Er hat mir schon bei der ersten Untersuchung erklärt, das Patellaspitzensyndrom habe bei mir seine Ursache im unteren Rücken. Die Muskulatur sei viel zu kräftig ausgeprägt. Deshalb werde die Hüfte bei Sprüngen zu weit nach vorn geschoben (oder so ähnlich). Ich solle keine Kniebeugen mit der Langhantel mehr machen. Helfen würde es, bergauf zu joggen oder Step-Aerobic zu machen. Dadurch würde die Muskulatur des unteren Rückens weicher. Mit den Hinweisen war ich eigentlich erst mal zufrieden. Er sagte dann, er könne die Schmerzen (erst mal) beseitigen, indem er Kortison in den unteren Rücken injiziere. Das müsse er aber in einer radiologischen Praxis mit Hilfe eines Computertomographen machen, um die Spritzen richtig setzen zu können. Ich habe ihn darauf gefragt, ob die Behandlung gefährlich sei. Das verneinte er.


    In der Belehrung, die ich dann nachmittags bekam, stand dann zwar etwas von einem, wenn auch sehr geringen, Risiko einer Querschnittslähmung usw. Außerdem wurden Nebenwirkungen von Kortison aufgeführt. In der Belehrung fand sich zudem der Hinweis, daß die Kosten der Behandlung von den Krankenversicherungen nicht immer übernommen würden. Ich solle das vorsichtshalber lieber vorher abklären. Darauf habe ich ihn vor der Behandlung ausdrücklich angesprochen. Darauf entgegnete er nur, die Krankenversicherungen hätten früher z.T. die Auffassung vertreten, ein erfahrener Arzt müsse die richtige Stelle auch ohne die Hilfe eines CT treffen können.


    Die für die darauf folgende Woche vorgesehenen weiteren Spritzen haben wir abgesagt, weil ich ziemlich erkältet war.


    Ich habe dann, wie besprochen, mit ihm einen weiteren Untersuchungstermin in seiner orthopädischen Praxis vereinbart. Bei dieser Untersuchung fragte er mich, ob die Spritzen die Kniebeschwerden gelindert hätten. Darauf sagte ich, daß die Schmerzen – vielleicht – etwas schneller als sonst wieder abgeklungen seien. Sicher sagen könne ich das aber nicht.


    Hierauf entgegnete er, es seien normalerweise zumindest zwei Injektionstermine nötig. Wir vereinbarten dann einen Termin für die folgende Woche. Im Anschluß an die weiteren Injektionen sagte er, die Wirkung setzte nach einigen Tagen ein. Ich solle bis zum Wochenende keinen Sport machen. Dann könne ich aber, wie gewohnt, Volleyball spielen. Ich solle "in 14 Tagen" einen weiteren Untersuchungstermin mit seiner Praxis vereinbaren, um festzustellen, ob die Beschwerden geringer geworden sind und ob weitere Maßnahmen durchzuführen sind.

    Ich war am Tag vor der ersten Untersuchung beim Orthopäden noch beim Krafttraining gewesen. Ich nehme an, daß man bei akuten Rückenbeschwerden, die eine PRT indizieren, wenig Lust verspürt, mit 25 kg Gewicht auf der Schulter Kniebeugen und Ausfallschritte zu machen.

    hi,


    das hört sich ja alles recht merkwürdig an. pss kann zwar, soweit ich weiß auch vom rücken ausgelöst werde, aber dann eher aufgrund einer fehlstellung...eher aber hüftfehlstellung. und mit kortison behandelt man das wohl auch nicht. evtl.


    hat kortison evtl eine muskellockernde wirkung? (@mellimaus)


    - dann würde es, sehr weit hergeholt, noch sinn ergeben, dass er vllt die (zu starke) muskulatur lockern wollte oder sowas um eine pss auslösende fehlstellung zu beheben..aber sehr unwahrscheinlich denke ich mal und ich weiß auch nicht ob sowas überhaupt geht mit kortison.


    aber nichts desto trotz solltest du vllt einen vernünftigen arzt aufsuchen.


