Sehr starke Schmerzen HWS, Schulter, Arm, Hand,Finger u. Taubheit/ Erfahrungen

    Vor gut einer Woche ist mein Schwiegervater verstorben. Seitdem leide ich unter schmerzen linksseitig. Vor gut 20 Jahren einen Autounfall, seitdem immer wieder Probleme, 2 Bandscheibenvorfälle, eine Vorwölbung.


    Ich habe so schmerzen, dass ich nicht schlafen kann, auch kaum mit Schmerzmittleln. Ich war zzm Quaddeln, Tapen.


    Immer wieder saust Schmerz, Taubheit, wie Stromschläge in den linken Arm. Es suind wirklich starke Schmerzen.


    Ibu kann ich nicht nehmen, wegen Darmentzündungen, ebensowenig Diclo.


    Ich kann nur Novalgin.


    Ständig taube Finger,, die Haut wie verbrannt. Ich bin schon ziemlich verzweifelt.


    Ich bitte um Erfahrungsberichte.

  • 49 Antworten
    Peddi schrieb:

    Vor gut einer Woche ist mein Schwiegervater verstorben. Seitdem leide ich unter schmerzen

    Bist du psychisch überlagert aufgrund des Trauerfalls?


    Davor hattest du ja die Beschwerden nicht wenn ich das richtig deinem Text entnehme.

    Peddi schrieb:

    ich habe immer wieder Beschwerden. Nur so stark wie jetzt war es noch nicht.

    Ok

    Aber wenn das jetzt aufmal wieder kommt mit den Beschwerden nachdem Schwiegervater verstorben ist, könnte das durchaus mit deiner Psyche zusammen hängen.

    Der Verlust eines Menschen der einem nahe stand, muss erstmal verarbeitet werden und das ist nicht einfach. Es kann z.B. zu Schlafstörungen kommen, innere Unruhe usw

    Das kann dann eine bestehende Erkrankung verschlimmern oder andere körperliche Reaktionen auslösen.

    Psyche ist komplex und ich würde es mir deinen Beschwerden die jetzt wieder aufgetreten sind nach dem Tod des Schwiedervaters damit in Verbindung bringen.

    Ich vermute, das Zauberwort heißt SPINALKANALSTENOSE in der Halswirbelsäule C5/C6!


    Hast Du geschädigte Bandscheiben in der Halswirbelsäule?

    Deine Beschwerden kommen mir sehr bekannt vor, daher einmal meine Geschichte:


    1996 hatte ich einen Abflug vom Rennrad mit einem Bandscheibenvorfall zwischen den Halswirbeln C5/C6 durch die Schleuderbewegung des Kopfes. Seitdem immer wieder Verspannungen im Nacken.


    Im Oktober letzten Jahres 2 Wochen massive Verspannungen, so daß ich kaum den Kopf drehen konnte. Dennoch war ich arbeiten.

    Ende Oktober dann 3 Tage Resturlaub, die ich auf der Couch verbracht habe. Die Verspannungen lösten sich, aber ich bekam Schmerzen vom Nacken in beide Schultern und Arme. So stark, daß ich nicht mehr auf der Seite liegen konnte, nur noch auf dem Rücken. Zudem grippeähnliche Symptome, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen in den Oberschenkeln.

    War dann 1 Woche AU, Vermutung auf grippalen Infekt. Die Schmerzen in den Oberschenkeln verschwanden, auch im linken Arm war nicht mehr viel.

    Dann nochmals 1 Woche AU (neuer Hausarzt, da der bisherige Ende Okt. in Ruhestand ging).

    War dann wieder 2 Tage arbeiten, aber die Schmerzen wurden wieder schlimmer.

    Dann ganz kurzfristig zu einer Orthopädin. Diagnose: "Zervikalneuralgie". Krankengymnastik/Massage bekommen. 6 Einheiten, ohne Besserung.

    Kurios: einen Tag nach dem Besuch der Othopädin schwollen beide Fußgelenke deutlich an!

    Nochmals 3 mal eine Woche AU durch den Hausarzt. Deutliche Entzündungswerte im Blut, wohl von den Fußgelenken. Ich vermute aber, daß es eine Entzündung im Nacken war, die sich ausgebreitet hat!

    Und Schmerzen ohne Ende! Ein Gefühl, als hätte mir ein Schwergewichtler auf den rechten Arm geboxt. Durch Ruhigstellung wurde es etwas besser.

