Man muss den Anwalt nicht unbedingt engagieren, um sich vertreten zu lassen.


    Es reicht oft auch ein Beratungsgespräch, in dem die richtige Formulierung besprochen wird.


    So habe ich es auch gehalten, als ich mit offensichtlicher Teilschuld, die ich auch nicht abstritt,


    telefonisch die Zahlung einer niedrigen Summe Schmerzensgeld angeboten bekam und meinem Sohn


    nen Scheck geschickt wurde.


    Die Versicherung wollte, dass ich unterschreibe, auf Folgesachen zu verzichten, und wollte


    mir weismachen, ich trüge die Hauptschuld. Ich habe das Schreiben nach anwaltlicher Beratung


    selbst aufgesetzt, es dem Anwalt per Mail nochmal gezeigt, er meinte, besser hätte er es auch nicht gekonnt. und so gings raus. Mit Erfolg.


    Der Sachverhalt war bei uns zwar etwas anders, aber es zeigt sich doch, dass man die Kosten niedrig halten kann und u.U. eine anwaltliche Beratung reicht.

    Zitat

    Es soll Unfallgegner geben, die sich erst einsichtig zeigen, um die Polizei aus dem Spiel zu lassen, und sich dann hinterher, nachdem sie jemand darauf hingewiesen hat, bloß kein Schuldeingeständnis abzugeben, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, plötzlich an nichts mehr erinnern.

    Da fehlt noch, dass bei Unfällen mit Personenschäden immer von Amts wegen ein Strafverfahren eingeleitet wird. Deswegen ist diese "Strategie" recht weit verbreitet.

    @ It#s a beautiful day

    Zitat

    So wie es jetzt aussieht, kann die TE das so schildern, die Verursacherin bestätigt dies und die Schuldfrage ist eindeutig.


    Und bitte kein, aber wenn nicht...? Darüber kann man sich unterhalten, wenn mehr Informationen vorliegen.

    War das so schwer zu verstehen?

    Zitat

    Ich kenne zwar die dänischen Verkehrsregel nicht, aber wenn Iht trotz Rechtsabbiegeverbot rechts abgebogen seid, wieso weißt Du dann nicht was schief gelaufen ist?

    Eben ich kenne DIESE Regel auch nicht, da sie mir sehr unlogisch erscheint.


    Mir erscheint das eher als Ausrede, damit meine Versicherung zahlen sollte.


    Und da diese sich nicht (warscheinlich wegen der Kosten) weiterstreiten wollte, haben sie gezahlt. Und wir wurden hochgestuft und haben zusätzlich kein geld für unseren Schaden bekommen. Nur da unsere Versicherung bereits gezahlt hatte, konnten wir keine berufung einlegen.


    Schuldanerkentnis und so ???

    Ich schalte immer einen anwalt ein. Hat mir bisher immer unnötigen stress erspart. Ich musste nie was ausfüllen, konnte also auch keine fehler machen und sogar bei einem auffahrunfall, bei dem ich aufgefahren bin, habe ich keine teilschuld bekommen. Würd nie etwas ohne meine Anwältin regeln, was unfälle angeht.

    Zitat

    Aber Du schreibst doch Ihr hättet einen Anwalt gehabt, kannte der die Verkehrsregel? Bzw.was hat der denn gemacht?

    Also das ist ein bissel Kuddelmuddel:


    Wir haben den Schaden bei der Versicherung gemeldet, damit wir den halt ersetzt bekommen.


    Diese hat sich dann einen zweisprachigen Anwalt genommen, der in so einer Agentur arbeitete die eben mit einer dänsichen Agentur zusammenarbeite. So wird das wohl bei Unfällen gemacht, wo zwei Rechtssysteme abgedeckt werden müssen.


    Wir haben dann eine langew Weile nichts gehört und auf unser nachfragen kam dann nur die lapidare Antwort, bei einer Vorentscheidung durch das dänische Gericht waurde festgelegt das wir verkehrswiedrig rechts abgebogen wäre. Dies dürfe man auf einer Landstraße nicht. (DA war einen EINFAHRT)


    Unsere versicherung hat den schrieb wohl akzeptiert, das Geld an den verursacher überwiesen, uns hochgestuft und damit war die Sache erledigt. Wir haben davon aber auch nur erfahren, weil WIR bei der versicherung nachgefragt haben und da war die Sache auch schon 6 Wochen erledigt. Also nichts mehr zu machen.


