30 Jahre, keine Ausbildung, zweiten Bildungsweg nicht geschafft, Endstation Langzeitarbeitslosigkeit und Depression.

    Hallo und seid gegrüßt, an alle die das vielleicht lesen werden, vielleicht hat man mehr Zeit an Tagen wie diesen mit Corona, wobei der Unterschied für mich persönlich überhaupt nicht vorhanden ist, was Isolation angeht.


    Mein Text wird mitunter sehr ausgiebig und vielleicht anstrengend zu verfolgen sein, verzieht mir das bitte.:)D


    Zu meiner Person, ich bin 30 Jahre alt, habe mehrere Ausbildungen angefangen, im kaufmännischen Bereich, in der Industrie, nichts hat mir zugesagt, ich war selten kompatibel und alle abgebrochen, sei es durch die Arbeit an sich oder zwischenmenschlich, früher oder später war es zum Scheitern verurteilt.


    Ich war dann arbeitslos, habe mich versucht als Leiharbeitssklave durchzuschlagen, eher semi-erfolgreich, danach dann versucht über dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachzuholen, verlief soweit auch vielversprechend bis zum Sprung zur "Oberstufe" also S4, hab ich zweifach nicht geschafft, lag an mir selbst, Krankheit und Abwesenheit,


    dieser berühmte "letzte Sprung an die Spitze" den nicht geschafft zu haben, verfolgt mich mittlerweile mein ganzes Leben und ich reagiere sehr allergisch darauf:(v geht sogar soweit dass ich als Leiharbeiter oder Minijobber nebenbei das Abitur nachholen wollen würde über Onlineseminare, so sehr hat sich dieses Versagen in meine Gedanken gefressen.


    Wenn man alte Weggefährten von damals sieht, die können gar nicht glauben, was aus mir geworden ist, weil die mich als strebsamen fleißigen Schüler kannten, der Cut kam halt auch, als ich aus der gewohnten Klasse "abgestiegen" bin, hab in der Folge kein Anschluss finden können, weil ich auch jemand bin, der sich schnell abgrenzt und keinen Kontakt sucht, wenn es zwischenmenschlich nicht passt.


    Es geht nicht darum, irgendwas realitätsfernes zu schaffen, sondern einfach nur für sich selbst den Lebensunterhalt bestreiten zu können, solide die eigenen Kosten und den Eigenkonsum decken zu können.


    Ich bin dann von der Bundesagentur seit 2018 in ein Programm zur "Rehabilitation" zur Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt "unterstützt" worden, habe daran auch relativ erfolgreich teilgenommen, war halt mit dem grundsätzlichen Vorwissen und der durchaus vorhandenen Allgemeinbildung meinerseits kein Problem, die überbetriebliche, finanzierte Umschulung habe ich im ersten Anlauf trotzdem nicht bekommen..


    Ich wurde dann weitergereicht zu einem Maßnahmeträger, der intensiv betriebliche Umschulungen anstrebt, bin dann auch irgendwo untergekommen in einer Spedition, dachte mir halt ok, friss oder stirb, wenn das nichts wird, dann kann ich gleich einen auf Langzeitarbeitslosen machen.


    Man hat mir halt dann mit der Zeit klargemacht, dass ich ein zweitklassiger Mitarbeiter bin, der die Spätschicht für 150€ Umschulungsvergütung im Monat "managen" darf, heißt soviel:


    Die arrivierten Mitarbeiter weg= Nach uns Die Sintflut, das Stressmomentum hat mich umgehauen nervlich, ich saß oft am Pc und war am zittern vor Wut und Überforderung, es war keine Kommunikation mit den Subunternehmern aus Osteuropa und der Fahrer möglich.Mit der Zeit ist der Chefdisponent auch noch darauf rumgeritten und hat mich teilweise vor dem ganzem Büro lächerlich gemacht, auf Telefonanrufe für ihn nicht reagiert, das "Problemlösen" mir als Azubi zweiter Klasse und das sind Umschüler leider ziemlich oft, überlassen.


