Hi Morgause,


    das ist ja super dass du in der Disco warst! Auch wenn es in Begleitung war: wer geht schon allein in die Disco? Ist doch super! Ich finde dass ist total das Erfolgserlebnis...:)^


    Davon kann ich mir echt mal eine Scheibe abschneiden! Aber bis ich soweit bin, dauert es wohl noch jahre....


    Alles Liebe und bis bald, Andrea

    Also die Sache mit der Disco ist tatsächlich recht kompliziert, aber ich habe mir ein Trick-System zurecht gelegt:


    1) Disco ohne Verzehrkarten (damit man, wenn man raus will nicht erst an der Kasse stehen muss)


    2) Einen lieben Menschen mit nehmen, der das Problem versteht und einen zur Not durch "zuquatschen" ablenken kann.


    3) Eine Disco wählen, wo einen nicht so viele kennen.


    4) Erst so ab 1.00-1.30 Uhr gehen, denn da ist es in den meisten Discos net mehr ganz so voll, oder wird langsam leerer.


    5) Eine Disco "ohne" Kleiderordnung wählen, denn in halbwegs bequemen Sachen fühlt man sich natürlich besser, als wenn man in Röckchen und hohen Hacken von aller Welt angegafft wird...!


    Ich hör vorher Musik, die mich in Stimmung bringt und mich auf keinen Fall runter zieht. Bei mir ist das Salsa oder dieses 80'er Lied "I'm waking on Sunshine"... von wem isses noch gleich???


    Ich habe immer noch Panik vor Discotheken, aber vielleicht legt sich das ja, wenn man öfter mal Erfolgserlebnisse hat....


    Ach ja, ich persönlich rate auch dringend vom Alkohol an solchen Abenden ab, weil man da am nächsten tag meist noch depressiver ist und das speichert das Hirn ja wieder im Zusammenhang mit Disco-Abend ab - gar nicht gut, aber das muss wohl jeder halten, wie er meint?!


    Liebe Grüße, Lisa

    Hi Lisa,


    das mit deiner Liste habe ich auch so ähnlich gemacht, wenn ich weggegangen bin. Und das mit dem Alkohol stimmt auch. Wenn man viel trinkt ist es am nächsten Tag nur schlimmer.


    Mich würde mal interessieren, was du für körperliche Beschwerden hast, die durch Angst und Depressionen entstehen. Oder hast du nur die seelischen Beschwerden?


    Eine schöne Woche wünscht Andrea

    Also eigentlich habe ich hauptsächlich körperliche Beschwerden:


    Ständige Übelkeit ist mein Hauptproblem.


    Bei Panikattacken:


    Schwindel, Herzrasen, ich denke mal das übliche...


    Ich fühl mich dann auch immer so verwirrt - ganz viele Gedanken auf einmal, die sich überschlagen! Das ist immer total schrecklich, weil ich das Gefühl habe, dass es Jeder sofort sehen muss.


    Naja, und manchmal sitze ich hier zu Hause und weiß einfach nicht wie es weitergehen soll und könnte den ganzen Tag nur heulen, obwohl ich gar keinen konkreten Grund habe. Oder ich hab plötzlich Panik, dass ich gar nichts mehr schaffe, also auch die Beziehung nicht und nie mehr arbeiten und wenn ich alleine leben müsste... Horror. So dreht sich das dann im Kreis.


    Ich werde dann oft ganz unruhig und muss hin und her rennen um es auszuhalten. An anderen Tagen komme ich gar nicht aus dem Bett und vegetier so vor mich hin.

    Hi Morgause,


    so ähnlich ist es auch bei mir..


    Ich versuche immer, die Gedanken, die mir Übelkeit verursachen, beiseite zu schieben. Ich habe nämlich einen Nebenjob, ca. drei Stunden in der Woche, wo ich für die Volkshochschule eine Radiosendung mache. Und die letzten zwei Wochen konnte ich es nicht machen, weil es mir so schlecht ging. Und auch davor (seit März mache ich das) habe ich oft Termine verschoben und war auch öfters krank. Wenn ich jetzt allein an Mittwoch denke, wenn ich in die VHS muss, kriege ich schon ein flaues Gefühl im Magen. Ich dachte, je länger ich den Job mache, desto besser würde es werden, aber stattdessen wird es immer unmöglicher. Manchmal würde ich einfach gerne den Job sausen lassen, weil ich kaum die Kraft dafür aufbringen kann. Ist schon komisch. Und alle sagen, mensch, ist doch ein toller Job. Und ich verzweifel daran.


