Welche Symptome bei Ermüdungsbruch im Fuß?

    Hallo,


    ich habe seit 12.06. Probleme mit meinen Füßen, bzw., hauptsächlich mit dem linken. An dem Tag hat unsere Tochter geheiratet und wir haben längere Zeit gesessen. Ich hatte erst Schuhe mit leichtem Blockabsatz an, dann war ich nochmal zu Hause und hatte die Schuhe gewechselt und hatte dann Trekkingschuhe an für den Rest des Abends (ca. 5 h) Beides waren neue Schuhe. Nach einer Zeit merkte ich auf einmal, dass es immer enger in den Schuhen wurde und ich dachte, mir platzen gleich die Füße. Als wir dann nach Hause gelaufen sind, habe ich deshalb die Schuhe ausgezogen und bin barfuß gelaufen. Beide Füße waren danach noch einige Tage geschwollen. Links aber um einiges stärker als rechts, besonders im Vorfuß-/Mittelfußbereich, aber auch das Sprunggelenk. Der Fuß tat auch sehr weh im Vorfuß-/Mittelfußbereich. Der rechte Fuß war auch hauptsächlich im Vorfuß-/Mittelfußbereich geschwollen, aber um einiges weniger. da tat mir aber mehr mein Hallux Valgus weh. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Füße gedrückt haben. Da wir so lange gesessen haben, habe ich die Schwellungen auf das lange Sitzen geschoben und an ein Venenproblem gedacht. Der rechte Fuß hatte sich auch schneller wieder beruhigt, aber der linke hatte immer wieder seine Macken. Da ich Anfang Juli einen Termin bei meiner HÄ hatte, habe ich ihr das mit gesagt. Zu dem Zeitpunkt waren die Füße aber wieder abgeschwollen, sodass ich ihr nur Fotos zeigen konnte. Sie hatte auch die neuen Schuhe und das lange Sitzen in Verdacht, hat aber nochmal ein paar Blutwerte genommen und RR in den Beinen gemessen, was alles i. O. war.


    Da ich auch Knick-Senk-Spreiz-Füße habe, habe ich mir nochmal ein Rezept für Einlagen ausstellen lassen, da meine Einlagen schon um die 2 Jahre alt waren. Diese habe ich mir Mitte Juli dann abgeholt, hat aber nichts verändert.


    Am 08.08. sind wir dann in den Urlaub gefahren und saßen einige Stunden im Auto. Ich hatte wieder die Trekkingschuhe an und merkte dann nach einer Zeit wieder, dass meine Füße bald keinen Platz mehr in den Schuhen haben. Also, habe ich sie wieder ausgezogen und hatte dann den Rest der Fahrt keine Schuhe an. Der rechte Fuß hat sich recht schnell entspannt, nachdem ich die Schuhe ausgezogen hatte (war auch recht warm an dem Tag), der linke war fast die ganzen zwei Wochen durchweg massiv geschwollen und schmerzte, obwohl ich mit Ausnahme der letzten zwei Tage ausschließlich in offenen Schlappen rumgelaufen bin. Merkwürdigerweise schwoll er dann wieder ab, als ich wetterbedingt dann wieder die Trekkingschuhe angezogen habe. Da der Fuß dieses Mal noch stärker angeschwollen war und sich richtig prall anfühlte, machte ich mir doch so langsam Gedanken. Da meine Gedanken erst Richtung Entzündung gingen, habe ich noch im Urlaub einen Termin bei meinem Orthopäden vereinbart. Auf der Rückfahrt vom Urlaub (mit offenen Schlappen) fing der Fuß dann plötzlich auch auf der Fußsohle an, zu schmerzen, dort waren die Schmerzen eher stechend, auf der Oberseite eher dumpf/brennend.


    Da der Termin erst heute war, war ich aber dennoch zwischenzeitlich nochmal beim Kollegen meiner HÄ, zumal ich mir nicht mehr so sicher war, ob das wirklich ein orthopädisches Problem ist. Da der Fuß ja bisher immer so massiv anschwoll, wenn ich längere Zeit gesessen hatte, dachte ich dann doch eher an ein Venenproblem. Als ich bei ihm war, war der Fuß aber gerade wieder kaum geschwollen. Der Arzt hat dann auch kräftig an den Füßen und Gelenken rumgedrückt, um zu schauen, ob sich da ein Ödem weiterbildet. Da war aber nichts zu sehen. Ja, war ja auch gerade nicht so angeschwollen. Er geht von einer Entzündung aus, da es scheinbar schubweise kommt und meinte, ich solle an dem Tag wiederkommen, an dem der Fuß massiv geschwollen ist, da könnte man dann eher was an den Blutwerten erkennen. Er ging auch in Richtung Gicht, da mir tlwse. auch der große Zeh wehtut. Aber das glaube ich nicht, da die Schmerzen nicht unaushaltbar sind und ich ja noch laufen kann. Im Moment schwillt er aber hauptsächlich abends an. Ich habe auch immer so ein Druckgefühl im Sprunggelenk, als wäre der Fuß da angeschwollen, das aber auch tagsüber.