    Am Ende des Tages war die Arbeit nichts für mich, ich fing dann auch an intensiv zu trinken, 6 Bier nach der Arbeit waren keine Seltenheit, ich habe gemerkt, der Stress und der damit verbundene Alkoholkonsum haben meine Gehirnstruktur verändert, mein Kurzzeitgedächtnis gleicht einem Sieb mittlerweile%:|


    Ich habe jedoch die Möglichkeit zu einem Wechsel bekommen, der Chef war super nett, ein kleines Unternehmen, sehr familiär und menschlich hervorragend, dennoch hat das nichts daran geändert, dass mir der Beruf, das Planen von Touren als Spediteur nie zugesagt hat, ich war halt eher der Grüßaugust am Telefon und der Platzhalter wenn die leitende Disposition Mittagspause hatte.


    Darüber hinaus war es für mich, der kein Auto, kein Führerschein hat eine neue Erfahrung, was es heißt 3-4 Stunden am Tag zu pendeln, also von 5-18 Uhr am tag unterwegs zu sein, rein für die Arbeit, die mich sehr belastet hab, da ich aufgrund von Depressionen die ich lange ignoriert habe nur 4 Stunden am Tag schlafe und oft unkonzentriert war, im Bus und Bahn im "Dämmerschlaf" war.


    Hab die Berufsschule dann nicht gepackt, einerseits weil das Blockunterricht ist und ich extrem vergesslich geworden bin, darüber hinaus passe ich vom Alter her auch nicht mehr so wirklich ins Gefüge mit 16 Jährigen, teils vorlauten Schülern, mittlerweile hasse ich diese Unruhe und "Dynamik" einfach nur und die Hauptthemen der Spedition haben mich NULL interessiert, ich saß im Unterricht und habe nur auf die Uhr geschaut und gedacht, wann ist es endlich vorbei.


    Mit fortlaufender Zeit war ich öfter krank und hab den Anschluss komplett verloren, was den Unterrichtsstoff angeht, habe mich dem Lehrer offenbart und war dann 8 Wochen nur Zuhause, krankgeschrieben aufgrund von Depressionen.


    Damit ging dann auch der eingeschlagene eigentlich positive Weg seit 2018, um wieder Fuß zu fassen, insbesondere was die Langzeitperspektive auf dem Arbeitsmarkt anbelangt, den Bach runter, wurde auch von der Bundesagentur so akzeptiert, Ziel ist erstmal "Stabilisierung" heißt soviel, ich bin mir selbst überlassen und irgendwann kommt die Einladung und der Trott von wegen bewerben sie sich hier und da als Helfer geht von vorne los.:-XFreunde habe ich sowieso seit Jahren kaum welche, diese Isolation bin ich also gewohnt.


    Frauen sind auch seit Jahren, was feste Beziehungen angeht, kein Thema, einerseits kann ich denen nichts bieten materiell, anderseits bin ich aus gescheiterten Beziehungen fadt schon kategorisch beziehungsempfindlich, mehr als flüchtiger Sex war da seit Jahren nicht, scheinbar gibts dann doch etwas, was die Frauen an mich reizen kann, hahaha.


    Irgendwie bin ich seit 10 Jahren in einer Zeitschleife, die nicht endet und immer wieder von vorne beginnt.


    Mittlerweile sitze ich nur noch zu Hause und betrinke mich nahezu täglich mit mehreren Flaschen Bier pro Tag, jeden Tag mit den Gedanken dabei, wie viele Möglichkeiten ich weggeworfen habe, möglicherweise vorhandenes Potenzial nicht genutzt zu haben,jeder Tag ist wie derselbe, es ist quasi ein schleichender Tod auf Raten in vielerlei Hinsicht.


    Ich möchte doch nur eine geregelte Ausbildung/Umschulung, auf der ich dann weiter ein Fundament aufbauen kann, wie eigene Wohnung nach Wahl, Mobilität, Unabhängigkeit, was dann auch wieder die Frauen und eine mögliche Familie in den Vordergrund rücken könnte.


    Mir ist klar, dass ich mitunter ein anstrengender, mittlerweile sehr missmutiger und wehleidiger Kerl bin, die wenigen Mitmenschen, die mich "kennen" wissen in Wahrheit gar nicht wie es mir geht, die Fassade ist bisher noch nicht gefallen, aber das wird früher oder später der Fall sein":/


    Habt ihr irgendwelche hilfreichende Tipps, wie ich mal wieder den Boden unter den Füßen zurückbekommen kann? Vielleicht ergeht es ja vielen anderen ebenso, nur trauen sie sich nicht, davon zu berichten oder haben schon gravierendere Auswege gesucht, ich weiß es nicht.


    viele Grüße und schönes Restwochenende, ich würde mich sehr über Antworten freuen :-)

  • 19 Antworten

    Kannst du dich selbst noch motivieren? Ich suche auch wenig Kontakt zu Menschen bei denen es nicht "passt" und bin dann eher der Außenseiter. Habe mich jetzt für ein Fernstudium entschieden. Funktioniert seit 4 Monaten ganz gut. Habe durch eine WA Lerngruppe jemanden gefunden mit dem ich mich ganz gut verstehe und wir pushen uns gegenseitig ein wenig. Ohne das da zig andere drumherum sind....

