• Aggressive Zwangsgedanken

    Hallo zusammen, hat jemand hier im Forum auch aggressive Zwangsgedanken? Ich würde mich gerne austauschen. Ich leide so sehr momentan und halte es kaum aus. Ich habe grosse Angst, unabsichtlich etwas schlimmes zu tun und dann ins Gefängnis zu gehen und alles zu verlieren (Familie, Freundin, Arbeit). Mein Psychiater ist im Urlaub und ich habe die Dosierung…
  • 41 Antworten

    Hätte es kaum besser Beschreiben können, das meinte ich ebenfalls mit "katastrophieren". Je länger man über einen Zwang nachdenkt, desto eher wird ihm nachgegeben. Denn mit jeder Runde die man gedanklich dreht wird es noch ein bisschen schlimmer / unsicherer

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    Hallo,


    hast du mittlerweile gelernt, damit umzugehen ? Ich leider auch darunter. Würde mich freuen was zu hören von dir.

    Grüße

    Ich hatte das auch mal.Trotz Neuroleptika und soz.-päd. Betreuung.Und ohne beides immernoch.Geholfen hat mir homöopathisches Lithium als Schüsslersalz 16.

    Ich hab es zwei Monate lang in Maximaldosierung genommen,seitdem sind die aggressiven Gedankenüberfälle und aufpoppenden Gewalt-Bilder weg und ich bin sehr klar und für meine Verhältnisse sehr selbstbewusst.Jetzt mache ich das in Eigenregie,nach Bedarf und habe festgestellt,dass es etwas mit meinem Stresspegel zutun hat.

    Lithium ist allerdings auch homöopathisch nicht ganz ohne.Psychisch sowieso schon angeschlagen und mit Psychopharmaka unbedingt den Arzt fragen,absprechen.Evtl wirkt es ja auch garnicht neben Antidepressiva.Das weiss ich nicht.O-)

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    Rene42 schrieb:

    Hallo,


    hast du mittlerweile gelernt, damit umzugehen ? Ich leider auch darunter. Würde mich freuen was zu hören von dir.

    Grüße

    Hallo Rene,


    ich habe keine Antwort auf deine Frage. Es ist ein aushalten resp. überleben.

    Ich könnte ein Buch über diese Krankheit schreiben, habe aber das Gefühl, dass ich noch nichts über sie weiss, auch wenn ich sie seit Kindesalter habe.


    Oft ist es ein hoffen und vertrauen, dass alles gut ist/war/wird. Doch die Krankheit möchte es genau wissen und es genügt nicht, nur zu hoffen. Es bleibt dir aber nichts anderes übrig, denn wenn du versuchst, logisch zu denken, dann hast du verloren. Der Zwang frisst dich innerlich auf und du fällst im Teufelskreis tiefer und tiefer. Du darfst dich inhaltlich nicht damit auseinandersetzen.


    Das vorhandene Gefühl muss einfach so zur Kenntnis genommen und nicht hinterfragt werden. Dieses Gefühl ist sehr sehr unangenehm. Es ist eine Mischung aus Angst, Unsicherheit, Unheil.


    Ich kenne die Theorie über diese Krankheit gut - sehr gut sogar. Und trotzdem fällt der Umgang damit sehr schwer. Man möchte das Gefühl nicht haben - und da liegt das Problem. Das Zwangsgefühl kann mehrere Stunden, Tage andauern und es signalisiert, dass etwas nicht in Ordnung ist - dabei ist eigentlich alles in Ordnung. Das Gefühl lügt das Gehirn an und das ist die Schwierigkeit daran.


    Der Inhalt der Gedanken ist egal. Sobald du denkst, einen Inhalt gemeistert zu haben, kommt etwas neues. Am schlimmsten ist es, wenn es von Inhalt zu Inhalt springt.


    Was spürst du?

    bobi791 schrieb:

    Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit Zwangsstörungen?


    Ich persönlich habe jahrelang welche gehabt.

    Bei Zwangsgedanken bleiben es Gedanken, die Angst diese Gedanken wirklich auszuführen sollte man also versuchen rational wegzudenken. Mir persönlich hat das rationale Denken in dem Falle enorm geholfen. Mit der Zeit lernt man richtig mit diesen umzugehen und akzeptiert sie einfach. Therapie konnte mir übrigens nicht helfen.

    Louvalya schrieb:
    bobi791 schrieb:

    Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit Zwangsstörungen?


    Ich persönlich habe jahrelang welche gehabt.

    Bei Zwangsgedanken bleiben es Gedanken, die Angst diese Gedanken wirklich auszuführen sollte man also versuchen rational wegzudenken. Mir persönlich hat das rationale Denken in dem Falle enorm geholfen. Mit der Zeit lernt man richtig mit diesen umzugehen und akzeptiert sie einfach. Therapie konnte mir übrigens nicht helfen.

    kannst du bitte ein praktisches beispiel erzählen, wie das wegdenken geht?

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    going schrieb:

    wenn du also etwas ungewöhnliches, von der norm abweichendes getan hättest, - zb ein verbrechen begangen, fremdgegangen, einen Unfall verursacht etc., würde sich dein Gehirn das zwangsläufig abspeichern und damit könntest du dich zwangsläufig daran erinnern. es gibt auch nichts, was das Gehirn davon abhalten würde - es würde in jedem fall als Erinnerung abgespeichert und abrufbar sein.

    Nein, stimmt nicht. Wenn derjenige eine entsprechende psychische Erkrankung hätte, wäre das Verbrechen komplett ausgeblendet. Vielleicht würde sowas auch mit der normalen Verdrängung bei Trauma funktionieren.

    Planeta schrieb:

    Nein, stimmt nicht. Wenn derjenige eine entsprechende psychische Erkrankung hätte, wäre das Verbrechen komplett ausgeblendet. Vielleicht würde sowas auch mit der normalen Verdrängung bei Trauma funktionieren.

    ja richtig, derartige ausnahmen gibt es. ich bin aber hier von der ausgangssituation des TE ausgegangen und da sehe ich die von dir beschriebenen dinge nicht.

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