• Angst vor Übergriffen - Realität und Medien

    Hallo! Ich möchte das Thema eigentlich runter spielen und mir gar keine Gedanken darüber machen müssen... so wie bis vor ein paar Wochen. Jedoch ist vor ein paar Wochen in einem Park nähe meiner Wohnung ein Übergriff auf eine Frau getätigt worden. Wie schrecklich so etwas ist, brauche ich nicht erwähnen. Für sie wird es nie wieder so sein wie…
  • 106 Antworten
    Zitat

    Sehr glaubhaft deine Story.

    Zumal sie sich ja auch die Bescheinigung vom BAMF hat zeigen lassen. - Auch ich gehe aufgrund von spanischen Vorfahren gerne mal als Migruhi durch.

    Ich habe Kampfsport gemacht, vor die halbseiten Lähmung durch Krankheit (Hirntumor) verursacht wurde. Das Überfall ist 20 Jahre her. Wohne ja seit 19 Jahre in Deutschland.


    Auch mit eine Hemiparese kann man Fahrrad fahren. Braucht nur Übung.


    Es ging um hoch und nicht runtertragen.


    Ich bin durchaus in der Lage zwischen persisch, arabisch und spanisch zu unterscheiden.

    Was war denn der Frau passiert? Übergriff kann so einiges sein. Von geklauter Handtasche bis schwerste Körperverletzung und Vergewaltigung.

    Zitat

    Was die Zivilcourage betrifft - stimmt, da hat meine Nachbarin reagiert - aber auch nur eine von ??Ich muss mich hier selbst bei der Nase nehmen, weil ich nichts gemacht habe.

    Ich denke bei dir lag es nicht an mangelnder Zivilcourage, sondern dass du erst nicht gemerkt hast, dass es draußen war und nicht im TV?

    @ mnef:

    Zitat

    Was war denn der Frau passiert? Übergriff kann so einiges sein. Von geklauter Handtasche bis schwerste Körperverletzung und Vergewaltigung.

    es geht wohl um diesen fall hier:


    https://www.welt.de/vermischtes/article168235556/Frau-in-Leipzig-vormittags-missbraucht-Taeter-fluechtig.html

    Zitat

    Am Donnerstag wurde vormittags eine Joggerin überfallen. Ein Mann schlug sie brutal zusammen und vergewaltigte die halb bewusstlose Frau anschließend.


    Der Mann schlug und trat der Frau mehrfach heftig ins Gesicht, zerrte sie vom Weg auf eine Wiese und verging sich dort an ihr. Danach rannte er davon. Durch die Gewalteinwirkung erlitt die Joggerin so schwere Gesichtsverletzungen, dass sie in einer Leipziger Klinik notoperiert werden musste.

    rest des artikels lesen, falls man an einer täterbeschreibung interessiert ist. o:)




    zur diskussion in diesem thread:


    ja, die entwicklung der kriminalität in deutschland ging viele jahrzehnte lang zurück, seit 2015 steigt die zahl der rohheitsdelikte allerdings wieder. wenn man also die gegenwart mit zb den 80ern vergleicht, ist die aussage "wir leben heute viel sicherer als früher" zutreffend. wenn man hingegen bei dem "früher" eher an zb 2010 denkt, ist diese aussage falsch.


    dass die kombination aus einer verschlechterung der inneren sicherheit und sehr spektakulären, öffentlichkeitswirksamen einzelfällen angst erzeugen kann, finde ich nur allzu verständlich und menschlich. allgemein gilt, dass eine öffentliche vergewaltigung durch einen wildfremden am helllichten tag mehr angst erzeugt als wenn jemand nachts an einem dunklen ort von einem wildfremden vergewaltigt wird, und das wiederum macht mehr angst als eine vergewaltigung durch einen freund oder bekannten.


    jeder von uns glaubt grundsätzlich, seine freunde und bekannten zu kennen, und praktisch jeder fühlt sich in der öffentlichkeit unter fremden verwundbarer als in den eigenen vier wänden. gerade diese besonders "angstwirksamen" öffentlichen vergewaltigungen durch fremde, wie zb den fall aus leipzig, sind allerdings in den letzten jahren massiv gestiegen.




