Angst Störung ,wie geht ihr damit um ?

    Hallo ihr lieben , ich hoffe dass ich hier auf Leute treffe die selbst solche Erfahrungen machen/gemacht haben wie ich zur zeit .


    Bei mir wurde vor ca 2 Monaten eine Angst störung diagnostiziert.


    Natürlich wurde vorher ein Ekg , Belastungs Ekg und ein Blutbild gemacht.


    Bin auf der suche nach einem Therapie platz was sich ziemlich schwer gestaltet. Ich dachte ich hätte eine "Überbrückungs Lösung " gefunden. Man hatte mir geraten mich der Angst zu stellen , mich bloß nicht zu verkriechen. Was ich auch nicht mache. Ich habe es sogar geschafft mit meinem freund einkaufen zu gehen ohne dort panisch zu werden. Ich habe meinen körper "herausgefordert" , habe mir selbst gesagt dass ich eh nicht umkippen. Meine Angst provoziert. Mit dieser Methode bin ich bis vor kurzem sehr sehr gut gefahren. Doch jetzt hilft auch das nicht mehr. Wenn ich im bus sitze und der füllt sich mit Schülern und die Heizung ist noch an , fangen meine Hände an zu schwitzen und dann merke ich wie die angst in mir steigt nicht rechtzeitig aus dem Bus zu kommen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht , wie ich mir sonst noch selber helfen soll. Habt ihr vielleicht Tipps oder eigene Erfahrungen gemacht ?

  • 11 Antworten

    Wovor genau hast du Angst, kannst du das beschreiben? Hast du eine generalisierte Angststörung, eine soziale Angst? Welche Katastrophengedanken hast du?


    Ich habe auch eine Angststörung (soziale Angst) und ich versuche immer eine Mischung zwischen "mich schonen" und Konfrontation. Ich möchte mich nicht zu sehr überfordern, aber hängen lassen möchte ich mich auch nicht.


    Im warmem Bus bekomme ich auch schnell unangenehme Gefühle, bin auch sehr sensibel, mir wird schnell schlecht, wenn es so stickig und voll ist. Wenn ich gleichzeitig noch zur Arbeit oder zu irgendeinem anderen wichtigen Termin muss, kann das enorm belasten.

    Ich denke ich habe auch eine anststörung. Bei mir ist es glaube ich vom kiffen gekommen. Das war letztes jahr im oktober. Ich hatte was geraucht und bekam kreislaufprobleme (präsynkope). Das kann ja passieren beim kiffen.


    Seit dem habe ich angst schwer krank zu sein. Ich war beim arzt damals und lies ein herzecho machen war alles ok. Eines tages habe ich bei der arbeit hyperventiliert und bekam schmerzen im brustkorb. Bin sofort zum arzt. Meine hände kribbelten. Der arzt kam ins zimmer untersuchte mein blut und sagte die gefässe sind ok nur hab ich zu viel sauerstoff im blut deshalb das kribbeln. Und hyperventilation passiert nur menschen die eine gesunde lunge haben!


    Dann gings mir etwas besser bis ich jetzt vor 2 monaten wieder voll in diesen angstgedanken angekommen bin. Ich bin jetzt 1 woche erkältet also die symptome sind jetzt schwach ich habe nur noch leichten schnupfen. Ich habe angst eine herzmuskelentzündung zu haben und beschäftige mich die ganze zeit damit. Ich war gestern beim training und hatte gegen schluss atemnot! Ich hatte das noch nie und ich weiss nicht ob es jetzt organisch ist oder psychisch! Ich brach ab aber nach 1-2 minuten gings wieder und ich hätte weiterspielen können! Vielleicht war es meine psyche die gedacht hat: du bist ausser atem aber das ist jetzt atemnot! Ich weiss auch nicht weiter gehe heute nochmal zum training und schaue wie es geht. Vieleicht liegt es auch an der 2 wöchigen trainingspause die ich jetzt eingelegt habe wegen der erkältung.


    Sorry für den langen text aber du siehst du bist nicht alleine!!


    DU bist auf einem guten weg lebe dein leben und fordere deine körper raus! Sonst gehe zum arzt lass einen ganzkörper check machen! Wie alt bist du?

    Hallo


    Erstmal danke für die Antworten. :)^


    Ich bin 23 Jahre alt


    Also wovor ich genau angst habe kann ich nicht sagen. Ich glaube ich habe angst davor angst zu bekommen , hört sich irre an ist aber so . Ich weiß nur das mir im bus ,wenn die Schüler sich reinquetschen, der Gedanke in den Kopf schießt dass ich, wenns mir nicht gut geht und diese panik bekomme nicht so schnell raus komme . Das schürt die angst und da fängt es dann schon mit schwitzigen Händen und augen flimmern an. Allerdings kann ich durch die Stadt gehen oder andere Örtlichkeiten besuchen wo sich Menschen tummeln. Aber kann so eine Angst Störung tatsächlich aus heiterem Himmel enstehen?


