Morgen!Tja, die kurze Nacht war wohl eine zu viel, wahrscheinlich bin gerade dabei, mich bei meiner Schwester anzustecken... und die Nacht war dann ideal. :-|


    War aber richtig müde, habe um die elf Stunden geschlafen, bis 10:00 Uhr und bin mit Kopfschmerzen aufgewacht! :-/


    Noch so eine Nacht werde ich hoffentlich vermeiden können...

    Bei wem kann ich Hilfe finden? -Lehrer möchte ich nicht so gerne reinziehen, eventuell die Vertrauensleherin, ich verstehe mich gut mit ihr und sie gehört zu den wenigen Lehrern, die ich momentan gerne sehe. Mein Physiklehrer und auch der Chemielehrer sind für mich gute Lehrer, der Unterricht macht mir bei ihnen Spaß, weshalb sich die Beteiligungsnoten von ihrem Unterricht auch deutlich zu denen der anderen Fächer unterscheiden. Der Chemielehrer ist mir aber zu fremd, in der fünften Klasse hatte ich ihn schon in IT und ich glaube, dass wir uns gegenseitig gehasst haben. Jetzt ist das anders, aber er ist für mich eben nur ein guter Lehrer, aber insgesamt zu fremd. Bei meinem Physiklehrer habe ich irgendwie das Gefühl, er wäre mit der Sache etwas überfordert; im Unterricht scheint er immer ganz in seinem Element, aber er ist sonst immer sehr unauffällig, ruhig und gelassen (noch nie einen Wutausbruch miterlebt), vielleicht auch etwas abwesend. Ich weiß nicht, wie er reagieren würde... kann ich schlecht einschätzen. :-|


    Und mein Lateinlehrer.... ":/ er würde mich wohl dazu drängen, mit meinen Eltern zu reden oder vielleicht zum Arzt zu gehen. ???


    Nee... ich glaube, ich würde eher zu einer Lehrerin gehen.


    -Zum Seelsorgelehrer möchte ich nicht, dass ist der selbe wie auch schon im siebten Schuljahr:

    Zitat

    In der 7. Klasse, als das Chaos für mich immer mehr zunahm, ging ich regelmäßig zu dem Schulseelsorger und erzählte von meinen Problemen. Jedoch hatte ich bei ihm eher das Gefühl, dass er einfach nur nach einer Lösung des Problems suchte, sodass ich mich nicht immer verstanden fühlte.



    Mit Freunden darüber reden? Mein Freund wüsste wahrscheinlich auch nicht weiter, vielleicht würde er mich fragen, weshalb ich nicht mit meinem Vater darüber sprechen wolle oder zu einem Arzt ginge. Meine Freundin (die schon die Vorgeschichte mit dem Lehrer und den anderen Problemen kennt) würde irgendwie anders reagieren... ich weiß nicht, was sie sagen würde, wahrscheinlich auch, dass es nicht mehr so weiter gehen kann. Vielleicht würde sie auch sagen, ich sollte mal zu einem Arzt gehen? Es gibt da noch eine Freundin (die aus dem fpnften/ sechsten Schuljahr; kommen uns ja wieder näher), aber die weiß oder ahnt auch gar nichts von allem...


    Mein Freund hat ja bereits erahnt, dass meine Niedergeschlagenheit im achten Schuljahr mit dem Mathelehrer zusammenhing und weiß auch, dass ich momentan gar nicht gerne an den Lehrer denke (war sehr erstaunt, dass ich so sauer auf den war) und weiß auch, dass ich mit meinen Eltern nicht so gerne darüber reden möchte (weiß, dass ich mehr an meinem Vater als an meiner Mutter und meiner Schwester hänge und ihn sehr lieb habe)).




    Direkt zum Arzt rennen?? Weiß nicht... vielleicht schon zu viel? Und wenn, zu wem? Und wie erklären (die Frage stellt sich für mich bei einem eventuellen Gespräch mit der Lehrerin)? Irgendwie war mir schon der Gedanke unangenehm, mit dem Hausarzt über die Probleme beim Sportunterricht zu reden! Gut, in dem Ärztezentrum gibt es außer dem einen Arzt noch zwei, drei weitere, in der Stadt meiner Schule gibt es auch eine Menge Praxen, aber deshalb direkt zu einem zu gehen, den ich dann das erste Mal sehen würde, möchte ich auch nicht. :|N




    Was waren deine Ideen, Individualist? -Momentan lasse ich mich eher von Schulpflichten und mir selbst über- und einrollen als von dir... :-)

    Hallo, meld mich nochmal...


    haben gerade wieder einen englischen Film geschaut "All creatures great and small". In dem Film geht es um einen Tierarzt im Yorkshire Dales, zur Zeit zu Beginn des zweiten Weltkrieges. Der Film besteht aus mehreren Staffeln (Folgen, Staffeln, ich komme da immer noch nicht mit zurecht. also: mehrere DVDs mit mehreren Folgen; Geschichte basiert auf Tagebuch der Hauptperson). Ihr fragt euch vielleicht "Wieso schreibt die jetzt von einem englischen Film??"


