wenn ich mich frei mache dann bekomme ich noch mehr Angst! ich verbinde das alles damit dass Jesus denkt ich will mit ihm nix mehr zutun haben.


    ich will einfach nur ein glückliches Leben ohne Angst führen. mehr nicht, der Rest ergibt sich von alleine. aber immer wenn man panikattacken hat und denkt das war's jetzt dann ist die Angst so riesengroß weil es sich so gefährlich anfühlt und man denkt dann an Strafe und all diese schlimmen geschichten der anderen die so Dinge über YouTube ect erzählen.

    @ schrubbus

    Du solltest Theologie studieren und dich mit der historischen Entstehung der Konstrukte, vor denen du Angst hast, auseinandersetzen. Vieles davon beruht auf einem chaotischen Patchwork. "Übersetzungsfehler? Kein Problem, machen wir am besten mal noch 'nen Teufel daraus." Religionen sind zerfressen von weltlichen Interessen und geschaffenen Möglichkeiten, diese durchzusetzen. Genau aus dem Grund ist das Konzept "Hölle" auch äußerst detailliert beschrieben - beim "Himmel" findet man das umgekehrt nicht vor. Ich sage ja gar nichts gegen einen vernunftbasierten Glauben, gern in Gestalt der Religion, mit der man traditionell aufgewachsen ist, aber von den absurden Details sollte man sich doch bitte lösen.

    @ LichtAmHorizont

    Nun, wie soll man sich von einer religiösen Ansicht "frei" machen? Entweder man glaubt oder man glaubt nicht. Damit kann man doch nicht einfach aufhören, wie man es bei deinem Beispiel würde. ":/

    Zitat

    Das ist in der Massivität wie hier geschildert kein (normaler, gesunder) Glaube sondern ein pathologischer Wahn.

    Was qualifiziert dich zu dieser Diagnose? So wie ich das sehe, hat der TE höchstens eine Angststörung, die er in einer Therapie (und ev. mit Einbezug der Kirche) bearbeiten sollte.

    @ schrubben

    Zitat

    Befolge doch einfach alle Anweisungen, die dir die Bibel gibt.

    Ich bin selbst kein pracktizierender Christ mehr, habe aber größten Respekt vor jene die einen starken glauben haben.


    Ich habe anfangs in deinem Faden gelesen,dass Beiträge auf YouTube dich so sehr beunruhigt haben.


    Nach einer Reihe von nützlichen Tipps kann ich dir nur noch raten, schau dir keine Beiträge mehr auf YouTube an.

    Ich hab auch erst gedacht das man mit Vernunft und "diese Konstrukte gibt es nicht und such dir unbedingt hilfe bei nem Psychologen" anfangen könnte allerdings halte ich das bei der massiven Angst(störung) für nicht zielführend. Ich selbst bin ja schon seit über zehn Jahren aus der Kirche ausgetreten, das nutzt dem TE aber nix.


    Fakt ist aber auch das man keine Angst vor Hölle und Verdammung haben müsste wenn man den christlichen Glauben richtig versteht und sich daran hält. Tut der TE aber nicht, er hält sich offenbar an ner mittelalterlichen Version des Katholizismus fest und will auch nicht darüber reden warum er das tut.

    Eine Angststörung macht sich meist "an etwas fest", das ist hier dann offenbar der (falsch verstandene?) Gottesbegriff.


    Natürlich lässt sich die Angst nicht einfach aufgeben, sobald sie krankhaften Charakter hat. Dann nützt es aber leider auch wenig, in einem Forum Hilfe zu suchen; es braucht schon mehr Beistand, wenn es solche Ausmaße angenommen hat.


    Im übrigen kann jeder hier nur seine Sicht der Dinge schildern. Für den TE ist einiges davon wahrscheinlich eher kontraproduktiv.

    Zitat

    Tut der TE aber nicht, er hält sich offenbar an ner mittelalterlichen Version des Katholizismus fest und will auch nicht darüber reden warum er das tut.

