Ich denke das es trotzdem gut ist wenn du ein bisschen Abhängigkeit zum Forum verlierst.


    Ich habe früher auch sehr sehr viel in Foren geschrieben, alle meine Gedanken und Ängste, war abhängig davon Antworten zu bekommen, lebte dafür. Auch weil es der einzige Ort war wo ich offen und ehrlich sein konnte.


    Heute bin ich froh das ich davon weg bin, denn jetzt bin ich "gezwungen" im realen Leben zu reden. Offen zu sein. Ich habe es geschafft mir ein reales Helfernetz aufzubauen, und rede... rede real mit Menschen.


    Mit Helfern. Flüchte meine Gedanken und Ängste nicht mehr ins Internet, denn bin ich sie dort losgeworden, blieben sie im realen Leben verschwiegen und so ging nichts voran.


    So ein Forum soll Unterstützung sein, aber nicht mehr.


    Ich wünsche dir so sehr das du es auch schaffst das zu schaffen. Denn dann geht es ein ganzes Stück voran!

    Ich kann hier aber nicht fernbleiben, weil ich nichts anderes mehr kann. Ich schaffs nicht einmal, meinen Mitbewohnern so vor die Füße zu treten, aus Angst, dass sie mir ansehen, dass ich in meinem Zimmer weine. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll, das alles in der Uni jetzt zu regeln.


    Hier sagt mir so gut wie niemand, dass ich das alles schaffen kann. Ich bin monatelang weg, aber wenn ich wieder da bin, dann wird das alles umgangen. Aber ich spüre einfach, dass die Menschen mir immer fremder werden und die Distanz immer weiter wächst. Die allermeisten

    hier kenne ich nicht persönlich, aber ich hab das Gefühl, dass man mich hier wohl noch am ehesten so kennt, wie ich vielleicht wirklich bin. Mir macht aber gleichzeitig total Angst, dass es für mich mittlerweile so bedeutend ist, hier angenommen zu werden. Ich fall in Selbstzweifel, wenn Menschen mir plötzlich nicht mehr antworten und frag mich, was ich wieder falsch gemacht habe. Das sollte nie so sein, ich verbieg mich schon im realen Leben viel zu sehr, aber ich kann da einfach nichts dagegen tun? Und mir macht das Angst, weil mir dadurch so deutlich wird, dass ich überhaupt gar keinen Halt mehr habe.


    Ich suche hier im Forum so krampfhaft nach irgendwas.. Anerkennung, Zuneigung und wohl eine gewisse Art von Nähe? Das bekomme ich draußen nicht, aber vielleicht könnte ich es, wenn ich nicht auf der anderen Seite so viel Angst davor hätte. Die paar Menschen, die tatsächlich noch zu mir stehen, schubse ich weg... wenn Menschen mich umarmen wollen, dann laufe ich weg.


    Ich darf mich nicht beschweren, dass ich alleine bin, wenn ich niemandem erlaube mir nahe zu kommen, aber manchmal wünsche ich mir, dass man mich einfach festhält und ignoriert, dass ich dagegen ankämpfe. So lange bis ich spüre, dass mir nichts mehr passiert.

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    Ich schreibe es diesmal öffentlich, ich hoffe, das ist ok für Dich.

    Zitat

    Ich verlasse fast nicht mehr das Haus, kaum mehr mein Zimmer und jetzt fällt mir auf, dass ich davon abhängig bin, hier zu sein.

    Genau das ist der Kernpunkt für die Einschränkung seitens der Moderation.


    Du hast unglaublich viele Baustellen, verlagerst (und somit umgehst Du) aber die Bearbeitung dieser hier auf das Forum/den Faden.


    Das wird Dir jetzt schmerzlich bewußt. Und auch wenn es sich für Dich unmöglich anhören mag: Nimm' die Einschränkung unsererseits als Anfang etwas zu tun, den Kreis dieser Abhängigkeit zu durchbrechen.


    Denn dieser Kreis besteht leider schon seit einiger Zeit, schaut man sich alleine nur mal die letzten Wochen (hier im Faden) an. Mal "es geht mir gut/sehr gut" - dann am nächsten Tag "mir geht es besch...." - nach einigen Beiträgen, ein wenig Austausch: "mir geht es wieder etwas besser". Das Forum/dieser Faden aber ist letztendlich nur Oberflächengekratze, dass kann im Einzelfall unterstützend wirken - ist aber keine Lösung von Grund auf.