    In dieser Folge sind zwei der drei Tierärzte nun freiwillig(!) in den Krieg, obwohl sie, dank ihres Berufes, den Kriegsdienst nicht antreten müssten. Irgendwie finde ich es momentan sehr anstrengend, mir Szenen anzuschauen, in denen es emotional hoch hergeht; nicht kitschig, sondern immer wieder trübe, traurige Gedanken, schlechtes Gewissen, etc.


    Die Leute werden sich dort mit der Zeit bewusst, dass sich vieles ändern wird, ihre Heimat, ihr Leben und sie machen sich viele Gedanken, wirken sehr niedergeschlagen und hin und wieder depressiv. Für den einen Tierarzt war es sehr schwer, nachdem er einen Hund einschläfern musste und sich dessen Besitzer deshalb tötete, weil er psychisch große Probleme hatte und sein Hund für ihn sein Ein und Alles gewesen war. Deshalb kam es auch zum Grübeln und schlechtem Gewissen, dass es so kommen musste. Nun sind zwei der drei Tierärzte eben in den Krieg gezogen, obwohl sie nicht dazu verpflichtet waren. Wieder Abschied, Trauer, Angst, dass beide nicht wieder kommen, die beiden haben auch Angst und sind verunsichert, ob sie das Richtige getan haben (meine Eltern und meine Schwester finden die Entscheidung falsch und dumm, die beiden seien schließlich nicht verpflichtet, beizutreten, aber ich bin hin und her gerissen, zu unserer Zeit kann man das einfach sagen, aer ich glaube, in ihrer Lage und zu ihrer Zeit... ich hätt's vielleicht auch so getan.). Ich weiß, dass beide wieder kommen, kenne das Tagebuch schon teilweise, aber all diese bedrückenden Emotionen, die Trauer, diese Grübeleien und diese insgesamt eigentlich niederdrückende Atmosphäre geht mir auch etwas an die Nieren... überträgt sich auch auf mich und macht mich auch nachdenklich und schon traurig, weil ich dann auch an die damalige Zeit denken muss. Das Thema Weltkrieg hat mich schon immer sehr interessiert, aber es macht mir auch Angst. und dieser Film macht mich auch traurig, erinnert mich eben auch an die "morbiden" Themen, z.T. auch weil ich weiß, dass der eine Tierarzt sich später mit einer Überdosis umgebracht hat, nachdem seine Frau nach einer jahrzehntelangen Ehe gestorben ist (die Filmgeschichte soll angeblich stark vo der Wirklichkeit abweichen, viele meinen 95% seien erfunden, der Autor (der echte Autor des Tagebuchs) meint weniger -> Autor hat also erfunden, nicht Filmemacher o.ä.).


    Ich weiß nicht, wieso ich das jetzt hier schreibe, es bedrückt mich einfach und ich wollte es einfach irgendwo loswerden...


    Liebe Grüße, *:)

    Liebe Akela,

    Zitat

    Momentan lasse ich mich eher von Schulpflichten und mir selbst über- und einrollen als von dir..

    "Einrollen" will ich dich ja auch nicht... Klingt wie "einwickeln", und das soll es ja nun wirklich nicht sein...! Und "überrollen" auch nicht. Um Gottes Willen!


    Du wirst jetzt vermutlich den Impuls verspüren, zu erklären, dass es soooo doch gar nicht gemeint war. ;-) Dennoch ist es eine aufschlussreiche Formulierung, die mir zu denken gibt; selbst wenn sie dir "einfach so" rausgerutscht sein sollte (oder sogar gerade dann)... ":/


    Aber das betrifft meine Gratwanderung (wie "direktiv" darf ich in dieser Konstellation in der Absicht dir zu helfen sein, ohne dass du "überrollt" wirst bzw. dich fühlst?) – ich will auch nicht zu sehr vom eigentlichen Thema ablenken.