    Daher immer nur noch mit eigenem Anwalt.


    Bis heute habe niemanden getroffen, der diese Verkehrsregel kennt. :-(

    Zitat

    Es soll Unfallgegner geben, die sich erst einsichtig zeigen, um die Polizei aus dem Spiel zu lassen, und sich dann hinterher, nachdem sie jemand darauf hingewiesen hat, bloß kein Schuldeingeständnis abzugeben, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, plötzlich an nichts mehr erinnern.

    Das spricht sehr für das Aussfüllen eines Europäischen Unfallberichts


    Sollte man immer dabei haben.

    Zitat

    Daher immer nur noch mit eigenem Anwalt.

    Aufpassen, im Ausland gilt meistens, dass die Anwaltskosten keine erstattungsfähigen Kosten für die gegnerische Haftpflichtversicherung sind. Da hilft dann nur eine Verkehrsrechtsschutz.

    Zitat

    Es soll Unfallgegner geben, die sich erst einsichtig zeigen, um die Polizei aus dem Spiel zu lassen, und sich dann hinterher, nachdem sie jemand darauf hingewiesen hat, bloß kein Schuldeingeständnis abzugeben, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, plötzlich an nichts mehr erinnern.

    Stimmt, ist mir letztes Jahr so gegangen. Mir ist ein Opa hinten drauf gefahren. Er hatte es eilig, ich hatte es eilig, der Nachfolgeverkehr hatte es eilig. Er gab mir seinen Namen und Telefonnummer und wir waren uns einig am Nachmittag alles per Telefon zu klären. Weit gefehlt, als ich ihn anrief, weigerte er sich mir seine Versicherungsdaten zu geben und meinte, ich wäre ja wohl rückwärts gefahren. Ich wusste nicht, was er für ein Auto hat, noch wusste ich sein Kennzeichen. Mein Glück, er stand im Telefonbuch, also hab ich bei der Polizei angerufen, die gaben mir das Kennzeichen. Daraufhin habe ich den Unfall gemeldet (gibt ja so eine allgemeine Telefonnummer, da sagst du das Kennzeichen und die sagen dir die Versicherung). Nach 3 Wochen wurde der Schaden anstandslos ersetzt. Einen Anwalt habe ich nicht nicht gebraucht. Ich würde der Versicherung, den Schaden und die Verletzung melden und dann abwarten, so wie Shelby T. auch.

    Zitat

    War das so schwer zu verstehen?

    Mod? Pseudomod? Dann schreib das dabei.


    Wer die Frage nicht stellt, wird die angepriesenen "Informationen" nie erhalten.

    Zitat

    Das spricht sehr für das Aussfüllen eines Europäischen Unfallberichts

    Sehr hilfreich. Erstens hilft es der Fragestellerin nicht mehr. Zweitens riskiert man unabhängig davon bei einem Schuldanerkenntnis die Deckung durch die Versicherung. Letztere behält sich immer eine Prüfung der Ansprüche vor.


    Wäre aber auch zu schön, wenn man sich durch so ein tolles Formular vor Tricksereien schützen könnte ]:D

    also ich warte das schreiben ab und hole mir dann meinen versicherungsvertreter und der soll mir helfen den genauen schadensvorgang aufzuschreiben, wenn di versicherung sich dann weigert zu zahlen, klag ich....


    es ist keine simple HWS, ich bin altenpflegerin ich kann jetz erstmal auf leichten dienst umstellen, d.h. mein arbeitgeber muss zusätzlich zu mir ne extra kraft einteilen also für einen dienst 2 leute...


    ich hab laut aussage des arztes eine "verstauchte, geprellte und gezerrte wirblesäule"...


    und wenn das alles nichts helfen sollte, geh ich eben auf die emotionale schiene, dass ich mich seitdem unfall nichtmehr traue in ein auto zu setzen... das sollte dann wohl ausreichen, ich hab nichts gegen einen langwierigen und nervenraubenden rechtsstreit... muss man alles mal erlebt haben...


    nebenbei ich bin 20 jahre alt und hab eigentlich keine lust meine sowieso schon kranken rücken noch mehr kaputt zu haben...


    arzt meinte auch ich müsse so oder so wenns bisschen besser wird zur krankengymnastik, die darf die versicherung des gegners dann auch schön zahlen.. weil ich war bis vor einem monat in der krakengymnastik und konnte endlich schmerzfrei schlafen und nun alles für die katz...