Schleimbeutelentzündung

    Hallo, ich habe schleichend schmerzen in der linken Schulter bekommen. Kann die Hand kaum heben. War dann beim Orthopäden hat mich zum MRT geschickt. Da kam eine Schleimbeutelentzündung raus. Und im Röntgen : Hakenförmiges Acromion auf Impingementsituation? Was heißt das?

    Schmerztherapie, Kortisonspritze, Infusionen,..... hat alles nichts geholfen.

    Nun hat mich der Orthopäde zur OP angemeldet. Hat jemand Erfahrung?

  • 15 Antworten

    ...das Impingementsyndrom ist eine unphysiologische Enge zwischen Schulterdach und Schultergelenk. Das kann anatomisch angeboren aber auch erworben sein. Wie auch immer, zwischen dem besagtem Schulterdach und dem Gelenkskopf läuft eine Sehne (Supraspinatus) und ein Schleimbeutel, der unter anderem diese Sehne schützt. Normalerweise ist für alle genügend Platz. Wird aber dieser Spalt durch, z.B. knöcherne Anbauten schmäler, wird jedes Mal wenn man den Arm hebt oder drauf liegt, die Sehne und der Schleimbeutel gequetscht. Auf Dauer gibt es Verletzungen im Gelenkspalt, der Körper versucht diese zu reparieren (Entzündung) es entstehen Vernarbungen und Verkalkungen = Schmerz!

    Wenn bei dir diese hakenförmige Veränderung diagnostiziert wurde, dann hast du keine große Wahl, als diese entfernen zu lassen. Alles andere ist nur Zeitverschwendung!!

    In den meisten Fällen wird sowieso "Minimalinvasiv" (Schlüsselloch) operiert. Dadurch hast du eine kürzere Wundheilungszeit und bist schneller wieder Fit, da wenig Muskelgewebe aufgeschnitten werden muss.



    Ich hatte das auch. Musste nachts den Notarzt rufen, weil ich dachte, ich geh kaputt an den Schmerzen. Nicht liegen, nicht sitzen, nicht gehen, keine Stellung gefunden, in der man es wenigstens etwas aushalten konnte.

    Habe eine Spritze unter den Schulterknochen bekommen, das Zeug hieß "Supertendin" und eine Woche jeden Tag Ibuprophen 600, dreimal täglich. Die helfen ja auch gegen die Entzündung, daher sollte ich die auch weiter nehmen, wenn es besser wird.

    Ganz weg ging es nicht, aber ich konnte damit leben. Habe dann eine Röntgenreizbestrahlung bekommen. Sechs Sitzungen und dann wurde es kurz schlimmer. Das sei aber normal, sagten die Ärzte. Ca. 6 Wochen später war alles weg. Das ist jetzt ein Jahr her und bisher ist es nicht wiedergekommen.

    Sobald das der Fall ist, werde ich diese Behandlung wiederholen.

    giuanni schrieb:

    ...das Impingementsyndrom ist eine unphysiologische Enge zwischen Schulterdach und Schultergelenk. Das kann anatomisch angeboren aber auch erworben sein. Wie auch immer, zwischen dem besagtem Schulterdach und dem Gelenkskopf läuft eine Sehne (Supraspinatus) und ein Schleimbeutel, der unter anderem diese Sehne schützt. Normalerweise ist für alle genügend Platz. Wird aber dieser Spalt durch, z.B. knöcherne Anbauten schmäler, wird jedes Mal wenn man den Arm hebt oder drauf liegt, die Sehne und der Schleimbeutel gequetscht. Auf Dauer gibt es Verletzungen im Gelenkspalt, der Körper versucht diese zu reparieren (Entzündung) es entstehen Vernarbungen und Verkalkungen = Schmerz!

    Wenn bei dir diese hakenförmige Veränderung diagnostiziert wurde, dann hast du keine große Wahl, als diese entfernen zu lassen. Alles andere ist nur Zeitverschwendung!!

    In den meisten Fällen wird sowieso "Minimalinvasiv" (Schlüsselloch) operiert. Dadurch hast du eine kürzere Wundheilungszeit und bist schneller wieder Fit, da wenig Muskelgewebe aufgeschnitten werden muss.



    Ich habe beim Orthopäden einige Leute getroffen, die das auch haben operieren lassen und trotzdem noch Schmerzen haben.

    Schulter ist nicht ohne und selbst der Arzt sagte, dass nicht immer nach einer OP Ruhe ist. Die Schulter sei ein Gelenk, dass ungewöhnliche Probleme machen kann, selbst wenn alles wieder in Ordnung scheint.

    Aus meiner Erfahrung würde ich daher eher zu dieser Röntgenreizbestrahlung raten. Mir hat das super geholfen und ich war wirklich sehr skeptisch. Eine Nachbarin hatte mich darauf gebracht, der das ebenfalls vor Jahren schon geholfen hat. Operieren kann man immer noch.

    giuanni schrieb:

    ...das Impingementsyndrom ist eine unphysiologische Enge zwischen Schulterdach und Schultergelenk. Das kann anatomisch angeboren aber auch erworben sein. Wie auch immer, zwischen dem besagtem Schulterdach und dem Gelenkskopf läuft eine Sehne (Supraspinatus) und ein Schleimbeutel, der unter anderem diese Sehne schützt. Normalerweise ist für alle genügend Platz. Wird aber dieser Spalt durch, z.B. knöcherne Anbauten schmäler, wird jedes Mal wenn man den Arm hebt oder drauf liegt, die Sehne und der Schleimbeutel gequetscht. Auf Dauer gibt es Verletzungen im Gelenkspalt, der Körper versucht diese zu reparieren (Entzündung) es entstehen Vernarbungen und Verkalkungen = Schmerz!