    Zitat

    Ich möchte kein Mitleid bekommen oder klein ankommen, aber ich.. ich verstehe das nicht!:

    Zitat

    Deine nächtlichen Auftritte als "Dramaqueen" machen mir Kummer

    Was verstehst du daran nicht?

    Zitat
    Zitat

    "Naiv" darauf eingehen, direkt in der Situation, würde dich eher noch mehr aufschaukeln. Das habe ich einmal versucht – und meine Lektion gelernt...

    Meinst du damit den Beitrag am 30.10. um 1:54 Uhr? -'tschuldige, war nicht bös gemeint, aber da hatte ich wirklich fast Panik, in meinem Zimmer liegen zu müssen und zum Nichtstun und Warten verdammt zu sein...

    Ja, den meinte ich. Wo warst du denn? Ich nahm eigentlich an, du bist in solchen nächtlichen Situationen in deinem Zimmer.

    Zitat

    Würde gerne mehr hören!

    Zitat

    Was waren deine Ideen, Individualist?

    Geduld, ist in Arbeit... :)z @:)

    Mir ist wieder schlecht... :°( Ich möcht morgen nicht zur Schule, da erwartet mich wieder eine Doppelstunde Sport! Ja, meine Eltern haben gesagt, ich darf meiner Sportlehrerin sagen, dass ich bei da nicht mitmache, aber das kann man viel leichter denken als sagen!



    Zitat

    Du wirst jetzt vermutlich den Impuls verspüren, zu erklären, dass es soooo doch gar nicht gemeint war. ;-)

    Ja.. ach es ist doch so schwer... das kommt so direkt und bös rüber, was ich geschrieben hatte :°(



    Zitat

    Wo warst du denn? Ich nahm eigentlich an, du bist in solchen nächtlichen Situationen in deinem Zimmer.

    Für euch vielleicht kein bedeutender Unterschied, für mich aber sehr wichtig: Ich schlafe, arbeite, lese und verbringe überhaupt den Großteil eines Tages in meinem Schlafzimmer, das ist mein Reich, voll mit allem möglichem, wo ich's eigentlich gar nicht so gern mag, wenn jemand da putzt (die Person betrachte ich dann eher als Eindringling und Schnüffler), ich hab's gern ruhig dort und bin dort gerne für mich und mag es deshalb nicht, wenn jemand grundlos reinplatzt.


    Wenn ich am Computer sitze und euch schreibe oder Aufgaben für die Schule am Computer erledige, dann bin ich im "Spielzimmer". Hier haben meine Schwester und ich zwei Computer, ein Sofa, einen Spieleschrank, und viele, viele Bücher stehen. Bis zu den Sommerferien hatten wir "nur" einen sieben Jahre alten Computer, seit Beginn des neuen Schuljahres auch einen zweiten. Die Computer stehen nicht nur mit Absicht hier, um den Streit zu vermeiden, in wessen Zimmer denn der Neue kommt (schwierige Frage, dann würden wir auch ständig im Zimmer der anderen lungern müssen), sondern wären wohl noch öfter am Computer. %-| Außerdem wollen unsere Eltern nicht, dass ein Computer in unseren Schlafzimmern steht, auch um Streit zu vermeiden und (u.a.) auch weil er Platz wegnimmt... ist mir so ganz lieb.


    Warum ich denn nicht in mein Zimmer wollte? Irgendwie habe ich mich da noch einsamer gefühlt, hier konnte ich leise noch Musik hören (ja, in meinem Zimmer auch, allerdings stand mir der Sinn nach einem Lied, dass ich bis jetzt nur auf youtube hören kann). Und in meinem Zimmer hätte ich nicht viel tun können, lesen und liegen bleiben hätten mich ganz verrückt gemacht, ich musste aufstehen und irgendwo sitzen und etwas tun können...schwache Argumente, aber man kann ja auch nur mit etwas argumentieren, wenn man es ernst meint und auch wirklich nur das meint, oder? ":/




    Viele Grüße, *:)

    Nägel mit Köpfen, Schritt 1

    Liebe Akela,


    also los...


