Zusammenhang Bandscheibenvorfall, Knorpelschaden Knie, Meniskus.

    Hallo liebe Forengemeinde,


    ich bin 32 Jahre alt, verheiratet und habe einen Sohn (15 Monate). In meinem jungen Leben habe ich schon eine lange Leidensgeschichte hinter mir. Da ich aktuell wieder eine "tolle" Diagnose "Knorpelschaden im Knie 4. Grades" bekommen habe, frage ich mich was mit meinem Körper los ist. Ich habe früher 2-3 mal Tischtennis gespielt und ein mal pro Woche hobbymäßig Fußball. Kennt jemand einen Zusammenhang mit meinen ganzen Verletzungen und Problemen?


    Ich hatte schon über 10 Bänderisse (kann sie schon nicht mehr zählen). Fast jählich, machmal sogar zwei oder drei mal. Bei mir reißen auch immer gleich mehrere Bänder. Beide Füsse sind total instabil. Ich knick ständig um. Im Februar 2010 wurde mein linker Meniskus am Knie operiert.


    Ein halbes Jahr später hatte ich einen Bandscheibenvorfall (Massenvorfall L5/S1). Im linken Fuß waren die äußersten drei kleinen Zehen gelähmt. Man hat sofort operiert und nach Krankenhaus- und Rehaaufenthalt, hatte ich gedacht, jetzt wird wieder alles gut. Ein paar Wochen später wurde ich mit einem Notfall ins Krankenhaus eingeliefert. Diagnose: Bandscheibenvorfall Cauda-Equina-Syndrom. Hatte Querschnittssyndrom und war nicht mehr in der Lage mein Harndrang zu kontrollieren. Nach einer Not-Op und mehreren Wochen Reha, hat sich zum Glück wieder alles stabilisiert. Ich habe Tischtennis, Fußball aufgegeben und angefangen so gesund wie möglich zu leben (Ernährung, Schwimmen, usw.). Kurz nach diesem Vorfall habe ich meine Frau geheriatet, was mir viel Kraft gegeben hat.


    In den letzten Jahren hatte ich immer mal wieder Schmerzen im Rücken, aber nichts dramatisches. Mit Schmerzen zu leben, habe ich gelernt. Medikamente will ich ich mehr nehmen. Irgendwann ist genug! Habe wirklich probiert, mich um meine Familie zu kümmern und keine Probleme mehr zu bekommen. Meine Frau ist aus Taiwan und ist nur wegen mir nach Deutschland gekommen. Sie passt auf unseren Soh auf. Somit bin ich Alleinverdiener. Im Job läuft es gut und wir leben glücklich. Seit einiger Zeit habe ich wieder massive Schemerzen im rechten Knie. Zuerst habe ich gedacht, ok ist wieder ein Meniskusschaden, nur diemal im anderen Knie. Jetzt hat das MRT gezeigt "Knorpelschaden 4. Grades". Gleich wieder die schlimmst mögliche Schädigung. Eine Operation würde wieder einen mehrwöchigen Arbeitsausfall bedeuten. Ich habe so die Schnauze voll. Im linken Knie habe ich auch wieder Schmerzen. Aus Angst einer weiteren schlechten Diagnose verschweige ich dies momentan.


    Was ist los mit mir? Warum hab ich ständig Probleme, obwohl ich nichts "anstrengendes" mache? Hat jemand ähnliche Probleme? Was für einen Zusammenhang gibt es zwischen Bändern, Bandscheibe und Knorpel?


    Mit Schmerzen habe ich gelernt zu leben, aber ich möchte nicht ständig operiert werden. Ich hab eine Verantwortung gegenüber meiner Familie. Ich bin 32 Jahre und nicht 90.


    Wenn das so weiter geht mit meinen Körper, dann ist mit 40 alles kaputt. Das kann ich doch meiner Familie nicht zumuten.


    Vielen Dank für Antworten.


    Gruß an alle Leitgeplagten


    Cyborg4001

  • 4 Antworten

    Vielleicht ist das einfach angeboren und Deine Schwachstelle? Mich hat mein Orthopäde auch schon mal so nett als "orthopädische Katastrophe" bezeichnet. Ich habe Arthrose in beiden Schultergelenken (auch bereits beidseitig operiert) und mein Knie ist auch schon hinüber, habe in diesem Jahr eine TEP bekommen, mein Geburtsjahr steht im Nick.


    Ich bin ansonsten gesund, vielleicht sind die Gelenke auch einfach meine Schwachstelle...warum auch immer.


    Ich glaube, man muss das Beste daraus machen und gucken, was Einem gut tut.


    Hilft Dir jetzt vielleicht nicht weiter, aber ich habe für mich beschlossen, damit nicht zu hadern, das bringt mich nämlich nicht weiter.

    wurde bei dir - durch welchen Kollegen auch immer - schon mal versucht, einen Zusammenhang zwischen deinen bisher aufgetretenen Verletzungen und deiner Anatomie herzustellen?


    Grundsätzlich kann man sagen, dass sich Fehlstellungen und/oder -belastungen nicht nur im betroffenen Areal bemerkbar machen, sondern auch Auswirkung auf entfernte Bereiche haben können.


    Bsp: Fehlstellung der Wirbelsäule kann eine unnatürliche Haltung mit stärkerer Beanspruchung der Hüft- und Kniegelenke bedingen. Anders rum funktioniert das Beispiel auch. Nicht erkannte und behandelte Fuss- oder Kniefehlstellungen wirken sich auf die Wirbelsäule aus.


    Gewisse Sportarten können ebenfalls angeborene oder erworbene Schwächen verstärken. Fußball oder eben Sportarten, die ein starkes Beschleunigen und Abbremsen verlangen, forcieren dann an den Schwachstellen den Verschleiß.


    Welche Therapieformen wurden bei dir bislang angewandt? Physiotherapeutische Maßnahmen, wie Kraftaufbau oder Bewegungsschule? Wenn nein, dann wären das mMn schon mal ein guter Ansatzpunkt, den dein behandelnder Arzt verfolgen sollte. Das und die Abklärung, ob und wo Fehlstellungen in deinem Körper nachweisbar sind.....


    Gute Besserung

    Vielen Dank für eure Ratschläge.


    Ich mach seit Jahren Kieser-Training um meine Rückenmuskulatur zu stärken. Außerdem 20-30 min tägliche Übungen. Vor kurzem wurde eine Standbeinauhnahme gemacht. Hier hat sich aber nichts ergeben.


    Ich vermute auch, dass ich eine angeborene Schwäche habe. Ich probiere so gut wie möglich auf meinen Körper aufzupassen, schon alleine wegen meiner Familie. Aber ständige Probleme können auch berufliche Konsequenzen haben und das wäre natürlich nicht so super.


    Vielen Dank und Gruß!