Angst vor Krabbeltieren im Bett

    Vor ein paar Jahren wurde ich in der Nacht während dem Schlafen von einer Maus in den Finger gebissen. Die Maus hat unser Kater wohl nach Hause gebracht und laufen lassen. Letztes Jahr war ich in Afrika; dort wurde ich in der Nacht von einem Stich ins Bein geweckt. Es hat sich herausgestellt, dass mich ein kleiner (zum Glück ungefährlicher) Skorpion gestochen hatte. In der Nacht darauf ist dann auch noch eine Spinne über mein Bein gekrabbelt. Auch hier zum Glück nur eine ungefährliche, kleine Spinne.


    Alles in allem ja eigentlich alles harmlos und ungefährlich, aber nächstes Jahr reise ich nach Australien und nach Afrika will ich auf jeden Fall auch wieder. Das Problem ist jetzt, dass ich immer wieder Panik bekomme, wenn ich an die Nächte denke. Ich stelle mir alle möglichen Horror-Szenarien vor, was mir noch alles ins Bett krabbeln könnte. Am schlimmsten ist es, wenn ich Nachts erwache. Hat jemand eine Idee, wie ich am besten damit umgehen soll? Würde meine Zeit in Australien und Afrika gerne geniessen können…auch die Nächte.

  • 8 Antworten

    Konfrontationstherapie in Eigenregie. Du setzt dich dem angstauslösenden Reiz aus, anfangs sehr schwach, später etwas stärker und merkst dabei, dass eigentlich nichts passiert. So muss also deine Steigerungsrate sein: den nächsten Schritt immer erst dann, wenn der vorherige souverän gemeistert wird. Diese dann positiven Erfahrungen sollen deine negativen Erfahrung mit der Maus und dem Skorpion dann mit der Zeit überdecken.


    Also: du brauchst ein paar harmlose Test-Krabbeltiere. :-D Vielleicht mal hier öfter im Garten campen? Wer dann paar Mückenstiche, Zeckenbisse, Bremsenstiche und Ameisenbisse weg hat, könnte schon mal etwas gelassener sein. Man arrangiert sich halt mit den harmlosen Beißern, oder reibt sich mit Insektenschutz ein, findet aber eben sein Auskommen damit. Und ab und zu: klatsch. Rache ist Blutwurst. ]:D


    Und naja: in Gebieten, wo wirklich gefährliche Krabbeltiere existieren, hat deine Angst schon eine Berechtigung. Da hilft dann wirklich nur mechanischer Schutz und dieser ist dann auch ratsam.


    Und: Beine rasieren. Die Haare+Haut sind empfindlicher als die nackte Haut. Dann merkst du kleine Krabbler schlechter. Mit Haaren merkt man echt mehr.

    Auch Informationen können helfen: z.B. ein Büchlein über die nächsten Reaktionsstellen. Oder auf Adressen, wo ein Antiserum im Notfall flott erhältlich ist. Vielleicht kann man das eine oder andere Medikament auch dabei haben. Die Australier oder Afrikaner kommen ja auch damit klar.

    Zitat

    Ein paar von euch haben mir ja rasch geantwortet. Leider hat man mir eher Tips gegeben was ich tun kann, damit keine Tiere ins Bett krabbeln. Ich bräuchte jedoch eher Tips wie ich mit der Angst umgehen soll.

    Wenn Du wirksame Vorkehrungen getroffen hast, damit keine Tiere in Dein Bett krabbeln können, dann brauchst Du auch keine Angst zu haben.


    Doreen

    Nochmals vielen Dank für all eure Tips! Leider bin ich noch immer nicht zu einer Lösung gekommen. Mir geht es hier bei diesem Thema weniger um Vorkehrungen, damit keine Krabbeltiere ins Bett können noch darum was ich machen muss, wenn was passiert. Klar können mir diese Hinweise ebenfalls helfen, doch im Momemt geht es mir "nur" um die Angst selber. Leider hilft auch zu wissen, dass nix passieren oder ins Bett kann nichts gegen die Angst. Zu Hause weiss ich ja, dass keine Skorpione oder giftigen Spinnen ins Bett kommen, da es die hier schlicht nicht gibt. Trotzdem erwache ich ab und zu in der Nacht und habe das Gefühl, dass was im Bett ist und dann gehts los mit dem Horror-Kopfkino und mit gemütlichem Weiterschlafen ist dann erst mal schluss :-( Es ist nicht so, dass ich vor allem was krabbelt angst habe. Bienen, Wespen, auch Hornissen etc. bereiten mir z.B. keine Angst wenn sie um mich rumschwirren. Ich kann mir auch "kleinere" Spinnen näher betrachten oder mit einem Glas einfangen und in den Garten befördern. Das hat sogar in Afrika geklappt ;-D Eine Maus einzufangen ist auch kein Problem...zumindest nicht wenn ich ne Salatschüssel und einen Karton habe ;-) Auch ne Eidechse (ne kleine) macht mir keine Angst. Es ist echt nur der Gedanke etwas im Bett zu haben, besonders in der Nacht während dem Schlafen. Ich würde lieber einem Geparden in freier Wildbahn begegnen, als wieder einen Scorpion oder so im Bett zu haben.


    Ich weiss, dass das jetzt nicht immer so sein muss, dass etwas ins Bett kommt (und ich bemerke); ich war ja vorher schon 3x in Afrika und ganze 7 Monate in Australien und es war nix. Erst beim 4. mal in Afrika war was. Daher nervt es mich ja so, dass ich jetzt einfach diese Angst nicht loswerde.... Vielleicht hat ja noch jemand ne Idee wie ich damit umgehen und die Angst besiegen kann.


    Auf jeden Fall vielen Dank!