    Lass uns zuerst mal eine "Bestandsaufnahme" machen. Was sind deine Probleme? (Nicht im Sinne klinischer Diagnostik, sondern alltagssprachlich umrissen). Ich versuche es mal mit meinen Worten, so wie ich es bisher verstanden habe:


    - Schüchternheit, Selbstzweifel
    - Defizite an sozialer Interaktion und Integration (relatives "Alleinsein")
    - Konfliktscheu
    - Ängste und Panikattacken
    - "düstere" Gedanken, Suizidgedanken
    - leicht theatralische Ader und manchmal (zu) viel Kreisen um dich selbst
    - Entfremdung von den Eltern, besonders deiner Mutter
    - Flüchten in "Parallelwelten"
    - Schulische Probleme, besonders im Sportunterricht
    - Diskrepanz zwischen "erwachsenem" Geist und "kindlichem" Gemüt
    - Extreme Stimmungsschwankungen
    - Gefühl, oft nicht genügend beachtet zu werden (latente Eifersucht auf Schwester?)
    - Massive Schlafstörungen
    - Unglücklichsein mit Wohnort und Lebenssituation (womöglich "nur" eine Folge der anderen Punkte?)


    Natürlich sind das nicht alles isolierte Einzelprobleme, sondern teils nur unterschiedliche Beschreibungen des gleichen Sachverhalts. Und überhaupt ist es nicht nur Problem-, sondern teils auch Wesensbeschreibung, die Grenzen sind ja fließend...


    Anyway, trifft es das ungefähr? Findest du das richtig, angemessen und halbwegs komplett? Bitte korrigiere mich, falls dir etwas nicht "gefällt", und frage, falls dir etwas nicht klar ist! Ich möchte mein Bild so weit wie möglich mit deinem abgleichen. Danach geht's weiter mit Schritt 2... (Ich teile es in Einzelschritte auf an den Stellen, wo ich denke, dass dein Feedback einfließen sollte.)


    Übrigens: von "direkt und bös" steht absichtlich nichts in der Liste! ;-) (Das wäre das Letzte, was ich dir zuschreiben würde. :)_ )

    Nachtrag

    Ich füge noch hinzu:


    - extreme, nicht alterstypische Anhänglichkeit am Vater


    (Wie bei allem gilt: es ist nur eine Feststellung, keine Wertung! Ich will dir deinen Vater nicht "wegnehmen" oder "ausreden". Aber es ist nun mal eine Auffälligkeit, die mit in eine Bestandsaufnahme gehört.)

    Weitere Nachträge bzw. Präzisierungen:

    - Gefühl der "Unfreiheit", des Eingeengt- oder gar Eingesperrt-Seins
    - "düstere" Gedankenspiele (morbide Themen, Suzid, "Abhauen")
    - "Sensibelchen" (nicht despektierlich gemeint, deshalb in Anführungszeichen)
    - regressive Tendenzen
    - Körperliche (psychosomatische?) Beschwerden, v.a. vegetative Befindlichkeitstörungen



    BTW, es mag dich erschrecken, wenn du dich so relativ nüchtern "von außen betrachtet" siehst. Aber wir müssen ja nun mal ehrlich sein. Das Problem benennen bzw. umschreiben können, ist schon mal der erste Schritt auf dem Weg zur Hilfe, und ganz sicher nicht der unwichtigste.


    Ach ja, noch was: ich beanspruche hier kein "Monpol" – wenn anderen was dazu einfällt, bitte beisteuern!

    Zitat

    Ach ja, noch was: ich beanspruche hier kein "Monpol" – wenn anderen was dazu einfällt, bitte beisteuern!

    Ich würde ja was beisteuern – aber Du fasst es besser in Worte und bringst es genauer auf den Punkt, als ich es könnte. Deine "Liste" ist sehr gut, aber mir fehlt da noch der Punkt der Überforderung:


    Akela, Du bist an den meisten Tagen bis 16h in der Schule, richtig? Daneben hast Du so viele Hausaufgaben, dass Du sie Samstag und Sonntag machen musst, manchmal sogar ganztägig. Zusätzlich gibst Du Deiner Schwester und Deinen Freunden Nachhilfe. Ich weiß nicht, wie es den anderen geht, aber ich wäre damit in der Pubertät völlig überfordert gewesen. Wo ist da die Zeit für Freunde, für Nebenjobs, für spontane Unternehmungen, einfach auch mal fürs Träumen? Empfinde nur ich das als etwas zu extrem, oder geht es den anderen Mitlesern auch so?


    Den Sportunterricht finde ich auch etwas eigentümlich: Ihr sollt dort synchron am Reck (oder wars der Barren?) turnen? Ist das nicht ein bisschen viel verlangt für 08/15-Sportunterricht?

    Hallo ihr! *:)

    Zitat

    Ich würde ja was beisteuern – aber Du fasst es besser in Worte und bringst es genauer auf den Punkt, als ich es könnte.

