Schulterschmerz nach OP

    Hallo zusammen,


    vor knapp 8 Wochen hatte ich eine Arthroskopie der rechten Schulter. Dabei wurde der Schleimbeutel entfernt, Gelenk geweitet wg. Impingement und ein Sporn vom Akromion abgetragen.

    Nach der OP bekam ich Lymphdrainage und einen Therapiestuhl, um nach 2 Wochen 60° und nach 4 Wochen 90° Abduktion schmerzfrei zu schaffen. Mittlerweile bekomme ich Ultraschall und MT bei meiner Physio.


    Beim Kontrollieren vor 3 Wochen war der Arzt nicht richtig zufrieden. Ich habe nach wie vor Schmerzen und bekomme den Arm aktiv kaum gehoben. Beim passiven Bewegen in der Physio könnt ich die Wände hoch gehen. Wenn der gestreckte Arm gehoben wird zieht der Schmerz von der Schulter in die Ellenbeuge... und der Bizeps schmerzt höllisch.


    Nächste Woche muss ich nochmal zu meinem Operateur. Was kann das sein? Ich mach mir Gedanken, weil eigentlich sollte es doch langsam besser werden. Dass Schulter ne langwierige Sache ist, weiß ich.. vor der OP hatte ich über 1 Jahr Schmerzen (bedingt durch Sturz).. aber so langsam verlässt mich die Geduld.


    LG Sfogliatelle

  • 34 Antworten

    Hallo, ich kann nicht mit Erfahrungsberichten dienen, habe aber in 4 Wochen die gleiche/ähnliche OP vor mir. Bei mir wird links operiert. Bei mir ist die Ursache der Schmerzen kein Sturz, sondern es ist einfach so gekommen. Ich habe das auch in beiden Schultern. Das mit dem Sporn habe ich bei meiner Diagnose nicht gehört. Die Schmerzen, die du jetzt aktuell beschreibst, habe ich im rechten Arm. Das kommt durch die entzündete Bizepssehne bei mir. Vielleicht kommt es bei dir auch durch die Schonhaltung.


    Wie war bei dir der Ablauf der OP? Ich soll nach der OP ein Schmerzkatheter bekommen und 5 Tage im KH bleiben und dort Physiotherapie machen. Wie lange kannst/konntest du nicht Auto fahren?

    Hallo, also Schonhaltung habe ich keine. Ich hatte nur 3-4 Tage so einen Fix-Gurt und musste diesen dann weglassen. Wurde darauf extra hingewiesen. Steht auch im Arztbrief.


    Die OP war soweit ok, ich war 1 Nacht nur im KH. Schmerzkatheter hatte ich nicht, lediglich meinen venösen Zugang, wo mir im Aufwachraum noch Dipidolor gespritzt wurde. Danach ging es mit Tabletten weiter... Entlassung war ja am nächsten Morgen.


    An Autofahren ist aktuell nicht zu denken. Lenken, trotz Servolenkung geht nicht wirklich... und der nächste Haken ist das Schaltgetriebe. 2., 4., 6. Gang sind ein Ding der Unmöglichkeit.


    Was sagt denn Dein Arzt zur entzündeten Bizepssehne? Wird das behandelt?

    Abgesehen davon, dass Jeder sein eigenes Heiltempo hat und es ja nicht zwingend normale Heilungsverläufe gibt, die man genau beziffern kann, klingt das nach so langer Zeit schon extrem.


    Ich bin bereits an beiden Schultern operiert, jeweils mit Sehnennaht (Entfernung Knochensporn und so war auch dabei, das Schulterdach wurde nur wenig vergrößert) und 6wöchiger Ruhigstellung (nur passive KG und den Schulterbewegungsstuhl), aber so extrem hatte ich das nicht. Klar war nach 6 Wochen erst mal kaum Kraft im Arm, aber das kam doch relativ schnell wieder.


    Ich würde das schon noch mal angucken lassen, ob grundsätzlich alles ok ist. Denn wie gesagt: ich mag mich auch nicht aus dem Fenster lehnen und behaupten "Da stimmt was nicht". Ich hatte nur nach der ersten OP weiter stärkere Schmerzen...da hatte ich allerdings eine Reruptur der operierten Sehne, nach der 2. OP war es dann besser.


    Gute Besserung! @:)

    Sfogliatelle schrieb:

    Was sagt denn Dein Arzt zur entzündeten Bizepssehne? Wird das behandelt?

    Das wird nur mit Ibuprofen behandelt und bei der OP an der linken Schulter wird Kortison in die rechte gespritzt, um die Sehnen zu beruhigen. Meine linke Schulter ist fast steif, deshalb wird erstmal nur die operiert. Den Schmerzkatheter bekomme ich, damit ich schmerzfrei Physiotherapie machen kann. Deshalb auch der lange KH-Aufenthalt.

    Schmidti70 schrieb:

    Ich hatte nur nach der ersten OP weiter stärkere Schmerzen...da hatte ich allerdings eine Reruptur der operierten Sehne, nach der 2. OP war es dann besser.


    Gute Besserung! @:)

    Danke Dir. Wie hast du das mit der Ruptur gemerkt? Also ausgehend von einer gesunden Schulter stelle ich mir das als plötzlich auftretendes, sehr stark schmerzende "Ereignis" vor... aus einer Belastung heraus.

    Aber wie ist es bei einer operierten Schulter? Die bewegt man zwar, aber bei weitem nicht so, wie eine gesunde Schulter.


