Ablauf erfahren und dann gibt es kein zurück mehr. Ich bin wirklich sehr aufgeregt und habe auch höllische Angst vor der Narkose, dem Kontrollverlust, der Operation und den Schmerzen. Hinzu kommt, dass ich wirklich tierische Angst vor Nadeln, Spritzen, Blut abnehmen habe :(

    Ich weiß wirklich nicht wie ich das überleben soll. Ich mache mich jetzt schon ganz verrückt und muss wahrscheinlich ein paar Tage vorher schon anfangen Beruhigungspillen zu schlucken. An dieser Stelle möchte ich noch loswerden, dass ich wirklich Anti Medizin und Medikamente bin und wirklich versuche alle chemischen Präparate, wo es nur geht zu vermeiden (Die Pharmaindustrie ist wirklich der größte Verbrecher dieser Welt!). Das einzige was ich bei Krankheit mal ab und zu nehme sind wenn überhaupt homöopathische Mittel. Damit komme ich gut zurecht und ich bin der Meinung, dass dies auch der Grund für mein starkes Immunsystem sind.

    Naja ich möchte euch nicht mit meinen Sorgen vollspamen. Dieser Bericht soll eigentlich rein informativ sein. Deswegen möchte ich an dieser Stelle noch ein paar Randinformationen zu der Operationstechnik loswerden.



    Operationstechnik


    Viele Informationen habe ich mir im Internet angelesen. Viele Internetseiten oder auch online Bücher sind sehr detailliert und beinhalten tiefgründige Informationen. Man muss sich also wirklich tief in die Materie und die Fachbegriffe einlesen wenn man etwas von dem ganzen verstehen möchte. Da ich mich nicht alleine auf Ärzte verlassen möchte habe ich dies getan. Unter Anderem habe ich mir diese Broschüre durchgelesen:

    http://www.aga-online.ch/ccUpl…ofemoralgelenk%282%29.pdf

    Direkt auf der Titelseite könnt ihr auf dem Abgebildeten MRT Bild auch das Problem meines Knies erkennen. Meine Gleitrinne (Trochlea) besitzt eine hypoplastische Form, und wölbt sich nach außen statt nach innen.

    Zur Operativen Behandlung muss der Chirurg das Knie komplett aufmachen und am offenen Knie die Gleitrinne herstellen. Zuerst muss die Knorpelschicht auf dem Gelenk abgeklappt werden, hierfür gibt es ein speziell entwickeltes Operationswerkzeug von Arthrex. Es geht immer darum den Knorpel zu erhalten, da dieser den Gelenksknochen vor Reibungen und damit vor Schmerzen schützt.

    Nachdem der Knorpel weggeklappt ist geht der Arzt mit Hammer und Meißel an den Knochen um ihn zu vertiefen. Anschließend kann der Knorpel wieder auf den Knochen geklappt und befestigt werden. Der Knorpel wächst anschließend von alleine wieder an. Die Operationstechnik wird allgemein nur bis zu einem Alter von 30 Jahren durchgeführt, bei älteren Personen ist der Knorpel zu spröde und zerbricht zu leicht.

    Wer es sich anschauen möchte, den allgemeinen Operationsablauf gibt es auf Video hier:

    https://www.arthrex.com/de/wei…/deepening-trochleoplasty


    Ich kann es nicht unbedingt empfehlen dieses Video anzusehen. Es ist zwar wirklich sehr informativ aber auch irgendwie ekelig und beängstigend. Es ist allgemein wirklich keine kleine Operation.. Die Operationstechnik selber gibt es auch erst seit 2007 und ist daher noch relativ frisch. Es gibt aber schon Studien zu dieser Operation, die postoperativ nur noch in seltenen Fällen eine Patellaluxation aufweisen.