    Was soll ich da noch sagen... ;-D


    In einem Punkt muss ich dir sofort zustimmen, Individualist:

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    – Extreme Stimmungsschwankungen

    Sport lief heute wieder... ich sag's nicht, ihr wisst es. Bei einem kleinen Aufwärmspiel wurde mir speiübel, immerhin hat mich die Übelkeit vor dem Hochsprung gerettet (obwohl es sicher direkt damit zusammenhängt). Volleyball habe ich hinterher auch nicht mitgemacht, saß beim Fenster und habe wieder gegrübelt. %-| Meine Lehrerin hat genau das gesagt, was du auch schon gesagt hast: So kann es nicht weiter gehen. Meinte, ich sollte mit dem Seelsorger sprechen, habe ihr aber direkt gesagt, dass ich nicht zu ihm möchte. Dann hat sie mir den Lateinlehrer vorgeschlagen, schließlich kamen wir auf die Vertrauenslehrerin. Wenn sie wieder zurück kommt (15. November), wird sie einen Zettel von meiner Sportlehrerin vorfinden, die Sportlehrerin möchte auch nochmal mit ihr reden. Dann soll ich auf die Vertrauenslehrerin zugehen und einen "Termin" ausmachen... Ich vermute, meine Lehrerin hat gemerkt, dass ich bei ihr nicht reden möchte. ":/


    Obwohl ich mich heute Vormittag noch mies gefühlt hatte, bin ich jetzt richtig zufrieden! -Ein paar Hausaufgaben (wirklich nicht viel!) und bisher noch nie so gründlich für Latein gelernt, allerdings mit viel Spaß! :)z Klavier konnte ich auch noch üben, jetzt bin ich richtig "beschwingt"... :-D


    So viel zu den Stimmungsschwankungen... |-o



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    – Defizite an sozialer Interaktion und Integration (relatives "Alleinsein")

    Jep, was in der fünften Klasse super geklappt hat, ist mittlerweile wieder verloren gegangen... ich treibe mich meistens mit meinem Freund umher, auch mit ein paar Freundinnen, mit den Mädchen komme ich gut zurecht, aber ehrlich gesagt, finde ich es ziemlich langweilig, jede Pause quatschend auf der Treppe zu verbringen. -Da spiele ich lieber mit meinem Freund Karten. Die Jungs aus der Klasse sind ganz in Ordnung, lustig, furchtbar albern... in der Pause haben sie auch Spaß daran, unseren Spielverlauf zu kommentieren und versuchen "Tipps" zu geben, was ihnen nicht gelingt, weil sie die Regeln nicht kennen... ;-D Es "gab" da einen Jungen, der es irgendwie lustig fand, blöde Sprüche zu klopfen und wir mochten uns gegenseitig gar nicht leiden. Aber seit Anfang der Woche ist sehr unauffällig und verhält sich mir gegenüber ganz normal (wie die anderen auch) und wir reden auch etwas öfter! ":/


    Aber das heißt eben noch lange nicht, dass ich mich bemühe, in die Klasse zu integrieren, ich bin vielleicht eher ein kleines Anhängsel, mal mehr dabei, mal weniger. Bin in der fünften Klasse gut rein gekommen, mit meiner Schwester "Schwups!" wieder weg, jetzt mit einem Fuß drinne... so seh ich's zumindest.



    Zitat

    – leicht theatralische Ader und manchmal (zu) viel Kreisen um dich selbst

    Das hat sich leider mit der Zeit und mit diesem Forum entwickelt... :-/ Selbstgespräche (ich meine solche wie hier im Forum, früher hatte ich schon oft welche gehalten, jedoch nicht direkt über mich selbst), Grübeleien,... draußen sieht's nicht so aus, ich würde mich da eher als bodenständig sehen, schauspielern kann ich nicht,... Ich kann da nicht so viel zu sagen, ihr könnt das als "richtige" Außenstehende viel besser sagen!



    Zitat

    – Diskrepanz zwischen "erwachsenem" Geist und "kindlichem" Gemüt

    ->regressive Tendenzen! Ich glaube das (die Diskrepanz) den Konflikt mit mir selbst erklärt, ich zumindest habe das Gefühl, mich in mir selbst verwickelt zu haben... %:| ich bin noch mitten im Sprung rüber auf die andere Seite, auf der einen Seite liegt die Kindheit, auf der anderen das Erwachsenwerden. Und ich halte mich selbst auf der anderen Seite fest, muss aber auch akzeptieren, dass ich weiter muss... egal, das was ich da schreibe, kommt mir selbst verwirrt vor. :-/ Versteht ihr den Satz da?



