seit 14.Monaten Nacken-, Schulter- und Armschmerzen

    Seit 14. Monaten leide ich unter starken einseitigen Schmerzen, links.

    Es fing mit Nackenschmerzen an, und im Laufe des Jahres sind weitere Schmerzen hinzugekommen:

    • linker Trapeziusmuskel
    • linkes Schulterblatt
    • ausstrahlende Schmerzen in die linke Achselhöhle (Rippe)
    • ausstrahlende Schmerzen in den linken Arm, kleinen Finger, Ringfinger
    • manchmal ausstrahlende Schmerzen ins linke Kiefergelenk
    • manchmal bekomme ich Kribbeln in den linken Zehen.

    Ein MRT der HWS, ein Röntgenfoto der HWS, sowie EMG Untersuchung des linken Arms/Schulter haben keine Befunde ergeben.

    Per Ultraschall wurde eine Schleimbeutelentzündung am Schultergelenk diagnostiziert, die daraufhin mein Hausarzt mit Kortisonspritze behandelt wurde.

    Daneben hat ein Arzt der „Muskuloskeletalen Medizin“ (ich wohne in den Niederlanden und dies gehört zum Zweig der international „Manual Muscoloskeletal Medicine“ genannt wird) einen kleinen Beinungleichheit/Beckenschiefstand festgestellt. Dies wurde auch behandelt, und die Ungleichheit ist weg.

    Des Weiteren, habe ich myofaszialen Triggerpunkte, die durch DryNeedling und Massagen behandelt werden, aber nicht dauerhaft verschwinden.

    Zudem sind viele weitere Therapien angewandt:

    • Physiotherapie
    • Manuelle Therapie
    • Übungstherapie Mensendieck
    • Ergonomische Einstellung des Arbeitsplatzes
    • Empfohlene Schmerzlinderung vom Hausarzt: morgens und abends jeweils Kombination 1mg paracetamol + 500mg naproxen, mittags nur 1mg paracetamol (daneben Magenschutz).

    Leider haben all diese Behandlungen, tägliche Übungen zu Hause, und regelmäßige Bewegung zwischen Schreibtischarbeit all die Symptome nicht gelindert. Im Gegenteil im Laufe der Zeit sind mehr Beschwerden dazugekommen. Neben den täglichen Schmerzen trotz Medikation, habe ich noch weitere Beschwerden:

    • Kraftverlust links
    • Schlafmangel (nachts sind die Schulterblattschmerzen am stärksten)
    • Enorme Bewegungseinschränkung links (anwinkeln des rechten Armes mit oder ohne Belastung durch leichtes Gewicht verursacht schmerzen)
    • Belastung auch auf der nicht-betroffenen Seite kaum mehr möglich (kann nicht mehr als 3kg auf der rechten Seite mehr tragen)
    • Kein Sport mehr möglich (selbst Yoga oder Pilates ist zu viel)
    • Fahrradfahren ist nicht mehr möglich (der Armwinkel um den Lenker festzuhalten ist zu gross und schmerzhaft)

    Vorm Anfang der Beschwerden war ich 31 Jahre alt, normalgewichtig, und habe 5x pro Woche Sport getrieben. Zudem habe ich alle Fahrten in einem Umkreis von 6km damals per Fahrrad erledigt. Die einzige Weise, auf die ich mich nun noch schmerzfrei bewegen kann, ist Spazierengehen (und das mache ich täglich 6-10km).


    Auf mehrfache Nachfrage meinerseits hat mich der niederländische Hausarzt noch immer nicht zum Orthopäden überweisen, mit der Begründung dass ich von der Untersuchung enttäuscht wäre, und der Wahrscheinlichkeit dass sowieso keine Diagnose gestellt würde. Auch hat mich der Hausarzt noch nicht zum Rheumatologen überweisen, obwohl bekannt ist, dass ich juveniles Rheuma hatte (war zum Stillstand gekommen).

    Meine Fragen sind:

    • Was können mögliche Ursachen sein?
    • Welche Spezialisten können eine Diagnose stellen, und eine adequate Behandlung durchführen?
  • 4 Antworten

    Du hast sehr viele Beschwerden und wenn man deine Beschwerdeliste so liest hast du ja auch schon sehr viele Therapien hinter dir.

    Mira579 schrieb:

    Ein MRT der HWS, ein Röntgenfoto der HWS, sowie EMG Untersuchung des linken Arms/Schulter haben keine Befunde ergeben.

    Hws Technisch ist ja soweit alles ohne Befund.



    Mira579 schrieb:

    Auch hat mich der Hausarzt noch nicht zum Rheumatologen überweisen, obwohl bekannt ist, dass ich juveniles Rheuma hatte (war zum Stillstand gekommen).

    Das wäre denkbar.


    Nun

    Aktuell ist es sinnlos dir zu weiteren Therapien zu raten, da du schon eine Menge an Therapien durch hast und nix geholfen hat.


    Es macht daher Sinn wenn du zu einem Rheumatologen gehst und dich rheumatologisch untersuchen lässt.