hallo alle,


    wie sieht es bei euch aus?


    ich kann nur positives berichten. seit 11 wochen bin ich mittlerweile schmerzfrei, trotz starker belastung (training/spiel auf kunstrasen und auch andere belastungen) und sehr glücklich.


    die stoßwellen haben nochmal eine deutlich besserung gebracht. da ich aber noch schmerzen AUF der kniescheibe hatte, die dadurch nicht weggegangen sind, habe ich nochmal eine kortisonspritze direkt oben auf die kniescheibe bekommen, da das anscheinend noch eine schleimbeutelentzündung war.


    seitdem habe ich keine probleme mehr und hoffe nur, dass das auch so bleibt. aufgrund sensomotorischer einlagen, die ich seit geraumer zeit auch trage, bin ich da guter dinge, dass die ursache behoben ist.


    viele grüße und gute besserung

    Hallo zusammen,


    ich (m, 34) wüßte gern, ob das Patellaspitzensyndrom bei irgendjemandem von Euch auch mittels CT-gesteuerter Schmerztherapie (PRT) behandelt wurde, d.h. durch Injektion eines Kortisonpräparates in den Rücken etwas oberhalb des Gesäßes. Ggf. würden mich Eure Erfahrungen damit interessieren.


    Ich habe seit letztem Herbst nach dem Volleyballtraining (1 bis 3 Mal pro Woche) Schmerzen in den Knien, vorwiegend im linken. Mein Orthopäde hat Mitte April das Patellaspitzensyndrom diagnostiziert. Ich sagte ihm, daß ich neben dem Volleyballtraining auch etwas Krafttraining mit der Langhantel (Hot Iron) machte und in nicht ganz regelmäßigen Abständen joggen ginge.


    Nach Untersuchung sagte er mir, daß meine untere Rückenmuskulatur viel zu kräftig sei und daß dies mit großer Wahrscheinlichkeit die Ursache für das Patellaspitzensyndrom sei. Ich solle deshalb zumindest vorerst keine Kniebeugen mit der Langhantel mehr machen. Gegen Volleyball sei aber nichts einzuwenden. Gut wäre es, bergan zu joggen. Dadurch würde die Muskulatur des unteren Rückens weicher/ elastischer.


    Ich habe noch am Tag der ersten Untersuchung zwei Kortisonspritzen bekommen (nicht ins Knie, sondern in den Rücken, etwas oberhalb des Gesäßes).


    Die Knieschmerzen sind anschließend beim Volleyball zumindest nahezu genauso wieder aufgetreten. Vielleicht sind die Schmerzen aber etwas schneller wieder abgeklungen.


    Ich habe mittlerweile zwei mal zwei Kortisonspritzen bekommen. Nach meinem Eindruck hat das gegen die Kniebeschwerden nicht geholfen. Scheinbar ist meine Infektanfälligkeit aber stark gestiegen.


    Ich habe selbst auf den Websites radiologischer Praxen nirgends lesen können, daß die CT-gesteuerte Schmerztherapie auch zur Behandlung des Patellaspitzensyndroms eingesetzt würde. Als Anwendungsfälle werden immer nur Rückenbeschwerden genannt.


    Ich bin mittlerweile etwas skeptisch und überlege, mir vor etwaigen weiteren Injektionen bei einem anderen Orthopäden eine Zweitmeinung einzuholen. Vielleicht kann mich aber hier jemand davon überzeugen, daß das nicht nötig ist.


    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Zitat

    mittels CT-gesteuerter Schmerztherapie (PRT)

    Das behandelt aber nicht das PSS sondern ggf ausstrahlende Schmerzen bei Bandscheibenproblemen ...


    Kann das sein das du gerade zwei Diagnosen durcheinander wirfst?


    Mal so am Rande wurde ein MRT von der LWS gemacht oder macht der Arzt die zum Spaß??