    Mir ist durchaus bewußt, dass Dir mit dieser Einschränkung ein (großer) Teil entzogen wird den Du bisher immer mehr gebraucht hast. Aber gerade weil ich Dich durch viele Beiträge im Laufe der Jahre schätzen gelernt habe (wie es ohne sich persönlich zu kennen auf einer solchen Plattform möglich ist) - kann ich es gerade als Moderatorin dieses Forums, im Sinne von dem für was es steht, nicht mehr verantworten Dir diese Art von Raum zu geben.


    Du merkst selber, dass Dir der "Entzug" hier nicht mehr so weiterzumachen zu können wie bisher zusetzt - weißt aber selber doch ganz genau, dass es sehr ungesund ist wenn Dein Wohlbefinden davon derart abhängig ist.


    Versuche es mit der Klinik bitte nochmals, das sage ich nicht nur als Moderator, sondern auch als Person Isabell. Versuche Vertrauen zu fassen, Menschen zu finden die Dir fachkundig helfen können und auch wollen. Eine Plattform wie dieses Forum kann ab dem momentanen Punkt nicht mehr helfen, sondern schadet eher.


    Und Du hast das Forum für alle anderen Themen doch immer noch. :)*

    Das Leben spielt sich halt nicht hier ab, sondern dort, wo auch immer du gerade bist. Das Forum ist einfach keine normale Form der Kommunikation. Das macht nur Sinn, wenn du auch Kontakt zu anderen hast.

    Zitat

    Ich darf mich nicht beschweren, dass ich alleine bin, wenn ich niemandem erlaube mir nahe zu kommen,

    Und ja, so wie es aussieht, hast du so viele Leute weggestupst, dass nur noch wir übrig sind. Du bist alleine. Und darfst auch deswegen traurig sein. Ich hoffe ja noch, dass dies ein Wendepunkt sein kann, dass du erkennst, dass es so nicht weitergehen kann. Die Fassaden helfen dir nicht mehr weiter.


    Ich glaube, damit hast du ein gutes Thema für die Klinik. Du darfst aber schon mal an deinen Mitbewohnern oder anderen Kommilitonen üben. Ich hülle mich dann wieder in Schweigen, weil auch ich jetzt einsehe, dass das Forum dir nicht mehr weiterhilft.

    Zitat

    Du hast unglaublich viele Baustellen, verlagerst (und somit umgehst Du) aber die Bearbeitung dieser hier auf das Forum/den Faden.

    Ja wohin denn sonst? Ich hab hier im realen Umfeld vor Ort einfach niemanden und das wird sich so schnell auch einfach nicht ändern lassen...

    Zitat

    Mir ist durchaus bewußt, dass Dir mit dieser Einschränkung ein (großer) Teil entzogen wird den Du bisher immer mehr gebraucht hast.

    Es fühlt sich an, als wäre alles weg. Natürlich kann ich mit den Menschen hier über die Uni reden oder über alles mögliche Alltägliche, aber eben nicht darüber, was in mir vorgeht. Hier war doch schon die Hölle los, als ich mich selbst verletzt habe...

    Zitat

    Du merkst selber, dass Dir der "Entzug" hier nicht mehr so weiterzumachen zu können wie bisher zusetzt - weißt aber selber doch ganz genau, dass es sehr ungesund ist wenn Dein Wohlbefinden davon derart abhängig ist.

    Natürlich, deshalb bin ich ja so verzweifelt. Ich bin immer abhängig, von Menschen hier direkt, wenn ich sie so nah an mich heranlasse (kam ja schon vor, ist schief gegangen), von Foren. Mittlerweile bin ich nur noch in einem Forum, hier halt, aber wenn ich nichts oder niemanden habe, woran ich mich hängen kann, dann fall ich.

    Zitat

    Versuche es mit der Klinik bitte nochmals, das sage ich nicht nur als Moderator, sondern auch als Person Isabell. Versuche Vertrauen zu fassen, Menschen zu finden die Dir fachkundig helfen können und auch wollen.

    Ich geh ja in die Klinik, aber das dauert eben noch... und es ist auch nicht so, als würde ich es nie versuchen. Ich versuche es so sehr, aber es klappt einfach nicht. Ich hab auch nicht mehr wirklich Hoffnung, dass es noch klappt, weil ich es dafür schon zu oft versucht habe und immer wieder zu spüren bekommen habe, das ich nicht tragbar bin.

