Sag mal Makkabi, was willst du hier eigentlich bezwecken?


    Morgenpost, wow, stand bestimmt auch in der Bild %-| .


    In jeder Großstadt gab und gibt es schon immer Orte, gerne auch Parks, in denen man noch nie alleine joggen sollte, weil da z.B. der Stich angesiedelt ist oder der florierende Drogenhandel und was auch immer.


    Und ja, mehr Menschen machen auch immer mehr Verbrechen.


    Übrigens finden die allermeisten Sexualdelikte nicht in der Öffentlichkeit statt, sondern im häuslichen Umfeld und werden von Partner, Nachbarn, Bekannten, Verwandten etc. begangen. Was NICHT heißt, dass es keine sexuellen Übergriffe im öffentlichen Raum gibt, aber denen wird so viel mehr Aufmerksamkeit zu teil, ist ja auch viel reißerischer.


    Aber darum geht es hier ÜBERHAUPT nicht, sondern darum, dass die TE Angst hat, seitdem in ihrer Umgebung ein Verbrechen verübt wurde, vorher hatte sie wohl eher keine.


    Also sollte es doch bitte darum gehen, der TE Wege aufzuzeigen, was sie nun gegen ihre Ängste zu tun und alles, was du hier macht, ist dafür ja wohl überhaupt nicht förderlich :(v .


    By the way: ich kenne KEINE Frau, die nachts nicht mehr alleine rausgeht, die das früher getan hätte!


    Die, die sagen, man könne ja alleine nicht vor die Türe, haben das vor 15 Jahren auch schon gesagt oder waren eh schon immer der häusliche und ängstliche Typ.


    Die TE leidet aber ja offensichtlich darunter, dass sie jetzt solche Ängste hat, also wäre es doch wirklich sinnvoll, ihr aufzuzeigen, was sie dagegen tun als ihr einzureden, sie hätte ja völlig zu Recht Angst, denn es sein ja sooooooooooo gefährlich in D.

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    Zitat

    Ich habe einfach Angst. Die Ursache ist der Vorfall.

    Deine Gefühle kann hier sicherlich jeder nachvollziehen. Gefühle können auch stärker sein als die Ratio. Das ist auch OK nach so einem Erlebnis. Ich hatte mal einen Autounfall mit Totalschaden, danach hatte ich noch wochenlang Panik, wenn ich vor mir Bremslichter leuchten sah. Aber das Ziel solcher Diskussionen soll ja sein, wieder den klaren Blick zurückzugewinnen. Dass die Gefühle einen nicht beherrschen. Und dann wirst du auch wieder anders damit umgehen.

    Zitat

    Ich habe selbst auch schon eine Trillerpfeife

    Der Taschenalarm, der hier schon erwähnt wurde, ist da viel besser. Meine Frau hatte mal einen, der wird am Karabiner z.B. an der Hose befestigt. Man muss nur einen Splint rausziehen, dann geht der Alarm los. Richtig laut. Die Dinger sind wirklich sehr effektiv. Eine Pfeife musst du erst greifen, dann in den Mund stecken, und blasen. Wenn du unmittelbar bedroht wirst, schaffst du das nicht mehr. Einen Splint zu ziehen geht fast immer, und dann lässt sich der Alarm nicht mehr stoppen.


    Kann ich wirklich empfehlen!

    Makkabi, das Zitat war an dieser Stelle wirklich dämlich und keineswegs gehaltvoller als von der Urheberin damals. Übrigens hatte meine Frau ihren Taschenalarm schon vor 15 Jahren. Da hatte man vor allem Angst vor Deutschen. Es war ein dummes Gefühl, Silvester in Berlin zu verbringen, wo doch gefühlt Brandenburg schon fest in Nazihand war und unser Aussehen nicht gerade stramm preussisch ist. Also lass ruhig mal stecken, OK? %-|


    honeymoon, du wirst es vermutlich nie brauchen, aber es ist immer gut, so was in potenziellen Bedrohungssituationen dabei zu haben :)^ . Alle 2 Jahre mal die Batterien wechseln und gut ist ;-) .

    Ich finde solche Art von "Bewaffnung" gegen schlimme Ereignisse da draußen im Leben verunsichern die Menschen eher, als dass es ein Sicherheitsgefühl vermittelt.


    War mal mit einer Freundin im Urlaub, die ohne ihr Pfefferspray keinen Schritt aus dem Hotel gemacht hat. Sie war ständig auf der Lauer nach Gefahrensituationen - auch tagüber bei belebten Straßen. Es war furchtbar anstrengend und war überhaupt nicht entspannt.


    Sehr viel wichtiger ist es, ein gesundes Selbstbewusstsein an den Tag zu legen, dass man nicht als Opfertyp in Erscheinung tritt.


    Es ist schlimm einen Überfall erleben zu müssen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Das Leben geht anschließend weiter. Bei mir war es so, dass ich vorerst einige Gegenden und Straßen bewusst vermieden habe. Nach einigen Tagen ebenfalls bewusst die Orte in Begleitung aufsuchte und nach ein paar Wochen überhaupt keine Ängste mehr hatte.


    Viel hat mir auch geholfen, Wegstrecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Man ist auf dem Radel weniger angreifbar, schneller von A nach B gekommen und tut etwas für seinen Kreislauf. Vielleicht ist das auch eine Idee für dich.


    Alles Gute @:)

    @ Makkabi

    Ich stand am Bahnhof an die Treppe mit einen schweren Fahrrad. Ich bin körperlich schwerbehindert. Die Deutschen haben mir komplett ignoriert.


    Plötzlich kamen 4 Flüchtlinge und zack wurde meinem Fahhrad die Treppen hochgetragen. Mit eine freundliches Lächeln.


