Angst vor Klinikaufenthalt

    Hallo,


    Ich bin 15 männlich und werde.morgen in eine psychosomatische Klinik gehen. Ich habe ziemliche Angs davor....


    Kann mir irgendjemand was darüber sagen?


    Tipps?


    Eure Erfahrungen?


    Beruhigung?


    Danke.


    LG Pascal

  • 70 Antworten

    Hallo Pascal! Ich lese in deinem anderen Faden still mit und möchte dir sagen du brauchst keine Angst haben.


    Ich war vor einigen Jahren auch in einer psychosomatischen Klinik. Es ging mir sehr schlecht und ich hatte richtige Panik da überhaupt hinzugehn.


    Nach ein paar Tagen hatte ich mich eingelebt, und viele nette Leute kennengelernt mit den gleichen Problemen. Es hat mir sehr geholfen mich mit ihnen auszutauschen.


    Was genau macht dir denn so Angst?

    Also :


    Neue Leute


    Neue Umgebung


    Ohne Eltern


    Was wenn sie mich nicht mögen


    Vorallem da zu schlafen (ich kann nirgends anders schlafen)


    Therapeulten (sind die nett gut)


    Und mkt das schlimmste ist : Heimweh und dadurch kann ich nicht nach hause wenns mir schlecht geht...


    Essen...


    So viele kleinere Sachen ... die kann ich gar nicht alle aufzählen aber das sind so die Hauptgründe...


    Hmm Tatjana das ist schön sowas zu hören. :) also das es dir gefallen hat. Aber ich war noch nie dort und habe keine Ahnung wie das sein wird.

    Zitat

    Und mkt das schlimmste ist : Heimweh und dadurch kann ich nicht nach hause wenns mir schlecht geht...

    Das ist doch Sinn und Zweck der Sache, sich nicht daheim verkriechen mit seinen Ängsten. Möchtest du denn nicht dass es dir endlich besser geht? Den ganzen Tag Panik vor irgendeiner Krankheit zu haben ist doch Mist.

    Ich war selbst staionär auf der psychosomatik und hatte eine heiden Angst davor. TL;DR: Die Angst war unbegründet. Es war sogar sehr schön dort, da ich dort wirklich mal entspannen konnte von der Angstseite her und damit auch meine psychosomatischen Symtome nachliesen.


    Zu deinen Punkten:

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    Neue Leute

    Korrekt. Aber aus meiner Erfahrung richtig tolle Leute. Nicht ein Irrenhaus wie man es sich vorstellt. Menschen aus dem normalen Leben. Der Unterschied: Denen musst du nix erklären, die kennen die Erkrankungen und deshalb ist der Umgang meiner Meinung nach mit ihnen viel viel leichter.

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    Neue Umgebung

    Naja, es ist nicht so als gehst du in eine völlig Fremde Welt :).

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    Ohne Eltern

    Du bist 15. Das packst du schon. Sieh es als chance zur Selbstständigkeit.

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    Was wenn sie mich nicht mögen

    Dann ist das eben so. Nicht jeder mag jeden, das ist wie im realen Leben. Aber ich habe niemanden in der Klinik gesehen, der nicht irgendwo anschluss hatte und seine Gruppe hatte, mit der er in der Freizeit was gemacht hat.

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    Vorallem da zu schlafen (ich kann nirgends anders schlafen)

    Mit der Einstellung sicher nicht. Aber keine Sorge, nach einer kurzen gewöhnung geht das. Mir war auch erst mulmig, aber du wirst dort einen sehr aktiven Tag (mit Sport und allem) haben, da bist du Abends müde. Auch die Arbeit an der Erkrankung schlaucht. Du wirst schlafen ;-).

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    Therapeulten (sind die nett gut)

    Denk einfach dran das das Leute sind, die dir helfen wollen. Die wollen nix böses. Ich hab die Erfahrung das Therapeuten in der Klinik bei mir recht "steif" wirken, aber ich glaube, dass muss man, wenn man den ganzen Tag mit Problemen zu tun hat. Was ich allerdings gemerkt habe ist das die Schwestern bei uns damals IMMER (auch mitten in der Nacht!) ein offenes Ohr und eine helfende Hand hatten. Also ohne zögern wenn dich was bedrückt zu den Schwestern.

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    Und mkt das schlimmste ist : Heimweh und dadurch kann ich nicht nach hause wenns mir schlecht geht...