    Oft wird die Trochleaplastik in Verbindung mit einer MPFL-Plastik durchgeführt. Das MPFL (mediales patellafemorales Ligament) ist ein inneres (mediales) Band, welches vom Femur (Oberschenkelknochen) zur Patella spannt und die Patella mittig in der Gleitrinne hält. Ebenso gibt es auch ein laterales Band (äußeres Band), welches man früher aufgrund mangelnden Wissens durchtrennt hat um den Zug nach außen zu reduzieren. Dies führt aber nachweislich zu einer noch größeren Instabilität im Knie und ist mittlerweile überholt.

    Ein überdehntes oder gerissenes MPFL ist auch oft einer der Gründe wieso die Patella nach außen springt. Das MPFL kann man operativ raffen oder durch eine körpereigene entnommene Sehne zb. Gracilissehne ersetzen. Wenn die Kniescheibe zwischen 0-30° Beugung luxiert ist dies oft ein Zeichen dafür, dass das MPFL nicht straff genug oder gerissen ist. Bei diesen kleinen Beugungsgraden ist die Patella noch nicht vollständig in die Trochlea eingetaucht, womit diese noch garnicht zum Tragen kommt. Luxiert die Patella allerdings bei Beugungsgraden zwischen 30-60° Beugung, ist eine Verformung der Trochlea sehr wahrscheinlich. Wenn die Patella zwischen 60 - 90° luxiert ist eine Fehlstellung oder die falsche Lage der Muskelansätze an den Knochen der Ursprung.

    Oft sind es aber auch Zusammenwirkungen der einzelnen Faktoren. Zur genauen Festlegung der Operationsmethode, ist also eine vorherige Ursachenforschung durch einen Chirurgen absolut notwendig!


    Meine Operation

    Bei mir hat der Arzt eine Trochlea Plastik vorgesehen. Auf Grundlage meiner Recherche, auch wenn ich kein Arzt bin, möchte ich ihm gerne am Voruntersuchungstag zur MPFL-Plastik befragen. Meine Kniescheibe luxiert nämlich gerade in geringen Beugungsgraden, wo die Trochlea noch nicht an der Stabilität beteiligt ist. Ich bin gespannt wie er auf den Vorschlag einer kombinierten Trochlea Plastik mit MPFL-Plastik reagiert. Evtl hat er die MPFL-Plastik schon aus gewissen Gründen ausgeschlossen. Zumindest hätte er es ansonsten eigentlich aus seiner eigenen Kompetenz heraus feststellen müssen.


    Ich lasse mich überraschen und hoffe, dass ich die schreckliche Wartezeit bis zum 10.12.18 überlebe und alles gut überstehe und bald wieder meinen geliebten Fußball spielen kann.


    Ich werde euch auf dem laufenden halten, damit ihr von meinen Erfahrungen profitieren könnt. Das nächste Mal melde ich mich vermutlich schon aus dem Krankenhaus vor oder nach der OP. Bis dahin freue ich mich über eure Fragen, Kommentare, Anregungen und Unterstützung, auf die ich gerne antworte, vor Allem da ich ja bald vor Langeweile gequält wochenlang nichts mache kann und das über Weihnachten.


    Ich wünsche einen schönen Abend,

    Vielen Dank fürs Zuhören

    Liebe Grüße Leo*:)

    Hallo Zusammen,

    Ich melde mich nun aus dem Krankenhaus. Ich habe die Op gestern so weit gut überstanden.

    Die letzten Tage vor der Op habe ich noch ziemlich Schiss gehabt, den mir leider auch nicht die Voruntersuchung nehmen konnte, obwohl der Assistentenzarzt sehr kompetent schien.

    Ich musste am Montag (gestern) um 6:45 Uhr auf Station sein, da ich als erste bereits um 7:30 Uhr operiert wurde.

    Im Op Saal hat mir die Anästhesistin einen Zugang gelegt und mich kurz darauf mit den Opiaten abgeschossen. Dass die Ärzte reinkamen habe ich gar nicht mehr mitbekommen.

    Ich bin dann ca. 3 Stunden später im Aufwachraum zu mir gekommen und wurde 15 Minuten später auch schon aufs Zimmer gefahren.