    Vom 2. bis 11. Dezember wieder arbeiten, aber die Schmerzen wurden wieder richtig massiv.

    Hatte dann das Glück, auf mein Drängen doch noch einen kurzfristigen Termin bei einer anderen Orthopädin zu bekommen (mit der ersten war ich völlig unzufrieden!).

    Die hat mich zum CT geschickt.

    Ergebnis eine Woche vor Weihnachten: Spinalkanalstenose C5/C6.

    Durch die geschädigte, abgeflachte Bandscheibe verringerte sich der Abstand der beiden Wirbelkörper zueinander. Die Nerven, die aus diesem Segment aus dem Rückenmark austreten und Nacken, Schulter und Arm/Hand versorgen, werden beidseitig abgedrückt.

    Schmerzen, Mißempfindungen, Kribbeln (Parästhesie), Taubheitsgefühle sind die Folge.

    Auf ein Infogespräch in der Chirurgie eines KH habe ich 4 Wochen warten müssen, dann am 17. Februar eine Operation.

    Dabei wurde die stark beschädigte Bandscheibe "herausgeschält", ein Kunststoffring ("Cage") eingesetzt und die beiden Wirbel mit einer Titanplatte versteift. Eine wirkliche Alternative gab es nicht.

    Die Beweglichkeit ist kaum eingeschränkt; ich spüre kaum etwas. Vermutlich ist eher noch eine Schwellung durch die OP ursächlich für eine geringe Einschränkung.

    Interessant ist, daß laut CT-Befund die linke Seite stärker betroffen war, ich aber links seit Anfang November keine Beschwerden mehr hatte. Dafür rechts sehr stark: bis zu den Weihnachtstagen massive Schmerzen, die ab den Feiertagen verschwanden. Dafür starkes Kribbeln von Schulter bis zu den Fingern rechtsseitig, sobald ich mich nach vorne beugte, am Tisch saß (beim Essen oder am PC) oder den Arm nach vorne streckte.

    Nun, nach der OP, bin ich rechts völlig beschwerdefrei. In der linken Hand anfangs deutliches Kribbeln Zeigefinger/Daumen, was nun stark nachgelassen hat. Im linken Arm/Schulterbereich deutliche Schmerzen, sobald ich auf dieser Seite liege.

    Das dürfte sich aber auch legen. Da ich während der OP auf der linken Seite gelegen habe, ist wohl Blut in die linke Seite gesickert, was dort Schwellungen verursacht haben dürfte. Ich denke, in 2 Wochen auch linksseitig beschwerdefrei zu sein.


    Der Tod Deines Schwiegervaters wird wohl durch psychisch bedingte Anspannung ein plötzlicher Auslöser gewesen sein, aber nicht die Ursache.

    Bei Deinem Autounfall vor 20 Jahren könnte durch eine Schleuderbewegung des Kopfes eine Bandscheibe in der HWS geschädigt worden sein.


    Wie auch immer: Deinen Symptomen nach möchte ich auf eine Spinalkanalstenose wetten!

    Bevor es zu einem irreparablen Nervenschaden kommt: suche schnellstmöglich einen Orthopäden auf, frage nach der Möglichkeit einer Spinalkanalstenose und laß ein CT, besser noch ein MRT machen!

    danke, danke Aframus


    Ja, stimmt alles, angefangen vom nicht auf der Seite liegen können über Schmerzen wenn ich am PC sitze oder auch auf der Toilette. Ich bin mit meinem Hund mindestens 1 Stunde nachmittags draußen, das geht derzeit nur mit Tabletten. Auch Kribbeln in den Beinen habe ich, bei mir vor allem oberflächlich füsse.


    Ich werde bei meinem Orthopäden nach mrt fragen. So ist es nicht erträglich, wirklich nicht.


    Ich danke dir sehr für deine Antwort

    Bei mir hatten sich ab November leichte Schmerzen in den Fersen eingestellt, die sich bis in die mittlere Fußsohle zogen und bei längeren Fußwegen deutlich wurden.

    Nun, nach der OP, ist dieses Symptom verschwunden, obwohl -scheinbar- kein Zusammengang besteht.

    Hyperion schrieb:
    Peddi schrieb:

    ich habe immer wieder Beschwerden.

    Und du warst bisher nicht damit los?


    Gibs keine Diagnose?

    Wie ich im ersten Posting schrieb, ja , beides.