    Wir haben die meisten Flüchtlinge in ganz Deutschland. Bist jetzt ist mir nur eine wahnsinns Höflichkeit und Hilfsbereitschaft aufgefallen. Aber leider kaum bzw. gar nicht von die Deutschen.


    Ja Ausländerin aber Engländerin. Sehe aus wie euch.

    Zitat

    Sehr viel wichtiger ist es, ein gesundes Selbstbewusstsein an den Tag zu legen, dass man nicht als Opfertyp in Erscheinung tritt.

    Da hast du völlig Recht, dabei kann aber manchen Leute auch helfen Pfefferspray o.ä dabei zu haben.


    Ganz wichtig finde ich auch, rauszufinden welcher Typ man bei Bedrohung ist, also ob wann eher flieht, erstarrt oder aggressiv wird z.B., das kann man in guten Kursen zum Thema Selbstbehauptung/ Verteidigung rausfinden.


    Und ich sagte ja auch schon: die TE muss ihre Ängste überwinden und rausgehen.


    Ich spreche da auch aus Erfahrung, ich hatte da leider auch schon ein paar sehr üble Erlebnisse, die ich erst mal verarbeiten musste, die allerdings alle in der "guten alten Zeit".

    @ Luci32

    Ich bin Berlinerin und kann deine Beobachtungen nicht bestätigen. Wenn man Hilfe benötigt, kann man auch fragen. Woher soll jemand wissen, dass du Unterstützung brauchst? Das liegt auch an deinem Verhalten.


    Das klingt nach Schwarz- und Weißmalerei: nur hilfsunwillige Deutsche und nur freundliche Flüchtlinge. Wenn du länger in der Stadt wohnst, dann müsstest du wissen, dass dem nicht so ist. Ich kann mit keinen Statistiken aufwarten (kannst du gern selber suchen), aber nur freundliche Menschen aus bestimmten Ländern: das Leben wäre ein Traum.

    Zitat

    Ich finde solche Art von "Bewaffnung" gegen schlimme Ereignisse da draußen im Leben verunsichern die Menschen eher, als dass es ein Sicherheitsgefühl vermittelt.

    Zwischen Pfefferspray und einem Taschenalarm liegen (für mich) Welten.

    @ kleiner_drachenstern

    Vielleicht mag es Menschen geben, die sich dadurch sicherer fühlen.


    Meine Erfahrung (nicht nur mit der einen Freundin) ist aber eine andere. Dieses ständige Nachschauen, ob der kleine Unterstützer auch wirklich griffbereit ist - das strahlt auf die Umwelt eine Unsicherheit aus, die angreifbar macht.


    Ansonsten stimme ich deinen Ausführungen zu. Man muss schon etwas an sich arbeiten, um zu sehen wie es am besten für einen funktioniert.


    Vorsichtsmaßnahmen wie hier beschrieben worden (im Dunkeln nicht allein durch unüberschaubares Gebiet zu laufen, unbekannte Gegenden in der Dunkelheit eher meiden und viel in Begleitung unterwegs zu sein) gelten für mich an jedem Ort dieser Welt. Trotzdem hilft es nicht immer, sich dadurch vor Überfällen zu schützen. Wenn man flinke Beine hat, ist das nicht nur hilfreich, um den Bus noch zu erreichen.


    Ich hatte mal eine Situation, da musste ich nachts über eine dunkle Brücke. Mir war extrem unwohl und ich blieb dann erstmal stehen. Als ich irgendwo Leute sah, hab ich sie gebeten mich zu begleiten (5 Minuten Wegstrecke). Das haben die beiden gern gemacht. Ohne auf sie zugegangen zu sein, hätten sie keine Ahnung gehabt, dass ich gerade Unterstützung benötige.

    Zitat

    Die Tat fand am Vormittag statt.

    Ja und? Das allgemeine Lebensrisiko kann man halt nicht ausschalten. Wie ich schon schrieb, ich wäge ab, gehe unnötigen Gefahren aus dem Weg, aber lasse mir meine Lebensqualität dadurch nicht einschränken.

    Zitat

    Übrigens finden die allermeisten Sexualdelikte nicht in der Öffentlichkeit statt, sondern im häuslichen Umfeld und werden von Partner, Nachbarn, Bekannten, Verwandten etc. begangen. Was NICHT heißt, dass es keine sexuellen Übergriffe im öffentlichen Raum gibt, aber denen wird so viel mehr Aufmerksamkeit zu teil, ist ja auch viel reißerischer.


    kleiner_Drachenstern

    Die öffentliche Sicherheit ist nunmal für alle interessant: Sowohl für die, die kriminelle bzw. hier sexuell übergriffige und/oder gewalttätige Ehepartner, Verwandte, Bekannte etc. haben, als auch für die, die kein derartiges privates Umfeld haben. Es geht denen, die bereits von ihren Ehepartner/Freunden misshandelt werden sicher besser, wenn sie dann nicht einmal draußen unterwegs halbwegs sicher sind vor Belästigungen und Übergriffen./ironie


    Und zur Statistik, dass die große Mehrheit an Sexualdelikten im privaten Umfeld stattfindet, gilt zumindest für Vergewaltigungen in NRW:


    Zusammensetzung der Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung bei Vergewaltigungen:


    - keine Beziehung: 30,5 %


    - Bekanntschaft/Freundschaft: 21 %


    - Partnerschaft: 19,9 %


    - flüchtige Bekanntschaft: 15,2 %


    - ungeklärt: 6,2 %


    - enge Freundschaft: 3,2 %


    - Familie: 2,3 %


    - formelle soziale Beziehung: 1,7 %


    PKS 2016 NRW, S. 94 Abbildung 60


    https://polizei.nrw/sites/default/fi...rbuch_2016.pdf