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    Und ja, so wie es aussieht, hast du so viele Leute weggestupst, dass nur noch wir übrig sind. Du bist alleine. Und darfst auch deswegen traurig sein. Ich hoffe ja noch, dass dies ein Wendepunkt sein kann, dass du erkennst, dass es so nicht weitergehen kann. Die Fassaden helfen dir nicht mehr weiter.

    Ich hatte hier halt noch nie Menschen, bei denen ich nicht zumindest trotzdem eine große Fassade wahren musste. Und durch die Zeit in der Klinik bin ich einfach übrig geblieben, viele meiner Freunde sind jetzt weggezogen und wo sollte ich neue finden. Ich will auch gar keine mehr finden, ich will hier überhaupt gar nicht mehr sein. Die paar, die noch geblieben sind, schließe ich aus, weil ich eine riesige Enttäuschung bin und alle erwarten von mir, dass es mir endlich mal besser geht. Es kann niemand verstehen, dass dem nicht so ist - ich ja auch nicht. Ich fühle mich hier einfach nur unendlich unter Druck gesetzt.

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    Ich glaube, damit hast du ein gutes Thema für die Klinik.

    Das ist Thema, seit ich 2010 das erste Mal in einer Klinik war. Ich glaube, ich will das alles einfach überhaupt gar nicht mehr.

    Das Problem ist einfach: Guck mal, was emotional bei dir passiert, wenn mal niemand hier zur Verfügung steht ??ich persönlich hatte dir angekündigt, dass ich mich ein bisschen aus dem Forum zurückziehen werde und du das nicht auf dich beziehen sollst und trotzdem verfällst du in Selbstzweifel?? . Du musst einfach Wege finden, mit dir klar zu kommen, aus dir selbst heraus. Ich hab das Gefühl, ich hab mein ganzes Pulver verschossen, ich habe bereits alles gesagt, was ich auch nur irgendwie als hilfreich für dich eingestuft hatte. Den Rest musst du alleine schaffen, man kann dir ein bisschen die Hand halten, ja, aber irgendwann musst du alleine klar kommen.


    Wieso schreibst du nicht einfach weiter auf, wie es dir geht? In einem Blog, in ein Tagebuch, irgendwohin, vielleicht auch hier und da mal in diesem Faden, aber halt nicht mehr täglich. So kannst du dir ein Ventil verschaffen, machst dich aber nicht mehr abhängig von den Reaktionen anderer. @:)

    Ich hatte damals auch niemanden mit dem ich reden konnte außer online, da war ich ich, aber es darf nicht mehr als Unterstützung sein. Wirklich Hilfe bekomme ich erst mit professionellen Helfern vor Ort. Es gibt immer Wege reale Unterstützung zu finden! Und da musst du dann so offen sein, ich hab oft diese Gedanken dann für mich aufgeschrieben und mitgebracht... alles, den ganzen Kopfmüll! Es ist so so wichtig reale Helfer zu haben.


    In einem Forum zusätzlich zu schreiben ja, aber meiner Meinung nach darf es niemals alles sein. Schon oft habe ich mir hier gedacht ob das hier nicht krankheitserhaltend ist. Aber ich kann nur für mich sprechen und was es positives für mich gebracht hat nicht mehr das INternet zu nutzen um mich auszukotzen

    Vanillaa, ich empfinde das ähnlich. Ich hab mich hier bei dem Austausch ja unter anderem auch immer und immer wieder mit meinen eigenen Thematiken beschäftigt. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe: Jetzt hilft es nicht mehr, jetzt wird es destruktiv.


    Irgendwann muss man aufstehen und aktiv werden. Ich bin ganz froh drum, dass ich diesen Punkt immer wieder noch mitschneide und dann auch die Bremse ziehen kann.


    Ich finde den Tipp, die eigene Gedankensoße aufzuschreiben und mitzubringen übrigens sehr wertvoll. Das könnte in der Klinik bestimmt weiterhelfen.

    Der Schmerz kommt eh, Schnucki. Du hast ihn mit dem Forum gedämpft, immer wieder hier Druck abgelassen, aber die Luft nicht nutzen können um konstruktivere Wege für dich zu entwickeln. Vielleicht auch, weil es dank des Forums immer noch einen Meter weiter ging. Ging ja immer noch ein wenig, weil dir was abgenommen wurde.