    Na ja, aber so wie du deine Beschwerden schilderst, ist es bei mir auch so ungefähr. Vor allem mit den Gedanken ans Allein sein, an die Zukunft, an Arbeit... das ist ein Riesen-Teufelskreis.


    Ich werde jetzt noch einen Anlauf nehmen und eine Psychologin anrufen, nur müsste ich dann mit Bus, U-Bahn und Zug dahin fahren:-o und dass ist und bleibt für mich ein Horror. Aber hier in der kleinen Stadt gibt es nur eine Psychologin, und bei der war ich ja schon.


    Liebe Grüße von Annie

    Ach ja, Morgause: wie lange hast du eigentlich diese Problematik schon? Würde mich mal interessieren.. Hat sich das bei dir so "eingeschlichen" oder hast du einen festen Punkt, wo alles begann?


    Lg!

    Hallo Annie!


    Glaub mir, ich kann Dich sooo gut verstehen! Ich hab das mit dem Arbeiten auch einfach nicht mehr ausgehalten. Vor lauter Panik habe ich manchmal kurz vor der Arbeit Durchfall bekommen, so dass ich dann tatsächlich nicht aus dem Haus konnte - jetzt, wo ich nirgens mehr hin MUSS, hat sich das erledigt, aber das flaue Gefühl im Magen bleibt. Ich glaube, dass es ein Fehler war zu kündigen, denn im Endeffekt gibt man der Angst damit ja nur recht:-(


    Meine Psychosen habe ich jetzt schon seit über 10 Jahren. Das hat sich so entwickelt. Zuerst wurde mir immer in Öffentlichen VM schlecht, aber da habe ich noch gedacht, dass wäre nur ein empfindlicher Magen (da war ich so 13). Dazu kam immer mehr Angst vor der Schule, Angst meine Eltern zu enttäuschen... und immer wieder total depressiv (ich denke mal, dass lag alles an meinen Eltern). Richtig schlimm wurde es, als ich 16 war. Ich war 2 Jahre in einer Beziehung mit einem Typ, nur weil meine Eltern den toll fanden und ich der Welt was beweisen wollte. Aus heiterem Himmel überfiel mich damals Todesangst. Ich hatte Angst, dass ich nicht mehr aufwache, wenn ich einschlafe und endlose Angst, dass ich meinen Freund nicht mehr lieben könnte.


    Nachdem ich mich getrennt habe wurde es etwas besser. Ein Jahr später war ich kaum noch in der Lage in einer Klausur sitzen zu bleiben und Referate wurden die Hölle. Dann ging alles Schlag auf Schlag: Abi - was nun?, Supermarkt, Innenstadt, Disco, Restaurants - nichts ging mehr. Seit ungefähr einem Jahr kann ich auch nicht mehr Auto fahren, weil die Panik an jeder roten Ampel kommt...:°(


    Hmm, ist lang geworden... sorry!


    Liebe Grüße!

    Hi Morgause,


    wie bei mir: habe immer vor der Schule und vor der Uni Durchfall gehabt, ich denke, vor lauter nervosität... Und ich habe überhaupt nicht verstanden, was mit mir los ist. Ich dachte, ich hätte irgendeine Krankheit oder so.


    In der 12. Klasse sind wir mit dem Deutschkurs ein paar Tage nach Wien gefahren. Da wurde es echt schlimm. Den ganzen Tag in der Stadt, Kneipen, Oper, Theater, Restaurant, U-Bahn.. Es war wie die Hölle für mich. Auf der Rückfahrt im Zug hatte ich auch Durchfall und irgendwie hat es da "Klick" gemacht. Zuhause war ich dann nur noch erschöpft und bin drei Wochen nicht mehr in die Schule gegangen. Hatte zum Glück eine nette Lehrerin, die mir da raus geholfen hat.


    So, erst mal genug von mir. Aber generell ist das schon heftig, wie sehr sich Angst auf den Körper auswirkt. Das macht es auch nicht leichter. Und es ist so schwer für andere, die so etwas nicht kennen, das nachzuvollziehen. Ganz ehrlich: meinetwegen könnte man mir den Daumen abhacken, wenn ich dafür diesen ganzen Scheiß nicht mehr hätte.


    Meine Psychologin meinte immer, die ANgst ist nicht so schlimm und man soll sie annehmen und lieben... Das ist aber gar nicht so einfach, nicht wahr??


    Liebe Grüße+bis bald, Annie

    Ich bins nochmal!


