Umstellungsosteotomie Knie

    Hallo zusammen,


    schon relativ lange habe ich Probleme mit meinem rechten Knie. Als ich 12 war, hatte ich einen Anriss des Außenbandes, wurde aber nicht operiert und ist so wieder verheilt. Seit ich das hatte, war mein Knie aber immer recht instabil. Bei blöden Bewegungen hab ich mir das Knie leicht verdreht und hatte darauffolgend immer 2-3 Tage Schmerzen. Ansonsten aber absolut beschwerdefrei. Vor ca. 1,5 Jahren war ich dann wieder mal im MRT. Mein Arzt stellte eine leichte Lateralisation fest, aber nichts allzu außergewöhnliches. Er sagte mir damals, dass ich früher oder später evtl. mal operiert werden muss. Vor einem Monat war ich erneut im MRT, allerdings habe ich zwischenzeitlich meinen Arzt gewechselt. Als ich nun bei der Besprechung war, teilte er mir mit ich soll dringend eine Umstellungsosteotomie vornehmen lassen, da die Lateralisation deutlich fortgeschritten ist im Vergleich vor 1,5 Jahren.


    Hat jemand Erfahrungen mit dieser OP? Ich habe ein wenig recherchiert und finde es ziemlich beängstigend was in der OP gemacht werden soll. Zudem habe ich nach wie vor keine Beschwerden und da ich mit Krafttraining begonnen habe, ist mein Knie auch wesentlich stabiler geworden. Ich verdrehe es mir längst nicht mehr sooft wie früher und habe ansonsten eben keine Schmerzen. Ich weiß gar nicht was ich machen soll. Mein Arzt hat mich jetzt eigentlich überwiesen an einen Spezialisten, der mich zur OP genauer beraten soll. Habe dort aber erst Ende Februar einen Termin. Zudem kommt, dass ich leider ziemlich gebunden bin was die OP betrifft. Ich studiere noch und kann mir 6-8 Wochen Ausfall eigentlich nur während den Ferien erlauben, würde es also meiner Meinung nach noch gerne bis Sommer rauszögern.


    Es wäre schon, wenn jemand seine Erfahrungen mit mir teilen würden :)z


    Liebe Grüße ;-)

  • 12 Antworten

    Ich hatte eine Umstellungsosteotomie vor schlappen 26 Jahren.


    Allerdings hatte ich auch wirklich andauernde Beschwerden in dem Knie und auch schon einen deutlichen Knorpelschaden (2.-3. gradig) an der Außenseite. Und das mit 20 Jahren.


    Ich habe jetzt natürlich keinen Vergleich, was ohne die OP gewesen wäre. Ich hatte aber fast 20 Jahre relativ Ruhe und habe jetzt aber eine Knie-TEP bekommen.


    Ich denke aber schon, dass das Knie vielleicht ohne Umstellung schon vorher "fällig" gewesen wäre.


    Bei meiner Tochter wurden daraufhin die Beinachsen auch begradigt, allerdings noch im Wachstum, da geht das mit einem kleinen minimalinvasiven Eingriff, kein Vergleich zu meinem Eingriff.

    Danke für deine Antwort @Schmidti70 :-)


    Wenn du sagst, dass bei deiner Tochter der Eingriff im Wachstum eher klein war und es kein Vergleich zu deinem war, dann schließe ich mal daraus dass die OP schon sehr aufwendig und nicht gerade eine Routinesache ist oder? Mir macht das ziemlich Angst muss ich sagen, das operieren ja glaube ich auch nicht besonders viele Ärzte in Deutschland. Wie 'schlimm' sage ich mal war das für dich alles?

    Wurden abseits der Lateralistation verstärkte Abnützungserscheinungen festgestellt?


    Du hast keine Schmerzen und schaust zudem noch auf die Muskulatur. Ich würde erst mal das Urteil des Spezialisten abwarten, ob eine OP überhaupt nötig ist.


    Ich lehne mich aber soweit aus dem Fenster und sage, bei deinem Zustand ist auf jeden Fall genügend Zeit, sowas auch erst dann anzugehen, wenn du Zeit hast.

    @ 4ndre4s

    Beim MRT vor 1,5 Jahren meinte mein Arzt, dass leichte Abnützung zu erkennen ist. Beim MRT jetzt kann ich es dir leider nicht sagen, dazu hat mein Arzt nichts gesagt und ich habe zwar auch den Bericht vorliegen, verstehe von dem fachchinesisch aber natürlich nichts.


    Danke aber für deine Antwort! Mich verwirrt das eben auch total, dass mein Arzt doch relativ dringend darauf besteht und ich so an sich aber eigentlich überhaupt keine Probleme habe. Klar dieses Knie verdrehen ist nervig, aber ich habe so wirklich nichts und bin, meinem Empfinden nach, auch wesentlich stabiler geworden seid ich speziell die Muskulatur trainiere. Bevor ich jetzt im Februar zum Spezialisten gehe habe ich Ende November auch nochmal einen Termin bei einem anderen Orthopäden, bei dem ich damals mit meinem Bänderriss in Behandlung war. Ich bin gespannt auf seine Einschätzung...