    Nachdem ich noch eine Runde geschlummert habe, war dann anschließend die Visite des Arztes..

    ist wohl alles gut soweit verlaufen. Es wurde nur die Trochleaplastik gemacht. die Patella läuft wohl ausreichend gut in dem Gleitlager, sodass die MPFL Plastik nicht notwendig war. Mein erster Gang auf Toilette mit dem Rollstuhl endete fast mit Kotzerei, da mein Kreislauf noch nicht wieder stabil war.

    Heute konnte ich den Toilettengang schon mit Laufen am Rollwagen machen. Kreislauf ist so weit wieder stabil und ich esse gut.

    Gegen Mittag wurde mir die Drainage gezogen. Es war nicht sonderlich viel Blut und Wundflüssigkeit abgelaufen, was wohl positiv zu sein schien.

    Ich hatte nach der Op eine Schiene ans Bein bekommen, die der Arzt nun zum wechseln des darunterliegenden Verbandes und zum entfernen der Drainage abnahm. Tat beides kaum weh, obwohl ich nur sehr wenig Schmerzmittel genommen hatte..( habe glücklicherweise kaum Schmerzen)

    Heute hatte ich bereits meine erste Krankengymnastik. Die Physio hat mir ein paar Übungen gezeigt die ich im Bett machen kann. Anschließend sind wir aufgestanden und schon über den Flur gelaufen. Ich durfte das Bein sogar 100 Prozent rein axial belasten.

    Im Vordergrund steht erstmal die Streckung. Für die Beugung bekomme morgen eine andere Schiene, die auf verschiedene Grade eingestellt werden kann. Begonnen wird mit 30 Grad für 2 Wochen bis die Fäden entfernt werden..

    Krankengymnastik habe ich jetzt jeden Tag bis ich hier raus bin. Anschließend bekomme ich dann Krankengymnastik verschrieben.

    Verlassen kann ich das Krankenhaus wohl nach ca. 3 Nächten.

    Ich gehe mal von Donnerstag aus.

    Bis dahin fühle ich mich hier gut versorgt. Habe nette Zimmergenossen und viel Besuch für den ich wirklich sehr dankbar bin.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Eindrücke von Op und Heilung bisher sehr positiv sind.

    Genaueres kann ich allerdings erst in ein paar Wochen sagen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

    LG Leo

    Hallo Zusammen,

    Ich melde mich nun aus dem Krankenhaus. Ich habe die Op gestern so weit gut überstanden.

    Die letzten Tage vor der Op habe ich noch ziemlich Schiss gehabt, den mir leider auch nicht die Voruntersuchung nehmen konnte, obwohl der Assistentenzarzt sehr kompetent schien.

    Ich musste am Montag (gestern) um 6:45 Uhr auf Station sein, da ich als erste bereits um 7:30 Uhr operiert wurde.

    Im Op Saal hat mir die Anästhesistin einen Zugang gelegt und mich kurz darauf mit den Opiaten abgeschossen. Dass die Ärzte reinkamen habe ich gar nicht mehr mitbekommen.

    Ich bin dann ca. 3 Stunden später im Aufwachraum zu mir gekommen und wurde 15 Minuten später auch schon aufs Zimmer gefahren.

    Nachdem ich noch eine Runde geschlummert habe, war dann anschließend die Visite des Arztes..

    ist wohl alles gut soweit verlaufen. Es wurde nur die Trochleaplastik gemacht. die Patella läuft wohl ausreichend gut in dem Gleitlager, sodass die MPFL Plastik nicht notwendig war. Mein erster Gang auf Toilette mit dem Rollstuhl endete fast mit Kotzerei, da mein Kreislauf noch nicht wieder stabil war.

    Heute konnte ich den Toilettengang schon mit Laufen am Rollwagen machen. Kreislauf ist so weit wieder stabil und ich esse gut.

    Gegen Mittag wurde mir die Drainage gezogen. Es war nicht sonderlich viel Blut und Wundflüssigkeit abgelaufen, was wohl positiv zu sein schien.