    bei mir haben neben 2 op's stoßwellen und eine kortisoninjektion schlussendlich guten erfolg gebracht, in verbindung mit sensomotorischen einlagen aus einem lauflabor um die ursache zu beheben.


    vielleicht sollte das dein erster weg sein, keiner kann garantieren dass die wirklich die ursache finden, aber ich denke bei mir hat das ganz gut geklappt.


    während den stoßwellen würde ich aber nicht beasten, die sehne ist dann schon genug strapaziert.


    mfg

    Aber nicht wenn man es an eine Nervenwurzel fern ab vom Knie spritzt. Das einzige was Cortison macht ist abschwellen weil entzündunghemmend, aber eben den Nerv und nicht irgendeine Sehne am anderen Ende des Körpers.

    Der Grund für die Kortison-Injektionen wird der gewesen sein, daß es für eine fachbezogene Untersuchung nach der GOÄ auch bei Faktor 2,3 nur 21,45 € gibt, für eine 5-minütige CT-gesteuerte Injektionsbehandlung einschließlich der Auslagen für die Medikamente aber 278,- €. – Wie soll es sich für den Arzt lohnen, mühsam nach den Ursachen für die Entzündung der Patellasehne zu suchen?

    seit februar bin ich nun trotz regelmäßigem und intensiven sports so gut wie frei von pss.


    was mir seit geraumer zeit aber probleme bereitet sind schmerzen hinter der patellasehne. ih denke es ist der hoffa fettkörper, kann es aber nicht ganz genau sagen. meniskus wurde mit den manuellen möglichkeiten gecheckt, scheint alles io, aber bei druck in das weiche gewebe neben der patellasehne, sowie druck auf die sehne und druck in die spalte zwischen kniescheibe und kniegelenksspalt schmerzt es ordentlich. mittlerweile nervt es auch etwas beim sport.


    pss schmerz ist es aber nicht mehr...


    hat da jemand eine ahnung/vermutung/tipps etc.?


    ...was mir noch eingefallen ist: ich hatte mal eine starke schleimbeutelentzündung am knie, die mit kortisonspritzen in den unteren rücken behandelt wurde, mit großem erfolg.


    das aber ohne (positives) urteil zu den method des arztes um den es in den vorhergehenden posts ging.


    vg

    Hallo zusammen!

    @ marvinho:

    das gleiche hatte ich auch, der Schmerz war bei mir außen am Kniegelenkspalt. Der Orthopäde hat dann am Ultraschall gesehen, dass der Hoffa´sche Fettkörper entzündet ist und eine Cortisonhaltige Injektion vorgenommen. Nach 2-3 Wochen war´s dann weg.


    Zu meinem PSS: die letzten Monate war´s ganz gut, war regelmäßig laufen und hatte nur sehr leichte Schmerzen bei der Belastung. Vor ca. 3 Wochen ist es dann aber wieder schlimmer geworden. :(v


    Nach 2 Jahren nervt es langsam: Habe Physio, Einlagen, Nahrungsergänzung (Orthomol Tendo) Kräftigungsübungen, excentrisches Krafttraining, Injektionen und Röntgentiefenbestrahlung probiert...ganz weg war es aber nie.


    Hat jemand noch Ideen? KAnn mich noch nicht dazu durchringen, mich unter´s Messer zu legen. ":/


    Viele Grüße und allen geplagten gute Besserung!

    Hallo.


    Ich hab des ja nun auch schon länger als ein Jahr. Und da nichts anschlägt wurde ich operiert. Denervierung genannt. Hat nix gebracht, die Nerven sind wohl wieder zusammen gewachsen -> Schmerz nach wie vor da!


    Neuer Arzt – Neues Glück. Nun überlegt man, das tote bzw entzündete Sehnengewebe keilförmig zu entfernen.


    Da die Schmerzen irgendwie Momentan schlimmer werden (Arbeit – viele Treppen – Gehockte Position) werde ich mich wohl oder übel nochmal aufschneiden lassen. Hoffe mal das ist alles arthroskopisch. Muss Dienstag nochmal hin, dann wird weiter geschaut.


    Auch von mir Gute Besserung an Alle.