• Angst vor Zwangseinweisung

    Hallo Ihr Lieben Ich hoffe Ihr könnt mir etwas weiter helfen, da ich selbst nicht mehr weiter weiß. Kurz zu mir. Ich war seit ca. 8 Jahren nicht mehr richtig draußen, erst ging es nur noch bis zum Laden um die Ecke, dann nur noch bis zur Straße und nun grade so bis zum Briefkasten, aber auch nur an guten bzw. ruhigen Tagen. Möchte sehr gerne alles…
  • 24 Antworten

    @ lindenbach

    willst Du ernsthaft so weiterleben, von nix kommt nix und deine Angststörung lösst sich auch nicht von selbst in Wohlgefallen auf


    wenn du was von deinem Leben haben willst dann wirst du dir Hilfe holen müssen und die kommt auch nicht zu Hausbesuchen


    deine Angst vor der Klinik ist genauso irrational wie deine Störung, dort kann man dir aber helfen und deine Lebensituation verbessern

    Zitat

    Du bestreitest es, aber beinhaltet der aufkommende Gedanke, Dein Leben aus Angst vor der Einweisung schon vorher wegwerfen zu wollen, nicht in der Tat bereits eine Selbstgefährdung?

    Nein, Nova 2014, Gedanken alleine reichen für eine Zwangseinweisung nicht. Es muß sich schon um konkrete Vorbereitungen handeln. Außerdem ist ein richterlicher Beschluß nötig. Der Psychologe müßte das auch wissen. Was er getan hat, ist nicht nur schäbig, sondern verstößt aus meiner Sicht auch gegen seine Berufsethik.

    Zwack44, was Du schreibst, lässt mir die Sache immer rätselhafter erscheinen. Man müsste nun diesen "Psychologen" dazu hören …

    Ich versuche es noch einmal weniger zweideutig: Keine Absicht des Psychologen kann entschuldigen, dass er den TE so menschenverachtend behandelt hat.

    Abgesehen von der Absicht und vom Verhalten des Therapeuten: Ich sähe es immer noch als zielführend an, wenn der TE von sich aus in die Klinik ginge.


    Es geht ihm doch schon so schlecht, und ich kann mir nicht vorstellen, dass psychiatrische Abteilungen keinerlei Chance auf Besserung bieten; zumindest bietet sich dort die Aussicht auf eine bessere medikamentöse Einstellung.

    Eine geschlossene Abteilung ist zunächst unheimlich verstörend, man sieht schon äußerst seltsame Leute. Auch ist immer was los, es kommen und gehen Leute , die Polizei bringt so alle 20 Std einen neuen Mitpatienten. In meiner Manie sah ich mich all diesen Leuten überlegen und fragte mich was soll ich unter diesen Menschen es ist doch alles toll bei mir. Ich verweigerte meine Medikamente und wollte raus und konnte es Gott sei Dank nicht. Meine Manie steigerte sich dermaßen, das man mich zwangsfixiert und zwangsweise intramuskulär mit Neuroleptika behandelte. Nach 16 Std Schlaf war die Welt wieder klar und ich fühlte mich richtig geborgen unter meinen so seltsamen Mitpatienten. Ich war ja letztlich einer von Ihnen und ich hatte noch eine schöne Zeit mit Ihnen bis ich auf die Offene durfte. Das Erlebnis möchte ich dahingehend nicht missen, Menschen in Ausnahmesituationen kennen zu lernen um festzustellen es sind im Prinzip ganz normale Menschen wie ich, die es einfach mit einer schlimmen Krankheit wie mich erwischt hat. Es kann jedem passieren und wäre die Gesellschaft demgegenüber offener, würde sich keiner wehren sich die Hilfe zu nehmen die unser Staat und die Gesundheitssysteme und die Pharmaindustrie bieten. Wir leben sehr komfortabel was dies anbelangt, vor 300 Jahren wäre ich und viele meiner Mitpatienten in irgend einem Kellerloch angekettet worden. Vor 75 Jahren wäre es noch schlimmer gekommen.

    Zitat

    Gedanken alleine reichen für eine Zwangseinweisung nicht. Es muß sich schon um konkrete Vorbereitungen handeln. Außerdem ist ein richterlicher Beschluß nötig. Der Psychologe müßte das auch wissen. Was er getan hat, ist nicht nur schäbig, sondern verstößt aus meiner Sicht auch gegen seine Berufsethik.

    ich würde mal die Füße stillhalten und will dem TE auch nix unterstellen, aber wer unter Angststötungen leidet kann auch schnell mal was in den falschen Hals bekommen. Niemand weis wer wann was wie und warum zum TE gesagt hat, wir wissen nur was er verstanden hat.


    Im TV war mal ein Bericht aus Amerika wo sie ein Teenager mit einer solchen Störung im Bad eingeschlossen hat. Nach 2 Jahren haben die Eltern einen Psychologen besorgt der tagelang vor der verschlossenen Badezimmertür gesprochen hat und nach Wochen den Jungen überzeugen konnte die Tür zu öffnen und das Bad zu verlassen.