    Ich hatte nach der Op eine Schiene ans Bein bekommen, die der Arzt nun zum wechseln des darunterliegenden Verbandes und zum entfernen der Drainage abnahm. Tat beides kaum weh, obwohl ich nur sehr wenig Schmerzmittel genommen hatte..( habe glücklicherweise kaum Schmerzen)

    Heute hatte ich bereits meine erste Krankengymnastik. Die Physio hat mir ein paar Übungen gezeigt die ich im Bett machen kann. Anschließend sind wir aufgestanden und schon über den Flur gelaufen. Ich durfte das Bein sogar 100 Prozent rein axial belasten.

    Im Vordergrund steht erstmal die Streckung. Für die Beugung bekomme morgen eine andere Schiene, die auf verschiedene Grade eingestellt werden kann. Begonnen wird mit 30 Grad für 2 Wochen bis die Fäden entfernt werden..

    Krankengymnastik habe ich jetzt jeden Tag bis ich hier raus bin. Anschließend bekomme ich dann Krankengymnastik verschrieben.

    Verlassen kann ich das Krankenhaus wohl nach ca. 3 Nächten.

    Ich gehe mal von Donnerstag aus.

    Bis dahin fühle ich mich hier gut versorgt. Habe nette Zimmergenossen und viel Besuch für den ich wirklich sehr dankbar bin.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Eindrücke von Op und Heilung bisher sehr positiv sind.

    Genaueres kann ich allerdings erst in ein paar Wochen sagen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

    LG Leo

    Hallo Zusammen,

    Ich melde mich nun aus dem Krankenhaus. Ich habe die Op gestern so weit gut überstanden.

    Die letzten Tage vor der Op habe ich noch ziemlich Schiss gehabt, den mir leider auch nicht die Voruntersuchung nehmen konnte, obwohl der Assistentenzarzt sehr kompetent schien.

    Ich musste am Montag (gestern) um 6:45 Uhr auf Station sein, da ich als erste bereits um 7:30 Uhr operiert wurde.

    Im Op Saal hat mir die Anästhesistin einen Zugang gelegt und mich kurz darauf mit den Opiaten abgeschossen. Dass die Ärzte reinkamen habe ich gar nicht mehr mitbekommen.

    Ich bin dann ca. 3 Stunden später im Aufwachraum zu mir gekommen und wurde 15 Minuten später auch schon aufs Zimmer gefahren.

    Nachdem ich noch eine Runde geschlummert habe, war dann anschließend die Visite des Arztes..

    ist wohl alles gut soweit verlaufen. Es wurde nur die Trochleaplastik gemacht. die Patella läuft wohl ausreichend gut in dem Gleitlager, sodass die MPFL Plastik nicht notwendig war. Mein erster Gang auf Toilette mit dem Rollstuhl endete fast mit Kotzerei, da mein Kreislauf noch nicht wieder stabil war.

    Heute konnte ich den Toilettengang schon mit Laufen am Rollwagen machen. Kreislauf ist so weit wieder stabil und ich esse gut.

    Gegen Mittag wurde mir die Drainage gezogen. Es war nicht sonderlich viel Blut und Wundflüssigkeit abgelaufen, was wohl positiv zu sein schien.

    Ich hatte nach der Op eine Schiene ans Bein bekommen, die der Arzt nun zum wechseln des darunterliegenden Verbandes und zum entfernen der Drainage abnahm. Tat beides kaum weh, obwohl ich nur sehr wenig Schmerzmittel genommen hatte..( habe glücklicherweise kaum Schmerzen)

    Heute hatte ich bereits meine erste Krankengymnastik. Die Physio hat mir ein paar Übungen gezeigt die ich im Bett machen kann. Anschließend sind wir aufgestanden und schon über den Flur gelaufen. Ich durfte das Bein sogar 100 Prozent rein axial belasten.

    Im Vordergrund steht erstmal die Streckung. Für die Beugung bekomme morgen eine andere Schiene, die auf verschiedene Grade eingestellt werden kann. Begonnen wird mit 30 Grad für 2 Wochen bis die Fäden entfernt werden..

    Krankengymnastik habe ich jetzt jeden Tag bis ich hier raus bin. Anschließend bekomme ich dann Krankengymnastik verschrieben.

