Seit einem Jahr Rückenschmerzen (Bandscheibe, Facettengelenk)

    Hi Leute,

    ich hab jetzt seit fast einem Jahr durchgehend Rückenbeschwerden. Die Diagnose im MRT war, Bandscheibe minimal angeschlagen (also leichte Vorwölbung) und Facettengelenk entzündet. Das war Ende letzten Jahres wo ich die bekommen habe.


    Mittlerweile 4 Physios durch. Irgendwie gehts nicht weiter. Jedes mal heißt es "kein Thema, das bekommt man locker hin" und es will einfach nicht besser werden. Zumindest nicht langfristig. Schmerzen schwanken seit Monaten.


    Symptome:

    - Schmerzen im unteren Rücken, punktuell, entweder in der Mitte oder leicht links davon.

    - Vorwiegend im Sitzen. Aber (aktuell) auch beim Stehen.

    - Beim Laufen wird es (meistens oder manchmal zumindest) besser.


    Was ich schon getan habe:

    - Innere Bauchmuskeln gestärkt. Mache seit etwa Ende letzten Jahres da regelmäßig Training. Ich bilde mir ein, dass die mittlerweile stärker sind als bei Leuten, die keine Probleme haben. Deshalb frage ich mich, ob das wirklich noch das Problem ist.

    - Dehnübungen. Intensiv erst seit 2-3 Wochen. Hauptübung ist auf den Rücken legen, ein Bein hochstrecken und gestreckt mit beiden Armen ranziehen. So dass der untere Rücken gedehnt wird. Half manchmal. Aktuell auch nicht mehr.

    - Versuche sitzen seit einigen Monaten fast komplett zu vermeiden. Es gibt Situationen da geht es nicht anders. Aber generell sitze ich maximal 1-2 Stunden am Tag und auch nicht am Stück. Ausnahmen gibt es vielleicht einmal die Woche. Habe einen Stehschreibtisch.


    Rückenschmerzen haben sich jetzt seit letzten Samstag extrem verschlechtert. Dort musste ich erst eine Prüfung an der Uni schreiben und dann noch 7 Stunden Autofahren. Das war eine sehr ungesunde Sache.


    Aktuell sieht mein Ablauf so aus:

    - 3x/Woche Sport. Bauchmuskelübungen Frontplanks, Sideplanks und andere Übungen die ich darf (zurzeit nur Klimmzüge und Brustpresse)

    - Sitzen nur zum Essen vielleicht 15 Minuten.

    - Sonst wenn ich arbeite "dynmaisches Stehen". Also andauernd Beckenkreisen, drehen etc. Und auch nicht lange. Rückenschmerzen setzen trotzdem sehr schnell ein.

    - Gehe viel spazieren. Gestern z.B. insgesamt 12km.

    - Dehne mich 3-5x am Tag wie es der Physio gesagt hat. Habe mittlerweile auch schon richtige Dehnungsstreifen. Also nehme die Sache auch ernst.


    Trotzdem im Moment keine Besserung.


    (Ich muss dazu sagen, dass ich anfangs, und damit meine ich bis etwa Februar dieses Jahr (ist also auch schon lange her), die Sache nicht ganz ernst genommen habe. Im Fitnesstudio teilweise immernoch Gewichte genommen habe, die den Rücken belastet haben, teilweise noch stundenlang am Stück gesessen usw.

    Mittlerweile nehm ich die Sache aber sehr ernst. Seit 5 Monaten etwa Stehschreibtisch, sage andauernd Termine ab wenn ich weiß ich müsste da lange sitzen, mache regelmäßig meine Übungen und versuche auch alles zu vermeiden, was meinen Rücken belasten könnte. Hin und wieder passiert natürlich mal ein kleiner Fehler, der mich dann zurückwirft. Ob vermeidbar oder nicht wie die Autofahrt. Generell habe ich das Gefühl, dass mein Rücken hyperempfindlich ist.)


