Schulter Engpasssyndrom

    Hallo Zusammen,


    bei mir wurde ein Schulterengpasssyndrom diagnostiziert.


    Es ist bei mir so schlimm, dass ich nachts kaum noch schlafen kann da die Schmerzen in den Schultern sehr stark sind.


    Morgens bekomm ich die Arme fast gar nicht gehoben.


    Ich habe nun Krankengymnastik verordnet bekommen.


    Hat jemand Erfahrung mit dem Schulterengpasssyndrom? Vielleicht habt ihr mir ja Tipps was man sonst noch machen kann.


    Es geht aufgrund des Schlafmangels so langsam an meine Substanz.


    Bin über jeden Tipp dankbar

  • 12 Antworten

    Hallo Samira,


    ich hab das auch, wenn auch nicht so schlimm, wie du.


    Mir hilft Physiotherapie wirklich gut, wie es bei dir ist, musst du mal abwarten.


    Lass dir am besten zwei Termine pro Woche geben und dir auch für zuhause ein


    paar Übungen zeigen, bei sowas ist echt viel Eigeninitiative gefragt.

    danke Pitbull.


    Leider habe ich erst für Ende des Monats Termine bekommen.


    Habe mir aber jetzt mal im Internet ein paar Übungen speziell für dieses Problem herausgesucht (bspw. mit Terraband) und werde dies nun beginnen.


    Außerdem gehe ich nun auch wieder viel spazieren .. hatte eine Knieop und konnte eine Zeitlang nicht richtig laufen - in dieser Zeit ist es mit den Schultern auch viel schlimmer geworden.


    Ist echt lästig - aber das bekomm ich auch noch in den Griff

    Sorry, konnte im Büro nicht weiter schreiben.


    Übungen aus dem I-net mit dem Theraband wollte ich dir auch noch vorschlagen, hab ich auch gemacht.


    Aber pass auf die Ausführung auf, dass du da nichts falsch machst.


    Spazierengehen ist auch gut, dabei evtl. die Arme ein bisschen mehr schwingen wie normal, praktisch so walking-mäßig.


    Joggen hat mir auch geholfen, aber erst als die Schmerzen besser wurden, sonst ist das mit der Erschütterung nicht gut.


    Hast du auch Verspannungen im Nacken- und BWS-Bereich?


    Und falls du es bezügl. Schmerzen nicht aushältst, lass dir ruhig Schmerzmittel verschreiben.

    Verspannungen hab ich momentan im Gesamten Bereich - also HWS und BWS - gesamter Rücken und auch die Arme.


    Habe auch eine Arthrose im HWS-Bereich so dass auch der 4 HWS-Wirbel verschoben ist.


    Bin im Moment auch bei einem Atlas-Therapeut in Behandlung. Mein Atlas ist auch immer draußen, bzw. er war zwischenzeitlich mal wieder drin, aber seit ein paar Tagen ist er wieder draußen.


    Wenn ich bei der Behandlung war und der Atlas wurde wieder gerichtet geht es am nächsten Tag auch ein bisschen besser.


    Schmerzmittel habe ich aufgrund meine Knie-OP noch , muss halt aufpassen da ich einen recht empfindlichen Magen habe. Versuche deshalb weitestgehend auf die Schmerzmittel zu verzichten.


    Ich denk halt, dass momentan alles zusammenspielt, die Knie-OP, der Halswirbel usw.


    Aber wenigstens ist wohl eine Baustelle momentan im Griff - das Knie so dass ich wenigsten wieder laufen kann. Das macht ja auch schon mal was

    Zitat

    Ich habe nun Krankengymnastik verordnet bekommen.


    Hat jemand Erfahrung mit dem Schulterengpasssyndrom?

    ein impingement syndrom ( Schulterengpass) läßt sich mit der richtigen therapie und viel eigenübung gut beheben!


    bei einem schulterengpass werden weichteile v.a. die sehne des muskulus supraspinatus unter dem schulterdach eingeklemmt. in nachbarschaft liegende sehnen z.b. die bicepssehnen sind ebenfalls von der einklemmung betroffen.


    der oberarm kopf klemmt die sehnen unter dem schulterdach ein was zu bewegunsgschmezen und ruheschmerzen führt.


    der arm läßt sich dann kaum anheben bzw das überkopfheben ist kaum möglich.


    ursache ist z.b.


    - regelmäßiges überkopfarbeiten


    - muskuläre dysbalancen der schultermuskulatur. die musklen welche den oberarmkopf "nach unten" ( humeruskopfdepressoren) ziehen sind zu schwach sodas dwe oberamkopf in die pfanne gepresst wird.