    Meine Physio hatte gestern - nachdem ich den Schmerz angab - in der Ellenbeuge vorsichtig massiert. Das war heftig. Auch wenn sie seitlich am Oberarm drückt bzw. vorn an der Schulter selbst..


    Noch 1 Woche, dann hab ich den Termin. Ich bin gespannt

    Bei mir wurde ja die Supraspinatussehne genäht. Wissentlich gerissen habe ich mir die lange Bizepssehne, die wurde aber nicht genäht bei der OP. Das gab aber schon einen starken Schmerz im Oberarm, als das passierte.


    Eine genähte Sehne kann schon auch spontan wieder reißen (O-Ton meines Arztes "Alles, was man repariert, kann auch wieder kaputt gehen"), ich kann mich nur an eine Situation erinnern: ich saß in dem Bewegungsstuhl, da ist der Arm im Gegensatz zur Abduktionsschiene ja nicht fixiert, sondern liegt nur locker in der Schiene. Ich musste furchtbar niesen, so ein Nieser, der einmal durch den Körper zuckt. Durch das plötzliche unkontrollierte Zucken gab es einen dollen Schmerz im Arm. Ob es dabei passiert ist, weiß ich nicht. Sonst habe ich die Schiene immer getragen und den Arm auch nicht unerlaubt bewegt.


    Aber ich wurde dann 5 Monate später halt noch einmal operiert, noch mal 6 Wochen Ruhigstellung, war nicht lustig.

    Sfogliatelle schrieb:

    . Dass Schulter ne langwierige Sache ist, weiß ich..

    Ca 4-6 Monate nach Schulterarthroskopie bzw Subacromialer Dekompression solltest du einplanen.


    Sfogliatelle schrieb:

    Ich habe nach wie vor Schmerzen und bekomme den Arm aktiv kaum gehoben.

    Wie weit kommst du denn aktiv so ?

    oh Schmidti... solche effizienten Nieser kenne ich bei meiner nicht mehr vorhandenen Bandscheibe. Das ist tatsächlich fies %:|

    Hyperion schrieb:

    Wie weit kommst du denn aktiv so ?

    aktiv Abduktion... keine 30 Grad.. dann bekomm ich so wahnsinnige Schmerzen, dass ich davon rennen könnte. Passiv geht ein Stück weiter, aber auch dann mit starken Schmerzen

    Ich hatte vor einigen Jahren auch eine OP an der Schulter: Schleimbeutel, Impingement (d.h. Wegfräsen von Teilen des Schulterdaches). Entzündete und aufgefaserte Bizeps- und Supraspinatussehne.

    Die Symptomatik entstand sehr plötzlich nach einer Überlastungssituation. Ich habe mehrer Monate konservativ alles probiert, aber die Schmerzen blieben und die Bewegung wurde immer problematischer (seitlich über 90° abwinkeln/anheben ging gar nicht mehr).

    Die OP war ambulant, mir wurden Schmerzen prophezeit (ich war vorerfahren mit Knie-OP's). Die ersten 1-2 Tage mit der Drainage waren auch unschön; nach dem Ziehen war es aber besser als vor der OP. Sofort spürbar, trotz Restschmerzen.


    Nach so langer Zeit diese Probleme zu haben, lässt mich zumindest auch ein wenig stutzig werden. Ich selber kenne es von derselben OP am linken vs. rechten Knie, dass Verläufe sehr unterschiedlich sein können. Aber Du solltest es wirklich nochmals abklären lassen.

    Sunflower_73 schrieb:

    Nach so langer Zeit diese Probleme zu haben, lässt mich zumindest auch ein wenig stutzig werden. Ich selber kenne es von derselben OP am linken vs. rechten Knie, dass Verläufe sehr unterschiedlich sein können. Aber Du solltest es wirklich nochmals abklären lassen.

    Nächste Woche hab ich meinen Termin. Ich hoffe, dass es dann eine Erklärung gibt.


    Gott sei Dank ist der Winter fast vorbei. Allein eine Jacke anzuziehen ist grausig... ich lauf mit Strickponcho rum.

    Ich kann das bei mir nur als eine Möglichkeit in Betracht ziehen, kann natürlich auch Quatsch sein mit dem Niesen, aber das war so die einzige Situation, die mir einfällt. ;-)


    Deine Schmerzen klingen schon extrem, das hatte ich bei den 3 OPs nicht. Klar, die Wundschmerzen direkt nach der OP, aber nicht mehr so lange danach.


    Halte uns mal auf dem Laufenden!

    Wundschmerz hab ich keinen. Der war sehr schnell weg. Also äußerlich bzw. das Gefühl von blauen Flecken um die Schulter herum, was ja dem Eingriff geschuldet ist..


    Ich geb auf jeden Fall Bescheid, was der Arzt sagt. Ehrlich gesagt mag ich nicht noch ne orthopädische Dauerbaustelle dazubekommen

    Das hört sich bei dir wirklich unschön an. Da graust es mir schon vor meiner bevorstehenden OP :-/

    Mein Arzt hat gesagt, dass die Bewegungen nach der OP nur schmerzfrei sein dürfen. Alles was schmerzt darf ich nicht machen. Und Bewegung am Anfang auch nur passiv. %:|

    tinka hab keine Angst. Das muss bei Dir nicht auch so werden. Ich weiß nicht, ob es Narbengewebe sein kann. Das Problem hab ich massiv an meiner Wirbelsäule.

    Gehe immer vom Positiven aus... das wird schon! @:)