    So weit ich weiß, wurde er streng christlich erzogen. Das stand zumindest in einem anderen Faden.


    Ein lockerer Umgang mit dem christlichen Glauben würde ihm durchaus gut tun.

    Das ist natürlich blöd, aber es steht halt auch jedem Menschen frei diese Erziehung im Erwachsenenalter beizubehalten oder sich z.B. mal mit "modernem" Glauben auseinanderzusetzen. Wie gesagt, ich persönlich halte nichts davon, ich denke aber auch das jede moderne Gemeinde den Glauben lockerer und menschennäher auslegt als die katholische Kirche vor vielleicht 50 oder 100 Jahren.

    @ Antfortas

    Zitat

    Ein lockerer Umgang mit dem christlichen Glauben würde ihm durchaus gut tun.

    Da in dem Zusammenhang für gewöhnlich eine Ganz-oder-gar-nicht-Mentalität vermittelt wird, dürfte auch der lockere Umgang den TE nur weiter verunsichern. Theistische Religionsgemeinschaften wissen schon, wie sie sich nach außen abschotten. Das Problem müsste man an der Wurzel anpacken und sich einfach viel mehr Wissen als die Basis aneignen.

    @ Antfortas

    Zitat

    Ich habe durchaus den Eindruck, dass die meisten einen relativ lockeren Umgang mit dem Glauben haben; also zwar an Gott glauben und in die Kirche gehen, sich aber trotzdem nicht immer nach den Grundsätze halten. ":/

    Das ist wohl wahr, aber es handelt sich nicht um das, was sie anderen vermitteln. Der abstrakt denkende Perfektionist geht bei so einem Input langfristig unter.

    Es ist sicher keine gute Idee, sich als gläubiger Mensch, der Probleme mit einer Angststörung hat, ausgerechnet in einem Online-Forum Rat zu holen, wo sich jede Menge Menschen tummeln, die vom Glauben sachlich kaum etwas verstehen, aber ganz starke Meinungen dazu haben. Dieses Rumgehacke auf der Lebensweise anderer tut ganz bestimmt nicht gut.


    Es ist auch nicht nötig, sich hier Rat zu holen. Es gibt Seelsorger, es gibt Therapeuten, und es gibt Menschen, die beides sind.

    meine Kindheit, mein heranwachsen als Jugendlicher wurde "brutalst" bedroht von einem strafenden Gott der alles sieht. Meinem "normalen" sexuellen Verlangen bin ich dennoch nachgegangen. Kaum hat die Befriedigung nachgelassen, kamen schlimme Schuldgefühle und die Angst vor der kommenden Strafe, die in irgendeiner Form dann , "selbsterfüllende Prophezeiung". z,B. Finger eingeklemmt, Kopf angeschlagen und ähnlich harmlose Dinge. Ich bezog sie aber immer auf mein schlechtes Gewissen und die Bestrafung. Es ist ein Verbrechen der Kirchen an den Seelen der Heranwachsenden. Die Jungen Leute entwickeln sich zum Glück viel lockerer. Ratzinger war entsetzt, wieviel Kondome nach einem Kirchentag auf den Plätzen lagen...


    Menschlichkeit und Güte habe ich fast immer von Personen erlebt, die mit der Kirche und deren verkommener Moral nichts zu tun hatten. Ihr merkt, daß ich mit meiner Wut (ich bin in den sechziger Jahren) noch zu tun habe, wenn ich solche Probleme von dem TE lese.


    Mit 18 bin ich von zu Hause ausgezogen und habe diese ganze Bigotterie hinter mir gelassen. Wobei mich Kirchenmusik und Kirchenkunst tief bewegt und ich sie nicht missen möchte.


    Schrubbus, mach einen Punkt und schiebe einen Riegel vor diese überkommene Moral. Diese Menschen predigen Wasser und trinken selbst den Wein...es vergeht kaum ein Tag, in dem nicht eine Notiz von übergriffigen Priester in den Nachrichten steht Die Evangelen sind kein Haar besser.