Arbeit/Beziehung/Borderline/Depression

    Das Jahr ist zu Ende,ein Neues beginnt...


    Kurzum bin seit ca 15 Jahren gegen meine depressiv bedingte Antriebsschwäche am anarbeiten und versuche (seitdem es mir bekannt ist) eine Art Übersensibilität im Umgang mit Menschen/Situationen (Reizbarkeit) auzutarieren.


    Es ist ein Ringen darum arbeitsfähig zu sein, nicht kurzschlusstechnisch alles abzubrechen in einer Überreaktion.


    Arbeit im Team führt einen immer in innere Konflikte, besonders wenn man schnell unnötig beleidigt ist, bzw. Schwierigkeiten hat dem inneren Unfrieden Luft zu machen.


    Die eigenen inneren Stürme stets abzulöschen,nie restlos,schürt den Großbrand, den es zu vermeiden gilt.


    Arbeit bedeutet Lebensunterhalt, Ablenkung von der Depression und auch Selbstbestaetigung.


    Es ist sehr zaeh mit kaputten Nerven.


    Ich habe diverse Therapien hinter mir und arbeite nur mit Medikation-Antidepressiva.


    Warum ich überhaupt schreibe...Diese eine staendige Belastung schafft man noch. Beziehung ? Kurz Freude dann auch Last.


    Auch hier mühe ich mich ab,es bleibt die Befürchtung ,nie jemanden dauerhaft ertragen zu können, quasi liebesunfähig zu sein.


    Mir ist bewußt dass ein Partner, der einen erstmal so annimmt ein großes Geschenk ist,genauso wie es mit einer Arbeitsstelle ist.


    Ich versuche mich in Dankbarkeit und Geduld.


    Aber unter dem doppelten Druck wird das Kartenhaus bald zusammenbrechen.


    Erst litt die Beziehung auch unter meiner Arbeit,aber langsam dreht sich das um.


    Mein Partner ist beeinträchtigter als ich und seine latente Frustration gepaart mit phasenweiser Antriebsschwäche/Unselbstständigkeit ziehen mir langsam die Schuhe aus.


    Aber wie gesagt,mir geht jeder irgendwann ganz furchtbar auf die Nerven dank Borderline.


    Ich wüsste nur gerne ob es unter Euch Leute gibt die einen ähnlichen Druck ausbalancieren,bzw.Sorge haben es nie schaffen zu werden.


    Gibt es irgendeinen Tipp was das Ganze auf Dauer angeht,die Spur/Balance zu kriegen ?


    Zur Zeit fühle ich mich ausgenommen/verbraucht von Beziehung und Arbeit,das kann ja kein Dauerzustand sein...


    Ich suche auch gerade nach einem neuen Therapeuten-das gestaltet sich echt schwierig.

  • 2 Antworten

    Bin seit 2004 mit der depressiven Antriebsschwäche am Berg.Bin aber mittlerweile da medikamentös schon gut eingestellt.Das jährliche Wintertief laesst sich damit leider net umgehen...