    Newbie84 schrieb:

    Kannst du dich selbst noch motivieren? Ich suche auch wenig Kontakt zu Menschen bei denen es nicht "passt" und bin dann eher der Außenseiter. Habe mich jetzt für ein Fernstudium entschieden. Funktioniert seit 4 Monaten ganz gut. Habe durch eine WA Lerngruppe jemanden gefunden mit dem ich mich ganz gut verstehe und wir pushen uns gegenseitig ein wenig. Ohne das da zig andere drumherum sind....

    Danke für deine Antwort, ein Fernstudium ist mit immensen Kosten für einen perspektivlosen, ungelernten Arbeitslosen verbunden, die ich aktuell nicht tragen kann.Dahingehend ist es keine Frage der Motivation, sondern der liquiden Mittel.


    Darüber hinaus muss ich erstmal wieder sehen, dass ich, was die Gedächtnisleistung angeht, mich wieder stabilisiere. Seit meinem "Abstecher" in die Logistik ist da definitiv etwas zerbrochen, die Frustbiere taten dann ihr übriges.Aber schön zu wissen, dass es auch andere gibt, die nicht unbedingt Rudeltiere sind hehe :-P

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    Was genau willst du denn arbeiten? Berufe mit mittlerer Reife sind nun mal meistens zuarbeitend.

    Vergiß nicht, dass du nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung auch studieren darfst.

    criecharlie schrieb:

    Was genau willst du denn arbeiten? Berufe mit mittlerer Reife sind nun mal meistens zuarbeitend.

    Vergiß nicht, dass du nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung auch studieren darfst.

    Ich habe nicht den Wunschberuf schlechthin, allerdings hat es vor etlichen Jahren ganz gut im Einzelhandel geklappt, ich habe gerne den Kunden mögliche Waren verkauft bzw. die auch davon in einem Gespräch überzeugt, aktuell undenkbar in meiner jetzigen Verfassung.Mein damaliger Chef wollte solche Gespräche nicht, da Discounter und kein Fachmarkt laut seiner Argumentation und so fingen die Irritationen an ;D

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    criecharlie schrieb:

    zu früh....

    bist du in behandlung? das solltest du planen.

    Ich war beim Hausarzt, der hat mir Psychopharmaka wie Mirtazapin verschrieben, zum "runterkommen" um besser schlafen zu können und ich schlafe sehr sehr schlecht seit Jahren, den Vertrauenspsychologen habe ich nicht, war vor Jahren mal bei einem, hab dem die bis dato vorhandene Vita erzählt, direkt Tabletten verschrieben bekommen, quasi am Symptom herumdoktorn ohne die Heilung im Sinn zu haben, denke Psychotherapie wäre sinnvoller, hat mir selbst meine zuletzt zuständige Sachbearbeiterin der Arbeitsagentur gesagt, nur aktuell wegen Corona ist das schwierig einen Termin zu bekommen, selbst davor dauert sowas ewig :-|

    Ich glaube mit einer Psychotherapie bist du auf dem richtigen Weg. Eventuell auch eine Suchttherapie, um wieder zu erlernen, mit verschiedenen Situationen im Alltag auch ohne Alkohol klarzukommen.


    Du bist „erst“ 30, da hast du noch viel (Arbeits)leben vor dir. Nimm dir jetzt Zeit, eine Therapie zu machen und gehe danach das Ausbildungsthema an.

    Cheatsrichter schrieb:

    Habt ihr irgendwelche hilfreichende Tipps, wie ich mal wieder den Boden unter den Füßen zurückbekommen kann?

    Aus meiner Sicht solltest du mehrere Sachen angehen:

    1) Versuchen, in eine Umgebung zu kommen, wo du in einer Gruppe wohnen kannst. Eine WG zum Beispiel.