    Zitat

    – Gefühl, oft nicht genügend beachtet zu werden (latente Eifersucht auf Schwester?)

    "latent" trifft es wohl ganz genau... ich glaube, dass hat schon alles mit den Problemen begonnen, als sie dann in meine Klasse wechseln sollte (und wechselte). Ich denke leider auch oft, dass es anders gekommen wäre, wenn meine Schwester in der Parallelklasse geblieben wäre. :-|



    Zitat

    – Massive Schlafstörungen

    Die ich mir selbst mit meinen Grübeleien (führen zu Angst oder bedrückende Gefühlen) zusammenbrocke oder wenn ich mal die Hausaufgaben aufgrund meiner Faulheit (Nachmittage, die ich grübelnd und dösend auf dem Bett verbringe) nicht rechtzeitig gemacht habe und deshalb auf den letzten Drücker nachts erledige. Bin selbst Schuld, dass habe ich zu verantworten... :(v



    Zitat

    – extreme, nicht alterstypische Anhänglichkeit am Vater


    (Wie bei allem gilt: es ist nur eine Feststellung, keine Wertung! Ich will dir deinen Vater nicht "wegnehmen" oder "ausreden". Aber es ist nun mal eine Auffälligkeit, die mit in eine Bestandsaufnahme gehört.)

    Ja, untypisch, extrem und zudem auch noch plötzlich. Das war vor ein, zwei Jahren noch gar nicht so! Es hat sich im Laufe des letzten Jahres entwickelt, würde ich sagen, manchmal denke ich, dass es (eine latente) Angst ist, wieder jemanden zu verlieren, dem ich nahe bin und dass ich mir durch alles "bewusst" geworden bin, wie wichtig für mich ein "richtiger" Vater ist. Und ich suche bei ihm wohl auch den Halt, den ich vorher bei meinem Mathelehrer zu haben geglaubt hatte. Mit dem Unterschied, dass er mich nicht loslässt und ich ihn nicht, ich klammere mich noch mehr dran! ":/


    Aber irgendwann muss ich's doch lernen, oder? Dass mein Vater auch nicht ewig für mich da ist oder sein kann. Spätestens mit dem Abi geht auch die Zeit, in der ich wohl aus dem Haus gehe... und sollte es mich tatsächlich nach Freiburg verschlagen, bin ich um die 375km von zu Hause weg!



    Zitat

    – "Sensibelchen" (nicht despektierlich gemeint, deshalb in Anführungszeichen)

    :-D Das verstehe ich wirklich nicht... kannst du mir da genauer erklären, was du meinst?



    Zitat

    – Körperliche (psychosomatische?) Beschwerden, v.a. vegetative Befindlichkeitstörungen

    Erst einmal: "vegetative Befindlichkeitsstörungen"? Ich kann mit dem Begriff "vegetativ" leider nicht viel anfangen... (wikipedia hilft mir nicht weiter) :-/


    2. ->


    @ Kongo-Otto

    Hey! *:)

    Zitat

    Akela, Du bist an den (1.)meisten Tagen bis 16h in der Schule, richtig? Daneben hast Du (2.)so viele Hausaufgaben, dass Du sie Samstag und Sonntag machen musst, manchmal sogar ganztägig. Zusätzlich gibst Du Deiner Schwester und Deinen Freunden (3.)Nachhilfe.

    (1.) Jep, Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag...

    ;-)


    (2.) Naja, das ist nicht die Regel, dass ich jedes Mal so viel auf habe, manchmal gibt es vor Ferien sogar Phasen, in denen ich nachmittags nichts mit meiner Zeit anzufangen weiß (z.B. wenn wir schneefrei haben... ;-D ). Hin und wieder bin ich selbst auch dafür verantwortlich, dass ich am Wochenende oder am Nachmittag etwas mehr machen muss, gibt ja auch Nachmittage, an denen ich mich trotz der Aufgaben auf's Bett lege und döse oder grübel. Freitags kann ich in der Hausaufgabenstunde nicht so viel machen, wegen dem Klavierunterricht gehe ich etwas früher und meistens habe ich die schlechte Angewohnheit, zu denken, dass doch ein ganzes Wochenende vor mir liegt. :(v Allerdings ist es ziemlich ineffektiv, einen jungen, scheinbar unerfahrenen Lehrer zweimal die Woche in unserer Klasse für "PISA" einzusetzen. Da kann man eigentlich nur voran kommen, wenn man in der Gruppe arbeitet, dann komme ich aber auch flott durch.