    Verlassen kann ich das Krankenhaus wohl nach ca. 3 Nächten.

    Ich gehe mal von Donnerstag aus.

    Bis dahin fühle ich mich hier gut versorgt. Habe nette Zimmergenossen und viel Besuch für den ich wirklich sehr dankbar bin.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Eindrücke von Op und Heilung bisher sehr positiv sind.

    Genaueres kann ich allerdings erst in ein paar Wochen sagen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

    LG Leo

    Leo12 schrieb:

    Ich melde mich nun aus dem Krankenhaus. Ich habe die Op gestern so weit gut überstanden.

    Das ist schön zu hören :)^



    Leo12 schrieb:

    Heute hatte ich bereits meine erste Krankengymnastik. Die Physio hat mir ein paar Übungen gezeigt die ich im Bett machen kann. Anschließend sind wir aufgestanden und schon über den Flur gelaufen. Ich durfte das Bein sogar 100 Prozent rein axial belasten.

    Ja sehr gut. Fleißig Üben und auch eigenständig Üben. Das ist das A und O


    Leo12 schrieb:

    Bis dahin fühle ich mich hier gut versorgt. Habe nette Zimmergenossen und viel Besuch für den ich wirklich sehr dankbar bin.

    Essen auch gut? ;-D

    Kaffee trinkbar?

    Hallo Hyperion,

    schön zu Sehen, dass meine Nachrichten gelesen werden.

    Ich habe bisher nur Zugangsessen bekommen, da man vergaß mir den Essensplan zukommen zu lassen.

    Ist natürlich nicht das beste Essen. Kaffee ist okay. wichtig ist mir, dass die Behandlung gut ist. Alles andere ist zweitrangig.

    LG Leo

    Hallo Zusammen,


    Ich melde mich jetzt 4 1/2 Wochen nach der Op.


    Im Krankenhaus habe ich ja bereits am ersten postoperativen Tag Krankengymnastik erhalten. Diese beinhaltete auch das selbständige Heben des Beines in Streckung, was spätestens nach dritter Wiederholung mit Schmerzen verbunden war.

    Ebenso sollte ich viel im Hof mit Krücken rumlaufen, was ich auch tat.


    Schmerzmittel habe ich nur 3 Tage lang gebraucht und danach abgesetzt. Da ich normalerweise nichts gegen Schmerzen nehme, hat Ibu auch immer ca. 24 Stunden angehalten.

    Ich muss sagen die Rückenschmerzen vom ganzen Liegen, vor allem Nachts waren der Horror.. Diese habe ich ca. eine Woche später nichtmehr gehabt, ist wohl keine Muskelmasse mehr da die weh tun kann..


    Als ich nach 4 Nächten aus dem KH entlassen wurde habe ich die 30 Grad in der Krankengymnastik passiv geschafft.

    zwei Tage säter, also eine Woche nach der Op bin ich bereits mit Krücken, im Bus zum Fußballplatz gefahren und habe ein Spiel meiner Mannschaft angeschaut.

    Da die Chirurgen im KH ja sagten ich solle mich schmerzadaptiert bewegen ( heißt aufhören sobald man Schmerzen verpürt) sah ich kein Problem wieder ein Stück weit am Alltag teilzunehmen, da ich auch keinerlei Schmerzen verspürte..


    Eine Woche später war ich dann beim behandelnden Arzt (Orthopäde)

    Dieser hat mich erstmal zusammengeschissen, war überhaupt nicht der Meinung der Chirurgen und sagte das einzige was ich machen soll ist zum Klo gehen und zur Krankengymnastik. Ansonsten rein gar nichts machen und vor allem nicht das Bein aktiv heben oder mehr als 20 Kg belasten.. Also nichts mit axialer Vollbelastung..

    Er erzählte mir von Entzündungen im Knie bei anderen Patienten und machte mir Angst, dass mein Knie nicht mehr werden würde wenn ich so weiter mache. Ich war ehrlichgesagt geschockt.