    Heimweh ist wohl ein Stück weit normal. Warte bis du dort Anschluss und Freunde hast, dann sieht das ganz anders aus. Du bist in der Klinik WEIL es dir schlecht geht. Der Umstand soll gebessert werden. Und du bist dort keinesfalls eingeschlossen. Normal kannst du zwischen den Therapien gehen wohin du willst. Bei uns musste man sich schriftlich in einem Buch ab und wieder anmelden und mündlich bescheid geben, wenn man eine Mahlzeit verpasst. Am Wochenende hab ich immer daheim geknackt (von Sa auf So). Also ganz abgeschnitten von daheim bist du nicht.


    Warts einfach ab und geh mal neutral da hin. Du malst dir jetzt schon Teufelchen an die Wand. Dort sind auch nur Menschen. Die Klinik ist wirklich viel weniger schlimm, als man erwartet.

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    Wovor ich auch noch Sorgen hab, ist das ich dort dauerhaft benommen bin mich dann alle zulabern und ich nix mitbekomme......

    Warum solltest du dauerhaft benommen sein und warum sollten dich alle zulabern?


    Wenn du keine Lust auf Konversation hast und gerade keine Therapie ist kannst du auch in dein Zimmer gehen und lesen oder ähnliches... Oder draussen spazieren gehen, etc. Ich hatte damals mein Fahrrad dabei, wenn mir alles zuviel wurde hab ich mich draufgeschwungen und bin ne runde durch die Ödniss gegurkt ^^

    Hallo Pascal,


    ich war zwar nicht auf einer psychosomatischen Station und kann daher nicht sagen, wie es dort läuft, aber in der Psychiatrie war ich und ich denke, daher kann ich auch zu einigen Punkten etwas sagen.

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    Neue Leute

    Wie bereits erwähnt wurde, sind die Meisten richtig nett. Vor allem die Erfahrung, die ich dort mit den Leuten gemacht habe, hat mich nachhaltig geprägt. Jeder Neue wurde ohne Vorurteile in die Gruppe aufgenommen und es wurde sich bemüht die Neuen aktiv miteinzubinden, auch wenn sie etwas schüchtern waren. Es herrschte bei uns ein ganz tiefes gegenseitiges Verständnis. Ich habe es zum ersten Mal erlebt, dass ich mich nicht laufend erklären musste, weil es den anderen teilweise genauso ging. Dort sind Freundschaften entstanden, die auch ein Jahr später (und hoffentlich noch viel länger) Bestand haben und die sind ganz anders und viel tiefer als die Freundschaften, die ich außerhalb der Klinik gefunden habe.

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    Neue Umgebung

    Ja es ist eine andere Umgebung, aber die kann auch schön sein. Häng Dich ein bisschen an die anderen, die sich schon auskennen. Dann wirst Du Dich schnell zurecht finden, die gemütlichen Plätze kennen lernen und bald alle Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in der Nähe kennen.

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    Vorallem da zu schlafen (ich kann nirgends anders schlafen)

    Vielleicht kannst Du ja Deine eigene Bettwäsche oder so etwas mitbringen, damit es Dir etwas leichter fällt. Ich habe das damals gemacht und mir hat es in der ersten Zeit geholfen.

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    Therapeuten (sind die nett gut)

    Ich hatte am Anfang immer richtig Angst vor der Oberarztvisite. So viele Ärzte und Therapeuten auf einem Haufen und alle wollen irgendetwas von einem hören.


    Was mir geholfen hat: Sich klar zu machen, dass im Prinzip Ärzte, Therapeuten, Pfleger und Patient ein Team bilden und alle ein gemeinsames Ziel haben: Es soll Dir besser gehen. Und jeder versucht im Rahmen seiner Möglichkeiten daran zu arbeiten. Und auch wenn mal ein blödes Kommentar kommt, über das man sich sehr ärgert: Nicht einfach zur Seite schieben, sondern hinterfragen. Es hat meistens einen Grund, dass Dinge gesagt werden und vielleicht hinterfragt man das mal genauer. Ich für mich muss rückblickend betrachtet sagen, dass die Therapiestunden, über die ich mich am meisten geärgert habe, mich am meisten vorwärts gebracht haben. Über den Ergotherapeuten habe ich mich richtig geärgert und wegen ihm wollte ich die ganze Sache damals abbrechen, weil ich mich oft wie von einem LKW überrollt gefühlt habe. Ich habe ihn dann irgendwann darauf angesprochen und wir haben gemerkt, dass das wirklich zu viel für mich war, also ging es dann etwas gemäßigter weiter. Aber rückblickend betrachtet wären viele Dinge nicht passiert, hätte er mich nicht immer wieder zur Seite genommen und "bearbeitet" und heute bin ich ihm einfach unglaublich dankbar dafür.