    Ich bin froh über jede Idee. :)^

  • 9 Antworten
    Dakka schrieb:

    Mittlerweile 4 Physios durch. Irgendwie gehts nicht weiter. Jedes mal heißt es "kein Thema, das bekommt man locker hin" und es will einfach nicht besser werden. Zumindest nicht langfristig. Schmerzen schwanken seit Monaten.

    Und was wird da so gemacht?



    Und warum wird denn so viel gedehnt und warum die Bauchmuskel gekräftigt?":/



    Zitat


    und Facettengelenk entzündet.

    Sind die noch entzündet?

    Jetzt habe ich eine vermutlich wichtige Information vergessen. Unzwar wie ich mir das überhaupt zugezogen habe:


    Ich hab letzten Sommer im Fitnessstudio trainiert. Dabei Kniebeugen und Kreuzheben mit Gewicht gemacht. Anscheinend mit falscher Ausführung. Ich bin etwas ins Hohlkreuz gefallen. Es gab 4x eine "Vorwarnung". D.h. ich hatte nach Kniebeugen 2-3 Tage Rückenschmerzen. Hab das aber nicht ernst genommen. Gingen ja irgendwann wieder weg. Und quasi so weitergemacht. Beim 5. mal, dieses mal Kreuzheben, blieb es dauerhaft.


    Das es mega dumm war nicht auf meinen Körper zu hören, weiß ich natürlich selber. Dient hier vielleicht als abschreckendes Beispiel was passiert, wenn man nicht drauf hört.




    Jetzt zu deinen Fragen:

    Bauchmuskeln stärken, gerade die innere Muskulatur, um die Bandscheiben zu schützen. Damit sowas wie oben nicht mehr passiert.


    Dehnen damit die Muskulatur gelockert wird. Es nicht verkrampft.


    Was wird gemacht: 1. Bindegewebe gelockert, 2. (selten) gedehnt und 3. Übungen gezeigt.


    Ob die Facettengelenke noch entzündet sind kann ich nicht mit Sicherheit sagen, da ich die ja nicht sehen kann. Es fühlt sich aber definitiv so an.

    Bauchmuskeln sind schon wichtig, aber nie einseitig trainieren...auch die Rückenmuskeln. Ballanceübungen, Flexibarstab sind auch sehr gut für die kleinen , Muskeln, die die WSstabilisieren.


    Außerdem empfehle iich immer mal den Wechsel des Physiotherapeuten... einer der Flexibar kennt... jeder hat doch ein bisschen einen anderen Ansatz.

    Nun, zuerst sollte noch einmal untersucht werden ob die Gelenke noch entzündet sind. Liegt die Entzündung noch vor, dann bringt auch ein Training nichts und es gibt kein Erfolg.

    Also zuerst das nochmal abklären.


    Ist eine Entzündung ausgeschlossen, dann sollte das Training weniger Dehnen und Bauchmuskelübungen beinhalten. Darin sehe ich keinen Sinn.

    Das Training sollte wenn dann aus Bewegungsübungen für die LWS/WS bestehen und Entspannungsübungen.

    Ergänzend ist ein Training der LWS Strecker ( Lumbale Extensoren) sinnvoll. Studien haben gezeigt das es zu einer Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung kommt, wenn man die LWS Strecker trainiert.

    Hyperion schrieb:

    Nun, zuerst sollte noch einmal untersucht werden ob die Gelenke noch entzündet sind. Liegt die Entzündung noch vor, dann bringt auch ein Training nichts und es gibt kein Erfolg.

    Also zuerst das nochmal abklären.

    Wie kann das untersucht werden? Geht das nur über MRT?

    Und wieso sollte Training so nichts bringen?

    Zitat

    Und wieso sollte Training so nichts bringen?

    Weil diese Ansätze veraltet sind. So hat man vor 30 Jahren therapiert.


    Zitat


    Wie kann das untersucht werden? Geht das nur über MRT?

    Würde ich vorschlagen. Wenn du da immer noch einen entzündlichen Prozess hast, bringt keine Therapie etwas.

    Sprich nochmal mit deinem Arzt ob das nochmal kontrolliert werden kann