Angststörung und Panikattacken!

    Sehr geehrte Damen und Herren in diesem Forum,


    ich habe bereits vor 4 Jahren in diesem Forum meine Plagenden beschwerden berichtet. Danach wurde ich erfolgreich therapiert und mit der Zeit die Medikamente abgesetzt. Mir ging es 4 Jahre lang blendend.


    Doch dann hatte ich mir vorgenommen eine Septumdeviation (Nasenscheidewandbegradigung) vorzunehmen auf Hinweis meines HNO. Dabei dachte ich mir natürlich nichts, mir ging es schließlich blendend.


    Nach dem 3 tägigen stationären Aufenthalt kam ich nach Hause und musste am Abend feststellen das ich nach 4 Jahren mal wieder eine Panikattacke hatte. Das war natürlich alles ein bisschen krasser als jetzt beschrieben aber ich versuche es mal so zu beschreiben.


    Nach dieser Panikattacke kam wie auf einen Schlag meine gedacht erfolgreich behandelte generalisierte Angststörung wieder und das ganze Spiel scheint von vorne zu beginnen.


    Natürlich habe ich sofort meinen damals therapierenden Psychiater wieder angerufen und einen Termin vereinbart. Dort hat er mir empfohlen wieder mein altes Medikament Citalopram 20 mg zu nehmen und das ganze halt durchzustehen und abzuwarten bis die Medis wieder wirken.


    Die Symptome die ich jetzt wieder habe und auch über die Jahre vergessen habe sind jetzt auch viel stärker.. ich bin eigentlich ein ziemlich optimistischer Mensch und befinde mich in einem eigentlich guten Leben bis auf die Krankheit..


    Jetzt fühle ich mich auch wieder als würden meine Gedanken bestimmt werden bzw falls ich an etwas schlechtes denke kommt sofort ein ganz tiefes drückendes Angstgefühl das mein Leben niewieder so sein wird wie es in den 4 Jahren gewesen ist.. es ist wirklich schwer optimistisch zu bleiben.. ununterbrochen denke ich an die Krankheit wann es doch endlich besser wird.....


    Dazu stell ich euch jetzt einfach mal die Fragen die mich dauerhaft plagen:


    Denkt ihr die medikamente könnten ihre wirkung verloren haben obwohl sie mir damals schon geholfen haben?


    Denkt ihr ich schaffe es nochmals aus diesem tiefen loch?


    Meint ihr wirklich das diese Medikamente mich überhaupt wieder ins leben rufen können? Schwer vorstellbar in der derzeitigen Situation..


    Falls ihr die situation kennt, wurde euer rationales Denken auch einfach ausgeschaltet und ihr denkt nurnoch das ihr niewieder Gesund werdet und die Zeit vergeht einfach nicht?.........


    Vielen dank schonmal für hilfreiche antworten

  • 11 Antworten

    Ich halte wenig davon, nun wieder nur Medikamente zu nehmen und sonst nichts zu tun (ob sie diesesmal so wirken würden wie letztes Mal, beurteile ich damit nicht, das ist auch gar nicht möglich, niemandem). Nur: Wo soll das hinführen? Willst du alle paar Jahre in diese Situation kommen, sobald die latend nach wie vor in dir schlummernde Angststörung wieder heftigst an die Tür klopft?


    Deine Angststörung hat einen Grund und den musst du finden. Das garantiert zwar auch keine lebenslange Beschwerdefreiheit, ist aber die einzige Möglichkeit damit souverän umzugehen (ohne bei Rückfällen noch mehr Panik zur Panik zu bekommen und auf Medikamente angewiesen zu sein).

    Hallo thunderburst101,


    1. gut möglich,


    2. warum nicht?


    3. Liegt die Betonung auf "diese" oder meinst Du ADs allgemein? Falls Dir Citalopram nicht hilft, wird Dein Arzt Dir sicher einen Medikamentenwechsel vorschlagen.


    4. Die erste schwere Depression hat mich sehr verunsichert. Da ich nicht wußte, wie ich dazu gekommen bin, hatte ich auch keine Vorstellung, wie ich sie wieder loswerden könnte. Was die Dauer der Behandlung anging, haben sich die Krankenhausärzte auf keinerlei Zeitlimit festgelegt (Heute weiß ich warum: weil auf Psychopharmaka jeder Patient anders reagiert). Wenn man arbeitsunfähig im Bett liegt und nicht weiß, ob man jemals wieder gesund wird, ob man vielleicht durchs soziale Netz fällt, ob man das Haus abbezahlen kann, ob eventuell die Ehe auseinanderfliegt, ist das Selbstvertrauen massiv erschüttert. Wie ist es mir ergangen? Nach 3 Monaten stationärer Behandlung war ich wieder arbeitsfähig, mußte meine ADs noch eine Zeitlang nehmen, konnte sie aber irgendwann ganz weglassen. Alles rein medikamentös, einer Psychotherapie habe ich nie unterzogen. 17 Jahre später hatte ich meine zweite schwere Depression. Da nach angemessener Zeit durchgeführte Auslaßversuche nicht geklappt haben, bin ich permanent auf ADs angewiesen, führe aber damit ein relativ normales Leben.