    nehmen wir beispielsweise mal die PKS von NRW von 2014 und vergleichen den tatbestand "besonders schwere sexuelle nötigung und vergewaltigung" mit der statistik von 2016. links und quellen am ende meines posts:


    2014 steht dort

    Zitat

    Von 1 839 Opfern einer Vergewaltigung oder besonders schweren sexu-ellen Nötigung waren 1 039 (56,5%) mit den Tatverdächtigen befreundet, bekannt oder erfüllten das Kriterium Ehe/Partnerschaft/Familie einschließlich Angehörige. Dabei handelte es sich u. a. um 169 Ehepartner, 186 ehe-malige Ehepartner/Lebensgefährten und 112 Lebensgefährten. 75,0% der Opfer hatten zu den Tatverdächtigen zumindest eine flüchtige Vorbeziehung. Bei 25,0% bestand keine Vorbeziehung zwischen den Opfern und den Tatverdächtigen bzw. konnte sie nicht eindeutig geklärt werden.

    0.25*1839 macht gerundet 460 fälle von personen, die 2014 in NRW von fremden vergewaltigt oder schwer sexuell genötigt wurden.


    2016 steht dort

    Zitat

    Von 2400 Opfern einer Vergewaltigung oder besonders schweren sexu-ellen Nötigung waren 1114 (46,4%) mit den Tatverdächtigen befreundet, bekannt oder erfüllten das Kriterium Ehe/Partnerschaft/Familie einschließlich Angehörige. Dabei handelte es sich u. a. um 172 Ehepartner, 186 ehe-malige Ehepartner/Lebensgefährten und 120 Lebensgefährten. 63,3% der Opfer hatten zu den Tatverdächtigen zumindest eine flüchtige Vorbeziehung. Bei 36.7% bestand keine Vorbeziehung zwischen den Opfern und den Tatverdächtigen bzw. konnte sie nicht eindeutig geklärt werden.

    0.367*2400 macht gerundet 881 fälle von personen, die 2016 in NRW von fremden vergewaltigt oder schwer sexuell genötigt wurden. kurz umgerechnet: 881/460 = 1.9152 = 91.5%, also knapp eine verdopplung. das fazit ist also:


    in NRW stiegen in den letzten zwei jahren die fallzahlen von vergewaltigungen durch fremde in der öffentlichkeit um 91.5%!




    wenn also die individuelle angst vor solchen übergriffen steigt, ist das keine unbegründete panik sondern hat eine handfest grundlage!! vergleiche mit den 80ern, die viele von uns gar nicht oder als präpubertäre kinder erlebt haben, sind diesbezüglich nicht hilfreich und gehen am kern der problematik vorbei.


    um der durch die reale entwicklung sowie durch spektakuläre fälle wie dem aus leipzig angeheizten angst zu begegnen, halte ich es daher für unabdingbar, sich der angst zu stellen statt zu versuchen, die eigenen instinkte und wahrnehmungen durch irgendwelche fadenscheinigen relativierungen im inneren dialog wegzudiskutieren.


    dennoch muss man die verhältnismässigkeit im hinterkopf behalten: ja, die entwicklung der fallzahlen bei solchen übergriffen ist besorgniserregend, aber die entwicklung geschieht nach wie vor von einem niedrigem niveau aus, die absoluten fallzahlen sind nach wie vor niedrig. es ist noch immer höchst unwahrscheinlich, in der öffentlichkeit von einem wildfremden vergewaltigt, ausgeraubt oder verprügelt zu werden. und fälle wie der aktuelle in leipzig, wo das ganze mitten am hellichten tag stattfand, sind selbst unter diesen seltenen ereignissen noch die absolute ausnahme. an diesem punkt muss der verstand den unbegründeten teil der angst einbremsen. nichtsdestotrotz wird man auf diesem weg die angst nie vollständig besiegen können, das "was wäre wenn doch ausgerechnet mir sowas passiert" bekommt man auf diesem weg nicht in den griff.


