Rückenschmerzen im unteren Rückenbereich

    Hallo,


    Im Mai fingen meine Rückenschmerzen an: Immer wenn ich lange gesessen habe und teilweise auch nach vorne gebeugt gesessen habe, fangen die Rückenschmerzen an: zuerst auf der rechten Seite, mittlerweile sind sie mehr im Bereich der Wirbelsäule. Mitte Mai bekam ich dann eine Gürtelrose, welche in diesem Bereich auch ausbrach. Nach drei Wochen war alles wieder okay, auch die Rückenschmerzen waren so gut wie weg. Ich konnte wieder regelmäßig trainieren (Fitnessstudio, Laufen) und hatte kaum Beschwerden – nur wenn ich lange gesessen habe kamen die Schmerzen wieder.


    Seit dieser Wochen hat sich das alles noch weiter verschärft: Im Büro haben wir einen Stuhl, desse Lehne wippen kann, d.h. ich lehne mich an und kann die Lehne mit dem Rücken ein wenig nach hinten drücken, muss sie aber mit dem Rücken halten. Stehe ich dann auf, kann ich mich manchmal vor Rückenschmerzen kaum rühren, dasselbe passiert, wenn ich mich stehend auf einer Tischplatte abstütze, dann habe ich schmerzen beim aufrichten.


    Die Schmerzen verschwinden auch über Nacht wenn ich liege – sie sind mittlerweile permanent vorhanden, manchmal zieht es richtig starkt wenn ich den Oberkörper etwas drehe. Auch im Stehen den Oberkörper noch vorne senken bereitet mir Rückenschmerzen.


    Was kann das sein? Nur ein Nerv eingeklemmt oder gar ein Bandscheibenvorfall (ein beginnender)?


    Sollte es morgen nicht besser werden werde ich meinen Arzt aufsuchen.

  • 30 Antworten

    Ich denke ein Arztbesuch wäre sehr gut. Ich hab hier übrigens auch so einen komischen Stuhl und ich habe das Gefühl der ist nicht wirklich gut für den Rücken. Mir wurde gesagt, so ein Stuhl ist eigentlich nur für ein paar Stunden sitzen gedacht. Wenn man den ganzen Tag sitzt, dann müsste der Rücken schon super trainiert sein, ansonsten macht er eher was kaputt als gut. Frage mich wer sich sowas augedacht hat?! ":/

    Noch ein Nachtrag:


    Selbst wenn ich mich viel bewege (Spazierengehen/Wandern) verschwinden die Schmerzen mittlerweile nicht mehr. Auch wenn ich im Fitnessstudio spezielle Rückenübungen mache bringt das keine Linderung.


    Habe, zugegeben, in der letzten Zeit den Sport stark vernachlässigt.


    Ganz besonders stark hatte ich diese Schmerzen als in in einem Sessel saß, lehne aufrecht, und die Füße auf einem anderen Sessel gelegt habe – am anderen Tag konnte ich vor Schmerzen kaum aufrecht gehen.

    Da solltest du am besten noch heute zu einem Arzt gehen. Das macht ja so überhaupt keinen Sinn.


    Rückentraining lindert bestehende Rückenschmerzen nicht, da machst du eher alles schlimmer. Wenn dein Rücken wieder gut ist, dann solltest du vermehr trainieren. Beim Training wird dir jeder Coach sagen: Sobald es schmerzt sofort aufhören.

    Erstmal muss man die Ursache finden und dann gezielt trainieren. Ggf. bei einem Physiotherapeuten mit einer Geräte gestützten Krankengymnastik. Muskelaufbai ist unverzichtbar.


    Aber, wo genau sind denn die Schmerzen jetzt?


    Ich habe z.B. seit vielen Jahren Schmerzen im Bereich untere LWS – Iliosacralgelenk:


    http://www.praxis-nc.de/isgsyn.html


    oder auch


    http://www.dr-gumpert.de/html/isg-blockierung.html

    Zitat

    Natürlich lindert gezieltes Rückentraining auch Rückenschmerzen. Wie kommt ihr darauf, dass dem nicht so ist?

    Ich leide seit Jahren unter chronischen Rückenschmerzen und Morbus Scheuermann und mein Physiotherapeut meinte z.b das gewisse Rückenübungen überhaupt nicht gut sind wenn man eh schon Schmerzen hat und deshalb sollte man diese auch meiden.


    Bei mir helfen in ganz extremen Situationen nur der harte Fussboden oder allgemein Liegen. Dann bin ich schmerzfrei und ich freu mich immer auf meine Schmerzspritzen vom Doc (die ich leider in letzter Zeit vernachlässigt habe und die auch auf Dauer nicht sonderlich gut sind) da kann ich endlich auch mal schmerzfrei sitzen.


    Ich, an deiner Stelle, würde zum Doc gehen und das abklären lassen. Rückenschmerzen können viele Ursachen haben...bei mir hat es Ewigkeiten gedauert (2 x MRT, CT, Thoraxröntgen, Ultraschall usw) bis ich endlich ne Diagnose hatte.


    Mein Problem war allerdings auch, das ich mich selber absolut verrückt gemacht habe, weil kurz vorher ein Kollege von mir gestorben ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs und dieser wurde nicht erkannt, sondern er bekam nur Schmerzspritzen gegen seine Rückenschmerzen.

    parvati

    Wie Spiegelbild schreibt: :)z

    Zitat

    Ich leide seit Jahren unter chronischen Rückenschmerzen und Morbus Scheuermann und mein Physiotherapeut meinte z.b das gewisse Rückenübungen überhaupt nicht gut sind wenn man eh schon Schmerzen hat und deshalb sollte man diese auch meiden.

    Man muss das selbst austesten, bzw. abklären was überhaupt für einen selbst Sinn macht. Manche 0815-Übungen, die vielleicht für die Mehrheit der Menschen gut sind, sind für einen selbst Gift.


    Klar, man sollte Sport machen, aber ich denke wenn es gerade ganz akut ist, hilft es nicht viel, da hätte man das schon früher machen müssen, bzw. muss einfach etwas abwarten bis es wieder besser geht und dann gezielte Übungen für die Schwachstelle.

    So, wie ihr es jetzt schreibt, klingt es anders ;-)


    Es ist natürlich klar, dass erst mal abgeklärt werden sollte, was die Ursache der Schmerzen ist und dann kann man auch gezielt Übungen machen. Aber allein nur die Aussage, Rückentraining würde bei Rückenschmerzen nicht helfen, ist einfach nur quatsch. Und nichts anderes wollte ich sagen. Dass Rückentraining bei akuten Schmerzen nicht zwingend bei jedem hilft ist mir auch klar.

    Warte, du hast noch was vergessen... Die Situation entspannt sich nicht, weil alle nur den Rücken trainieren und nicht den Bauch und sich nicht dehnen *hust* Wundert mich, dass du das noch nicht erwähnt hast ;-D


    Aber lieber Klaus F, wieviele von denen, die in die Rückenschule geschickt werden – wo übrigens auch Bauchmuskeltraining durchgeführt und ausreichend die Muskulatur gedehnt wird – bleiben auch dabei und trainieren auch zu Hause weiter? DAS muss man sich mal fragen. Wenn man nicht dran bleibt, wundert es auch kaum, dass sich das Beschwerdebild des Betroffenen nicht bessert. Das liegt dann aber nicht an der rückenschule selbst, sondern an der mangelden Motivation des Einzelnen.