    Er sagte seine Aussagen seien Gesetz, schließlich hätten die Chirurgen keine Ahnung von Nachbehandlung, da diese den Patienten nur bei der Op und 6 Wochen später zur Kontrolle sehen würden. Diese Aussage schien mir glaubhaft..

    Ich versuchte also darauf hin zuhause seine Aussagen umzusetzen und lag nurnoch rum. Mein Freund war natürlich spürbar gestresst, da er mir nun alles hinterher tragen und bringen musste.


    Die Umstellung von 30 auf 60 Grad nach 2 Wochen postoperativ hat gut funktioniert. Die 60 Grad habe ich ca 3 1/2 Post Operativ dann geschafft.


    Nun durfte ich die Schiene vor 5 Tagen auf 90 Grad stellen. Die Schiene trage ich allerdings eigentlich nur wenn ich aus dem Haus gehe, also zum Arzt oder zur KG als Sicherheit falls ich mich mal flachlege. Zuhause nervt sie mich eher nur.

    Leider komme ich mit der Beugung einfach nicht weiter als die 60 Grad und außerdem ist mein Knie noch sehr stark geschwollen, sodass die Physiotherapeutin sagte man müsse die Schwellung schleunigst weg bekommen, da das Knie sonst nicht richtig heilen könne. Und sie macht mir auch klar dass es wichtig ist die 90 Grad zu erreichen.

    Aber ich kann es ja nicht ändern.


    Für die Schwellung lege ich mein Bein immer über Herzhöhe, sodass die Flüssigkeit besser abfließen kann. Seit 2 Tagen verwende ich auch Umschläge mit Retterspitz (pflanzlich). Es hilft etwas gegen die Schmerzen und die Schwellung finde ich. Im Internet würde das Mittel ja sehr gelobt. So deutlich macht es aber auch keinen Unterschied denke ich..

    Sobald ich dann wieder aufstehe läuft die Flüssigkeit auch zurück ins Knie..


    Montag werde ich zum Arzt gehen und in 1 1/2 Wochen die Kontrolle im KH 6 Wochen Postoperativ.

    Ich bin nicht so zuversichtlich dass ich die Beugung bis dahin schaffe..

    Ich hoffe einfach auf positive Nachrichten. Ich habe Angst, dass das Knie vielleicht im Inneren verklebt ist und zu viel Narbengewebe gebildet hat und ich deswegen die Blockade habe.. Ich hoffe es natürlich nicht.


    Melde mich sobald es was neues gibt.

    LG Leo

    Leo12 schrieb:

    Leider komme ich mit der Beugung einfach nicht weiter als die 60 Grad und außerdem ist mein Knie noch sehr stark geschwollen, sodass die Physiotherapeutin sagte man müsse die Schwellung schleunigst weg bekommen, da das Knie sonst nicht richtig heilen könne. Und sie macht mir auch klar dass es wichtig ist die 90 Grad zu erreichen.

    Bekommst du keine Lymphdrainage?

    Hm, es fehlt die Bewegung ( Vollbelastung, gehen unter Vollbelastung) um den Lymphfluss zu fördern.

    Zudem muss man auch bedenken das MLD alleine nicht optimal funktioniert bei Lymphödemen. Optimalerweise müsste dein Bein nach der MLD gewickelt werden. Das muss jetzt kein super perfekter Kompressionswickel nach Lehrbuch sein, aber es hilft wenn deine Therapeutin dein Bein nach der MLD einmal gut wickelt. Dazu reicht es m.E. aus da ebend ein paar Kurzzug und Langzugwickel ( gibs in der Apotheke) draufzubasteln um den Effekt der MLD zu erhöhen und das die Flüssigkeit nicht so schnell wieder in das Gewebe zurückfliesst.

    Hallo Zusammen,


    Die OP ist jetzt genau 5 Wochen her und ich war gestern zur Kontrolle beim Orthopäden.

    Als er ins Behandlungszimmer herein kam betrachtete er mein Knie wieder nur von Außen und meinte es sähe ja alles gut aus und wollte darauf hin den Raum auch schon wieder verlassen.