    Das gibt Kommunikation, Austausch, und du wirst auch "überwacht" und trinkst dann weniger. Außerdem bekommst du Feedback, wenn du allzu negativ bist und bekommst Anerkennnung und positives Feedback, wenn du positiver drauf bist. Du lernst wieder Humor, du siehst wieder andere auch lachen. Du kannst gemeinsam essen, kannst kochen auch für andere, oder mal das essen, was andere gekocht haben.


    2) Der Alkoholkonsum muss runter, logisch, der macht jeden Menschen kaputt. Wenn's erstmal beim Bier bleiben muss oder soll: mit dem Schwenk zu alkoholfreiem Bier.

    Und dafür die Lern- und Gedächtnis-Aktivität rauf. Bibliotheken können da ein erster Anlaufpunkt sein. Du kannst stöbern und raussuchen, was dich wirklich interessiert: zu beruflichen Themen, zu Handwerksthemen, zu sozialen Themen, zu Reisezielen, zu sportlichen Aktivitäten, zu Tagesstrukturierung, zu Kochen+Rezepten, zu mit wenig Geld auskommen, alles mögliche. Man kann auch Filme ausleihen und dann Freunde einladen.


    3) Einem Psychiater, der dir Medikamente verschreibt, solltest du auch mal eine Zeit von 8-16 Wochen vertrauen und einfach das nehmen in der Frequenz und Dosierung. Aus meiner Sicht kann gerade die Gruppe von Antidepressiva eine große Chance für dich sein.


    4) Sport, Schlaf, Ernährung. Die Grundlage für alles ist ein gesunder Körper. Der braucht gutes Essen, genug Bewegung und wer sich tagsüber auch bisschen auspowert (das kann auch 1h schnelles Walken am Abend sein oder noch ne Runde Inline Skater), hat dann auch einen besseren Schlaf. Fahrrad frei, ordentliche Regenbekleidung, 2 Packtaschen, ein autofreies Leben kann da eine Chance sein, mehr Alltags-Sport zu machen. Eine stabile Gesundheit wird auch nötig sein, um z.B. neue Ausbildungen dann auch abzuschließen.


    5) Soziale Kontakte, Familie, Unterstützung und Mentoring: Du solltest einen guten Weg finden, auch deine Familie um eine gewisse Unterstützung zu bitten. Nicht mit Geld, sondern mit dasein, zuhören, motivieren.


    6) Von der beruflichen Situation: überleg mal deine Interessen und dann schau noch mal in so ein Berufsberatungszentrum. Überleg mal was z.B. in Richtung Handwerk in einem kleinen Familienbetrieb. Dort kann man sehr selbstständig arbeiten, und oft gibt's Ausbilder, die sich auch menschlich ihrer Auszubildenden annehmen. Zum Beispiel etwas in Richtung: Tischler, Bühnenbauer, Bäcker, Fahrradmechaniker, Buchbinder, Gärtner. Da gibt es viele Routine-Abläufe, man braucht nur relativ wenig planen. Aber natürlich etwas, das auch in Bereich deiner Interessen und Fertigkeiten liegt. Es liegt an dir, eine Ahnung zu haben, was du gut kannst und gern machst. Selbst und sogar erstmal mit den Depressionen.


    Eine Kur oder stationäre Gruppentherapie in einer Psychiatrie kann auch ein interessantes Angebot für dich sein, weil es viele der Elemente oben verbindet. Oder ein Work and Travel Programm, wobei das natürlich schon eine Herausforderung sein wird.


    Insgesamt solltest du eine Mischung finden aus Akzeptanz des status quo und Veränderung. Und aus eigener Verantwortung für dein Dasein, aber auch das Inanspruchnehmen von Unterstützungsangeboten. Und wer um seine eigenen depressiven Tendenzen weiß, wird auch einen Weg finden müssen, trotzdem auch damit leben zu können, z.B. als 70-80% Behandlungserfolg, 20-30% Restdepressivität, die halt im Alltag gemeistert werden muss. Es lohnt sich dann, die Ziele so zu stecken, dass sie auch jeweils gut erreichbar scheinen.