    Nun hatte ich heute den Termin beim Orthopäden. Da der Fuß natürlich wieder nur leicht geschwollen war, konnte ich ihm auch nur Bilder zeigen. Er meinte auch, der wäre ja recht massiv geschwollen. Da er leicht geschwollen war heute, hat er zumindest nicht nichts gesehen. Er geht nun wieder in eine ganz andere Richtung. Hat auf dem Fußspann rumgedrückt, das tat auch weh. Ich sollte mich dann hinstellen und dann laufen und er hat dann mein Gangbild beobachtet. Also, keine Ahnung, ob er da was gesehen hat, humpeln tue ich meiner Ansicht nach nicht. Daraufhin meinte er zu mir, es könnte ein Ermüdungsbruch sein und er hätte da gerne eine MRT von, um sehen zu können, ob und wie viel Flüssigkeit sich da im Gewebe befindet. Außerdem meinte er, dass das an der Behandlung nichts ändern würde: Einlagen und festes Schuhwerk. ??? ":/ Bei Ermüdungsbruch bin ich eigentlich gar nicht, da ich keine unaushaltbaren Schmerzen habe und es auch nicht so ist, dass ich vor Schmerzen gar nicht laufen kann. Es tut tlwse. schon ordentlich weh, vor allen Dingen, wenn der Fuß dann auch noch so massiv geschwollen ist, aber dennoch nicht so, dass ich es nicht mehr aushalte. Die MRT ist nun am 2. November.


    Ich hatte 2004 in dem Fuß auch eine Bänderriss-OP und 2016 hatte ich mich mal so derb am Spann gestoßen, dass der Fuß danach v. a. Dingen abends auch immer recht heftig anschwoll in dem Bereich. Das hat sich aber irgendwann gelegt.


    Vllt. hat ja jemand schon mal einen Ermüdungsbruch gehabt und kann mir sagen, was er/sie für Symptome hatte? Ich kann mir das jedenfalls nicht vorstellen, dass das ein Bruch ist. ":/


    Sorry für den langen Text. |-o

  • 6 Antworten

    Echt blöd, dass man hier nicht editieren kann. Dem Orthopäden habe ich heute natürlich gesagt, dass es anfangs beide Füße waren, der rechte sich aber schnell wieder beruhigt hat. Er hat mich dann auch gefragt, welcher Fuß schlimmer ist und das ist ja eindeutig der linke, der mehr anschwillt und stärker schmerzt.

    Die Zuweisungsdiagnose ist oft nicht wirklich die Verdachtsdiagnose. Der Orthopäde schreibt hin , was die Kasse bezahlt.

    Vermutlich hängt die starke Schwellung mit den Verletzungen der Vergangenheit zusammen. Das MRT wird hoffentlich Klarheit bringen.

    Ich gebe Dir noch einen Rat: Der Fuß verändert sich. Ich hatte früher Größe 36 , jetzt habe ich Größe 38. Er wächst natürlich nicht , das Fußgewölbe breitet sich aus. Wenn dir Schuhe zu klein geworden sind , dann ziehe sie nicht mehr an. Es schmerzt furchtbar , wenn man etwas zu kleine Schuhe anhat. Bruch: Er macht auf Druck von oben und von unten Schmerzen. Inzwischen hättest Du aber schon längst eine sogenannte Kallusbildung , denn ein Bruch heilt ja normalerweise auch.