    (3.) Nachhilfe ist schon zu viel gesagt, deshalb hatte ich auch das "manchmal" kursiv geschrieben und mit einem Ausrufezeichen versehen...

    Zitat

    Weil ich manchmal(!) meiner Freundin in Physik, meiner Schwester in Chemie oder Deutsch, meinem Freund in Mathematik helfen "muss", aber auch an Grenzen stoße, die erweitert oder ausgebessert werden müssen?


    (Beitrag vom 27.10.; erster Beitrag auf Seite 20)

    Es ist ja nicht ständig, hin und wieder, außerdem ist es für mich selbst meistens noch eine ganz gute Übung (und es kommt auch vor, dass man mir etwas erklären muss, das habe ich noch gar nicht bedacht!)


    Sportunterricht... auf jeden Fall müssen wir uns mit einem Partner (oder einer Partnerin) etwas "Kreatives" einfallen lassen und es zusammen an einem Gerät unserer Wahl "vorzeigen" (habe da selbst etwas falsch beachtet: sind nicht dazu verpflichtet, etwas synchron zu zeigen, "nur" eine Abfolgebeliebiger "Figuren" (wir können tun was wir wollen, sollen einfach "kreativ" sein %-| ).


    -So ganz "08/15" finde ich den auch nicht mehr...


    Meine Freundin und ich sind der Ansicht, wer turnen möchte oder Leichtathletik, der soll in einen Verin gehen, die Leute kennen sich besser aus und außerdem bleibt den anderen dann die Quälerei erspart... ]:D




    Soo... tut mir Leid, das ist jetzt verdammt lang geworden und jetzt habe ich wieder einen Saustall hinterlassen. :-/

    @ Kazaky

    Zitat

    Jetzt mal ne ganz blöde Frage.... muss man denn mit 14/15 schon erwachsen sein?? Kann man nicht noch ein wenig Kind bleiben?

    Ich denke schon, dass man das kann... :)z


    Gelle, Kazaky, das ist (bzw. war) auch dein Thema, nicht?


    Und meins auch... Ich hab mir damals auch seeeeehr viel Zeit mit manchen Aspekten des Erwachsenwerdens gelassen... ;-)



    @ Akela

    Zitat

    Versteht ihr den Satz da?

    "Selbstzweifel" stand ja schon in der Liste, nicht...? ;-D Natürlich versteht man den Satz! Was soll daran unklar sein? Du hast es doch wunderbar anschaulich ausgedrückt!

    Zitat
    Zitat

    – "Sensibelchen" (nicht despektierlich gemeint, deshalb in Anführungszeichen)

    Das verstehe ich wirklich nicht... kannst du mir da genauer erklären, was du meinst?

    Eigentlich habe ich ja Ähnliches schon mal "andersrum" ausgedrückt, und das wurde von dir als zutreffend bestätigt:

    Zitat

    Du hasst und meidest Konflikte, scheinst manchmal nicht "robust" genug für allfällige menschliche Begegnungen, Reibereien, Anforderungen.

    Ist "nicht robust genug" und "Sensibelchen" nicht grob das Gleiche? Wenn du das eine verstanden und bestätigt hast, (vgl. die ersten Absätze deiner PN an mich vom 15.10.2011 14:31), dann kann das andere doch eigentlich nicht total unverständlich sein... ":/

    Zitat

    Erst einmal: "vegetative Befindlichkeitsstörungen"? Ich kann mit dem Begriff "vegetativ" leider nicht viel anfangen... (wikipedia hilft mir nicht weiter)