    Und immer wieder damit in Behandlung. Derzeit sehr akut.

    Habe genauso gehabt. Schlafen ging 10 Tage nur im sitzen. Du muss dringend zum Orthopäde. Das ist Bandscheibenvorfall soweit mich erinnere C5/C6. Diclo und Ibu haben bei mir nicht geholfen. Der Arzt muss dringen bei dir Funktionstest machen, ob schon Lähmung da ist. Bei mir war like Arm gelähmt und ich hab's nicht mal gemerkt.

    Nur Spritze in Bereich hat sofort geholfen, zum Glück, sonst nur OP. Danach KG und noch eine Menge an Diclo und Ibu. Aber such dir einen guten Orthopäde, die Sache ist ganz und gar nicht trivial.

    Zitat

    Aframus

    Dabei wurde die stark beschädigte Bandscheibe "herausgeschält", ein Kunststoffring ("Cage") eingesetzt und die beiden Wirbel mit einer Titanplatte versteift. Eine wirkliche Alternative gab es nicht.

    O doch. Ich habe Glück gehabt bei richtig gutem Orthopäde zu gelangen. Mein MRT hat ganz schlimmes gezeigt und Neurologe wollte nicht mal meine Nervensignaldurchleitung messen, nu OP und sofort. Lähmung war auch schon da. Da hat der Orthopäde gesagt, nein erst probieren wir alles andere, konservativ dann sehen wir weiter. Also Spritze in Bereich C5/C6 das hat sofort eine wunder Wirkung gezeigt. danach noch lange Zeit, KG, Akkupunktur, viel Ibu meist Diclo. Kaputte Magen-Darm aber ich war glücklich wieder nach 10 Nächten schlafen zu können. Die Lähmung hat sich fast zu 100% zurückgebildet. Der Orthopäde hat es ständig kontrolliert und war zufrieden mit verlauf. Woher es bei mir so schlimm kam? Könnte keiner sagen, nur der Orthopäde hat gesagt: das müsste sowas wie schwere Autounfall sein. Neurologe hat abschließend dann doch Messungen gemacht und es war ok. Ich hatte auch noch lange Probleme gehabt, Verspannungen, leichte Schmerzen, ein Finger ist in der Spitze taub geblieben. Also immer wieder KG, Akkupunktur und Diclo. Dann hat der Orthopäde gesagt, Schluss es ist ausgeheilt also mach richtig Sport/Fitness mit Geräte, ich will dich nicht mehr hier sehen:-).

    Ja und muss sagen tatsächlich hat es was gebracht, seit ich regelmäßig zu Fitness gehe keine KG und Akku mehr. Als Ursache denke ist mein Job, also 8 Stunden am Tag am PC sitzen. Da hatte ich wohl falsch meine Bildschirme eingestellt. Das hat mir Betriebsärztin gesagt.


    Eine andere mögliche Ursache: Schmerzen und Verspannungen sind immer so im Herbst aufgetreten. Den akuten Zustand mit Bandscheibe habe ich im Dezember bekommen. Paar Jahre später wurde mein Vitamin D gemessen und Mangel festgestellt. Seitdem nähme ich 1000IE/tag und muss sagen es wirkt stark gegen Verspannungen und somit können auch keine Schmerzen entstehen. Könnte sein das es beim mir durch Mangel am Vitamin D so schlimm kam. Jetzt, 10 Jahre nach Bandscheibenvorfall, kann ich sogar ab und zu meine taube Fingerspitze fühlen:-) Als ob Vitamin D die Nerven reparieren kann:-)

    ich danke euch für eure Beiträge.


    Ich habe heute beim Orthopäden angerufen, mir wurde gesagt, da ich morgen sowieso Termin zum Quaddeln habe, wird auch der Arzt noch hinzukommen. Sollte das schlimmer werden, soll ich in ein Krankenhaus gehen.


    Ich bin mächtig mürbe, da ich wegen der Schmerzen wenig Schlaf bekomme und überhaupt nicht weiß, wie ich liegen kann. Aber auch tagsüber weiß ich nicht, was ich noch machen kann.

    Es wurde auch höchste Zeit für MRT. Tramadol ist Opioide das weiß du oder?

    Bekam ich damals auch verschrieben habe aber nie genommen. Hat er bei dir so auch spezielle funktionale Tests mit Arm/Hand gemacht? Ob Lähmung aufgetreten ist?