    Danke, Elisabeth51. Nun ja, der Orthopäde hat es mir auch so gesagt, dass es ein Ermüdungsbruch sein könnte, das habe ich nicht erst auf der Überweisung gelesen. Gibt ja sicher auch noch andere Verdachtsdiagnosen, die er auf die Überweisung schreiben könnte. Trotzdem denke ich nicht wirklich, dass es ein Ermüdungsbruch ist. An die Verletzungen in der Vergangenheit hatte ich auch schon gedacht, deshalb habe ich sie auch sowohl beim HA als auch beim Orthopäden erwähnt. Da ging aber keiner in diese Richtung. Anfangs dachte ich auch noch an Metatarsalgie, die mir mal ein Orthopäde diagnostiziert hatte. Da es aber bisher immer erst nach längeren Sitzen in geschlossenen Schuhen so richtig schlimm anschwoll, war ich dann eher bei einem Venenproblem. Nach meiner Bänderriss-OP war ca. 1,5 Jahre danach meine Achillessehne auch verkürzt und eingeknickt. Ob das noch so ist, weiß ich nicht. Ich kaufe mir Schuhe immer 1 - 1,5 Nummern größer. Schuhe soll man ja ohnehin immer bisschen größer kaufen, sodass ca. eine Daumenbreite vorn noch Platz ist. Diese Trekkingschuhe sind Wanderschuhe und sind im Spann etwas enger als meine vorherigen Schuhe und innen recht gepolstert. Ich habe einen recht breiten Spann und kaufe mir von daher immer Sport-/Wanderschuhe, die recht breit sind. Vllt. liegt es auch an der Polsterung innen, es drückt mir da schon auf dem linken Spann, ist meiner Ansicht nach aber erst so, seitdem der Fuß immer anschwillt. Beim Kauf habe ich da zumindest nichts gemerkt und normalerweise merke ich das schon recht schnell, wenn Schuhe zu eng sind. Solche Schuhe kaufe ich dann auch nicht. Ansonsten sind die Schuhe ganz weich und leicht.Nun ja, ich werde sehen, ob und was man in der MRT sieht. Ich sehe das auch so, dass man einen Übermüdungsbruch nach so langer Zeit ohnehin nicht mehr sehen würde. Der Orthopäde wollte ja auch nur wissen, ob und wie viel Flüssigkeit sich da im Gewebe befindet. Wenn der Fuß zu der Zeit nicht so arg geschwollen ist, wird man da aber vermutlich auch keine Flüssigkeit sehen. Er ist ja nicht dauerhaft so stark angeschwollen.

    Ich habe mir letztes Jahr „klassisch“ beim Laufen einen Ermüdungsbruch im 5. Mittelfußknochen zugezogen.


    Ich bin an dem Tag 35 Kilometer in gewohnten Laufschuhen gelaufen (zu diesem Zeitpunkt keine übertriebene Distanz für mein Trainingspensum) und habe auf dem letzten Kilometer gemerkt, dass sich ein leichtes Drücken entwickelt. Das ist dann in ein Stechen übergegangen und zurück zu Hause konnte ich kaum noch auftreten. Geschwollen war nichts und ich habe direkt gekühlt, so dass ich am nächsten Tag zumindest in die Arbeit gehen konnte. Bei jedem Auftreten war wieder das Stechen da und das Druckgefühl durchgehend.


    Ende vom Lied: Bin am Abend noch zum Orthopäden und mit Krücken wieder raus. Geschwollen war immer noch nichts, es hatte sich nur ein kleiner Bluterguss gebildet (ist aber nicht unbedingt typisch). Auf dem Röntgenbild hat man noch nichts gesehen, das MRT hat den Bruch aber gezeigt.


    Also ich hätte es damals keinen Tag länger mit den Schmerzen ausgehalten und konnte auch nicht mehr normal auftreten. Der Arzt meinte ergänzend auch noch, dass es ein Zufall war, dass ich noch 35 Kilometer laufen konnte. Hätte an dem Tag auch nach 100 Metern oder 10 Kilometern passieren können.

    xKreativesChaosx So fühlt es sich bei mir nicht an. Deshalb kann ich mir auch schwer vorstellen, dass das ein Ermüdungsbruch sein sollte. Ich war heute wg. anderer Probleme mit den Füßen (kribbeln, stechen unter den Zehen, Taubheits- und Kribbelgefühle in den Füßen) beim Neurologen. Da steht Polyneuropathie in Verdacht (EMG war wohl etwas verändert). Zusätzlich wurde nochmal Blut abgenommen. Besprechung ist dann am 29.10. Mal sehen, was das dann ergibt. Ärztlicherseits und auch von meiner Seite her wurde aber bisher von zwei verschiedenen Problemen ausgegangen, was ich auch immer noch denke. Aber das wird man ja dann in der MRT sehen, ob da noch etwas anderes zu sehen ist.