    konkrete maßnahmen, um das eigene sicherheitsgefühl zu verbessern, wurden schon genannt: wenn man es sich selbst zutraut, sich in so einer gefahrensituation mutig und aktiv zur wehr zu setzen, wäre ein selbstverteidigungskurs oder das erlernen einer kampfsportart ratsam. falls man sich das nicht zutraut, oder ergänzend zum kampfsport, kann man über pfefferspray (schwierig und fehleranfällig in der handhabung!), einen taschenalarm oder ähnliches nachdenken. meiner erfahrung nach ist das wichtigste zum besiegen von angst, einen plan im hinterkopf parat zu haben, wie man reagieren kann, wenn die situation eintritt vor der man sich fürchtet. das gefühl ausgeliefert und wehrlos zu sein, ist gift für die psyche, selbst wenn diese situation nur im eigenen kopfkino durchgespielt wird.


    in jedem fall halte ich persönlich nichts davon, eine "was wäre wenn mir das passiert"-angst mit "es wird dir schon nicht passieren" oder "im straßenverkehr ist das risiko viel größer" bekämpfen zu wollen. imho kann das nicht klappen, imho führt kein weg daran vorbei, sich dem "was wäre wenn" zu stellen und sich darauf mental und konkret vorzubereiten.


    was gerade als frau auch helfen kann - falls möglich - wäre sich einen hund anzuschaffen, den man dann einfach mitnimmt wenn man joggt oder abends im dunkeln noch wo unterwegs sein muss.




    quellen zu meinen zitierten statistiken von oben:


    2014: https://polizei.nrw/sites/defa…hrbuch_2014_Hauptteil.pdf Seite 65.


    2016: http://www.med1.de/go/?url=htt…330_PKS_Jahrbuch_2016.pdf Seite 93.

    Danke, Black Gun für deine Arbeit die Zahlen aus der PKS auch mal umzurechnen.


    Meine polemischen Kommentare hängen damit zusammen, dass man versucht alles weg zu relativieren: "mehr Menschen fallen von der Leiter, etc pp"

    Zitat

    wenn also die** individuelle angst vor solchen übergriffen **steigt, ist das keine unbegründete panik sondern hat eine handfest grundlage!!

    eben.


    Ich hatte es schon früher geschrieben; es gibt Nationalitäten da liegt die Delinquenz bei 80%. Welche das sind möchte ich hier nicht schreiben, soweit sind wir in der Diskussion nicht. (Ich hatte schon geschrieben, dass Syrer nicht auffälliger sind als die einheimische Bevölkerung). Um aber auch die Schutzsuchenden in unserem Land zu schützen muss, mMn, Schluß sein mit PC und die Täter benannt werden, um darauf aufbauend eine Strategie zu entwickeln wie diese Kriminalität zu bekämpfen ist.


    Momentan geht man eher so vor, dass wenn es auf einer Straße zuviele Leute gibt, welche zu schnell fahren, dass die Straße dann für Autos UND Radfahrer gesperrt wird, obgleich Fahrräder selten zu schnell fahren, ja auch Fahrräder können zu schnell fahren, aber vermutlich sind es eher die Autofahrer.

    @ makkabi:

    dass bei dem themenkomplex vieles schiefläuft, sehe ich auch so. diese diskussion gehört hier aber nicht rein. ich habe die zahlen in meinem obigen beitrag nur dargelegt, um zu zeigen, dass solche übergriffe in der öffentlichkeit zuletzt tatsächlich massiv zugenommen haben, und nicht etwa nur gefühlt wie das viele medien fälschlicherweise behaupten. kämen vergleichbar plumpe mediale falschaussagen aus einer anderen politischen ecke, wäre längst von fake news die rede. :=o


    die angst der TE mag somit zwar vielleicht übersteigert sein, aber sie hat sehr wohl eine reale grundlage! das wollte ich mit meinen zahlen belegen. es ist mir wichtig, dass die realität verdammt noch mal anerkannt wird wie sie ist. die relativierenden posts hier im thread, wie zb die antwort von gauloise:

    Zitat

    Indem du dir klarmachst, dass die Realität nicht so ist. Die Welt wird nicht immer schlimmer, im Gegenteil. Wir hier haben noch nie so sicher gelebt wie heutzutage. Lies andere Seiten, vielleicht mal gemäßigtere, besser recherchierte Medien.

    sind inhaltlich falsch und haben einen belehrend-arroganten unterton, der mir (gerade angesichts der inkorrektheit der sachaussage) wirklich sauer aufstößt. einer frau ihre angst ausreden zu wollen, weil diese angst unpraktisch ist für die eigene gesellschaftspolitische agenda, ist weder nobel noch ist es hilfreich. es geht hier darum, mit angst umzugehen, nicht darum, angst und ein bedrohungsgefühl wegzudiskutieren oder kleinzureden.