    Bei der Umstellungsosteotomie wird ein Knochenkeil entfernt, bei mir damals aus dem Oberschenkel. Ich bin lange an Gehstützen gelaufen und war rund 4 Monate krankgeschrieben. Ein Jahr später musste noch die Platte entfernt werden, die zunächst den durchtrennten Knochen zum Zusammenwachsen fixiert. Vielleicht ist die Nachbehandlung heute auch schon anders, ein kleiner Eingriff ist das aber nicht. Und wenn dann keine Schmerzen da sind und auch keine großartige Schädigung? Da würde ich mich schon gut beraten lassen.


    Bei meiner Tochter wurden nur die Wachstunsfugen über dem Lnue einseitig temporär mit Schrauben verschlossen. Dadurch sind die Beine dann gerade gewachsen. Aber das geht eben nur bei Kindern. Sie hat jeweils eine Mininarbe an beiden Beinen und durfte quasi sofort belasten. Ich habe eine locker 15 cm lange Natbe am Bein.

    Schmerzen waren meines Erachtens nicht so doll schlimm, habe ich jedenfalls keine Erinnerung dran.


    Operieren sollte das jeder Kniespezi können. Heutzutage wird das auch alles am Computer geplant und berechnet, bei mir wurde noch mit Bleistift und Lineal auf den Röntgenbildern gezeichnet. Klingt, als wäre ich uralt... ;-D

    @ Schmidti70

    Lieben Dank, dass du deine Erfahrung hier teilst :) Finde ich auch sehr interessant, dass du auch noch sagst ich soll mich gut beraten lassen, nachdem ich akut wirklich keine Schmerzen habe. Wäre ich nicht wieder zur Kontrolle gegangen wüsste ich eigentlich ja auch gar nichts davon. Der Termin beim Spezialisten ist ja sowieso erst Ende Februar, also so schnell wird nichts passieren. Hab mir schon gedacht, dass es doch etwas größeres ist. Eine 15cm lange Narbe, na bravo :-( schon irgendwie beängstigend...


    Aber vielen Dank dir!

    Bei mir stand vor einigen Jahren auch mal eine Umstellung im Raum.


    Ich hatte damals nen Knorpelschaden IV° an der Innenseite des Knies und eine O-Beinstellung, Abweichung etwa 5°.


    Ich mußte damals 3 Monate lang eine spezielle Orthese tragen, um zu klären, ob die Umstellung überhaupt was bringt. Für die Innenseite war diese Orthese auch super, aber ich bekam mit der Zeit Probleme an der Außenseite und deshalb hab ich mich dagegen entschieden.


    Zwischenzeitl. bekam ich ein neues VKB und der Knorpelschaden wurde mikrofrakturiert.


    Es hat sich auch Faserknorpel gebildet und durch meinen Sport geht's dem Knie relativ gut.


    Wenn du keine großartigen Schmerzen hast, würd ich raten, erstmals die Umstellung hinten an zu stellen.

    @ whoopi 63

    Danke auch für deine Antwort! :) Dass man vorher mit einer Orthese überhaupt abwägen kann, ob die Umstellung was bringt, find ich ja auch sehr interessant!


    Auf jeden Fall total interessant, dass ihr alle eigentlich erstmal meint ich sollte warten, nachdem ich ja keine Schmerzen habe. Ich bin sehr gespannt was der andere Orthopäden noch Ende November zu meinen MRT Bildern sagt. Vielleicht ist sein Urteil ja auch schon ganz anders... Ich denke eine zweite Meinung schadet sowieso nie, vielleicht noch eine Dritte. Mal sehen!

    @ Schmidti70

    Klingt echt so, als wär deine OP vor gefühlt 100 Jahren gewesen ;-D (nicht böse gemeint) Bin dir sehr dankbar für die Infos! :)z

    War ja auch im letzten Jahrtausend! ;-D Ich glaube aber wirklich, dass sich in den letzten 25 Jahren viel getan hat.


    Meine Meniskus OP war vor 30 Jahren ]:D , ich habe davon auch noch eine richtige Narbe, da war noch nüscht mit arthroskopischer Entfernung. ;-)


    Meine Tochter hatte ja auch keine Beschwerden, aber der Eingriff war von der Größenordnung einfach anders. Aber vielleicht sehen das Spezialisten auch anders.


    Ich hatte damals übrigens als "Test" Schuhinnenranderhöhungen.

    Hallo Pusteblume,


    ich hab sie seit 24.3 hinter mir..im Moment fühle ich mich nicht gut also Fuß runterhängen ganz schlimm und nachts kann ich nicht schlafen.


    Man muss nachts eine Schiene anziehen da kann man das Bein nicht anwinkeln und ich bin ein Seitenschläfer..


    Furchtbar ..wie lange ich auf Krücken gehe kann ich nicht sagen ich hoffe ganz kurz .-))))


    Ich will eine Reha beantragen hörte aber das man meistens keine bekommt ..


    Jetzt mal sehen.


    Liebe Grüsse Sylke ???