    Mir sträubt sich gerade alles bei dem Arzt. Ich kenne sowohl Spritzen ins Knie als auch die PRTs, noch und nöcher. Aber die PRTs bekomme ich aufgrund von Bandschebenvorwälbungen ....


    Ich kann dir nr empfehlen die einen KNIEspezialisten zu suchen, denn scheinbar hast du ja nichts am Rücken was diesen minimalinvasiven Eingriff, den die PRTs darstellen rechtfertigt ...

    Vielen Dank für die sehr schnelle Antwort!


    Ich habe keine Rückenschmerzen oder Probleme mit den Bandscheiben, definitiv nicht. Er hat bei mir nur das Patellaspitzensyndrom und einen – geringfügigen – Knorpelschaden im Knie diagnostiziert, der für die Schmerzen aber nicht ursächlich sein könne.


    Meine beiden Knie und der untere Rücken wurden geröntgt.


    Die Dehnfähigkeit meiner ischiokrualen Muskulatur scheint deutlich vermindert zu sein. Das ist, wenn ich richtig informiert bin, bei Männern über 30 allerdings nicht ganz ungewöhnlich. Ich war zumindest bisher der Meinung, einigermaßen ausgewogenes Krafttraining gemacht zu haben (eher im Kraftausdauerbereich, Training aller wesentlichen Muskelgruppen, kein exzessiver Muskelaufbau).


    Nach meiner laienhaften Vorstellung könnte das Kortison ohnehin nur die Symptome lindern, aber nicht die Ursache für das Patellaspitzensyndrom beseitigen. Wenn die Ursache in muskulären Dysbalancen besteht, würde ich annehmen, daß diese gezielt durch Muskelaufbautraining beseitigt werden müßten. (Gut, wenn die Schmerzen beseitigt werden, vermeidet der Körper vielleicht Fehlhaltungen, die das Problem verstärken mögen.)


    Ich dachte, daß ich bei einem Orthopäden und Sportmediziner richtig aufgehoben bin...


    (Die Kortison-Injektionen sollen angeblich auch praktisch keine Nebenwirkungen haben. Ich habe mir aber nach beiden Injektionsterminen im Abstand von wenigen Tagen eine Erkältung zugezogen. Die zweite plagt mich heute sehr. Mag sein, daß nur ein zufälliger zeitlicher Zusammenhang besteht; ich leide sonst aber nur selten unter Erkältungskrankheiten.)

    Zitat

    Er hat bei mir nur das Patellaspitzensyndrom und einen – geringfügigen – Knorpelschaden im Knie diagnostiziert, der für die Schmerzen aber nicht ursächlich sein könne.

    Dann weiß ich nicht was die PRTs sollen, außer das er jede Menge daran verdient, die sind nämlich schweine teuer ...

    Zitat

    Meine beiden Knie und der untere Rücken wurden geröntgt.

    Das sagt jetzt zwar nichts über die Bandscheiben aus....aber wenn du eh keinerlei Rückenschmerzen hast, wäre ein MRT von der LWS auch übertreiben. Wozu sollte das auch gut sein ...

    Zitat

    Die Dehnfähigkeit meiner ischiokrualen Muskulatur scheint deutlich vermindert zu sein

    Das ist bei sehr vielen Menschen der Fall, da hilft nur selber regelmäßig dehnen, oder den Physiotherapeuten dehnen lassen

    Zitat

    Wenn die Ursache in muskulären Dysbalancen besteht, würde ich annehmen, daß diese gezielt durch Muskelaufbautraining beseitigt werden müßten

    Die kommen in den meisten Fällen dazu und sollte man auch beheben

    Zitat

    Ich dachte, daß ich bei einem Orthopäden und Sportmediziner richtig aufgehoben bin..

    Bist du eigentlich auch, aber dem bei dem du jetzt bist ist das definitiv nicht der Fall und wenn ich sowas höre PRTs bei Schmerzen an der Patellasehne, da sollte man vielleicht mal die Krankenkasse informieren wie der gute Mann so an sein Geld kommt ....