    Als ich in der Schule war, habe ich es auch manchmal im Klassenraum nicht ausgehalten. Einmal bin ich auch einfach nach Hause gegangen, habe gesagt es geht mir nicht gut. Ich bin eigentlich oft nach Hause gegangen. Aus Angst und Kraftlosigkeit.


    Nehmt ihr eigentlich etwas ein gegen die Depris und Angst?


    Bis bald, Annie

    Hallo ihr beiden,


    also ich muss sagen, dass ich wohl noch "Glück" habe, denn ich habe keinerlei körperliche Beschwerden (mal abgesehen von Panikattacken).


    Meist habe ich ein unendliches flaues Gefühl in der Magengegend, was aber nervlich bedingt ist.


    Ich habe auch schon von depressiven Menschen gehört, die eine Sucht entwickelt haben (zB exessives Haschischrauchen), um sich abzulenken. Aber ich bin in der Hinsicht zu vernünftig. Nicht, dass ich gern süchtig wär. Aber ich denke, einfach nur depressiv zu sein, ist so schwer, weil man keine Ablenkung hat und nur immer wieder grübelt.


    Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.

    Bisher habe ich noch nichts gegen Depressionen genommen. Ichwar halt noch nicht so oft beim Arzt deswegen. Im Großen und Ganzen versuche ich ohne irgendetwas durch die dunklen Phasen zu kommen (einzige Mittel: Musik, Filme, Bücher)!

    hi Leesha,


    was ist dennbei dir stärker: die Angst oder die Depression? Das würde mich mal interessieren. bei mir ist es irgendwie ein Gemisch von beidem.


    Hat bei dir alles angefangen, als du nach berlin gezogen bist? Ich stelle mir das als eine große Herausforderung vor, in eine Metropole zu ziehen...


    Liebe Grüße


    die Annie

    Hallo Annie,


    ich denke, dass bei mir die Depression stärker ist. Mal hab ich gute Momente, dann wieder schlechte. In den tiefen Phasen mischt sich auch Angst. Es ist nur nicht ganz so doll, soll heißen, dass ich keine Angst habe mit öffentlichen VM zu fahren. Ich ziehe mich nur von den Menschen zurück.


    Und ja, ich denke, dass der Umzug nach Berlin ein Auslöser ist. Dann kam noch der Unibeginn hinzu. Ich habe hier einfach niemanden gekannt und in Freundschaftenschließen war ich eh noch nie so gut (habe dann meist das Gefühl, ausgenutzt zu werden und fasse nur sehr langsam Vertrauen).


    Zudem habe ich noch in einer grausigen Wohnung zur Untermiete gewohnt. All diese Dinge sind irgendwo in meinem Gedächtnis abgespeichert. Und dann kommt eins zum Anderen.


    Hast du mal überlegt, in eine andere Stadt zu ziehen? Was willst du mal nach deinem Studium machen?


    Ok, werde jetzt noch etwas lesen und dann schlafen zzz,


    Gute Nacht Jana

    Hi jana,


    dein Umzug nach Berlin hat bestimmt etwas damit zu tun...


    Ich überlege seit langer Zeit ob ich wieder nach Bielefeld ziehe, wo ich auch studiert habe. Nur traue ich mich nicht, diesen Schritt zu machen, da ich davor Angst habe. Ich verabrede mich ja gar nicht mehr, wie soll ich dann in einer WG klarkommen (allein wohnen könnte ich mir nicht leisten). Mein Gefühl sagt mir, dass ich bald mal ausziehen sollte.


    Wie ist es denn jetzt in Berlin? Ist es schon etwas besser, seit du dort wohnst? Ich wollte immer zusammen mit anderen Mädchen Sport machen, meinetwegen in der Uni einen Volleyballkurs machen. Wäre das nicht eine Idee auch für dich? Eine Sportart machen? Ich glaube mir würde es gut tun, zum einen den Kontakt zu anderen und Sport stärkt ja auch dich selbst...


    :-)Aber so bin ich, ichsuche immer nach Verbesserungen, aber letztlich verwirkliche ich nichts...


    Dir einen schönen Tag! Andrea

    Hallo Ihr beiden!


    Ich nehme mir auch immer sooo viel vor und setz dann nix davon um:-( Mal sehen - kommt Zeit, kommt Rat!


    Schlaft Ihr eigentlich auch so viel? Ich bin total oft müde und k.o. und mir hat mal jemand gesagt, dass würde daran liegen, dass man soviel Energie gegen die Ängste und Depris aufbringen muss...