    Etwas irritiert wies ich dann auf mein Beugungsdefizit hin, worauf er wieder total agressiv reagierte. Ich müsste die 90 Grad mittlerweile schaffen ( aktuell seit 2 Wochen nur 60 Grad).

    Was ich denn bloß für eine Physio hätte die mich nicht in die Schmerzen reindrücke.

    Innerlich war ich fassungslos. Vor 3 Wochen bin ich zuletzt bei ihm gewesen und da sagte er noch ich solle nichts machen, nur zur Toilette und zur KG gehen. Und ich solle erst in 3 Wochen wieder zur Kontrolle gehen.. nebenbei stand auch im Chirurgen Brief dass die Nachbehandlung 6 Wochen Schmerzadaptiert erfolgen solle, also bis zum Schmerz und nicht weiter..

    Meiner Meinung nach ist also das Beugungsdefizit ganz klar seine Schuld, da er mich überhaupt nicht über den weiteren Verlauf unterrichtet hat... Ich bin wirklich stinksauer.

    Er sagte wenn ich nicht in einer Woche auf 90 Grad bin dann drückt er mir mein Bein in die 90 Grad so dass ich vor Schmerzen an die Decke gehe..

    Also so mit Patienten zu reden finde ich wirklich nicht in Ordnung. Er schreit dann ja auch wirklich immer rum.

    Dazu muss man sagen er ist (angeblich) der beste Arzt Düsseldorfs, Mannschaftsarzt der Fortuna und der DEG...


    Heute war ich dann wieder bei der Physio. Durchschnittlich muss ich ja dann 5 Grad mehr pro Tag schaffen, wirklich eine Herausforderung..

    Die Physio versuchte es unter anderem mit Strom und natürlich ihrer Mukelkraft.. Ich kann euch sagen dieses reindrücken in die Beugung ist wirklich sehr schmerzhaft. Aber es muss sein. Sonst bleibt das Knie steif..

    Sie gibt sich wirklich sehr viel Mühe und hat mir kurzfristig noch einen weitern Termin für morgen dazwischen geschoben.

    Zuhause soll ich jetzt plötzlich auch selber viel machen, Beine auf einen Gymnastikball legen und ihn heranrollen und tief in den Schmerz hinein drücken.

    Oft bewegen, laufen und richtig abrollen.. Habe Angst dass ich vielleicht zu viel machen könnte..


    Ich hoffe dass ich es in einer Woche bis auf die 90 schaffe.

    Das stellt man sich wirklich alles etwas einfacher vor..

    In 1 Wochen werde ich auch wieder arbeiten gehen ( 6 Wochen nach der OP) Die Ärzte würden mich gerne noch länger krank schreiben aber ich werde es mal versuchen. Muss unter Anderem mit dem Bus fahren und einiges laufen...

    Hallo Hyperion,


    Danke für deine Hinweise.

    Einmal hat die Physio mein Knie nach der Behandlung getapet..

    Diese Wickel schränken doch sicher die Bewegung ein oder?

    Also bzgl. der Schwellung hat der Arzt kein Wort verloren, die scheint für ihn wohl nebensächlich zu sein..

    Auf die Vollbelastung kann ich in einer Woche gehen, soll die Krücken aber weiter beibehalten, damit der Fokus auf dem richtigen Abrollen und der Beugung liegt...

    Hallo Zusammen,


    Es sind jetzt 6 1/2 Wochen nach der OP vergangen.


    Innerhalb einer Woche habe ich mit meiner Physiotherapeutin 25 weitere Grad geschafft. Ich bin jetzt bei 75 Grad.. Außerdem stellte sich heraus dass ich vorher nicht 60 Grad sondern nur 50 Grad für 2 Wochen hatte.

    Die haben bei der vorherigen Krankengymnastik wohl falsch gemessen..


    Vor 4 Tagen war ich bei der Kontrolle im Krankenhaus.

    Im KH sagten sie dass die starke Schwellung im Knie nach 6 Wochen wohl nicht so häufig vorkommen würde. Auch der Chefarzt wurde deswegen befragt.