    Weinen ist in Ordnung. Du bist einsam und verzweifelt und allein. Weinen ist angemessen.

    Es ist jetzt einige Tage her und ich glaube, ich kann jetzt antworten:

    Zitat

    Du musst einfach Wege finden, mit dir klar zu kommen, aus dir selbst heraus.

    Ja, aber ich suche schon seit Jahren verzweifelt nach einer Antwort auf das wie...

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    Ich hab das Gefühl, ich hab mein ganzes Pulver verschossen, ich habe bereits alles gesagt, was ich auch nur irgendwie als hilfreich für dich eingestuft hatte. Den Rest musst du alleine schaffen, man kann dir ein bisschen die Hand halten, ja, aber irgendwann musst du alleine klar kommen.

    Das ist teilweise auch das Gefühl, was ich bei Therapeuten habe. Als wäre alles gesagt und es liegt einfach nur an mir, dass es nicht funktioniert. Ich wüsste aber auch nicht, was ich anders machen kann. Nein, ich kann nicht einfach essen und drauf warten, dass ich das irgendwann akzeptiere. Das funktioniert nicht.


    Ich kann vielleicht aufhören, mich selbst zu verletzen, aber es passiert zwischendrin trotzdem mal, dass ich dann halt erbreche. Ich schaffe es nicht, morgens aufzuwachen und irgendeinen Sinn zu sehen. Momentan lebe ich für die Uni: Ich wache auf, fange an zu schreiben und dann ist 19 Uhr (oder später) und ich mach Sport. Schlafen. Nächster Tag.


    Vielleicht hilft einfach gar nichts.

    Zitat

    Wieso schreibst du nicht einfach weiter auf, wie es dir geht?

    Das habe ich schon versucht... ich bin kein Tagebuch-Mensch, da fehlt irgendwas.

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    Ich hatte damals auch niemanden mit dem ich reden konnte außer online, da war ich ich, aber es darf nicht mehr als Unterstützung sein. Wirklich Hilfe bekomme ich erst mit professionellen Helfern vor Ort.

    Die gab es bzw. gibt es ja. Ich hatte sie in Kliniken, ich habe hier vor Ort meine Sozialarbeiterin. Therapeutensuche war ja nicht erfolgreich.

    Zitat

    Und da musst du dann so offen sein, ich hab oft diese Gedanken dann für mich aufgeschrieben und mitgebracht... alles, den ganzen Kopfmüll! Es ist so so wichtig reale Helfer zu haben.

    Auch das habe ich oft gemacht, wirklich sehr oft. Einfach aufgeschrieben, nicht einmal mehr durchgelesen und per Mail weggeschickt. Ich drehe mich trotzdem weiterhin im Kreis und mittlerweile mache ich das nicht mehr.

    Zitat

    Der Schmerz kommt eh, Schnucki. Du hast ihn mit dem Forum gedämpft, immer wieder hier Druck abgelassen, aber die Luft nicht nutzen können um konstruktivere Wege für dich zu entwickeln. Vielleicht auch, weil es dank des Forums immer noch einen Meter weiter ging.

    Inwiefern einen Meter weiter? Vorwärts oder rückwärts?


    Ich hab mithilfe des Forums halt nicht mehr geschwiegen und mich alleine gemacht.


    Nurarihyon, ich liebe das Cover x:)

    Ich hab momentan einfach absolut keinen Bezug zu meinen Gefühlen. Ich bin komplett abgestumpft, total im Funktionieren-Modus. Also eigentlich lenke ich mich wohl ziemlich ab.


    Wenn ich nicht mehr schreibe, setze ich mich mit mir auch einfach nicht mehr auseinander?

    Ich glaube es ist aber auch gut sich nicht 7 Tage die Woche 24 Stunden sich mit seinen Gefühlen /Ängsten etc. auseinanderzusetzen, manchmal ist es Auch gut sich abzulenken, sich auf anderes zu konzentrieren, um auch noch was vom Leben mitzubekommen.


    Skills beinhalten ja oft auch ablenken.


    Ich glaube es ist gut wenn du dich nicht nur in deine Ängste und Gefühle stürzt, sondern kontrolliert mit professioneller Unterstützung. Und dich ansonsten auch auf andere Dinge, wie z.B. Uni konzentrierst


    Funktionieren ist nicht nur schlecht sondern eine top Ressource!