Arztangst Wie soll ich damit umgehen?

    Hallo Leute,

    ich habe so ein kleines großes Problem.

    Ich habe Angst vor dem Arzt, nicht vor irgendwem bestimmten, ich bin da ganz tolerant.

    Das Problem ist, ich bin nicht in dem Sinne klassisch mit Schweißausbrüchen Hyperventilation etc. Sondern ich schalte ab. Komplett. Ich weiß von früheren Arztbesuchen, die zwangsweise stattfanden, dass ich beim betreten zunächst einmal nichts sagen konnte.

    Das geht ja noch, aber bei der eigentlichen Behandlung fange ich mich dann an zu wehren.

    Als Kind habe ich immer wieder Zeit in Hörsälen verbracht, als Demonstrationspatient, ich vermute, dass daher mein Tick mit dem Nicht sprechen kommt.

    Gewehrt habe ich mich schon immer, ich wurde dann festgehalten, sediert und festgehalten was man eben macht um sich nicht gegenseitig zu verletzen.

    Nun ja, ich habe mich, als ich selbstständig entscheiden durfte, immer wieder mehr oder weniger freiwillig (Ich muss nicht erwähnen, dass die Untersuchung einer Frauenärztin nach einer Vergewaltigung natürlich komplett schief gegangen ist) in eine Arztpraxis getraut und es immer wieder bereut. Highlight war dann eine Zwangseinweisung durch eine Hausärztin (ich hatte sie gewarnt, dass ich heftig reagiere, aber sie hat es abgetan)

    Seitdem gehe ich nicht mehr zum Arzt, was logischerweise ziemlich schlecht ist.

    Zum Zahnarzt müsste ich mal, weil ich auf jeden Fall Zahnstein habe, wenn nicht sogar Karies o.ä. Ich habe Metall in meinen Knochen von einer Behandlung aus meiner "Jugendzeit" was deutlich über der Empfehlung schon verblieben ist, zumindest einmal im Leben sollte man ja mal zum Frauenarzt und ich will gar nicht wissen wie viele Impfungen mittlerweile fällig sind.

    Meine Therapeutensuche gestaltet sich auch schwerfällig, ich habe zwar in meiner Jugendzeit PTBS diagnostiziert bekommen, aber durch diverse zusätzliche Diagnosen wird mir angeraten mir doch einen Fachmann zu suchen, denn ich in der Umgebung einfach nicht habe (Der Therapeut der mir die Schreckdiagnosen gestellt hat ist freundlicherweise während ich ein Jahr weg war in Rente gegangen)

    Noch geht das alles, aber meines Wissens nach sollte man nicht warten bis der Zug endgültig gegen die Wand gefahren ist.

    Habt ihr eine Idee?

  • 3 Antworten

    Ja, zum entsprechenden Therapeuten eine weitere Anreise in Kauf nehmen oder in einer Klinik stationär behandeln lassen. Ohne therapeutische Hilfe wirst du weiter auf der Stelle treten.

    dieser Faden ist zum Scheitern verurteilt.

    Du kennst dein Problem und du wirst hier nichts erfahren, was du nicht schon wusstest. Nämlich eine Therapie oder dich deiner Angst weiter hingeben.


    Das ist, wie wenn hier ein Magersüchtiger fragt, was er machen soll. Der hat auch nur 3 Möglichkeiten und die kennt er i.d.R. : essen, verhungern oder sich professionell helfen lassen. Das kann med.1 nicht.


    So ist es hier auch: zum Arzt gehen, nicht zum Arzt gehen oder sich professionell helfen lassen. Das kann med1 nicht.


    Ich wünsch dir alles Gute*:)

    um dem problem mit der sprachlosigkeit zu begegnen, würde mir einfallen, dass du zur sicherheit dein anliegen, dass du dem arzt vortragen willst, vorher (mit dem handy zum beispiel) aufnimmst. dann würdest du einerseits quasi „üben“ während du aufzeichnest und andererseits könntest du dem arzt es notfalls vorspielen.

    ansonsten wäre natürlich eine therapie schon der richtige weg. ich kenne mich da nicht so aus - aber gibt es sowas nicht mittlerweile auch online/per videochat, wenn es mit einer persönlichen therapie in angemessener nähe gar nicht möglich ist?

    ich habe mal gegoogelt und bin zum beispiel auf eine seite der Knappschaft gestoßen:

    https://www.knappschaft.de/DE/…Online-Therapie/node.html


    vielleicht gibt es sowas ja auch von deiner Krankenkasse.