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    Problem ist, dass du nie etwas durchgezogen hast. Das verselbständigt sich irgendwann und wird schon fast zum Persönlichkeitsmerkmal. Genauso schnell geht es aber auch bergauf, wenn man dann mal was geschi*sen bekommt. Was genau ist dafür gar nicht mal so wichtig. Fang nicht gleich mit dem größten Projekt "Abgeschlossene Ausbildung, auskömmlicher zufriedenstellender Job" an. Das ist ein Ding von Jahren und braucht Zwischenziele.

    Deine Empfindlichkeiten sind mir auch aufgefallen. "Beziehungsempfindlich", aber auch gegenüber Mitschülern, Kollegen,.... - vielleicht auch mal gedanklich etwas mehr Toleranz aufbauen. Es ist Nebensache, wie kindisch und ätzend 16-jährige Mitschüler sind, während man selbst schon viel älter ist. Das darf einen natürlich nerven, ist aber kein Grund zum Abbruch.

    Cheatsrichter schrieb:

    Frauen sind auch seit Jahren, was feste Beziehungen angeht, kein Thema, einerseits kann ich denen nichts bieten materiell

    Kein Argument. Wenns immer nur flüchtig ist, fehlts aber vielleicht auch an Beziehungsrfahrung. Eine, die zu dir passt, will nichts materiell von dir. Außer dass du dich irgendwie selbst versorgen kannst (verhungert bist bisher ja nicht ;-) ). Nein damit will ich nicht sagen, dass es andere Frauen nicht gibt. Klar fälltst du mit deinem Werdegang und Prioritäten im Leben für einige komplett aus dem Raster für was Ernsthaftes. Aber die sind eh nicht die, die vom Lebenswandel und Wertevorstellungen zu dir passen (und das wäre auch nicht passender, würdest du jetzt im Lotto gewinnen und ihnen "was bieten" können). Also warum lässt du dich auf keine ein? Nur flüchtige Bekannschaften haben, obwohl man auch mal wieder gerne ne Beziehung hätte (so klingt es) - damit torpediert man sich selbst.

    Du hast geschrieben, dass es im Einzelhandel gut geklappt hat.

    Wieso knüpfst Du da nicht an? In dieser Sparte werden Leute händeringend gesucht.

    Es muss ja auch kein Discounter sein, Fachmärkte gibt es genügend.

    Wichtig fände ich auch, dass Du Deinem Leben Struktur gibst. Steh morgens auf, mach vielleicht erstmal etwas Sport draußen.

    Kümmere Dich um Bewerbungen und eine Psychotherapie. Und lass nach und nach die Finger vom Alkohol.

    Du bist erst 30, hast das ganze Leben vor Dir und alle Möglichkeiten.

    Es liegt an Dir was draus zu machen.

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    Kommt auch viel durch: immer die anderen, immer die anderen... Liest sich so wie jemand, der lieber gleich als Chef anfangen muß, alles andere ist unter der Würde, nur nichts sagen lassen, wie mir scheint, schmeißt du dann hin...


    Viel Gejammer statt es mal wirklich anzufassen. Die Entscheidung dazu triffst du allein. Verantwortung übernehmen nennt man das. Saufen: dazu entschließt man sich eben auch. Man kann sich auch entschließen, Alkohol zu meiden, die AA unterstützen sich gegenseitig.


    Aber klar, man müßte seine Gewohnheiten mal ändern, mal was durchziehen, am Ball bleiben, die Ärmel hochkrempeln. Aber dazu muß man die Komfortzone schon mal verlassen. Da kannst du noch in zig Foren schreiben, anpacken kannst du das nur selbst. Mach es einfach. Null Alkohol, Therapie, lernen, arbeiten.

    was ich an mir und meinen friends, an meinen kinder und meinen studenten feststelle:

    wenn ich kein klares ziel habe, wird das nichts.

    du brauchst mehrere:



    - behandlung finden

    - sucht bekämpfen

    - überlegen, was du beruflich machen willst und dann entweder lehre + studium oder nur lehre.


    alles in teilschritten planen, damit es realistisch abarbeitbar ist.

    Ich denke du solltest dir erst mal klar werden was du genau machen willst. Oder zumindest so im Ansatz. Und darauf gezielt hinarbeiten. Umschulung etc. Vielleicht ist ja das Büroleben nicht für dich. Aber es gibt ja viele andere Jobs. Aber ich denke das wichtigste ist ein Ziel was du wirklich erreichen willst. Wenn du nur eine Umschulung machst, die dich aber nicht interessiert, wird das Ergebnis wohl dasselbe sein wie zuvor.

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