    Der Chirurg sagte jedes Knie würde anders reagieren und die Tendenz zur Verbesserung sei wichtig. Auch die Beugung sie bei jedem anders.

    Da der Heilungsverlauf nicht ganz optimal sei sollte ich noch mal einen weiteren Termin in 6 Wochen machen (12 Wochen postoperativ).


    Meine Physio macht sich ebenso Gedanken über die Schwellung und sagte dass dies immer einen Verzögerten Heilungsprozess mit sich bringen würde.. Und obwohl wir natürlich jetzt ziemlich in die Schmerzen gehen sollte das Knie mittlerweile eine gewisse Belastung abhaben können ohne direkt mit Schwellung zu reagieren.


    Ebenso war ich kurz darauf nochmal beim behandelnden Orthopäden, der ja bei unserem letzten Termin aggressiv wurde da ich die 90 Grad nicht erreicht hatte.

    Entgegen meiner Erwartungen war er nun völlig zufrieden und schien sehr überrascht dass ich 25 weitere Grad geschafft hatte. Er lobte mich sogar. Ich solle so weiter machen.

    Das motiviert zur Abwechslung natürlich sehr. Ich hinke mit meiner Beugung ja jetzt 2 Wochen hinterher.

    Die Schwellung tat er ab und sagte dass man sich keine Sorgen machen bräuchte, da die sogar bis zu 6 Monaten anhalten könne und das völlig normal sei.

    Er schickt mich jetzt nochmal zum MRT um das Gewebe, Muskeln usw. besser beurteilen zu können.


    Also nach wie vor das selbe Problem: Orthopäde, Chirurg und Physiotherapeut sagen alle was anderes....


    Ich bin nach wie vor auf Krücken unterwegs, schaffe es aber zuhause nur eine Krücke zu benutzen..

    ohne Krücken sacke ich mit dem Knie weg, da die Muskeln einfach noch nicht ausreichend aufgebaut sind..

    In den nächsten 1 bis 2 Wochen soll ich aber von den Krücken loskommen.

    Ich bin jetzt zwei Tage arbeiten gegangen, Bürojob mit viel sitzen.

    Hat eigentlich ganz gut geklappt obwohl 8 Stunden schon recht lang sind für das Knie.. Ich stehe öfter auf und Wechsel die Position um Schwellung und Verspannung entgegen zu wirken. Zuhause lege ich das Knie immer direkt für einige Zeit hoch.


    Allgemein wollte ich euch auch mal berichten was ich neben der Krankengymnastik und der Lymphdrainage (2× wöchentlich) zusatzlich täglich zuhause mache:


    - Bein angewinkelt über Herzhöhe legen

    - Wärmflasche in Rücken und Unterschenkel (Verbessert Versorgung des Knies)

    - Retterspitzwickel (Vorallem über Nacht)

    - Quarkwickel

    - Massage von Ober- / Unterschenkel und Fuß mittels Faszienrolle

    - Ich setze mich auf den Küchentisch und Beuge mein Bein in die Schmerzen (mithilfe der Schwerkraft und nachdrücken mit dem anderen Fuß)

    - Im Liegen beuge und strecke ich mein Bein mit Kontakt zum Untergrund soweit ich komme

    - Im Liegen beuge und Strecke ich mein Bein mithilfe eines großen Gymnastikballs, indem ich ihn auch mithilfe des gesunden Beines an mich ranrolle und wegrolle

    - Laufen mit Krücken nicht zu viel und nicht zu wenig

    - Dehnungsübungen für Leiste und Wade

    - Massieren der Narbe mit einem Narbengel

    - Thrombosespritzen

    - Einnahme von Vitamin D

    - Vermeiden von Gluten, Milchhaltigen Produkten und rotem Fleisch - stattdessen viel Fisch, Eiweiß und Gemüse

    - Einnahme von Wobenzymen möchte ich demnächst mal ausprobieren


    Die meisten dieser Sachen wurde mir von meiner Physio empfohlen.