    - muskuläre verkürzungen v.a. des brustmuskles


    - verspannungen


    - haltungsschwäche ( krumme körperhaltung)


    - fehl- und überlastung z.b. chronisches arbeiten mit den armen, sport wie etwas handball usw..


    therapie:


    ziel ist es das gestörte muskuläre gleichgewicht wieder in ordnung zu bringen und die schultermuskulatur v.a. die depressoren aufzutrainieren.


    d.h.


    - verbessern des muskulären gleichgewichtes


    - verbessern der gestörten oberarmkopfbeweglichkeit ( kaudalgleiten erarbeiten) durch "manuelle therapie"


    - dehnung verkürzter muskeln


    - haltungstraining ( aufrechte haltung erarbeiten)


    - schmerzlindernde elektrotherapie


    - manuelle therapie zur erweiterung des raumes zwischen oberarmkopf und schulterdach


    hausaufgabe:


    - überkopfarbeiten unbeding meiden


    - schwer heben und tragen meiden


    - wäre oder kälteanwendungen ( mal austesten was besser ist)


    - hausaufgabenprogramm vom therapeuten erstellen lassen


    da ganze dauert aber seine zeit. d.h. mit einigen wochen musst du schon rechnen.


    gruss

    Wurde denn ein MRT der Schulter angefertigt? Wenn nämlich die Sehnen durch das ständige Reiben unterm Schulterdach schon deutlich einen Weg haben, dann wäre evtl doch eine Op angezeigt.


    Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. Physio, physio und physio....Auch, wenn es nicht gerade angenehm ist.

    Zitat

    dauert aber seine zeit. d.h. mit einigen wochen musst du schon rechnen.

    Eher Monate ;-)


    Ich bin damit seit Mittel April in Behandlung (vorher hatte ich zwei Monate Rotatoren-Probleme, die da wohl reinspielen bzw. gespielt haben). Geht langsam aber stetig aufwärts, mittlerweile kann und darf ich sportmäßig schon wieder viel machen.


    Da ich leistungs- und trainingsmäßig unbedingt wieder da hin will, wo ich vorher war, reize ich auch alles aus.

    @ samira:

    Was machst du beruflich? Büro?

    Zitat

    Physio, physio und physio....Auch, wenn es nicht gerade angenehm ist.

    Ich finds gut, hab aber auch im zweiten Anlauf erst den bzw. die richtigen gefunden.


    Am Anfang wars stellenweise schmerzhaft, vor allem die Verspannungen rauszudrücken - aber es hilft!


    Wie gesagt, man muss viel selbst machen, von zweimal angeleiteter Physio in der Woche wird's nicht besser.

    MRT wurde bisher keins gemacht.


    Aber jetzt geh ich dann erstmal zur Physio und mach meine Übungen die ich im Internet gefunden habe.


    Die Physio beginnt leider erst am 29.11. vorher habe ich keinen Termin bekommen. Ist aber ein sehr guter Therapeut. War schon wegen meinem Halswirbel bei ihm und wird auch vom Arzt empfohlen.


    Ich arbeite im Büro - das bedeutet ich programmiere so dass ich den ganzen Tag am PC sitze. Bedeutet also durch die Tätigkeit sind ständig die Schultern nach vorne gezogen. Versuche aber regelmäßig während der Arbeit ein paar Ausgleichsübungen einzubauen.

    MRT würde ich aber zeitnah machen lassen (Termine dauern da ja leider auch) bzw. beim Orthopäden ansprechen. Ich dachte, der Befund wäre MRT-gestützt, das wundert mich jetzt. ":/


    Bürojob also, dachte ich mir schon – hab ich auch! ;-)


    Ich achte da jetzt auch verstärkt auf die Haltung, also aufrecht sitzen und Schultern zurück, manchmal schleicht sich der "Schlendrian" aber ein.


    Hab mir vor einer Weile so einen Geradehalter bestellt, kannst ja mal googlen, die gibt’s in zig Ausführungen.


    Bisschen gewöhnungsbedürftig aber mir persönlich hilft er. Ziehe ihn 3-4mal die Woche ins Büro an.


    Die Schmerzen sollten da aber auch erst deutlich besser sein, da die Riemen doch mehr oder weniger stark auf die Schultern drücken.


    Wenn die Physio startet, frag auch mal nach Magnetresonanz, das ist auch echt gut! :)z