Tipps zur Linderung von HWS Beschwerden (Cervicalsyndrom)

    Hallo,


    zur Vorgeschichte: Ich wache seit einigen Wochen mit massivem Druck auf dem Auge auf und kann nur schwer einschlafen. Der Höhepunkt war heute erreicht, nachdem ich die Nacht durchgemacht hatte und meine gesamte obere linke Gesichtshälfte gestochen und so ein massiver Druck auf das Auge wirkte, so sehr, dass ich nur noch auf dem Boden kauernd geheult habe. ich konnte mich nicht mehr bewegen, dieser Anfall hat mich wie gelähmt gemacht. Das war wirklich schlimm. Ab zum Arzt, Befund: Cervicalsyndrom, Gelenkblockierung der HWS. Alles verspannt und komplett steif. Ich soll eine Physiotherapie bekommen, die aber erst in einigen Wochen anfängt.


    Problem ist: Wenn das nochmal oder noch öfter vorkommt, bin ich ein Wrack. Ich habe wirklich Angst vor dem Schlaf und dass ich wieder diesen Anfall habe. Doch zur akuten Linderung oder Vorbeugung suche ich jetzt Tipps.


    Bisher weiß ich:


    - Wärme aller Art: Ich mache mir Wärmflaschen und Wärmekompressen in den Nacken. Es gäbe auch die "Heiße Rolle", aber die kapiere ich noch nicht so gut und ich habe eh gerade keine Handtücher (alle in der Wäsche) Am Besten auch immer einen Schal tragen, damit der Nacken warm gehalten wird.


    - Aufrechte Haltung: Mein Schreibtisch ist nun vorbildlich, genauso wie meine aufrechte Position.


    Ansonsten frage ich mich, ob es vielleicht Salben dafür gibt. Oder auch Übungen. Irgendwas, was die Schmerzen lindert bzw. solchen schrecklichen Anfällen, wie ich sie hatte, vorbeugt. Wenn ihr da Tipps für mich hat, bitte her damit :)

  • 15 Antworten

    Hat jemand Tipps zur akuten Linderung? ich bin mittlerweile jeden 2. Tag soweit, dass ich stündlich aufwache (immer genau so, regelmäßig) vor Schmerzen. Ich bin dann wirklich ein Häufchen Elend und heule vor mich hin. Dieser Druck und dieses Stechen auf dem Auge und im Kopfbereich ist so enorm, akut hilft irgendwie nichts...Wärme nicht, Salbe nur ganz wenig (und nach wenigen Minuten wieder verflogen, und sie juckt ziemlich dazu), alles was hilft, ist aufrecht zu sitzen und abzuwarten, dass die Attacke weggeht (dauert c.a. eine halbe Stunde, und das jede Stunde erneut...) Ich weiß nicht was ich machen soll...Am Dienstag ist Physiotherapie, mal gucken, ob das dadurch besser wird. Akut hilft mir aber gar nichts und es geht enorm an den Körper, jeden 2. Tag nicht schlafen zu können, und an die Psyche erst recht. Und so richtig zuhören kann mich auch keiner, helfen auch nicht (wie denn auch?), daher wende ich mich gerade so oft an das Forum.

    Hi Mimiko,


    oh, das hört sich ja heftig an. wenn es nicht besser wird, würde ich aber auch nochmal zum arzt gehen.


    schön, dass du schnell mit physiotherapie anfangen kannst.


    wurden dir denn schmerzmittel verschrieben? ich würde die zu anfang doch regelmäßig nehmen, damit du aus dem kreislauf schmerzen-verspanung-stärkere schmerzen rauskommst. hast du eine halskrause? vielleicht versuchst du mal, die nachts umzumachen?


    ansonsten fällt mir auch nur wärme ein, ein kartoffelwickel soll auch sehr hilfreich sein.


    und dann kannst du ja bei der physio nach kleinen übungen fragen, mit denen du anfangen kannst.

    Hallo,


    ich leide auch darunter, habe eine Occipitalisneuralgie und dann gehe ich zum " quaddeln", d.h. meine HA setzt viele kleine Spritzen in den Nacken. Ist total ätzend, aber der Schmerz geht weg und das ist es mir wert. ich betreibe dann auch regelmäßig Bettenflucht, gehe duschen ( heißen Strahl auf die Stellen ), föne mich ( heiße Fönluft hilft auch ) und ich benutze ein anderes Kissen. . Mein erstes Kissen war viel zu flach, deshalb knickte der Halswirbel ab. habe mir jetzt ein sog. Wasserkissen gekauft und komme so gut klar, das ich es fast immer nehme.Habe diese Neuralgie jetzt nur noch 1 mal / 14 Tage im Durchschnitt.


    lg

    Hallo, danke für die Beiträge. Also ich versuche es jetzt mit der Physiotherapie, sie versuchen zunächst mal das Gelenk zu lösen, weil es komplett blockiert ist. Also sie machen Übungen mit mir. Die ich jeden Tag auch selbst machen muss...Und dann mal schauen, ob es besser wird. Mein HA meinte, man kann es danach auch mit Akupunktur versuchen...Das mit dem Kissen ist interessant, ein Wasserkissen habe ich bisher noch nicht ausprobiert, danke für den Tipp! :)

    Zitat

    Also sie machen Übungen mit mir. Die ich jeden Tag auch selbst machen muss.

    Also ich würde mal sagen, dass als Erstes die Blockaden durch manuelle Therapie, Triggerpunktbehandlung gelöst werden müssen. Dann eben diese speziellen Übungen und Kräftigung der Muskulatur.


    Eine vernünftige Schlafposition ist auch wichtig.


    Und wie Mellimaus schon schrieb, wäre eventuell unterstützend für die erste Zeit ein Muskelrelaxans für die Nacht sinnvoll.


    Ein Ostheopath kann unter Umständen auch sehr sehr hilfreich sein. Nachteil ist halt, die Ostheopathen sind meist recht teuer und müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Aber oft reicht schon eine Sitzung aus.

    Hallöchen,


    bin auch HWS geplagt, schon sehr lange. Seit dem Frühjahr hab ich wieder extremere Probleme.


    Was gut hilft ist ein Heizkissen, das leg ich mir nachts auf das Kopfkissen. Dann haben wir in der Dusche einen harten Massagestrahl, das ist richtig gut. Und für akut, wenn keine Dusche oder kein Heizkissen möglich ist, nehm ich einen Föhn.


    Und wenns richtig hart kommt, dann nehm ich ne Tablette. Denn es ist bei mir ein Kreislauf: Bett -> starke Kopfschmerzen -> wegen Kopfschmerzen wieder ins Bett.