    Zitat

    "Deutschland wird sich verändern. - und ich freue mich darauf!"

    zzz


    Was kümmerts dich. Du warst oder bist laut eigenem Bekunden doch ohnehin soviel in anderen Ländern unterwegs und warst mit anderen Kulturen konfrontiert. Dann solltest du ja schon genug Erfahrungen mitbringen.

    Zitat

    Am besten fand ich Krav Maga.

    Stimmt.Israelische Kampfsportart, die dort auch von Frauen gut beherrscht wird. Muss man sich trotzdem erst mal drauf einlassen und gewillt sein, das Gelernte dann auch wirklich einzusetzen.

    Zitat

    Stimmt.Israelische Kampfsportart, die dort auch von Frauen gut beherrscht wird. Muss man sich trotzdem erst mal drauf einlassen und gewillt sein, das Gelernte dann auch wirklich einzusetzen.

    das ist das große problem bei allen selbstverteidigungstechniken und kampfsportarten: wenn's hart auf hart kommt wird man fast immer das gegenüber verletzen müssen um sich selbst zu schützen. das gegenüber ernsthaft zu verletzen kann man aber logischerweise in kursen und trainings nicht nachstellen/einüben. manche menschen haben dann wenn's soweit ist die bereitschaft dazu, "grob" zu werden, andere zögern zu lange weil sie doch hemmungen haben. bestehende hemmungen gegenüber gewalteinsatz abzubauen, ist kaum möglich. wie sollte man das trainieren? ich weiss auch nicht ob das überhaupt eine gute idee wäre...


    daher schrieb ich ja: "wer sich selbst dazu imstande sieht, sich gegen einen angreifer körperlich zur wehr zu setzen". 'wer' im sinne von 'nur wer'...

    Mir geht es ähnlich wie dir, Honeymoon. Mein subjektives Sicherheitsempfinden hat sich in den letzten 2 Jahren stark verschlechtert. Ich war eine von den Frauen, die in der Nacht tatsächlich öfter alleine unterwegs waren, in unserer Stadt war das bis vor ner Weile tatsächlich möglich. Leider wurden bereits 2 meiner Freundinnen Opfer von Übergriffen. Nicht sexuell, der einen wurde die Handtasche gestohlen, die andere wurde verprügelt.


    Ich hab mir einen Pfefferspray zugelegt und nächste Woche beginnt mein Selbstverteidigungskurs :-)

    Das subjektive Sicherheitsempfinden ist wichtig. Das leidet natürlich unter solchen Ereignissen. Wenn man sich aber überlegt, wieviele Ereignisse in der eigenen Stadt stattfinden dann ist das relativ gesehen recht wenig.


    Wenn ich also in einer Stadt mit 300.000 Einwohnern lebe und täglich findet ein Raubüberfall statt - wie soll ich das bewerten?


    Bei der Masse an Menschen, die dort leben und sich bewegen ist das Risiko, dass es mich trifft recht gering. Und wenn ich dann noch ein paar elementare Grundregeln beherzige kann ich das Risiko, dass es mich trifft gut reduzieren. Mit diesem Wissen fühle ich mich dann sicher.


    Das gleiche kann man mit dem Autoverkehr machen. Wie viele Unfälle passieren an einem Tag? einige, aber wenn man das in das Verhältnis zu den an dem Tag gefahrenen Kilometern setzt ist das nichts.


    Wie geht es Dir dabei, _honeymoon_? Helfen Dir solche Überlegungen, um das subjektive Empfinden zu verbessern?

    Pfefferspray ist nicht unbedingt hilfreich. Du muss vorher gucken in welchen Richtung der Wind weht, sonst hast du selber das Gesicht voll. Oder eben ganz nah an einer Angreifer treten.


    Wenn du es voreilig einsetzt, bist du wegen Körperverletzung dran.