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    So viele kleinere Sachen ... die kann ich gar nicht alle aufzählen aber das sind so die Hauptgründe...

    Ich weiß nicht, ob es hilft, aber vielleicht kannst Du Dir ja eine Liste machen, die nicht nur die "negativen" Dinge, sondern vielleicht auch die positiven Dinge thematisiert. Wie könnte Dein Leben ohne Ängste aussehen? Was könntest Du dann alles machen? Wie wäre das Gefühl morgens aufzustehen?


    Vielleicht lassen sich die Befürchtungen und das "Ungewohnte" zu Beginn besser aushalten, wenn Du Dir vor Augen führst, wofür Du das machst…




    So – ich hoffe, ich konnte ein bisschen was beitragen. Alles Gute Dir auf jeden Fall.


    Versuch die Zeit so gut für Dich zu nutzen, wie es geht, aber noch ein kleiner Tipp: Mach Dir keinen Stress. Es braucht alles Zeit. Wie viel, ist sehr individuell.


    Und die ersten Tage einfach aushalten. Das ist schon genug für den Anfang. Ich habe mir damals eine Woche Zeit gegeben, in der ich vereinbart habe, zu bleiben. Wenn es mir danach immer noch so schlecht mit der Situation geht, kann ich immer noch gehen, aber egal was passiert – die erste Woche wollte ich durchziehen.

    Zitat

    Vielleicht kannst Du ja Deine eigene Bettwäsche oder so etwas mitbringen, damit es Dir etwas leichter fällt. Ich habe das damals gemacht und mir hat es in der ersten Zeit geholfen.

    Das ist eine wunderbare idee. War bei uns jedenfalls erlaubt :)^

    Hallo Pascal *:)


    Nimm dir persönliche Dinge mit die dir Trost spenden. Und ja das kann auch ein Teddy sein.


    Ich arbeite in einer sozialen Einrichtung und da bringt der Eine oder Andere sowas auch mit. Deswegen gab's noch nie ein böses Wort oder nen blöden Kommentar von den anderen Patienten. Die Teddies werden als Kopfkissen benutzt, sitzen so einfach auf dem Bett oder sitzen im Regal. :)z :)^


    Ich rede von Männern und Frauen zwischen 30 und Mitte 60. :)*


    Eigene Bettwäsche ist bei uns nicht gestattet. Aber da kann man problemlos nachfragen ob's dort erlaubt ist.


    Kommen bei uns neue Patienten sind viele oft auch erstmal sehr unsicher und ängstlich. Das ist normal und ist unabhängig vom Alter.


    Bei uns findet man immer jemanden mit einem offenen Ohr und bei dir wird das mit Sicherheit auch so sein. :)z. Da wird niemand alleine gelassen.


    Man kommt bestimmt nicht mit allen klar, ist auch normal und brauchst dir deshalb auch keine Sorgen zu machen. :)_ Bestimmt wirst du auch beim einen oder anderen feststellen das er/ sie dir nicht sympathisch ist.


    Ich denke das du dort erstmal eine Eingewöhnungszeit brauchst um " anzukommen" und gibt es bei dir bestimmt auch.


    Das dauert beim einen kürzer, beim anderen vielleicht etwas länger.


    Ich finde es gut das du dort hingehst und sehe es auch als super Chance für dich. :)_ Du bist noch so jung und dein Leben liegt noch vor dir. :)z :)^


    Dort bekommst du ganz gezielt die Unterstützung die du brauchst um später deinen Weg alleine zu gehen.


    Ich wünsche dir alles Liebe. :)_ :)_ :)_

    Ohaaaaa.... bin gerade etwas überrumpelt wie viele von euch mir so viele Liebe Texte geschrieben haben. Und auch noch so ausführlich.


    Vielen vielen Dank.


    Naja also Dauer benommenheit wegen Angst. Ich werde dort die erste Zeit nur Angst haben.....


    Achso und ich nwhme mir 1 schaf mit (mein lieblingstier aber das schaf hab ich irgendwo im Sack gefunden ^^)


    Außerdem nehme ich noch so eine Decke von mir mit...


    Die 1 Woche möcht ich auch dchaffen nur wenn es mir dort nicht gefällt/hilft) dann darf ich nichr ahbrechen... weil meine Eltern mich dort schwimmeln lassen. Siw haben schon gesagt sienwerdek mich nicht beim abbrechen unterstüzen.... was ich einerswits verstehw aber wenns nix bringt dort und ich es woanders probieren möchte, dabn verstehe ichs nicht.....