Ja, Gruppengefühl - genau darum geht's auch oft. Ich glaube, dass viele Frauen, die sich gemeinsam in ein Café setzen und tratschen und lästern, genau über diesen Austausch ein gewisses Gefühl von "Gemeinsamkeit" und "Einigkeit" herstellen, das beide davon überzeugt, sich gern zu haben und befreundet zu sein. Beide Frauen gehen nach der Kaffeestunde befriedigt nach Hause, denn in dem Moment wissen sie, auf welche Seite sie gehören und, dass sie wiederum jemanden an sich gebunden haben. Primitiv, aber bindungssichernd.


    Gerade deshalb gehört eine große Portion Unabhängigkeit, Stärke und Selbstbewusstsein dazu, sich eben nicht durch das gemeinschaftliche Lästern oder Tratschen als Freundinnen zu definieren. Es gehört auch sehr viel Selbstbewusstsein dazu, mit einem Mann befreundet zu sein, ohne unterbewusst immer wieder die Bestätigung einzuholen, auch als sexuell begehrt oder generell als Frau von ihm wahrgenommen zu werden. Umgekehrt braucht eine Frau sich aber auch nicht durch pseudomaskulines Verhalten an ihre männlichen Freunde anzupassen und auf ihre Geschlechtsgenossinnen herab zu schauen, um dann dafür gewürdigt zu werden, so "bodenständig, unkompliziert und cool" zu sein. Im Prinzip ist das doch auch nur ein Weg, um an seine Anerkennung zu kommen. Wenn ich schon nicht als Frau bestehen kann, weil ich mich gegen Zickereien und anderweitige Feminitäten nicht zu wehren weiß, dann benehme ich mich halt männlich - schließlich bewundere ich die Männer um ihr Klischee der "bodenständigen, unkomplizierten Kerle" und passe mich lieber dieser Schublade an, als mich wirklich mit meinem eigenen Geschlecht auseinanderzusetzen und über diese Problematik einen Weg zu finden, mich unter Frauen zu behaupten. Würde ich wirklich, grundlegend, eine unkomplizierte, bodenständige und coole Frau sein, würde mich das Gehabe meiner Geschlechtsgenossinnen genauso wenig kratzen, wie es viele Männer so wenig kratzt.

    Havaria,


    habe oben das Wort "Kriegsfuß" sehr verkehrt geschrieben;-). Meine Mutter (auch relativ streng katholisch) hatte auch Facetten der Märchenhexe, von der du gesprochen hast.


    Aber warum hacken so viele "Mütter" auf ihren pubertären Töchtern rum? Ist es wirklich nur Konkurrenz?

    Zitat

    Völlig richtig.Geht es dir mit diesem Thread also nur ums Auslassen oder auch darum aktiv was am eigenen Frauenbild zu ändern? Letzteres erfordert nämlich Arbeit

    ganz recht, und esist nur schade für havaria allein, wenn es hier immer wieder in stammtisch palaver abdriftet ;-)

    ich will einfach besser mit allen klar kommen, und auch mein Frauenbild überarbeiten, da ich halt eine Frau bin und mit Frauen leben muss...im Moment fühl ich mich aber eher ausgebrannt und brauch ne Pause (also jetzt nicht von diesem thread - allgemein von Beziehungsscheiß im wirklichen Leben)

    weil hier Schulmeister sagen: "Frauenbild" überarbeiten...", braucht frau nicht gleich schuldbewusst darauf einsteigen. Dein "Frauenbild" wird schon sehr richtig sein;-)


    was deinen letzten Satz angeht, zu "Beziehungen": Wir leben seit zwei Jahren getrennt, und ich fühle mich viel wohler;-)

    Ich habe bemerkt, dass einige Schreiber hier mich schulmeisterhaft belehren wollen. Daher musst du mich aber nicht schulmeisterhaft auf meine Rechte hinweisen ;-), denn wenn ich hier so'n Fass aufmache und selbst sage, dass ich einiges überarbeiten muss, dann denk ich mir schon was dabei. Ich habe Frauen in der Tat in letzter Zeit stark auf Klischees reduziert, und hab jetzt kein Bock mehr auf Schwarz-Weiß-Denken bzw. Schwarzdenken...


    aber freut mich, dass du deine Alte los bist :-D;-)

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    also, die wenigsten Frauensind von Natur aus hinterfotzig, aber im Laufe der Sozialisierung als Teenager werden sie es, zunächst sind ise Opfer von Lästereien, backstabbing etc. und dann lernen sie den Spieß umzudrehen. So war's bei mir. Erst mal hab ich ewig gebraucht, um die Hinterfotzigkeit zu begreifen, dann drunter gelitten, dann gleichgültiger geworden, dann ab und an mich selbst darin geübt, aber habe es nie wiet gebracht - ich kann zwar gemein sein und ablästern, aber wenn ich jmnd. nicht mag, dann kann ich das nicht verstecken. Ich glaube so was nennt man Charakter... :)z

    Mann...was ihr da alles so für Erfahrungen mit Frauen gemacht habt, klingt ja grauselig. Ich bin wirklich froh, dass ich mit solchen Exemplaren kaum Begegnungen habe. Ich such mir allerdings auch sehr genau aus, mit wem ich näheren Kontakt haben will und mit wem nicht. Zum Glück kenne ich viele Frauen, auf die das Beschriebene nicht zutrifft. Die Welt ist also zum Glück nicht verloren. Vielleicht sind aber auch die Berlinerinnen einfach nur knorke ;-)

    Weißt Du Havaria! Ich habe mich auch lieber mit meinen Brüdern beschäftigt und war ein totales Papakind. Bin deshalb wohl auch etwas anders. Früher hatte ich zwar immer eine Freundin, aber wir waren meist mit vielen Jungs zusammen.


    Ich mochte schon früher diesen Zickenterror nicht, den unsere weiblichen Klicken veranstalteten. Darum ist es auch gut, wenn es im Kollegenkreis immer ein paar Männer gibt. Sie haben eine sehr ausgleichende Wirkung auf Frauen.


    Wahrscheinlich sind sie neidisch auf Dich und wollen so ihre eigenen Probleme ausgleichen.


    Frauen sind zum großen Teil wirklich Intriganten. Habe das mein ganzes Leben gespürt und mich einfach damit abgefunden, das es nunmal so ist. Versuch einfach drüber zu stehen. Mach ihnen klar, wie gleichgültig Dir das ist und sei trotzdem freundlich. Vielleicht macht es ihnen genau deshalb solchen Spaß, weil sie spüren, wie Du Dich drüber ärgerst. :)_