    Manchmal fange ich auch einfach an zu weinen


    und kann nicht aufhören und im nächsten Moment ist wieder alles gut .

    Hallo Hasadi, die Angst vor der Angst ist eine typische Erscheinung bei beginnenden Panikattacken.Ich selbst habe schon Jahre damit zu tun und weis wovon ich spreche als medizinischer Laie aber Betroffener.Gute Ratschläge von Hausärzten,Freunden und Bekannten führen ins Leere.Im übrigen kann ich mir vorstellen das Du Deine Angst und Gefühle vor Deiner Familie und Freunden zu verbergen suchst.Genau so ist es mir ergangen.ich habe mich mit widerwillen einem Psychater anvertraut. Nach mehreren Terminen hat er mich medikamentös mit einem SSRI eingestellt. Es dauerte 4 Wochen bis sich die Angstzustände stark minimierten. Das medi das er mir empfohlen hatte war ein Psychopharmaka was aber nicht abhängig macht.Dieses Medikament was ich nun schon 2 Jahre in einer 100mg Dosis einnehme es aber nicht in diesem Forum nennen möchte hat mir geholfen. Ich möchte Dich damit nur ermutigen Dir fachmännischen Rat zu holen, bevor Du durch Deine Angst zu einem Einzelgänger ohne soziale Kontakte wirst.ich bin 66 Jahre alt und habe mir helfen lassen und Du mit Deinen 23 Jahren schaffst es besser.


    ich wünsche Dir viel Erfolg und denke immer dran: an dieser Krankheit stirb man nicht ,meine Gedanken spinnen nur !!

    Danke für deine Antwort. Für mich ist das alles sehr befremdlich. Mir gings immer gut und dann auf einmal dies panikattacken. Stehe schon bei verschiedenen Therapeuten auf der Warteliste, nur dauert es ja bekanntlich immer bis zum ersten Termin.


    Eine Zusage habe ich schon für Mitte Februar. Hoffe dass ich es solange noch aushalte. ":/

    Hallo Hasadi,ich will versuchen Dir zu helfen, wenn mich dafür auch der ein oder andere rügt mit meinem Vorschlag! Der hat mir aber sehr geholfen zum überbrücken und ich bin meinem Hausarzt dankbar.Ich habe mit meinem HA über meine Angstzustände offen gesprochen. Er hat erkannt das es mir wirklich nicht gut geht mit meinen Ängsten und mir als Notfallmedikament 2Tabletten 1mg (Tav...) mitgegeben(ich möchte das Medi nicht nennen,es ist ein Benzodiazepam)davon sollte ich eine halbe einnehmen wenn es besonders schlimm ist. Schon bei der ersten Attacke habe ich eine genommen und nach kurzer Zeit waren meine Ängste weg.Versuch einmal mit Deinem HA zu sprechen das er Dir zur überbrückung bis zum Fachmediziner helfen kann.


    ich wünsche Dir viel Glück :)=

    Hallo danke für deine Antwort. Hoffe bist gut ins neue jahr gekommen.


    Ich muss sagen mir geht es ein wenig besser. Die angst attaken sind nicht mehr so oft wie vorher. Aber sie sind noch da. Nächsten Monat habe ich dann auch endlich einen Termin beim Psychologen. Ich denke ich komme gut ohne überbrückungs medis aus (hoffentlich). Bis jetzt auf jeden Fall. Ich bin geistig auf jeden Fall stärker geworden und versuche mich davon nicht unterkriegen zu lassen. Das stärkt mich zusätzlich. :)^

    Hallo Hasadi,


    Du bist nicht alleine! Mir erging es wie dir. Im Sommer 2016 ging es bei mir los. Ich war beim Arzt weil mir ständig übel war. Dazu kam Schwindel, immer wieder Magen Probleme usw. Ich war sicher, dass ich irgendeine Krankheit habe..Eines Abends war es so schlimm das ich keine Luft bekam und mein Herz schien zu Rasen. Dank meines Freundes habe ich die Nacht irgendwie überlebt und bin am Nächsten Tag zum Arzt.


    Ohne mich groß zu untersuchen bekam ich die Diagnose "Verdacht auf Angst und Panikstörung"...


    Ich war verwirrt, erleichtert und erschrocken. Mir wurde eine Therapie verschrieben und Medikamente.