    Zitat

    Die Kortison-Injektionen sollen angeblich auch praktisch keine Nebenwirkungen haben

    Haben sie auch nicht wirklich, weil die Dosis gering ist. Ich bekomme Cortison schon seit 9 Monaten immer wieder gespritzt (sowohl an die Nervenwurzel, als auch ins Knie) das macht nichts bei den Dosen.

    Zitat

    Ich habe mir aber nach beiden Injektionsterminen im Abstand von wenigen Tagen eine Erkältung zugezogen

    Das ist nun wirklich Zufall ...


    Ich kann dir jedenfalls nur den Tipp geben die Spritzen NICHT machen zu lassen und dir einen anderen Arzt zu suchen und was den betrifft, vielleicht doch mal das Gespräch mit der Krankenkasse zu suchen um auch andere vor solchen Behandlungen zu schützen ...

    Zitat

    Nach meiner laienhaften Vorstellung könnte das Kortison ohnehin nur die Symptome lindern, aber nicht die Ursache für das Patellaspitzensyndrom beseitigen

    Cortison kann die Entzündung in der Patellasehne, die ja die Schmerzen macht verringern oder beseitigen, aber NICHT wenn man das Zeug an die Nervenwurzel spritzt :|N


    Dazu muss es schon an Ort und Stelle appliziert werden, sprich am Knie.

    Nochmals vielen, vielen Dank, Mellimaus!


    Was der Orthopäde dafür berechnet, werde ich wissen, wenn ich die Rechnung kriege: Ich bin privat versichert. Ob das immer ein Vorteil ist, weiß ich nicht...

    Zitat

    geringfügigen – Knorpelschaden im Knie diagnostiziert, der für die Schmerzen aber nicht ursächlich sein könne.

    Das Ärzte immer direkt wissen was weh tun kann und was nicht....wahnsinn.


    Vielleicht liegts ja doch daran oder er ist größer als angenommen....?


    Schonmal Krankengymnastik gehabt? Wäre vielleicht auch ne Idee.

    Nachtrag: Jetzt weiß ich wenigstens, wie der Arzt es in der Rechnung macht: Damit die Rechnung bei der Krankenversicherung nicht in der Plausibilitätskontrolle auffällt, wird die Diagnose der durchgeführten Therapie angepasst und ein paar nicht durchgeführte Untersuchungen zusätzlich abgerechnet, die man als Arzt bei der Diagnose lege artis vielleicht hätte vornehmen sollen.


    Die Symptome der bei mir angeblich vorliegenden "Spondylarthrose" in der Lendenwirbelsäule und die angebliche "pseudoradikuläre Symptomatik", also die angeblich in beide Beine ausstrahlenden Schmerzen, hätte ich gelegentlich bemerken müssen, oder? Wenn eine Ultraschalluntersuchungen und Punktionen der Kniegelenke durchgeführt worden wären, müßte ich mich daran auch erinnern können, meine ich.


    Da gehe ich wegen meiner Knieschmerzen, die bei/ nach dem Volleyballtraining auftreten, nach einigen Monaten zum Orthopäden und werde mit einer CT-gesteuerten Schmerztherapie behandelt, die zur Bekämpfung des Patellaspitzensyndroms offenbar vollkommen unsinnig ist!


    Unabsichtlich kann einem Facharzt für Orthopädie so was nicht passieren, oder?

    Ich habe die Verrechnungsstelle, an die ich mich bei Rückfragen wenden soll, schriftlich um Stellungnahme gebeten. Dann kann ich die ggf. gleich mit an die Ärztekammer schicken. Ich weiß nicht, ob ich mich über eine Lappalie aufrege.

    Na ja was heißt Lappalie. Es geht ja ums Prinzip. Ein Arzt kann dir ja keine PRTs andrehen und dir was an der Wirbelsäule nachsagen wenn du ganz klar nur Knieschmerzen und sonst nichts hast ...