    Gemeint ist das vegetative Nervensystem, das autonom und automatisch (also nicht direkt der bewussten Kontrolle zugänglich) Vorgänge in unserem Körper reguliert. Wikipedia: "Über das vegetative Nervensystem werden ... die lebenswichtigen Funktionen ("Vitalfunktionen") wie Herzschlag, Atmung, Blutdruck, Verdauung und Stoffwechsel kontrolliert."
    Und diese Vorgänge sind ja – wie wir aus Erfahrung leicht nachvollziehen können – sehr eng mit der "Seele" verbunden: so kann z.B. psychische Aufregung oder Angst den Herzschlag und Blutdruck steigen lassen und zur Alarmbereitschaft des Körpers (Adrenalin-Ausschüttung) führen. Manche Körperreaktionen auf seelische Zustände sind so typisch, dass sie sogar Niederschlag in entsprechenden Redewendungen gefunden haben, z.B. kann uns etwas "auf den Magen geschlagen" sein, uns kann "die Luft wegbleiben", wir können "ins Schwitzen kommen", "etwas nicht richtig verdaut" haben, "kalte Füße kriegen", uns kann "die Muffe gehen", wenn wir vor etwas buchstäblich "Schiss" haben, usw.
    Wir sind halt keine Roboter, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, die auch "menschlich" reagieren und damit auch "rein körperlich" Emotionen mitteilen, die andere viel unmittelbarer verstehen als es über Sprache möglich ist. Beispiel ---> |-o . Es ist deshalb auch kein Zufall, dass der aktivierende Teil des vegetativen Nervensystems Sympathicus heißt.


    Die Verbindung zwischen Seele und Körper quasi durch das vegetative Nervensystem ist also an sich völlig normal – sie kann aber durch zuviel Stress, seelische Belastung o.ä. auch aus dem Ruder laufen, und es kann Überreaktionen, Fehlregulationen usw. geben. Dann können bestimmte Systeme (Magen, Darm und Herz sind besonders anfällig) quasi "verrückt spielen" und Beschwerden verursachen, ohne dass dafür eine handfeste organische Ursache gefunden wird. Ein offizieller Begriff dafür lautet vegetative Dystonie – und den hättest du auch bei Wikipedia gefunden. Aber den wollte ich bewusst vermeiden, weil er mir zu "hart" erschien und ich nicht wollte, dass du dich stigmatisiert (sprich: abgestempelt, in eine "diagnostische Schublade" gesteckt) fühlst, wo es doch bislang allenfalls eine denkbare Möglichkeit ist. Deshalb meine eigene und – wie ich hoffte – unverbindlichere Umschreibung "vegetative Befindlichkeitsstörungen". Die nur leider den fatalen Nachteil hatte, so unklar zu sein, dass ich jetzt "nachsitzen" musste... ;-)

    Zitat

    Ich denke schon, dass man das kann...


    Gelle, Kazaky, das ist (bzw. war) auch dein Thema, nicht?


    Und meins auch... Ich hab mir damals auch seeeeehr viel Zeit mit manchen Aspekten des Erwachsenwerdens gelassen...

    Ich denk auch, dass man das kann. Und ich glaube, dass sich Akela deswegen nen wahnsinnigen Druck und Stress macht – vielleicht sogar unbewusst??


    Das war mein Thema, richtig. Alles geht bergauf – alles wird gut. Hab ich doch gesagt. ;-D


    Du auch? Erzähl mal! ]:D

    Zitat

    (1.) Jep, Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag... [(nur zur Wiederholung, keine Sorge, ich glaube schon, dass Du das mitbekommen hast!)]

    Danke für die Wiederholung, ich war mir da nicht mehr so ganz sicher ;-) Insgesamt finde ich das ziemlich viel für eine 14-Jährige, weil man in dem Alter ja auch mitten in der Pubertät ist und vielleicht auch nicht immer körperlich und geistig 100%ig leistungsfähig ist. Das ist ja fast schon das, was man als Vollzeit-Job bezeichnet... und wenn DANN noch Hausaufgaben, Vokabeln, Klausurübungen etc. dazukommen, kann das schon etwas zu viel werden. Zu meiner Zeit war das definitiv anders, da gings in der achten Klasse maximal bis 13.15 h.

    Zitat

    Hin und wieder bin ich selbst auch dafür verantwortlich, dass ich am Wochenende oder am Nachmittag etwas mehr machen muss, gibt ja auch Nachmittage, an denen ich mich trotz der Aufgaben auf's Bett lege und döse oder grübel.

    Dazu hast Du meiner bescheidenen Meinung nach bei dem Arbeitspensum auch ein gutes Recht. Es muss auch Raum für Pausen, fürs Nichtstun und fürs Träumen geben. Wenn ich während des Studiums vom Nebenjob oder von der Uni nach Hause kam, habe ich mir diese Pausen auch immer gegönnt. Du bist noch jung, Du hast noch Träume und Phantasien – genieße sie!

    Zitat

    Nachhilfe ist schon zu viel gesagt, [...]

    Ich hatte es auch nur erwähnt, weil es mir in dem Zusammenhang aufgefallen war. Andererseits bringt es Dich natürlich auch mit anderen in Kontakt, das ist sicher nicht das Schlechteste...