    Die Medikamente habe ich überhauptnicht vertragen. Gleich nach der ersten Einnahme war mir extrem übel, schwindelig und ich war wie benebelt. Mein Arzt riet mir am Telefon die Tabletten abzusetzen und viel zu trinken. Am nächsten Morgen war alles soweit wieder Ok...Nur die Angst bleib. Ich kann heute nicht mehr sagen wann sich mein leben um 180 Grad geändert hat aber ab diesem Tag weiß ich ist nichts mehr wie es war.


    Medikamente nehme ich im Moment nicht . Ich habe zu große Angst. %-|


    Den kompletten Sommer bis ca. November war ich 24 Stunden am Tag in Ausnahmezustand. Jeden Tag ging es mir schlecht. Immer was anderes. Aber ständig war ich wie irgendwie benebelt, ich stand irgendwie ständig neben mir. Alles kam mir unwirklich vor.


    Ich war oft beim Arzt, bei verschiedenen, aber immer ohne Erklärung für meinen Zustand. (Ausser eben Angststörung)


    Meine Therapie konnte ich auch erst im Dezember starten und bisher kann ich auf Grund der Therapie keine Veränderung oder Besserung berichten.


    Ich kann dir nur sagen, dass ich eines Tages vor 1-2 Monaten plötzlich nicht mehr "benebelt" war. Irgendwas hatte sich verändert...Ich habe bis heute keine Ahnung was es war aber ich bin nicht mehr in einem Dauer Zustand der Angst bzw. Des vermeintlichen krank seins.


    Es gibt bei mir nur noch Tage (so wie heute) da fühle ich mich krank. Mir ist schwindelig, ich habe schmerzen in der linken Brust, Arm und Nacken. Gelegentlich denke ich keine Luft zu bekommen. Kann mich nicht konzentrieren und bin mir sicher mein Herz versagt jeden Moment.


    Ich hoffe morgen geht's besser.


    Oft zweifle ich an der Diagnose meines Arztes, da ich sicher bin meine Symptome können nicht von nur von der Psyche kommen aber leider bzw. zum Glück wurde bisher noch keine Körperliche Ursache gefunden.


    Eine richtige Panikattacke hatte ich einmal. Ich hatte aus dem Nichts Herzrasen, mein Blutdruck schoß nach oben, ich zitterte und weinte. Mein Freund brachte mich ins Krankenhaus. Dort angekommen fühlte ich mich besser und kam mir ein bisschen dumm vor. Die Ärzte haben mein Herz untersucht und das Blut. Alles okay! Ich fühlte mich schrecklich...Es war/ist mir so peinlich.


    Zum Glück war dies bisher nur 1 mal.


    Aktuell sind es bei mir also einzelne Tage oder Stunden an denen mich die Angst plagt. Heute bin ich mir mal wieder sicher sehr krank zu sein. War sogar bei einem Arzt. Einem andren...Den ich nicht kannte und er mich nicht. Mein EKG war unauffällig. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los "es stimmt was nicht"


    Bisher habe ich kein wirksames Mittel gefunden was mir dann hilft. Im Moment hat es mir geholfen dir hier meine Erfahrung zu schildern.


    Ich hoffe bald ein Weg zu finden.


    Dir wünsche ich viel Erfolg und viele angstfreie Momente! :)^

    Ich finde, das Hauptproblem ist nicht die Angst bzw die Symptome/Attacken, sondern die schleichend stärker werdende Einschränkung des Alltags. Es führt in die Isolation und Depression.


    Darum finde ich es legitim, die Situationen mit Krücken durchzustehen. Du könntest Dir ein Medikament (z.B. Lorazepam) besorgen welches Du im Bus dann dabei hast und weisst "wenns zu arg wird kann ich damit im Notfall alles wieder runterfahren". Erfahrungsgemäß wird man das nie tun, und es ist auch nicht therapeutisch 100% sinnvol (weil man sich halt nicht wirklich stellt sondern an eine Krücke klammert) aber zumindest kann man damit etwas besser am sozialen Leben teilnehmen.

    Hallo Matti92


    Ich weiß genau wie es dir geht .


    Ich war auch im Krankenhaus weil ich dachte mein Herz setzt aus.


    War mir auch sehr unangenehm, vor allem da die Ärzte sich den Mund lauthals über mich zerrissen haben.


    War danach aber wieder bei einem anderen Arzt der mich dann für ein Belastungs Ekg und ein herz Ultraschall zum Kardiologen geschickt hat. Das Ergebnis war wie zu erwarten, gut.


    Trotzdem habe ich die Gedanken nicht abstellen können dass mit meinem herz was nicht stimmt .


    Mitlerweile ist es nicht mehr ganz so schlimm. Und trotzdem habe ich ganz selten immer noch diese Gedanken.


    Panik attaken habe ich wirklich nur noch selten. Umso beängstigender ist es , wenn sie dann mal auftreten. Ich hoffe dass du schnell etwas findest was dir hilft , denn ich weiß wie deprimierend es ist :-/