    Mit Vorsicht zu geniessen.

    Sollte mich jemand überfallen oder vergewaltigen wollen, dann ist mir das herzlich egal! Ich werde mich mit jeder Faser meines Körpers wehren und verteidigen, auch wenn das bedeutet, dass mein Gegenüber damit verletzt wird.

    Oje, falsch zitiert :-X


    Richtig:

    Zitat

    Pfefferspray ist nicht unbedingt hilfreich. Du muss vorher gucken in welchen Richtung der Wind weht, sonst hast du selber das Gesicht voll. Oder eben ganz nah an einer Angreifer treten.

    Das ist auch ein Grund, warum ich einen Selbstverteidigungskurs besuche, weil einem da eben genau gezeigt wird, wie man Pfefferspray richtig einsetzt.

    Zitat

    Wenn du es voreilig einsetzt, bist du wegen Körperverletzung dran.


    Mit Vorsicht zu geniessen.

    Sollte mich jemand überfallen oder vergewaltigen wollen, dann ist mir das herzlich egal! Ich werde mich mit jeder Faser meines Körpers wehren und verteidigen, auch wenn das bedeutet, dass mein Gegenüber damit verletzt wird.

    Zitat

    Das subjektive Sicherheitsempfinden ist wichtig. Das leidet natürlich unter solchen Ereignissen. Wenn man sich aber überlegt, wieviele Ereignisse in der eigenen Stadt stattfinden dann ist das relativ gesehen recht wenig.


    Wenn ich also in einer Stadt mit 300.000 Einwohnern lebe und täglich findet ein Raubüberfall statt - wie soll ich das bewerten?


    Bei der Masse an Menschen, die dort leben und sich bewegen ist das Risiko, dass es mich trifft recht gering. Und wenn ich dann noch ein paar elementare Grundregeln beherzige kann ich das Risiko, dass es mich trifft gut reduzieren. Mit diesem Wissen fühle ich mich dann sicher.

    Genau so ist es.


    Deswegen finde ich ja diese ganzen Statistikklauberein in diesem Faden so schlimm und ja, ich z.B. war ein Teenie in den 80ern und da war es auch statistisch viel schlimmer, was eben, auch von vielen Leute verneint wird, die gerne die neue Statistik hervorkramen.


    Das subjektive Empfinden der TE würde bestimmt nicht besser werden, wenn man ihr vorbetet, dass in der Nachbarstadt, wie bei mir z.Z., die Mordrate um 200% gestiegen ist und damit die Prozentrate der Gewaltdelikte natürlich auch total in die Höhe geschnellt ist.


    Wenn sie aber weiß, dass es 2015 einen Mord bei 120.000 Einwohnern gab, 2016 3 auf 120.000 dann realtiviert sich das schon mal. Wenn sie dann noch erfährt, dass alle 3 Morde des Jahres 2016 im Obdachlosen- / Drogen-/ Alkoholikermilieu stattgefunden haben, noch mal.


    Von daher sollte man eben Strategien aufzeigen und keine Statistiken.

    Zitat

    Von daher sollte man eben Strategien aufzeigen und keine Statistiken.

    wieso nicht beides? was spricht dagegen, das subjektive sicherheitsempfinden mit den offiziellen statistiken zu vergleichen, vorausgesetzt man bekommt es hin, ein paar deskriptive statistiken korrekt zu lesen? vielleicht sieht man dadurch ja, dass das eigene subjektive empfinden wirklich unbegründet ist. vielleicht sieht man auch, dass das eigene subjektive empfinden gar nicht so falsch liegt, wer weiss?


    in jedem fall ist doch wichtig was IST, und nicht was man gerne hätte. insofern muss schon die frage erlaubt sein, warum beim thema kriminalitätsentwicklung seit einiger zeit so viele leute argumentieren, die statistiken wären ja eh irrelevant und am besten solle man die gar nicht lesen... ist wohl so ein "details könnten die bevölkerung verunsichern"-ding. :=o


    mit kriminalitätsbelastung und angst umzugehen erfordert doch zwingend, dass man weiss "was sache ist". in die eine wie auch die andere richtung. erst ausgehend davon können doch bewältigungsstrategien zum tragen kommen.