    Wenn bei dir diese hakenförmige Veränderung diagnostiziert wurde, dann hast du keine große Wahl, als diese entfernen zu lassen. Alles andere ist nur Zeitverschwendung!!

    In den meisten Fällen wird sowieso "Minimalinvasiv" (Schlüsselloch) operiert. Dadurch hast du eine kürzere Wundheilungszeit und bist schneller wieder Fit, da wenig Muskelgewebe aufgeschnitten werden muss.



    ist das ein schwerer Eingriff. Wie lange ist man da im kh? Hat man da danach Therapie? Hat man lange noch schmerzen? Ist das ein großer Schnitt? Sorry für die vielen Fragen :-)

    surifey schrieb:

    Aus meiner Erfahrung würde ich daher eher zu dieser Röntgenreizbestrahlung raten.

    ...Grundsätzlich hast du recht surifey, man kann die Röntgenreizbestrahlung als Alternative zur OP sehr wohl zur Bekämpfung von Entzündungen anwenden, das wird seit Jahren beim Fersensporn und beim Tennisarm angewandt. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht :)^Allerdings wird damit nicht die Ursache behandelt! Trotzdem würde ich surifey zustimmen und zunächst diese Möglichkeit der Therapie ausprobieren. Operieren kann man ja immer noch. Denn trotz Minimalinvasiver OP, kann es Monate dauern bis du wieder wieder Fit bist.
    Zitat:

    Die Auswertungen zeigten: Bei Patientinnen und Patienten, bei denen ein bloßes Abfräsen des Schulterdaches durchgeführt wurde, lag die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach der Operation bei durchschnittlich 82 Tagen, also bei fast drei Monaten.


    Mir sagte mein Orthopäde das muß operiert werden. Bin jetzt für die OP im KH angemeldet. Haben mich auf die Akut Liste angemeldet. Bekomme ich da schneller einen OP Termin? Weiß jemand ist das eine große Wunde ( Schnitt)?


    LG Natascha

    jennymaus2002 schrieb:

    Mir sagte mein Orthopäde das muß operiert werden. Bin jetzt für die OP im KH angemeldet. Haben mich auf die Akut Liste angemeldet. Bekomme ich da schneller einen OP Termin? Weiß jemand ist das eine große Wunde ( Schnitt)?


    LG Natascha

    Ja, das sagen Orthopäden immer.

    Bestehe auf die Röntgenreizbestrahlung vorab, damit kannst du viele Jahre Schmerzfreiheit gewinnen. OP immer nur dann, wenn alles andere nicht geklappt hat.

    Ich ziehe das mit der op jetzt durch. Ich bin ja im kh schon angemeldet worden. Muss nur auf den Termin warten. Ich hoffe halt danach bin ich schmerzfrei. Ich schlafe kaum noch.

    Ich kann nur auch dazu raten, vor einer OP immer alles konservative auszuschöpfen und wenn OP unbedingt eine zweite Meinung einzuholen am besten bei einem Schulterspezialisten. So eine OP an der Schulter ist ja nicht so einfach und das nächste KH nicht unbedingt qualifiziert dafür. Sonst hast du evtl nach der OP mehr Probleme als vorher. Evtl kann Dir hier ja jemand einen Schulterspezialisten empfehlen....

    Ich bin mittlerweile beim zweiten Orthopäden und beide sagen nur eine OP wird helfen laut den MRT und Röntgen Befund.

    jennymaus2002 schrieb:

    Ich bin mittlerweile beim zweiten Orthopäden und beide sagen nur eine OP wird helfen laut den MRT und Röntgen Befund.

    Klar, und wenn Du zu noch mehr Orthopäden gehst, die werden Dir meist dasselbe raten.

    War bei mir auch so und ich bin jetzt nach der Röntgenreizbestrahlung schon seit zwei Jahren völlig beschwerdefrei. Hätte nie gedacht, dass das hilft, aber mir hatten das vorher mehrere Leute empfohlen, die die gleichen Probleme hatten und es hat tatsächlich super geholfen.

    Ich hatte Schmerzen, von denen ich sogar ohnmächtig geworden bin; also wirklich extrem.


    Nun ja, Du musst es selbst wissen, aber ich habe tatsächlich auch mehrere Leute gesprochen, die nach der OP dieselben Probleme; einer sogar mehr hatte. Bei einem allerdings waren danach die Schmerzen weg.


    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg.

    Allerdings frage ich mich schon, warum Du hier um Meinungen bittest, wenn bereits alles entschieden ist.


    Guten Rutsch.

    Hallo, muss am Montag ins Krankenhaus da wird alles besprochen und dann bekomme ich einen op Termin. Weiß jemand wie lange man da im Krankenhaus ist?


    lg

    ...ich denke, das werden sie dir schon sagen. Der stationäre Aufenthalt ist ja davon abhängig was genau gemacht wird. Wenn es nur eine subakromiale Dekompression ist, dann wird man in der Regel nach 3-4 Tagen entlassen. Vorausgesetzt alles läuft "normal" ab!


    Viel Glück und gute Besserung!!