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    [...]Muskeln, die immer wieder kontrahieren, erzeugen sogenannte Restkontraktionen. Das heißt: Aktiviere ich einen Muskel, so neigt er dazu, eine höhere Vorspannung aufzubauen, also etwas kürzer zu werden. Auf Restkontraktionen wegen stundenlanger einseitiger Bewegungen ist unser Körper aber genetisch nicht eingestellt. So etwas gab es nie. Deswegen registriert er die höhere Vorspannung der immer mehr verkürzenden Finger- und Handgelenkbeuger und warnt mit Schmerz vor einer bevorstehenden Schädigung des Handgelenks. Diese Warnung wird aber schon lange ausgesprochen, bevor eine reale Sehnenscheidenentzündung entstanden ist. Deshalb sind ca. 90 Prozent der diagnostizierten Sehnenscheidenentzündungen keine echten. Echte erkennt man daran, dass das Handgelenk nicht nur weh tut, sondern dass es beim Öffnen und Schließen der Hand rauh reibt. Ich persönlich habe in meiner 15- jährigen therapeutischen Tätigkeit noch keine echte erlebt.


    Was also ist zu tun? Sie brauchen lediglich die sich im Verlauf des Tages aufbauenden Restkontraktionen zwischendurch zu beseitigen, indem Sie ihr Handgelenk wie folgt dehnen: Legen sie die Handfläche der betroffenen Hand bei gestrecktem Ellbogen auf den Schreibtisch. Rotieren Sie dann die Hand nach außen, das heißt die rechte im Uhrzeigersinn, die linke gegen den Uhrzeigersinn. Und nun dehnen Sie langsam immer weiter in den Winkel zwischen Handrücken und Unterarm hinein. Anschließend gehen Sie soweit in Dehnung, dass das Handgelenk abhebt und sie die ganze Dehnkraft auf den Fingerspitzen verspüren. Diese beiden Übungen machen Sie vorbeugend oder wenn Sie schon Schmerzen haben.[...]

    Quelle: http://www.ewto-schulen-peffekoven.de/chikung/handgelenk.htm