    Manchmal schlafe ich 12 Stunden (kann nur vorher schlecht einschlafen)!! Kennt Ihr sowas?


    Liebe Grüße, Lisa

    @ Annie,

    ich habe drei Jahre gebraucht, mich an Berlin zu gewöhnen. Erst neulich hat meine Schwester versucht, mich zu überreden, in eine kleinere Stadt zu ziehen. Aber dort hätte ich ja die gleichen Probleme wie in Berlin. Alles wäre neu. Ich kenne längst nicht alle Ecken Berlins (werde ich auch nie), aber mittlerweile ist es mein zu Hause. Eines Tages will ich mal in London wohnen und leben. Habe oft eine große Sehnsucht dannach. Aber ich weiß, dass ich es jetzt nicht umsetzen kann, dafür ist mein seelischer Zustand zu labil.Aber wenn ich die Depression mal besiegt habe, wer weiß?


    Das mit dem Sport ist eine gute Idee und ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht. Aber wie bei dir konnte ich es bis jetzt auch nicht umsetzen.


    Was sind denn deine Pläne (Träume) für die Zukunft (außer gesund zu werden natürlich)?


    Schönen Nikolaustag, by Jana

    Hi Lisa,


    ja, dass mit dem Schlafen ist bei mir auch so. Obwohl ich oft auch eine ANgst vor dem Schlafengehen habe, denn ich kann es nicht ab, nachts aufzuwachen und nicht mehr einschlafen zu können...


    Aber als ich vor einem Jahr eine zeitlang schlimme Panikattacken hatte, habe ich sehr viel geschlafen und war nach den attacken wie ausgelaugt und total müde. Ist ja auch logisch, durch das Herzrasen und Co. verbraucht der Körper hat bestimmt viel Energie. Bei Depressionen und PA muss man auch (glaub ich) total auf die Ernährung achten, dass man sich gesund und vollwertig ernährt.


    Habt ihr Euch eigentlich mal überlegt, zu einem Homöopathen zu gehen? Oder lehnt ihr alternative Heilverfahren ab?


    Liebe Grüße an Euch, Annie

    @ Lisa,

    also ich schlafe eigentlich nur so acht Stunden. Mein Rhythmus ist aber total verkorkst. Meist gehe ich erst um zwei/ halb drei nachts schlafen und stehe um zehn morgens auf. Oft habe ich auch Nächte, in denen ich komplett wach bin und einfach nicht schlafen kann. Dann fühle ich mich am Tage extrem gerädert und krank {:(.


    Hab mal gehört, dass ein Entspannungsbad gut sein soll, aber bei mir hat es nicht geholfen.


    Kennst du vielleicht noch ein paar gute Entspannungsübungen?


    Dir auch frohen Nikolaus, bis dann


    Jana

    Hi Jana,


    das war auch immer so ein Traum von mir: nach London zu ziehen, und zwar nach Notting Hill wie in dem Film mit Hugh Grant... Kennst du den?


    Meine Träume? Mein Traum waäre 1. ein abgeschlossenes Germanistik-Studium und 2. ein ausgeglichenes entspanntes Verhältnis mit meinen Eltern.


    Ja, und natürlich gesund werden... Im Januar muss ich ja auch noch operiert werden wegen einer Gebärmutterentzündung. Die Ärztin meinte, es kann sein, dass es Krebs ist. War auch ürsprünglich erst in dem Forum für Gynäkologie, wo ich dann aber auch auf dieses forum hier gestoßen bin. Zum Glück, denn ich habe ja euch getroffen...

    Hallo Jana!


    Na also den verkorksten Rythmus habe ich auch. Zum einen, weil mein Freund auf Nachtschicht arbeitet und ich mich irgendwie angepasst habe und zum anderen, weil ich erst ins Bett geh, wenn ich weiß, dass ich zu müde zum grübeln bin...!


    Mit dem Entspannungsbad das bringt mir auch nix, aber ich versuche jeden Tag einen kleinen Spaziergang zu machen (krieg aber nicht immer meinen Hintern hoch). Das hilft ganz gut, weil dabei der Kopf etwas sortierter wird und die frische Luft ja auch gut tut. Schlaf seitdem auf jeden Fall besser durch. Ich wohn hier aber auch direkt an Park und Wald - weiß ja nicht, wie das in Berlin ist??? Hat man da überhaupt irgendwo Ruhe?


    Auch schönen Nikolaustag zurück!


    Lisa