Amitriptylin als Mittel gegen psychosomatische Schmerzen

    Hallo.


    Ich habe schon mein Leben lang mit angeblich psychosomatischen Beschwerden zutun und befinde mich diesbezüglich seit einigen Monaten in einer Krise, die sich überwiegend in Magen- und Kreislaufbeschwerden äußert. Mein Hausarzt und meine Therapeutin haben mir beide empfohlen, Amitriptylin auszuprobieren. Ich soll eine ganz geringe Dosis nehmen (10mg am Tag), abends. Ich habe es jetzt 2 Mal genommen und es lässt die Magenschmerzen tatsächlich verschwinden, dafür habe ich aber extremes Herzrasen und zunehmende Übelkeit.


    Ich weiß, dass Amitriptylin, wenn es als Antidepressivum eingesetzt wird, am Anfang Nebenwirkungen haben kann, die dann im Laufe der Zeit abnehmen.


    Gilt das denn auch, wenn es in geringer Dosierung und nicht als Antidepressivum, sondern als Schmerzmittel genommen wird? Oder ist diese Dosis vielleicht immer noch zu hoch für mich? Ich würde diese Fragen liebend gerne meiner Therapeutin stellen, aber die ist leider erst Freitag wieder erreichbar und ich befinde mich gerade auf einem wichtigen Seminar und würde gerne heute schon wissen, ob ich noch mehr Übelkeit riskiere, wenn ich es heute wieder nehme oder ob es hier jemanden gibt, der vielleicht die Erfahrung gemacht hat, dass die Nebenwirkungen sich auch bei so geringer Dosierung mit der Zeit reduzieren.


    Danke für evtl. Antworten!

    @ :)

  • 2 Antworten

    Hallo elowini, wie Du sicher auch im BPZ nachlesen kannst, wird bei Amitriptylin häufig über Herzfrequenzanstieg und orthostatische Dysregulation berichtet. Dies dürfte besonders für Patienten mit kardialer Vorschädigung wichtig sein (Erregungsleitungsstörungen, Blockbilder im EKG, jedoch auch bei klinisch-symptomatischer Herz-Kreislauf-Erkrankung und Herzinsuffizienz - soweit Benkert/ Hippius, Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie). Die Dosis von 10 mg ist sehr gering (nimmt meine Frau gegen Unruhe im Verdauungstrakt), aber auf die sichere Seite kommst Du nicht durch eine user-Befragung: Jeder Patient reagiert auf Pharmaka unterschiedlich, und Du scheinst da sehr sensibel zu sein. Ich selbst habe in vielen Jahren über 20 ADs ausprobiert, aber hätte ich nach Einnahme die von Dir geschilderten Beschwerden, würde ich das Medikament sofort im Müll versenken. Ich wünsche Dir alles Gute.

    Danke Zwack44. Ich denke, ich nehme es nicht nochmal ohne vorher mit meiner Ärztin zu sprechen. Ich dachte nur, es hätte vielleicht jemand die Erfahrung gemacht, dass diese Nebenwirkungen nur anfangs auftreten und sich dann bessern, wenn man das Medikament länger einnimmt. Dann hätte ich mir das nochmal überlegt.